Anschaltung ans Netz / Unterverteiung

  • Hallo,

    bin relativ neu in dem Thema und habe bereits dank des Forums erstmal Abstand von einem Akku genommen, auch wenn er für mich möglicherweise Sinn machen könnte, ich aber erstmal eine kostengünstige Variante suche. Kurz zum Hintergrund: Ein E-Auto soll angeschafft werden, und hier sehe ich insbesondere durch eine eigene PV-Anlage den größten Sparvorteil (wenn auch das Laden des Autos dann an die Sonne angepasst werden muss).


    Meine erste Frage ist folgende: Meine Hauptverteilung im Erdgeschoss ist nicht wirklich zugänglich, und für weitere Installationen ist nicht ausreichend Platz vorhanden.

    Desweiteren ist der Weg von den Solarzellen dorthin unnötig lang, was auch Auswirkung auf den Ertrag hat (oder die Kosten weiter erhöht, um die Verluste zu minimieren).

    Nun habe ich im Dachrgeschoß eine Unterverteilung. Kann ich die PV-Anlage direkt dort anschließen? Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass man direkt den Zugang zum Hauptzähler zwingend benötigt. Kann das jemand bestätigen?


    Also schematisch dargestellt:

    1. Netzanschluss -> Hauptzähler -> Unterverteilung -> (Zähler für Einspeisung? ->) PV-Anlage

    Funktioniert das?


    MfG
    andre

  • Es spricht prinzipiell nichts gegen den Anschluss in einer Unterverteilung. Es kommt natürlich drauf an, wie groß die Anlage ist. Davon hängt ab, ob der WR/die UV dreiphasig sind, ob das Kabel zur UV dick genug ist und ob du einen Erzeugungszähler brauchst (für die EEG-Umlage, dann ist es unter Umständen schwieriger, weil die Unterverteilung vermutlich keinen Zählerplatz hat). Der Einspeisezähler (Zweirichtungszähler) kommt natürlich dann erst unten am Übergabepunkt statt des Hauptzählers rein.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Deine Frage entspricht in etwa:


    Ich habe ein Auto. Wie schnell kann ich damit fahren ?


    Beschreibe deine Anlage, Größe etc und dein Vorhaben und dann kann man mal schauen was geht oder was nicht.... und auch mal sowas wie ein Bild deiner UV - nicht dass die aus Bakelit ist.....

    ab jetzt - Hyundai Kona 64 kWh - 150 kW

    Statt Klimastreik - egal wann - PV montieren fürs Klima ! FridayForMounting FFM :mrgreen:

    Wer mich zitieren mag - bitte ausschließlich Vollzitate !

    Für 2022 sind die Auftragsbücher bis Oktober voll !

  • Deine Frage entspricht in etwa:


    Ich habe ein Auto. Wie schnell kann ich damit fahren ?


    Beschreibe deine Anlage, Größe etc und dein Vorhaben und dann kann man mal schauen was geht oder was nicht.... und auch mal sowas wie ein Bild deiner UV - nicht dass die aus Bakelit ist.....

    Sorry, ja, du hast Recht. Fällt einem selbst erst im Nachhinein auf. Die UV ist derzeit klein, aber in dem Raum kann man noch Erweiterungen vornehmen, im Gegensatz zum Raum, wo die HV hängt.

    Eine Anlage ist noch nicht da (habe eben einen anderen Thread gestartet). vermutlich wird die Anlage zwischen 6 und 9,9 kWp haben.

    Erstmal werde ich den Leitungsquerschnitt der Unterverteilung prüfen. Davon hängt ja scheinbar das meiste ab. Die UV ist 2006 neu errichtet werden, also nicht steinalt.


    Es spricht prinzipiell nichts gegen den Anschluss in einer Unterverteilung. Es kommt natürlich drauf an, wie groß die Anlage ist. Davon hängt ab, ob der WR/die UV dreiphasig sind, ob das Kabel zur UV dick genug ist und ob du einen Erzeugungszähler brauchst (für die EEG-Umlage, dann ist es unter Umständen schwieriger, weil die Unterverteilung vermutlich keinen Zählerplatz hat). Der Einspeisezähler (Zweirichtungszähler) kommt natürlich dann erst unten am Übergabepunkt statt des Hauptzählers rein.

    Einen Erzeugungszähler werde ich brauchen. Ich müsste doch einen zweiten Schrank daneben setzen lassen können, dann muss ich halt die Wände aufmachen, das wäre aber egal. Am Hauptverteiler könnte unter Umständen ein zweiter Zähler passen, aber wenn nicht, würde der Erzeugungszähler reichen?


    gruß,

    andre

  • unter 10 kWp brauchst keinen Erzeugungszähler.

    Schau einfach mal mit welche Sicherung die Steigleitung zu deiner UV abgesichert ist - das sagt schon viel....

    ab jetzt - Hyundai Kona 64 kWh - 150 kW

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  • Ein FI ist keine Sicherung...

    Nachdem meine Mitarbeit im Forum nicht erwünscht ist, werde ich mich abmelden.


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  • unter 10 kWp brauchst keinen Erzeugungszähler.

    Schau einfach mal mit welche Sicherung die Steigleitung zu deiner UV abgesichert ist - das sagt schon viel....

    Laut Rechnung ist die Steigleitung 4x16qmm.

    Abgesichert mit fi 400v 1000a (abb f204a)

    ups, stimmt. woran erkenne ich das? an der hauptverteilung habe ich nichts dazu gesehen - in der UV sind 10 Sicherungen ABB S201-B16 angebracht - das hilft wahrscheinlich nicht, oder?

  • Abgesichert mit fi 400v 1000a (abb f204a)

    Ein FI ist, wie bereits bemerkt, keine Sicherung! Er "kann" 1000A (irgendwie) ab, aber das ist nicht seine Funktion. Er soll Fehlerströme abschalten - also "fehlen" im Rückleiter (dem "N") 30mA, schaltet er ab. Warum? Der Strom "könnte" eben über "Hand - Hand" (über Herz) fliesen. Herzkammerflimmern ist/kann tödlich sein.

    Lassen wir das!


    Eine 10kWp an einer UV anschliesen.... kann gehen, weil es dem Zähler völlig egal ist, wo er angeschlossen ist. Da ab 4,7 (etwa) kWp eh 3-phasig vorgeschrieben ist, macht das 3-phasig ca.15A/Phase. Was da sonst noch "dranhängt" ? (an der UV) Bei 16 qmm könnte das als "Bastellösung" durchgehen. Also "theoretisch"! Ob dein E-Meister da mitgeht, frag einfach nach.


    Ich würde die Leitung von den Modulen (DC) separat verlegen, in Richtung nahe der HV, dort den WR installieren und eben den sonstigen Kram....

    WR mögen nicht unbedingt im Dachboden bei sommerlichen 45+X Grad C betrieben werden! Lüfter brauchen auch Strom....


    Andere Frage: Welche Spannung kommt von der PV!


    Claus


    PS:

    Im Dachboden hat mMn nichts zu suchen, was brandgefählich ist .... WR??????

  • Im Dachboden hat mMn nichts zu suchen, was brandgefählich ist

    Kleine Korrektur: ist nicht der Dachboden, sondern das Dachgeschoss. Dort ist es aufgrund der Heizungsanlage zwar auch permanent nicht gerade kühl, aber auch im Sommer nie über 30° aufgrund Dämmung und Ostseite.

    HV ist quasi unmöglich, da kein Platz. Außerdem könnte ich nur von außen an der Stelle in den Raum, was ich bei meiner Frau nicht durchbekommen werde.


    Bzgl Last: die Anlage soll ja sogar größer als kWp werden. Ausgehend von 20kWp wären bei 70% hart 14kWp übrig, so dass wir bei 20,3a landen würden...

    Hab nochmal in den damaligen Auftrag bzw Rechnung geschaut. Demnach ist Hauptverteiler ebenso wie unterverteiler mit 4x16qmm angeschlossen, 6m Leitungslänge.

    Macht das die ganze Sache unmöglich und ich muss auf eine kleinere Anlage ausweichen (vorausgesetzt, der Elektriker stimmt dem zu)?