Wieviel kwp können über 5x10qmm Leitung angeschlossen werden.

  • So die Dachverkabelung des VNB läuft über das Dach des Wohnhauses und des Stalles (PVA). Der HAK ist im Dachboden Wohnhaus. Zwischen Wohnhaus und Stall verläuft meine private 5*10qmm Leitung als Erdkabel, die bisher zur Versorgung des Stalles dient.


    Siehe Skizze hier.


    Also es geht eine richtige Treppe auf den Dachboden. Von daher könnte ich den Verteiler theoretisch auch auf den Dachboden verlegen und den bestehenden HAK weiter nutzen.


    Wir hatten schon geklärt, dass der Erzeugungszähler auch dezentral installiert werden kann. Also im Stall bei der PVA obwohl der HAK und der Zweirichtungszähler im Wohnhaus sein könnte. Da stellt sich mir die Frage, wo dann in Zukunft der Smart-Meter hin muss. Zur PVA in den Stall oder zum neuen Verteiler im Dachboden Wohnhaus?


    Bei allem Hin und Her erscheint es mir logischer, wenn in den Stall ein neuer HAK kommt und dort kommen dann alle benötigten Zähler und Sicherungen hin. Von dort wird dann über das 4*10qmm Kabel das Wohnhaus (sowie Scheune) versorgt.

  • Das muss dein Elektriker aber vorher genau mit dem Netzbetreiber abklären. Denn theoretisch muss heute die Auftrennung von PEN auf PE / N direkt im HAK gemacht werden. Von dort dann 5-adrig zur Hauptverteilung. Dann bräuchtest du aber auch ein 5*xmm² von Zählerschrank im Stall zum Wohnhaus. Außerdem bräuchtest du dann noch einen Erder in der Nähe des neuen HAK im Stall. Kann natürlich sein dass der Netzbetreiber auch zulässt dass du deine Verteilungen 4-adrig über PEN anfährst, das würde ich vorher aber genau klären.

  • Das muss dein Elektriker aber vorher genau mit dem Netzbetreiber abklären. Denn theoretisch muss heute die Auftrennung von PEN auf PE / N direkt im HAK gemacht werden. Von dort dann 5-adrig zur Hauptverteilung. Dann bräuchtest du aber auch ein 5*xmm² von Zählerschrank im Stall zum Wohnhaus. Außerdem bräuchtest du dann noch einen Erder in der Nähe des neuen HAK im Stall. Kann natürlich sein dass der Netzbetreiber auch zulässt dass du deine Verteilungen 4-adrig über PEN anfährst, das würde ich vorher aber genau klären.

    Das ist so nicht richtig, kommt auf sein Netz an.


    Im TN-C-S wird 5-adrig gefahren, Im TT 4 adrig. Die Auftrennung erfolgt im Zählerschrank Quelle: Bayernwerk

  • Nein, Auftrennung im Zählerschrank ist schon lange Geschichte.

    "Auftrennung" ist nur ein Thema bei TN-Netzen.

    Grundregel:

    Bei TN wird im HAK aufgetrennt.

    Ausnahme: Hausanschlußsäule/Zähleranschlußsäule. Hier wird dann am frühestmöglichen Punkt im Gebäude aufgetrennt.


    Bei Leitungen zwischen Gebäuden am selben Zähler muß man auch bei Nutzungsänderung eigentlich TN-S fahren.

    Allerdings gibt es hier viel Spielraum, z.B. wenn es wirtschaftlich nicht tragbar wäre und die Sicherheit gewährleistet sowie Störeinflüsse fast ausgeschlossen sind.

    Bei Zähler im Wohnhaus und PV auf dem Stall hätte ich keine Bedenken, da der PEN kaum belastet wäre.

    Im umgekehrten Fall mit Zähler im Stall und die alte Leitung zum Haus eher, da hier am PEN durchaus nennenswerte Ströme fließen können.

    Es sind ja zwei Erder vorhanden (jedes Gebäude). Somit fließen sicher über längere Zeit nicht unerhebliche Ausgleichströme über die Erde...



    Sollte die Netzform aber TT sein, so sehe ich mit der 4-adrigen Leitung mit zwei Erdern kein Problem.

    Dann hat jedes Gebäude seinen eigenen Erder. Und gut ist.

    Auf der Leitung hätte man dann nur Außenleiter und N, aber keinen PE.


    Also: zuerst die Netzform in Erfahrung bringen, dann kann man mehr sagen.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Ab nächster Woche habe ich hoffentlich einen Ortstermin mit einem Solateur und einem Vertreter des VNB. Mal sehen was die sagen.


    Da ich ggf. aber um eine neues Kabel zwischen PVA auf Stall und HAK im Wohnhaus nicht herum komme (weil vermutlich TN-Netz - drei braune und ein gelb-grüner Leiter kommen aus HAK), ist mir noch eine alternative Idee eingefallen. Ich belege einfach noch ein weiterers Dach und komme so mit der PVA / Einspeisepunkt WR

    schon näher an das Wohnhaus / HAK heran.


    Dazu hätte ich noch zwei prinzipielle Fragen:

    1) Was ist günstiger, wenn ein größeres Abstand (30 bis 50m) zwischen PAV und HAK überbrückt werden muss. Soll der WR eher in Nähe der PVA oder in Nähe des HAK stehen. Oder mit anderen Worten: Ist die Gleichstrom- (mehrere Strings) oder die Wechselstromverkabel technisch und finanziell günstiger?


    2) Wenn ich noch ein Dach belege, werde ich die 30kWp / 30kVA Grenze wohl überschreiten. Welche zusätzlichen Anforderungen ergeben sich daraus? Mach eine geringe Überschreitung dieser Grenze auf z.B. 40 - 45 kWp überhaupt Sinn?

  • gerade eine geringe Überschreitung macht Sinn, da du dann bei 30 kW Anschlussleistung bleiben kannst, keine Wanddlermessung brauchst keinen NA-Schutz. Aber das gilt alles bis 31.12.2020, was danach ist, kann man jetzt noch nicht sicher sagen. Kann sein, dass du über 30 kWp dann in die EEG-Umlagepflicht rutschst.

  • okay, dass eeg 2021 werde ich wohl mal abwarten


    Monsmusik - dein vorschlag bedeutet konkret, dass die anlage z.b. mit modulen für 45 kWp belegt wird, aber am wr eingestellt wird, dass er maximal 30 kw abgeben darf? dass man die anlage dann bei bestem sonnenschein nicht voll ausnutzt, ist dann (wirtschaftlich) nicht so tragisch?


    ich dachte, die installierte modulleistung ist ausschlaggebend? (denn man könnte doch am wr später die begrenzung auf 30 kw wieder aufheben??)

  • Für manches ist die kWp-Leistung entscheidend (z.B. Vergütungsstufungen, RSE-Pflicht, Umlagepflicht), für manches einfach die Stromstärke oder Leistung auf der Leitung oder am Zähler. 45 kWp ist etwas viel für einen 30 kW-WR, wie weit man da gehen kann, hängt halt von den konkreten Flächen und deren Ausrichtung/Prognose ab. Für die 70%-Abregelung rechnet man bei einem Süddach 3-5% Verlust, Ost/West <1%.

    denn man könnte doch am wr später die begrenzung auf 30 kw wieder aufheben?

    nicht, wenn der gar nicht mehr Leistung abgeben kann.

  • Skizzier Belegung aller Dächer dann schaut man was ggf. gestrichen wird.

  • Andre78 - Vielen Dank für deine Tipps.


    Also ich habe dich so verstanden, dass die Nutzung des 4*10qmm Kabels zur Anbindung des Stalles mit der PVA (30 bis 40 kWp, steht noch nicht fest) mit PEN denkbar wäre, wenn der VNB zustimmt. Ein VNB-Vertreter will in zwei Tagen mal einen Ortstermin machen. Ich berichte. Will aber gedanklich vorbereitet sein, daher noch diese ergänzende Frage:


    Jetzt habe ich foglendes gelesen: Über 20kVA geht Direktmessung statt Wandlermessung nur, wenn die PV-Verdrahtung mit mindestens 16qmm realisiert wurde.


    Heisst das jetzt, dass das 4*10qmm zwar leistungstechnisch okay ist und auch genutzt werden könnte, wenn der VNB keine Bedenken hat, dass die Trennung PE und N fehlt, ABER !!! dass ich dann auf alle Fälle eine (teure) Wandlermessung benötige.