Wieviel kwp können über 5x10qmm Leitung angeschlossen werden.

  • Hallo Leute,


    ich hatte diese Frage schon in Zusammenhang mit einer allgemeinen Frage zur sinnvollen Größe einer Anlage gestellt: Siehe hier. Da dieser Thread zwischenzeitlich unübersichtlich geworden ist, mache ich hier für diese einzelne Fragen einen neuen Betrag auf.


    Und zwar: Ich will eine PV-Anlage auf dem Dach eines Stalles errichten. Der HAK befindet sich jedoch im Wohnhaus. Zur Versorgung des Stalles besteht schon ein 5x10qmm Leitung, die ich nun zur Anbindung der PV-Anlage nutzen will. Die 40 Jahre alte Leitung ist rd. 30 Meter lang und liegt innerhalb von Erdreich oder in Wänden.


    Wie groß /leistungsstark darf die Anlage werden, wenn ich das 5x10qmm Kabel nutzen will?


    heiter

  • Meine Strombelastbarkeitstabelle sagt bei 3 belasteten Adern, Umgebungstemp. 25 °C, Verlegeart C, kann ein 10 mm² mit 63 A belastet werden. In kW sind das 43 kW bei cosΦ=1.

    • Der Jammer bei den Weltverbesserern ist, daß sie nicht bei sich selber anfangen.
    • Im Leben kann man immer neu anfangen, aber nie von vorne.
  • Ist das die richtige Formel zur Berechnung der Leistung bei dreiphasigem Strom?


    U*I*cos φ*√3 ?? Also 400 * 63 * ca. 1 * ca. 1,73 = 43,5 kW ??


    Weil mein Elektriker will die Adern mit max. 50 A absichern. Warum habe ich auch nicht ganz verstanden. Alte Norm?


    400*50*1,73=34,6 kW .... Würde also für eine 30 kW PVA auch noch reichen.


    Richtig oder Denkfehler?

  • Alu oder Kupferleitung?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Weil mein Elektriker will die Adern mit max. 50 A absichern. Warum habe ich auch nicht ganz verstanden.

    Stichwort Selektivität, wenn im Hausanschlusskasten mit 3*63 A abgesichert ist dann muss die Absicherung für die Zuleitung zum Schuppen eine Nummer kleiner sein.

    Wenn man beide mit 63 A absichern würde dann fliegt bei einer Störung im Schuppen ggf die Sicherung im HAK und schon ist überall das Licht aus.... ?

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hast du im Stall auch Verbraucher? Dann wirst du ein Problem hben den erzeugungszähler dort zu montieren, das ist eigentlich (TM) nciht mehr möglich, der muß eigentlich (TM) in den Zählerschrank.

    5x10qmm

    Ich ahbe nur dne Anfang des verlinkten Threads durchgelesen und da steht 5x4mm².

  • 5x10mm² nicht nur in Erdreich, sondern auch in Wänden und ggf. Bereiche mit Umgebungstemperaturen von 30°C heißt max. 57A Belastbarkeit.

    Somit ist eine Absicherung mit 50A korrekt.

    Es muß immer nach der "schwächsten Stelle" ausgelegt werden.


    57A bei 30°C Umgebung direkt in der Wand verlegt (ohne Leerrohr) - Verlegeart C - heißt, daß bei diesem Strom die Leiter 70°C erreichem können.

    Somit ist hier bei 34,5 kVA schluß. Spannungsfall 1,16% bei cosPhi 1,0, Verlustleistung bei 50A ca. 310W.


    Sollte die Mantelleitung in Bereichen mit 30°C Umgebung im Mauerwerk in einem Leerrohr verlaufen, so wäre das Verlegeart B2.

    Dann dürfte man nur noch mit 40A absichern, da die Strombelastbarbeit nur noch bei 46A liegen würde.

    Dann wären das nur noch 27,6 kVA. Spannungsfall 0,93% bei cosPhi 1,0, Verlustleistung bei 40A ca. 200W.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Da dieser Thread zwischenzeitlich unübersichtlich geworden ist, mache ich hier für diese einzelne Fragen einen neuen Betrag auf.

    Ich sehe das komplett anders. Unübersichtlich wird es, wenn du Unterthemen aus dem Zusammenhang reißt.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Verlegeart??


    Nun da müsste ich Röntgenaugen haben, um in die Wand reinschauen zu können.


    Wo das Kabel im HAK in der Wand verschwindet, liegt es natürlich noch mit anderen Leitungen zusammen. Nach Norm würde das eine geringere zulässige Amperzahl bedeuted. Wobei die anderen Leitungen in der Regel ja nur üblichen Haushaltsstrom führen also keine so arg hohen Amperzahlen...?


    Wo das Kabel im Keller wieder raus kommt, wurde es in einem Metallrohr verlegt. Ob das nun Verlegeart B2 bedeuted?? Eher nicht, da das Metall die Wärme doch gut ins Mauerwerk abführen sollte. Die Norm geht das doch sicher von Kunststoffrohren aus.


    Wie gesagt, Kabel liegt da schon vierzig oder siebzig Jahre .....