PV Anlage für EFH mit Erker (7-10kWp) - SolarEdge?

  • Hallo,


    ich beschäftige mich seit ein paar Tagen mit dem Thema PV.

    Ich würde gerne eine PV Anlage auf meinem EFH mit Erker (nähe Regensburg) verbauen, Ausrichtung 165°.

    Wir sind eine Familie mit 2Kinder und >5kWh Verbrauch im Jahr.

    Elektroauto ist geplant, PV Batterie maximal Vorhalt für später.

    Wegen dem Erker bin ich irgendwie durch das Forum auf SolarEdge gekommen.

    Das ganze habe ich sowohl mit dem SolarEdge Designer als auch PVSOL simuliert.


    Folgende Belegung wäre möglich.

    Süd-Dach: 16 Module (mehr geht nicht in erster Linie wegen der beiden Warmwasserkollektoren)

    Erker-Ost: 3 Module

    Erker-West: 3 Module

    Nord: wäre komplett frei


    Ich habe den Ertrag mit dem SE Designer berechnet.

    Irgendwie hat er 30° Dachneigung verwendet, obwohl es eigentlich 32° sind; sollte aber ziemlich egal sein.

    Neben den oben genannten 22 Modulen habe ich testweise noch 8 aufs Nord-Dach platziert.

    Vorgeschlagen wurde mir immer der SolarEdge SE7K Wechselrichter.


    22 Module mit SolarEdge SE7K und 22 P370 Optimierer (7,15kWp):

    Jährlicher Energieerzeug 7,31 MWh


    30 Module mit SolarEdge SE7K und 30 P370 Optimierer (9,75kWp):

    Jährlicher Energieerzeug 9,20 MWh


    Ich hätte folgende Fragen:

    - Gäbe es eine Alternative zu SolarEdge, durch den Erker habe ich immer wieder irgendwo eine Beschattung

    - In der Mitte neben dem Erker würde Ost/West noch ein weiteres Modul passen, wenn es max. ca 3/4 so lange wäre. Gibt es sowas, macht das Sinn?

    - Seht ihr die Belegung der Nordseite als sinnvoll an. So 100% habe ich das SolarEdge System noch nicht verstanden.

    Ich habe die Befürchtung, dass die Nord-Module auch die Leistung der Südseite reduzieren könnten, wenn die Spreitzung zu groß wird?

    Wenn dann am abend die Sonne nur noch die 8 Nord-Module bestrahlt werden, bringen die dann überhaupt noch was, da ja die 750V möglicherweise gar nicht mehr erreicht werden?



    Freue mich über euere Meinungen und Verbesserungen. Danke :)

  • Bei SE hast du an jedem Modul DC-DC Wandler dran, damit am Ende die Stringspannung passt und konstant ist. Das ist der ganze Sinn daran. SE punktet nicht nur bei Schatten sondern insbesondere auch bei vielen unterschiedlichen Ausrichtungen.

    Problem bei dir ist, dass 3 Module pro Ausrichtung zu wenig sind fuer einen normalen Stringwechselrichter.


    Schade, dass die ST den besten Platz klaut. Ich wuerde die NW Seite mit dazu nehmen, mindestens um 10 kWp aufzufuellen, wenn nicht sogar mehr. Je nachdem, wann die Anlage in Betrieb gehen soll, wie viel insgesamt drauf passt und wie die Angebote sind.


    Nach deinen Angaben sollten auf NW 726 kWh/kWp/a raus kommen, was hinreichend gut ist um es voll zu machen, wenn man eh schon dort ein paar Module hinlegen will.


    Die Angaben zum jaehrlichen Ertrag sind falsch, das muesste M statt k sein, es sei denn du stellst die Module im Keller auf ;)

  • Wenn dann am abend die Sonne nur noch die 8 Nord-Module bestrahlt werden, bringen die dann überhaupt noch was, da ja die 750V möglicherweise gar nicht mehr erreicht werden?

    So ganz unberechtigt ist die Sorge nicht, aber die Südmodule sind ja im Schatten auch nicht ganz auf Null, d.h. es könnte schon reichen. Aber wo ist das Problem, du kannst auf N doch auch einfach mehr als 8 Module legen.


    Du kannst auch auf SE verzichten, dann allerdings ohne den Erker. Ist aber auch eine gangbare Option.


    Und auch dir bleibt die Frage nicht erspart: Wie alt ist die Solarthermie? Ist es für dich denkbar, die abzubauen? Ich will es jetzt nicht schon wieder vorrechnen, aber die durch die ST verhinderten Module würden dir mehr Ertrag von derselben Fläche bringen, vor allem mit verkaufbaren Überschüssen und vielseitigerer Verwendung als heißes Wasser.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Das Haus ist 5 Jahre alt, also muss die ST oben bleiben :)


    Ich habe jetzt nochmals mit den richtigen 32 Grad simuliert.

    Da würden 707 kWh/kWp/a raus kommen. Ist das noch in Ordnung? Wie weit runter sollte es max. sein?


    Kann ich das irgendwie simulieren, wo ich die Module am besten auf der Nordseite legen sollte? NO/NW, oben, unten?

  • Da hat jeder seine eigenen Schmerzgrenze. Meine wäre etwa da, wo die Erweiterung sich durch Volleinspeisung nicht mehr amortisiert. Das sind nämlich die einzigen Parameter, über die du für die Zukunft nicht spekulieren musst. Hängt natürlich vom Preis ab, aber mit 707 h bist du schon noch drüber.


    Wo du die am besten legst? Ich versteh die Frage nicht ganz, das ganze Dach hat doch dieselbe Ausrichtung? Möglichst weit oben ist immer mehr Licht und weniger Schatten als unten.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Ja, das Dach hat überall die gleiche Ausrichtung. Also eher oben also unten. Muss mir die Nordseite im Detail nochmals durchsimulieren, da hier auch eine SAT Schüssel und der Kamin ist (NW Seite, ganz oben).


    Auf den Erker möchte ich eher nicht verzichten, da dadurch 6 Module verloren gehen.

    Bin mir auch nicht sicher, ob z.B. das Schattenmanagement eines SMA WR die Beschattung durch den Erker ausgleichen kann.


    Macht es evtl. noch Sinn anstelle des SE7K zwei SE3000H bzw. SE5000H zu verwenden? Das würde laut SE Designer 0,1 MWh bringen, was vernachlässigbar wäre.


    Dieses Jahr wirds sicher nichts mehr, frühestens mitte nächsten Jahres.

  • Bin mir auch nicht sicher, ob z.B. das Schattenmanagement eines SMA WR die Beschattung durch den Erker ausgleichen kann.

    Das koennte er schon, aber das bringt dir fuer die Module AUF dem Erker nichts.


    Da würden 707 kWh/kWp/a raus kommen. Ist das noch in Ordnung? Wie weit runter sollte es max. sein?

    Das kommt halt aufs Angebot an. Ich sehe das wie Monsmusik, die Grenzkosten sollten den zusaetzlichen Ertrag aus der Verguetung halt nicht uebersteigen.


    2 kleine WR anstatt einem groesseren ist in den wenigsten Faellen sinnvoll.

  • Macht es evtl. noch Sinn anstelle des SE7K zwei SE3000H bzw. SE5000H zu verwenden? Das würde laut SE Designer 0,1 MWh bringen, was vernachlässigbar wäre.

    Das liegt wahrscheinlich an den nur 8 Modulen auf der Nordseite. Mach 10 oder 11 drauß, dann hast du keine Verluste mehr. Zwei Einphasige halte ich bei dir für keine gute Option.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Bin mir auch nicht sicher, ob z.B. das Schattenmanagement eines SMA WR die Beschattung durch den Erker ausgleichen kann.

    Das koennte er schon, aber das bringt dir fuer die Module AUF dem Erker nichts.

    Welcher Wechselrichter mit gutem Schattenmanagement wäre denn hier empfehlenswert, wenn ich auf die 6 Erker Module verzichten würde. Ich habe schon etwas geschaut, aber nicht wirklich was gefunden, wo man 2 Strangs a 3 Module fahren kann; also müssen sie in dem Fall wohl weg bleiben. Eigentlich schade....

    An Solaredge gefällt mir überhaupt nicht, dass man komplett an den Hersteller gebunden ist. Wenn es den z.B. in 10 Jahre nicht mehr gibt, hat man echt ein Problem wenn ein Optimierer oder Wechselrichter defekt ist.

  • Ich habe schon etwas geschaut, aber nicht wirklich was gefunden, wo man 2 Strangs a 3 Module fahren kann; also müssen sie in dem Fall wohl weg bleiben. Eigentlich schade....

    3 Modulwechselrichter wären möglich. Zum Beispiel der EVT560, der hat sogar separate Tracker für beide Module, so dass du jeweils eine Ost-West Kombination anschließen kannst. Ob das wirtschaftlich darstellbar ist, weis ich nicht.


    Gruß Markus