Planung Ost/West Dach + Garage - oder PV macht süchtig

  • Guten Abend zusammen,


    nachdem meine erste Anlage inzwischen fertig ist (Erweiterung der Garage fehlt leider noch, mein Lieferant hat zu viel zu tun um die UK zu schweißen), hat mich die Sucht gepackt. Seit dem Sommer lese ich hier viel mit und hoffe schon ein bisschen was für meine zweite Anlage gelernt zu haben.


    Fakten zum Haus:


    -Zweifamilienhaus in Eigentümergemeinschaft (Tochter + Eltern)

    -Tochter bewohnt ihre Wohnung selbst

    -Wohnung der Eltern vermietet

    -Dach wird neu gedeckt (mit Sparrenaufdopplung und Aufsparrendämmung)

    -Ost-West Ausrichtung, DN 25°, Osthang

    -zugehörige Garage kann mit belegt werden

    -Elektroinstallation wurde vor ca. 5 Jahren erneuert, HAK 50A abgesichert

    -NAB mit 29,9 kWp ist raus

    -Betreiber der Anlage entweder der Vater als Miteigentümer oder der Sohn als Dritter

    -Modul evtl. JASolar JAM60S10 345W





    Das Dach ist 12,80m breit, jede Dachfläche ist ca. 5,80m lang (hoch).

    Garage ist 7,0x3,3m


    Meine Vorstellung wäre eine Vollbelegung von Haus und Garage als Volleinspeiseanlage (außer es gibt eine wirtschaftliche Lösung für Eigenverbrauch?) Ein Zählerplatz ist aktuell frei:



    Belegungsplan:


    Ich komme pro Seite auf 3 Reihen a 12 Module, auf West müssten oben 2 Module entfallen wegen dem Schornstein und einem daneben noch zwingend benötigten Dachaustieg. Außerdem brauche ich auf West Schneefanggitter auf ganzer Länge.

    Also insgesamt 34+36=70 (24,15kWp)

    Auf dem Dach habe ich Schatten durch einen relativ kurzen Kamin mit einer Edelstahlverlängerung. Außerdem rechne ich im Winter mit Schatten aus Westen (Nachbarhaus, Bäume, Hanglage)


    Garage leicht aufgeständert nach Osten, 2 Reihen a 7 Module (4,83kWp), wenn ich dafür eine geeignete UK finde. Aufständerung nach Süden würde Schatten durch die ca. 50cm höhere Nachbargarage bedeuten.


    Als Wechselrichter habe ich an den Huawei 33KTL-A gedacht. Da bin ich mir aber sehr unsicher ob das taugt.

    Wie könnte man den verstringen?

    Idee:

    String 1: verschattete Module West untere Reihe 1-12 (Schatten bei Schnee), 20-24 , 32-34 -> 20 Module

    String 2: 22 Module auf Ost (mit denen die evtl Schatten durch Kamin haben)

    String 3: 14 Module West, 14 Module Ost parallel (schattenfrei)

    String 4: 14 Module Garage


    Insgesamt 28,98 kWp


    So, hoffe der Text wurde nicht zuuu lang und ich freue mich über jede Hilfe!!! Vielleicht bin ich mit meinem Halbwissen ja auch total auf dem Holzweg. Die Lösung mit einem Wechselrichter würde mir halt gefallen, da ich bei Volleinspeisung irgendwie meine Kosten drücken muss.



    Vielen Dank schonmal und noch einen schönen Abend!

    Michael

    • Hilfreichste Antwort

    außer es gibt eine wirtschaftliche Lösung für Eigenverbrauch?

    Was bitte soll an EV unwirtschaftlich sein? Im Gegenteil, EV/ÜE ist günstiger als VE! Lies auch Mieterstrom oder Strom an Mieter

    Wird die Anlage aus steuerlicher Sicht nicht bei der Tochter angesiedelt? PV-Eigentümer muss nicht Betreiber sein.

    Wie könnte man den verstringen?

    Dein Vorschlag passt (mir). Aber gut möglich dass das Forum dazu Ideen hat.

  • Hallo pflanze,


    vielen Dank für deine Antwort.

    Mein Problem ist, dass die Tochter als Betreiber nicht infrage kommt, da sie jegliche steuerliche Pflichten damit vollkommen ablehnt. O-Ton: Stört mich nicht wenn da was auf dem Dach liegt, solange ich damit keine Arbeit habe". Das muss ich als gegeben hinnehmen. Somit muss ich jeglichen Eigenverbrauch mit voller EEG-Umlage rechnen.

    Meine Gedanke dazu:

    8 Ct. entgangene Vergütung + 7 Ct EEg Umlage ->15 Ct.

    Bezugspreis aus dem Netz aktuell 23 Ct.

    Angenommen ich bekomme für den EV 20 Ct. und die Tochter verbraucht im Jahr davon 1000 kWh (tagsüber kaum zuhause) komme ich auf 50€ im Jahr oder 1.000€ über 20 Jahre. Dafür muss ich aber den Zählerschrank aufwändiger umbauen, bekomme dort vermutlich ein Platzproblem bei den Zählerplätzen, zahle Zählergrundgebühren und habe den Mehraufwand.

    Auf den ersten Blick bleibt da nichts übrig...

    Ich lasse mich hier gerne aber auch von gegenteiligen Ansicht überzeugen :)


    Grüße,

    Michael

  • Dafür muss ich aber den Zählerschrank aufwändiger umbauen

    ? Nein, warum? Es braucht in jedem Fall zwei Zähler, die man so oder so in kfm.bil.Durchleitung anordnen würde, nicht parallel geschaltet (denn das zieht bei minimalem Bezug des WR einen Liedertarif nach sich!).

    Von welchen falschen Annahmen gehst du aus?

  • Ok, hab das jetzt nochmal studiert mit dem Strom an Mieter.

    Wenn ich das richtig verstehe bekäme ich einen Erzeugungszähler und dann pro Wohnung einen Zweirichtungszähler, alle in Reihe. Aber habe ich denn einen Rechtsanspruch darauf, dass der VNB die kaufmännisch, bilanzielle Durchleitung akzeptiert?

    Danke pflanze für deine Hilfe, z.B. das mit dem Liefertarif bei Vervrauch durch den WR war mir nicht bewusst bisher...

    Kann man denn abschätzen wie groß der Umbauaufwand am Schrank insgesamt so wäre? Wie groß müssen die SLS mindestens sein, wenn ich da knapp 30kVA draufhängen will?


    Dankeschön!

    Michael

  • Da ist Familie u 1 Mieter? Ich würde max. 2 Mieter mit geeichtem 2RZ als Zwischenzähler in Kaskade setzen, bei mehr würde ich ein Segment mit voller EEG-U und darin parallelen Zählern einsetzen.

    EZ kommt auf Größe und IBN an. Vsl. ja. Dann kommt halt ein Z dazu. Platz ist ja da.

    habe ich denn einen Rechtsanspruch darauf, dass der VNB die kaufmännisch, bilanzielle Durchleitung akzeptiert

    Hast du im Gesetz was gefunden dass er sie verweigern darf?


    An deinem Schrank sehe ich wenig Aufwand.