Photovoltaikanlage ohne Gewerbe betreiben möglich?

  • Hallo liebe Forums-Aktiven,


    ein Freund von mir möchte gerne eine PVA bauen und hat ein recht verschachteltes hohes Dach, sodass es natürlich kein "wirtschaftliches" Angebot gibt.

    Der Preis liegt bei etwa 2000 Euro/kWp (netto) bei rund 10 Cent/kWh Einspeisevergütung kommt man damit auf keinen grünen Zweig. Gerne würde dieser die Anlage nun einfach wie die Heizung brutto erwerben und weiter steuerlich nichts mehr damit zu tun haben.


    Hat jemand bereits versucht die PVA ohne Gewerbe zu betreiben und dies mit dem Finanzamt geklärt? Vergleichbar mit anderer Haustechnik wie Heizung oder Ähnliches, bei denen ebenfalls keine "Gewinnerzielungsabsicht" vorliegt.

    Hier ist das ein wenig beschrieben: https://www.pv-magazine.de/201…tovoltaik-ohne-finanzamt/


    Viele Grüße und herzlichen Dank für die Tipps

    korkeichenwald


    P.S.: Über die Forumssuche habe ich leider nichts für mich passendes an Erfahrungen gefunden.

  • Hallo,


    ihr braucht da mit dem Finanzamt gar nichts klären. Wenn keine Gewinnabsicht besteht ist das dem FA egal. Natürlich darfst Du dem FA dann auch nicht unter die Nase halten (Vorsteuerabzug, Abschreibung oder ähnliches).


    Falls Du noch zusätzlich einspeisen möchtes musst Du die Netzverträglichkeitsprüfung durchführen lassen und Dir die Zusage zum Einspeisen geben lassen. Die PV-Anlage unbedingt im Markstammdatenregister melden (sonst könnte Dir die BNetzA ans Bein pinkeln).


    Bei NB wird das dann aber lustig. Damit die Dir dann nichts überweisen darst Du auch kein Konto angeben. Die wollen aber unbedingt was überweisen. Aber ohne Konto keine ÜBerweisung möglich.:P


    So habe ich das gemacht. Bis jetzt hat sich keiner gemeldet. Weder FA noch NB. Und die Inbetriebnahme habe ich auch von keinem eingetragenen Eleektroinstallateur unterschreiben lassen. Habe ich als fachkundige Person selbst unterschrieben.:)


    Und jetzt kann der NB im Dreieck hüpfen.

  • Immer schön Einkommensteur und Umsatzsteuer auseinanderhalten:!:

    Wenn man (nachhaltig) Geld für seien Strom nimmt, wird man zum Unternehmer, das läßt sich in D nicht vermeiden. Steht im UStG sogar ausdrücklich drin, daß das nicht davon abhängt ob man Gewinn macht oder das beabsichtigt. Habe ich neulich rausgesucht und zitiert edit siehe RE: PV ganz ohne Finanzamt Liebhaberei

  • Immer schön Einkommensteur und Umsatzsteuer auseinanderhalten:!:

    Wenn man (nachhaltig) Geld für seien Strom nimmt, wird man zum Unternehmer, das läßt sich in D nicht vermeiden. Steht im UStG sogar ausdrücklich drin, daß das nicht davon abhängt ob man Gewinn macht oder das beabsichtigt. Habe ich neulich rausgesucht und zitiert.

    Hallo,


    da braucht man nichts auseinanderhalten. Wenn der Kunde kein Geld vom NB bekommt und dies auch nicht will so gibt er halt kein Konto zur Überweisung an. Er schenkt dem NB eben den Strom. Nichts anderes mache ich auch. Und mein Sohn ebenfalls. Alleine der Eigenverbrauch trägt die PV-Anlage.


    Ist doch schön wenn ich dem NB meinen überschüssigen Strom schenke. Durch NB ist nach EEG verpflichgtet meinen Strom abzunehmen. Er müßte diesen auch bezahlen: aber wenn ich die Bezahlung nicht will dann ist das eben so. Der NB würde ja gerne seiner Verpflichtung nach EEG nachkommen aber es geht halt nicht. Also ist es auch nicht scheine Schuld dass er nicht zahlen kann.


    Wenn ich keine Rechnung an das FA sende -> keine Umsatzsteuer

    und wenn ich keinen Gewinn mache -> keine Einkommenssteuer


    Dann passt doch alles !:thumbup::)

  • Wenn der Kunde kein Geld vom NB bekommt

    Davon hat der TS aber nichts geschrieben (und ich habe auch ausdrücklich geschrieben, daß man Unternehmer wird, wenn man Geld für seinen Strom bekommt).

  • Hallo,


    auch wenn er Geld für seinen Strom bekommt wird er vom FA noch lange nicht als Gewerbetreibender eingestuft.


    Aufgrund der hohen Investitionskosten wird diese EEG-Anlage die nächsten 20 Jahre keine Gewinne erwirtschaften. Dazu kommen noch Ausgaben für Versicherungen und eventuell für den Steuerberater.


    Also: was verdient die PV-Anlage auf 20 Jahre gesehen -> Ausgaben für die nächsten 20 Jahre gegenrechnen, Desgression nicht vergessen -> kommt nix raus dabei.


    Das dem FA zeigen.


    Das wars !!