Mehrparteienhaus - wo ist der Solarstrom hin?

  • Hallo zusammen!

    Hab mich hier frisch registriert in der Hoffnung ein paar hilfreiche Antworten zu erhalten.

    Ich spiele schon seit Jahren mit dem Gedanken mir eine PV-Anlage anzuschaffen und habe für mich nun entschieden => nächstes Jahr muss eine her.
    Nun quält mich aber noch eine entscheidende Frage und hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.

    Ich habe ein Mehrparteienhaus:
    EG: Großeltern
    1. OG Eltern
    2. OG ich

    hier noch ein grober Plan wie unsere Wohnungen verdrahtet sind:


    Meine Frage nun:
    Ich habe eine 5 KW Anlage geplant.
    Ist es möglich aufzuzeichnen wo der PV-Strom hingeflossen ist?
    Man sieht ja zwar wie viel die Analge produziert hat aber das bringt mir nichts wenn ich nicht weiß wer wie viel von diesem PV-strom erhalten hat.
    Somit ist es dann auch schwer die Kosten aufzuteilen...

    Gitbs da irgendwelche Möglichkeiten zu sagen Wohnung A bekam X kw/h pv-strom, Wohnung B Y kw/h und wohnung C Z kw/h?


    Liebe Grüße,

  • Warum planst Du auf einem MFH so eine Schrumpelanlage?
    Da sollten 15KWp gebaut werden oder mehr … einfach die Dächer sinnVOLL machen.


    Bei alles Familie im EFH kann Zähler A und Zähler B weg.

    Da kommt dann der Zweirichtungszähler hin und über 10KWp brauchst noch einen Erzeugungszähler.


    Messung PV Anteil geht dann nur über alle Drei.


    Wer die Anlage baut, bekommt die EEG Vergütung.

    Mit den anderen Zwei auf einen Preis pro KWh einigen, irgendwas um 25 Cent sollte fair sein.

    Ist für beide Seiten dann eine Mischkalkulation.

    Die anderen Zwei sparen in jedem Fall die GG, wenn alles über einen Zähler läuft.

    Also eine Win-Win-Situation.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Zunächst mal solltet ihr als Familie hinter einen Zähler gehen, um zum einen den zweiten Grundpreis zu sparen und zum anderen überhaupt alle Eigenstrom nutzen zu können. Wer beim Solarstromverbrauch privilegiert wird, hängt davon ab, wo die Anlage angeschlossen wird und wer wann Strom verbraucht. Für die interne Abrechnung kannst du beliebig viele eigene Hutschienenzähler montieren. Dabei kannst du auch den Solarstromverbrauch über eine Kaskade (Reihenschaltung) aus Zweirichtungszählern kaufmännisch abgrenzen, aber wäre das nicht etwas übertrieben? Teilt den Restbezug eben auf die drei Geschosse auf und gut. Wenn du den Eigenverbrauch mit deinen Eltern und Großeltern gesondert abrechnest, dann wird sofort 100% EEG-Umlage darauf fällig.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Weil ich die Anlage auf unser Carport montieren will und da nun mal leider nicht mehr Platz ist.
    Das Dach ist leider sehr ungünstig verwinkelt und teilweise bereits mit Solarpanelen bedeckt.

    Die Anlage wird von allen Parteien finanziert.
    Außerdem werden wir das EG und 1.OG eines Tages vermieten wenn meine Großeltern nicht mehr sind und meine Eltern in die Stadt ziehen möchten.
    Daher würde ich das ganze wenn ich es schon mache gleich so einrichten das es sich sauber trennen lässt (sofern möglich)

  • Möglich ist das, aber willst du wirklich die Grundpreise für diese Zählerkaskade jahrelang im Voraus für ein eventuelles Zukunftszenario zahlen? Die PV ist viel zu klein für diesen Aufwand.


    Netz

    |

    2RZ1

    |

    EG

    |

    2RZ2

    |

    1. OG

    |

    2RZ3

    |

    2. OG + PV


    Die Reihenfolge ist vertauschbar, aber der letzte in der Reihe bekommt die PV angeschlossen und ist beim Direktverbrauch privilegiert, die anderen bekommen je nach Abstand weniger ab. Die Bezüge von Netz und PV können für jeden Messpunkt durch Differenzbildung ermittelt werden.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Egal wie das Hausdach aussieht, dort sollte PV geplant werden.

    Also Bild vom Hausdach hier einstellen.


    Thermie darf man abreißen, macht sogar Sinn.


    Finanzierung von allen ist schwierig, bei 5KWpchen auch eher albern.

    Derjenige, der das an seinen Netzverknüpfungspunkt klemmt, für den er den Vertrag mit Strombezug hat, der sollte das bestellen, bezahlen und in seine Steuer rein nehmen. Alles andere ist nur schrecklich kompliziert bis verrückt.


    Alternativ halt EG und 1. OG über einen Zähler laufen lassen, wobei das bei geplanter Vermietung auch nicht ausreichen würde und die eigene Wohnung über einen separaten Zähler, der dann gegen 2RZ getauscht wird und an den die Einspeiseanlage dran kommt.

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  • Man sieht ja zwar wie viel die Analge produziert hat aber das bringt mir nichts wenn ich nicht weiß wer wie viel von diesem PV-strom erhalten hat.

    Gitbs da irgendwelche Möglichkeiten zu sagen Wohnung A bekam X kw/h pv-strom, Wohnung B Y kw/h und wohnung C Z kw/h?


    Das wäre mit dem derzeit vorhandenen Zähleraufbau nicht möglich. Erstens kann deine PV nur hinter einem der beiden Zaehler sitzen, die andere WE (anderer Zaehler) bekommt somit schonmal nichts vom PV Strom ab. Zweitens müsste beim derzeitigen System ja der zeitliche Verlauf (Lastgang Erzeugung und Verbrauch) erfasst werden, das ist möglich, aber sehr aufwendig.


    Abrechnungstechnisch beste Lösung: Volleinspeisung. Kosten Anlage und möglicher Ertrag wird durch die beteiligten Parteien geteilt. Ob und wie das heute noch möglich ist, wäre zu prüfen.

    Cordialement!

  • ich seh' schon dieses Thema muss ich mir nochmal genauer durch den Kopf gehen lassen...
    Danke für eure Antworten.

    Hier noch eine weitere Frage dann muss ich kein neues Thema starten:
    (reine Interessensfrage)
    Für einen Inselbetrieb wird ja ein Speicher benötigt damit der Wechselrichter selber Strom zum arbeiten hat.
    Funktioniert das ganze nun auch mit einem ganz ganz kleinen Speicher nur für den wechselrichter damit die Anlage weiterarbetien kann? Solange die Analge läuft kann sich diese ja selbst versorgen oder?

  • Lies die FAQ.

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  • Funktioniert das ganze nun auch mit einem ganz ganz kleinen Speicher nur für den wechselrichter damit die Anlage weiterarbetien kann? Solange die Analge läuft kann sich diese ja selbst versorgen oder?

    Die Frage ist eher, welche Verbraucher die Inselanlage versorgen soll. Und wo der Strom dafür her kommt, wenn gerade eine Wolke durchzieht.

    Am Ende hängen die Verbraucher doch an dem "ganz ganz kleinen" Speicher oder das System bricht zusammen.

    Im Schrebergarten müssen die PV Module per Laderegler an die Batterie. Der Wechselrichter läuft dann nur bei Bedarf.


    Gruß Markus