Eingespeisten Strom an einer anderen Stelle selber verbrauchen

  • Hallo zusammen.

    Auf meinem Miethaus habe ich eine 5kWp Anlage in Kombination mit einer Wärmepumpe verbaut. Da die PV Anlage aber mehr produziert wie die Wärmepumpe verbraucht, möchte ich die überschüssige Leistung nicht an den VNB verkaufen sondern ihn selber (in meinem eigenen Haus das Luftlinie 500m entfernt ist) verbrauchen. Der Versorger meint aber dieses würde so nicht gehen, sondern nur über eine Stromcloud. Möchte aber nicht in eine Cloud einspeisen sondern einfach nur den überschüssigen Strom über das Netz des Versorgers in mein Haus einspeisen.

    Kann mir dort einer weiterhelfen?

  • Moinsen,


    wenn du 1000m DC Kabel ziehen kannst, geht alles. Wohl aber nur, wenn der zu baggernde Grund dir gehört...


    Von Aufwand / Nutzen wird das BWL er mässig wohl eher nüscht.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
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  • Ich glaube ich würde mich hier an deiner Stelle gegen das doch relativ aufwendige und kostenintensive Ziehen eines Kabelschachtes (sofern wie bauerkiel ja angemerkt hat dass überhaupt von den Eigentumsverhältnissen her möglich ist) entscheiden.


    Warum möchtest du die Cloud denn nicht nutzen?

  • 1000m DC Kabel

    Wie sollen damit zwei dadurch verbundene AC-Verbraucher bedient werden? DC-Kopplung?


    Cloud kommt von klauen.


    Miethaus habe ich eine 5kWp Anlage

    Warum nur kleine 5 kWp?

    Schau in FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm den Link Strom an Mieter an.

  • ... sondern einfach nur den überschüssigen Strom über das Netz des Versorgers in mein Haus einspeisen.

    Kann mir dort einer weiterhelfen?

    genau da liegt der Hase im Pfeffer: (ich drücke es mal bildlich aus)

    Überschüssiger Strom?!, der einmal hinter Deinem Zähler ankommt, ist nicht mehr Dein Strom. Damit ist er in der Kupferplatte Deutschland neutralisiert und wird nun von Lieferanten gekauft, der Dir oder anderen diesen Strom wieder zur Verfügung stellt. (Das hat alles nichts mit wirklichen Stromflüssen zu tun, denn davon wird von Deiner Minianlage überhaupt nichts in 500 Meter Entfernung ankommen (und wer weiß wie die Kabellänge dazwischen wirklich ist)

    In der Cloud werden diese Stromflüsse umgeleitet und damit bilanziell ausgleiche geschaffen. (Die haben ihre eigene Kupferplatte da sind dann Deine beiden Häuser drin)

    Selbstverständlich kann auch das nicht kostenfrei sein.

    Selbst grundstücksübergreifende Verbindungen werden einiges an Geld verschlingen.

    IBN 25.02.2016: 2,6 kW, netmetering mit Vergütung [Niederlande]

  • Es ist noch etwas Geduld angesagt.

    Mit dem EU-Clean-Energy Package wird auch in den nächsten Jahren ein Peer to Peer Verkauf/Verrechnung möglich sein.

    Dies braucht aber noch etwas Zeit um einige technische Fragen zu lösen.


    https://www.i-magazin.com/powe…ehandel-nach-oesterreich/

    Power Ledger bringt Peer-to-Peer-Energiehandel nach Österreich

    Beitrag vom 21. Juni 2019

    Berlin (ots/PRNewswire) – Das Energiehandelsunternehmen Power Ledger hat eine Partnerschaft mit einer Tochtergesellschaft eines der fünf größten Energieversorger in Österreich, Energie Steiermark, unterzeichnet. Gemeinsam werden die Unternehmen nun ein Netzwerk für den Peer-to-Peer-Energiehandel (P2P) in und rund um Graz bereitstellen.

    Gemeinsam mit Next-Incubator, dem Innovationszweig von Energie Steiermark, wird E-Next die Energiehandelsplattform von Power Ledger anfänglich für 10 Haushalte in Graz zur Verfügung stellen. So können diese Haushalte mit Dachsolaranlagen überschüssige erneuerbare Energie an ihre Nachbarn verkaufen.

    In Graz wird das österreichische Vorzeigeprojekt »Smart City« durchgeführt, bei dem Technologien für erneuerbare Energie untersucht werden, um bis 2050 die Ziele der kohlenstoffarmen Energiegewinnung ohne Emissionen zu erreichen.

    „Mit der Technologie von Power Ledger lässt sich der Wandel der Stadt hin zu einer Zukunft der kohlenstofffreien Energiegewinnung meistern. Gleichzeitig erhalten die Einwohner von Graz einen Anreiz für die Nutzung erneuerbarer Energien“, erklärt David Martin, nicht-exekutives Vorstandsmitglied bei Power Ledger.

    Die Blockchain-basierte Plattform des Projekts sorgt dafür, dass die Daten anonym bleiben und die strengen Datenschutzvorschriften der Europäischen Union gemäß der DSGVO eingehalten werden.

    „Die Partnerschaft von Power Ledger mit E-Next ist bahnbrechend, weil sie nicht nur den Grundstein für einen Übergang zu einer Zukunft mit sauberer Energie legt, sondern auch weil durch die Akzeptanz für innovative Geschäftsprozesse Blockchain-Technologie mit vorhandenen Rechtsvorschriften in Einklang gebracht wird“, stellt Herr Martin fest.

    Nach der Einführung und der Testphase kann das Projekt auf weitere Haushalte in Graz und im gesamten Energienetz Österreichs ausgeweitet werden.

    „Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, viele Märkte in Bewegung zu bringen – aber wir sind davon überzeugt, dass dieses Innovationsprojekt neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet und die Chance bietet, einen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen“, erklärt Mathias Schaffer, Projektpartner und Innovationspartner bei E-Next.

    Die Blockchain-basierte Energiehandelsplattform von Power Ledger wird derzeit an unterschiedlichen Orten in Australien sowie in Thailand, Japan und den Vereinigten Staaten getestet.

    www.powerledger.io

    blog.next-incubator.com/e-powerledger-usecase

    Quelle: presseportal.de

  • Naja, mit "älteren Bestandsanlagen" nach EEG geht das auch mit Durchleitung durch ein Netz. Dafür braucht man dann u.A. einen eigenen Bilanzkreis. Lohnt sich, wenn überhaupt, also nur im großen Stil.

  • einfacher und billiger wird es sein auf dem Wohnhaus auch ne 5 Kwp Anlage zu errichten.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!