Solar Plug & Play auf der Terrassenüberdachung

  • Hallo @ all,


    ich möchte eine Terrassenüberdachung (Holz -Beispiel) mit den Maßen ca. 8 m x 3,50 m nächstes Jahr errichten und habe mir gedacht ich könnte auf dessen Dach eine Solaranlage (Plug & Play) machen .

    Die Terrasse ist nach Süden ausgerichtet. Als Solaranlage hätte ich diese hier im Auge. Meine Frage, was muss man alles bei so einem vorhaben beachten?


    1) Ich hätte die Solaranlage via Wieland-Einspeisesteckdose, direkt an den Sicherungskasten im Keller angeschlossen und von dort in das Hausnetz? Wäre das so möglich? (Bin kein Elektriker) (siehe hier)


    2)Was passiert mit dem Strom der nicht verbraucht wird? 2-Wege Zähler?

    2.1) Wie wird das Verrechnet, wenn der Strom eingespeist wird?

    2.2) Von wem bekomme ich den passenden Zähler?


    3) Wo und bei wem muss ich die Solaranlage anmelden? Netzbetreiber / Stromversorger?


    4) Was gibt es noch zu beachten?



    MFG

    B12f13


    (P.s. Beschäftige mich erst relativ kurz mit dem Thema;))

  • - Für Überkopfmontage brauchst du dafür zugelassene Module, meist Glas-Glas.

    - Sogenannte PlugPlay Anlagen unterscheiden sich von "richtigen" PV-Anlagen eigentlich nur durch das sogenannte "vereinfachte Anmeldeverfahren", das es bei vielen Netzbetreibern für Kleinanlagen bis 600 W gibt.

    1) Die Wielanddose muss nicht in den Verteilerkasten, die kannst du an jede Leitung anschließen. Die Sicherung am anderen Ende muss dann natürlich entsprechend der Leistung der PV verkleinert werden. Eine "richtige" EEG-Anlage wird dagegen in deinem Schrank angeschlossen.

    2) Ja, du bekommst dann einen Zweirichtungszähler (oder eventuell nur einen rücklaufgesperrten)

    2.1) Vom VNB

    2.2) Vom VNB

    3) Beim VNB

    4) Anmeldung kannst du nicht selber machen, braucht einen konzessionierten Elektriker


    Lies die FAQ!

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Vielen Dank:danke: und jetzt stellen sich neue Fragen?

    - Für Überkopfmontage brauchst du dafür zugelassene Module, meist Glas-Glas.

    - für Kleinanlagen bis 600 W gibt

    Bezieht sich nicht das auf Module die zwischen den Balken montiert werden um Strom zu erzeugen und Licht durchzulassen.

    Ich hätte eine geschlossene Holzdecke mit Biberschwanzschindeln drauf gemacht und dort drüber die oben genannten Module montiert. (Muss ich mich mal weiter schlau machen.;))


    Was hat es mit den 600 w Anlagen auf sich? Ich lese überall immer was von max. 600 w für Plug & Play Anlagen. Bei Händler bekomme ich aber problemlos 2000 w - 3000 w Plug & Play Anlagen. Bezieht sich das auf das "Vereinfachte Anmeldeverfahren" oder hat das einen anderen "technischen" Hintergrund?


    Ich hätte nur Angst das, wenn die Solaranlage, ich einfach so an das Hausnetz anschließe bzw. anschließen lasse, es knallt o.ä. habe Respekt vorm Strom aus Erfahrung. Am liebsten hätte ich das, wie oben gepostet, Wielanddose > Leitung direkt zum Sicherungskasten > von dort ins Hausnetz. Ich würde für die Elektrik selbstverständlich eine Firma bzw. Fachkraft holen.


    MFG

  • Bei geschlossener Decke kannst du normale Module verwenden.


    Das vereinfachte Anmeldeverfahren bezieht sich nur auf Kleinanlagen, die größeren müssen als richtige EEG-Anlagen angemeldet werden oder werden illegal betrieben.


    Wenn du ohnehin ein Kabel zu deinem Verteilerschrank ziehen willst, dann brauchst du ja keine Wielanddose. Dann wird das da einfach direkt angeklemmt (natürlich mit Sicherung und FI)


    Diese Paketangebote sind Standard-Pakete, keinesfalls eine individuelle und optimale Lösung. Es ist schwierig einen Elektriker zu finden, der das anschließt und anmeldet und die Verantwortung übernimmt, ohne die Verkaufsmarge einzustreichen. Du würdest gut daran tun, hier deine potentiellen Flächen mal vorzustellen, so dass du zumindest mal ein Gefühl dafür bekommst, was geht und was deine Optionen sind.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"