Vollinsel BJ 1996: Schrittweise Erneuerung und Erweiterung

  • Ursprünglich hatte ich den Regler geholt, um einen Teil der alten Siemensmodule damit zu betreiben.

    Stimmt, da war was. Ich hatte mich auf deine Signatur verlassen, da steht noch 3x :)


    Die 70A der dicken Regler werden durchaus gelegentlich ausgereizt

    Wie oft und wie lange? Im Winter würde es mich wundern.

    warum sollte ich da kleinere nehmen?

    Ich sagte nur du kannst, nicht dass du sollst oder musst. Der Grund ist der, dass es im Ertrag keinen relevanten Unterschied macht und man deshalb nur unnötig Geld ausgibt, wenn ein Regler größer dimensioniert wird als auf 80% des Peak-Wertes.

    Mit 24V braucht man auch nicht zu rechnen, weil man diese Spannung während des Ladens bei vollem Ladestrom niemals sehen wird.


    Der Durchschnittliche Tagesverbrauch ist eigentlich nur im Winter interessant

    Ja, das stimmt. Allerdings habe ich nicht gefragt um die Anlage auszulegen, sondern um auszuschließen, dass die Ursache deines Batterieproblems sich dahinter versteckt. Die Entladetiefe geht noch in Ordnung.

    Im Sommer wird eben so viel Energie verbraten, wie da ist: Induktionskochfeld, Brennholzsäge, Waschmaschine, Klimaanlage, Heizstab.

    Aber das könnte ein Problem sein. Wird die Energie vor, nach oder während der Absorptionsphase verbraten?

    Laufen die Regler synchronisiert oder standalone?



    Gruß


    schlossschenke

  • Der Hahn ist ja nicht ständig offen

    Sonne sei Dank, sonst hättest Du eine riesen Schweinerei.

    daher sehe ich ja vor dem Wasser nachfüllen, welche Zellen durstiger sind

    d.h bei den durstigen Zellen sind die weißen Kontrollpunkte unten/nicht zu sehen und bei den anderen oben? Okay, dann ja.

    Aber anhand Zwischenhöhen des Kontrollpunkts auf den genauen Elektrolytstand zu schließen funzt praktisch nicht,

    der bleibt eine ganz Weile oben hängen und fällt dann irgendwann eher spontan runter. Zumindest bei den mir

    bekannten Konstruktionen. Genau(er) kann man den Elektrolystand mit dem Säureheber messen indem man

    das Ansaugrohr nur soweit einführt bis es hör- und sichtbar Elektrolyt erwischt.

    lg,

    e-zepp


    PS:

    Federn in mein Haupt

    ja, so ähnlich dachte ich mir das mit dem Wasser nachfüllen :mrgreen:

  • Wird die Energie vor, nach oder während der Absorptionsphase verbraten?

    Laufen die Regler synchronisiert oder standalone

    Üblicherweise sehe ich zu, dass erst der Akku floatet, bevor große Mengen an Strom verbraten werden. Manchmal lässt sich eine gewisse Entladung während der Absorption aber auch nicht vermeiden. Die Regler arbeiten synchronisiert.

    Sonne sei Dank, sonst hättest Du eine riesen Schweinerei

    Ich weiß das, aber ob der Vorbesitzer das auch wusste :juggle: . Es kann durchaus sein, dass da mal was "übergekocht" ist.

    d.h bei den durstigen Zellen sind die weißen Kontrollpunkte unten/nicht zu sehen und bei den anderen oben?

    ja, genau das.

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel

  • Morgen,

    Die Regler arbeiten synchronisiert.

    top, dann fällt das schonmal weg.

    Üblicherweise sehe ich zu, dass erst der Akku floatet, bevor große Mengen an Strom verbraten werden. Manchmal lässt sich eine gewisse Entladung während der Absorption aber auch nicht vermeiden.

    Manchmal ist kein Problem, aber sobald "manchmal" häufiger oder länger vorkommt, kann es zum Problem werden. Es muss gar nicht zur Entladung kommen, es genügt schon, wenn die Absorptionsspannung nicht mehr gehalten werden kann, aber noch hoch genug ist um nicht in die Bulk-Phase zurückzufallen. Teilweise fallen die Absorptionszeiten bei der adaptiven Ladung auch recht kurz aus, sodass Float nicht unbedingt "voll" heißt. Das ist also keine Anzeige für "jetzt kannst du es krachen lassen, bin bereit zur erneuten Entladung". Falls das gewünscht ist, dann besser nach Schweifstrom laden lassen.


    Da Blei quasi vom Überschuss lebt ist es für die Betriebsweise "nutzen was da ist" wesentlich schlechter geeignet als LiFePO4. Für unnötige Überschussverbraucher gilt für Absorption/Float deshalb: aktuelle PV-Leistung > Verbraucher+Akkubedarf.

    Sobald mal ausreichend PV verbaut ist, löst sich das Problem in der Regel von selbst.


    Hast du mal geprüft ob die SD überhaupt mit den Anzeigen von BMV/Regler übereinstimmt? Da gibt es meist Optimierungsbedarf.


    aber ob der Vorbesitzer das auch wusste

    Gut möglich, dass das Problem schon bestand.



    Gruß


    schlossschenke

  • Ich würde die N-PE Brücke in der Verteilung einbauen, vorausgesetzt man kann die Brücke im Generator leicht ausbauen.

    PE und N waren zweimal gebrückt: einmal im Generatoranschlusskasten und einmal im Generator-Schaltschrank kurz vor Anschlussbuchse. Beide Brücken sind nun raus, ZEP befindet sich nun im Verteilerschrank, zwischen Generatoreinspeisung und WR-Eingang. Den allpoligen LSS im Schaltschrank hab ich wieder ausgebaut, es befindet sich nur noch ein 3-poliger LSS zwischen Gernot und Schaltschrank.


    Ich hab mal ein Bildchen gemalt mit einem Schema der Verteilung:


    Kann man das so stehen lassen?

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel

  • Kann man das so stehen lassen?

    Also so wie es auf dem Schaltbild aussieht wüsste ich jetzt nichts was dagegen spricht.


    es befindet sich nur noch ein 3-poliger LSS zwischen Gernot und Schaltschrank.

    Was für eine Nennstrom hat der LSS denn ?


    Ist der Generator, so wie im Bild gezeichnet, dann noch mal extra mit dem Potentialausgleich verbunden ?

  • wie es auf dem Schaltbild aussieht wüsste ich jetzt nichts was dagegen spricht

    Dann hoffen wir mal, dass keiner der Außenleiter jemals eine Verbindung zum 50kW Generatorgehäuse bekommt ;).

    Hmm stimmt.


    @wvk

    Ich sag es ja nur ungern, aber besser wäre es den 4-poligen LSS wieder einzubauen damit der Fehler abgesichert ist den Schlosschenke beschrieben hat. Sonst würde bei einem Körperschluss am Generator das 5x4mm² wahrscheinlich verglühen da dann der ganze Strom über Potentialausgleich und ZEP über den N-Leiter wieder zum Generator fließt.

  • An dem Schema ist eines falsch, nämlich der Stecker zwischen Gernot und Einspeisung: der sitzt am anderen Ende der Leitung und natürlich anders herum.


    Das Generatorgehäuse ist über 16mm² mit dem PA verbunden, also doppelt ?( Statt des 3-poligen LSS den 4-poligen (32A) in die "Einspeisung" einzubauen, ist natürlich sinnvoll. Das ist nun erledigt, denn glühende Leiter braucht wirklich keiner.


    Bei einem Testlauf fiel mir auf, dass die vom ET112 ausgegeben Netzfrequenz wild zwischen 50 Hz und >72 Hz schwankte. Eine Überprüfung mit dem Multimeter ergab ein ähnliches Bild. Allerdings erst, wenn der Wechselrichter sich synchronisiert und durchgeschaltet hatte. In den Aufzeichnungen sind Frequenzspitzen von 150 Hz zu sehen, wenn der WR durchschaltet. Induktionsschleifen? Ableitströme? Doppelte Erdung? also: Grün-Gelb der 5x4er NYM abgeklemmt und dann sahen die Messungen gut aus.


    Weil der WR aber genauso verschaltet war, habe ich das gleich auch angepasst.

    Das alles befriedigt mich "intuitiv" irgendwie nur halb. Die Anlage sieht also nun so aus:


    P.S: alle Verbindungen sind in 16mm² Gn-G zum HPA ausgeführt.

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel

  • Den 4-poligen LSS werde ich wohl durch ein 25A-Modell ersetzen, die 32A sind ja eigentlich zu viel für die 4mm²-Leitung.

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel