Vollinsel BJ 1996: Schrittweise Erneuerung und Erweiterung

  • Mit dem letzten Punkt würde ich hier nun gerne weiter machen. Leider schmeißt mir PVSol Knüppel zwischen die Beine: mit Wine kriege ich das "irgendwie" unter Linux zum Laufen, aber die Stabilität erinnert mich schmerzhaft an den Grund, warum ich vor über 12 Jahren dauerhaft umgestiegen bin.

    Etwas OT - hast Du es besser mit WIne hinbekommen!?

    Haettest Du da einen Tipp!?


    Gruss und Danke,

    PNT

  • Etwas OT - hast Du es besser mit WIne hinbekommen!?

    Nee, ich hatte es irgendwann einfach aufgegeben. Die Installation klappte zwar (mit vielen nativen libs via Winetricks), aber in der Benutzung war's eine instabile Katatrophe.
    Aufgrund der Verschattungssituation hier bringt aber großes Optimieren und Planen und Rechnen ohnehin nicht viel: ich muss einfach mit dem verfügbaren Platz und Material irgendwie dafür sorgen, dass im Winter etwas mehr (diffuses) von der Sonne in den Akku kommt.


    Was das angeht, wird es später im Jahr hier weiter gehen. Ich habe zwischenzeitlich die ganzen alten Siemensmodule vertickt und günstig 20 Stück 245Wp Hyundai-Module ergattern können. Damit werde ich das Flachdach des Nebengebäudes voraussichtlich dachparallel bepflastern, bevor der Herbst kommt. Außerdem hat sich das Konzept "Solardach-Holzpolter" bewährt, davon wird es mehr geben. Aktuell weiß ich aber selbst an wolkigen Tagen manchmal nicht, wohin mit dem ganzen Sonnenstrom :)

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel

  • Lange war's still hier, damit soll jetzt Schluss sein. Es ist ja nicht so, als hätte sich nichts an der Insel geändert seit letzten Mai:


    * Von den 20 Hyundai-Modulen hatte ich zwischenzeitlich 6 Stück irgendwie flach installiert mit mittlerem bis mäßigem Ertrag und ohne ernsthafte Sturmfestigkeit. Mittlerweile zieren vier Stück aufgeständert das Dach des Nebengebäudes, die UK habe ich aus zusammengeklaubtem Rest-Aluminium zusamengeklemptnert. Als Ballastierung nahm ich die bereits vorhandenen Waschbetonplatten von der ehemaligen Solarthermie, davon ausgehend dass die Statik und die Ballast-Menge ausreichen wird. Ich hätte lieber mehr draufgepackt, aber dazu hätte die mittlerweile gut durchgewurzelte Dachbegrünung mehr oder weniger komplett neu gemacht werden müssen. Das wird ein Projekt für die fernere Zukunft. Die Module hängen 2S2P an einem Vic 150/35.


    * Mittlerweile ist zu der DC-Installation einiges an Geräten dazu gekommen, insbesondere ein paar RasPis und etwas Netzwerktechnik:

    Das ganze wurde dann doch etwas zu bunt und als ich bei iebäh-Kleinanzeigen endlich bezüglich eines günstigen Schaltschrankes fündig wurde (genau genommen derer vier für 40 Euronen), durfte die ganze Schose endlich in einem solchen verschwinden. Das ist das aktuelle Projekt. Wenn morgen dann endlich der DHL-Bote die noch fehlenden Rohrkabelschuhe bringt, kann auch dieses abgeschlossen werden:


    Ich finde RAL 7053 (lichtgrau), Victron-blau mit Vic-orangen Akzenten übrigens eine überaus ansprechende Kombi :*

    * Die Automatisierung und Anlagenüberwachung schreitet fort: Ein RasPi mit Homeassistant ist das Hirn. Ein weiterer (AC-)Schaltschrank ist in Arbeit, wo ein gebrauchter Wago 750-Feldbuskoppler mit einigen DI/DA-Module sicherstellen soll, dass nicht zu viele Großverbraucher gleichzeitig laufen. Außerdem kommen da dann auch endlich ein paar Gavazzis zur Messung des AC-Verbrauchs rein.

    * Überschussverwertung betreibe ich seit einigen Monaten mittels eines einfachen 2kW-Heizstabs im Pufferspeicher (reicht an sonnigen Tagen um Abends heiß zu duschen) und einer Monoblock-Klimaanlage gegen die hohe Luftfeuchtigkeit.

    * Aus Jux und Dollerei hab ich mit ein paar KFZ-Relais, einem Raspi-Relaisboard, und einer Reflexlichtschranke (zur Drehzahlmessung) eine Autostart-Vorrichtung für den dicken Gernot gebastelt. Eigentlich unnötig, aber den Diesel per Webfrontend zu starten ist auch nett. Leider geht eine Remote-Abschaltung (noch) nicht. An kalten, dunklen Wintertagen könnte man den Generator aber so als Wecker verwenden und wenn ich aus dem Bett gerüttelt wurde, diesen nach dem ersten Kaffee händisch ausschalten...


    * vom Projekt "Erdkabel freilegen und Leerrohre einziehen" erzähle ich ein andermal X(


    Der o.g. verwendete Schaltschrank stammt übrigens von einem 2000VA 48V-Wechselrichter aus dem Jahre 1990. Echt spannend, was sich da technologisch zwischenzeitlich alles getan hat:

    Alleine der Trafo links wiegt bestimmt 30kg und hinter der Bakelit(?)-Verkleidung rechts verstecken sich 8 ordentliche Kühlkörper mit je 8 Stück 2N3773-Leistungstransistoren im TO-3-Gehäuse... braucht jemand hier sowas? ich hätte welche über...


    Eigentlich hätte ich sehr gerne vor diesem Winter noch 16 Stück 245Wp-Module auf's Carportdach gebaut, aber die Statik gibt es leider wirklich nicht her. Mögliche Lösungsideen dazu habe ich im Kopf, die müssen aber noch reifen...

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel

  • Ich bin gerade dabei, den neuen AC-Schaltschrank zu montieren und dabei fiel mir eine Sache wieder ein, dich ich gerne mal klären würde: Thema Erdung/Netzform. Aktuell Sieht die Verschaltung so aus:


    Gernot --(3L+N+PE)--> 4poliger LSS --(L+N+PE)--> WR --(L+N)--> 2poliger FI --> Verteilung


    Der WR ist über HPA geerdet, aber hat keine Brücke zwischen N und PE. Gernot ist ein Drehstromaggregat wo Sternpunkt = PE. Was passiert nun, wenn der 4P-LSS abgeschaltet wird? Genau, die Netzform ändert sich von TN-S (oder sowas) nach IT (oder sowas). Jedenfalls nicht, was man möchte.


    Was wäre nun das klügste:


    * N und PE zusätzlich im WR bzw. AC-Schaltschrank brücken?

    * N zwischen Gernot und WR nicht durch LSS unterbrechen?

    * Was anderes?

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel

  • Laut Anleitung, zumindest nach der die ich gefunden habe, hat der WR ja leider kein eigenes Erdungsrelais und der N vom AC In ist ja laut Bild 9 auch hart mit dem N vom AC Out verbunden.

    * N und PE zusätzlich im WR bzw. AC-Schaltschrank brücken?

    Würde ich nicht machen.

    Die Brücke zwischen N und PE soll ja nur an einer Stelle erfolgen. Sonst könnten über die PE Anschlüsse Betriebsströme über Bauteile fließen wo Sie es nicht sollten (jetzt mal unabhängig ob das in dieser Anlage wirklich so wäre)

    * N zwischen Gernot und WR nicht durch LSS unterbrechen?

    Wäre die Lösung wenn man die N-PE Brücke im Generator nicht einfach ausbauen kann.


    Ich würde die N-PE Brücke in der Verteilung einbauen, vorausgesetzt man kann die Brücke im Generator leicht ausbauen.

    Somit wäre sichergestellt das diese immer da ist. Egal ob mal der Generator oder der Wechselrichter gewechselt wird.

    Wie sieht denn die Erdungsanlage im jetzigen Zustand aus ?


    Gernot --(3L+N+PE)--> 4poliger LSS --(L+N+PE)--> WR --(L+N)--> 2poliger FI --> Verteilung

    Was ich jetzt nicht ganz verstanden habe:

    Du hast einen Drehstromgenerator. Sind von diesem jetzt alle 3 Phasen angeschlossen oder nur eine ?

    Wo sitzt der 4-polige LS-Schalter ? Im Generatorschaltkasten oder in einem externen Gehäuse ?



    OT:

    Interessant finde ich wenn man den Wechselrichter Typ bei Google eintippt.

    Die Hälfte der gefunden Bilder sind von deiner Insel ^^

  • Servus wvk,

    ich werde den tatsächlich betreiben, bis er in Rauch aufgeht. Erstens weil ein äquivalenter Victron mal eben so viel wie der aktueller Anlagenumbau zusammengenommen kostet, und zweitens weil der, was Funktionalität und Eigenverbrauch angeht, sich durchaus mit neuen Geräten messen kann.

    gutes Teil, bei einem Kumpel hängt das gleiche Modell (BJ96) an der Wand, ein absoluter Dauerläufer. Hinsichtlich der Leistung und Funktion vergleichbar mit einem 5kVA Quattro, gewichtstechnisch doch eher mit dem 10kVA Modell :lol:. Dabei liegt der Nulllastverbrauch keineswegs höher als der eines Multi II.


    Ich würde den auch nicht ersetzen, allerdings ..

    Aufgrund der Verschattungssituation hier bringt aber großes Optimieren und Planen und Rechnen ohnehin nicht viel: ich muss einfach mit dem verfügbaren Platz und Material irgendwie dafür sorgen, dass im Winter etwas mehr (diffuses) von der Sonne in den Akku kommt.

    .. brauchst du im Winter ein steiles und schattenfreies Südfeld, wenn das etwas werden soll. Masse statt Klasse ist halt die Holzhammermethode, erfordert aber sehr viel Fläche und entsprechend Material. Das Zubauen von verschatteten Modulfeldern in alle Richtungen und Neigungen bringt kaum mehr als weiteren (unnötigen) Überschuss im Sommer, da der Ertrag durch diffuses Licht nur begrenzt ist. Wenn die PzS also jeden Winter monatelang nicht voll geladen wird und/oder ausschließlich tägliche Nachladung durch den Generator erfährt, wäre es ggf. besser diese zu verkaufen und sich stattdessen einen LiFePO4-Speicher zu bauen. Der Generator-Betrieb würde dadurch deutlich entspannter und effizienter. Ein großer Speicher bringt auch nichts, wenn dank Schatten selbst an sonnigen Wintertagen kaum etwas rein kommt.

    Außerdem kommen da dann auch endlich ein paar Gavazzis zur Messung des AC-Verbrauchs rein.

    Wenn du dann sowieso noch den ganzen Logging-Kram möchtest, dann ist ein Multi gar nicht mehr abwegig. Im 48V-System könnte einer der beiden 150/70 Regler verkauft werden, die "paar Gavazzis" würden ebenso wegfallen und ein paar Kröten zahlt dir e-zepp (oder jmd anderer) bestimmt noch für den alten Inverter. Letztendlich bleibt keine große Differenz mehr für ein Neugerät mit 5 Jahren Garantie.


    Der bessere Weg wäre natürlich gute Bedingungen zu schaffen (falls möglich), dann klappt es auch mit Blei. Bin mal gespannt wie es diesen Winter aussieht, aber wenn du sagst der Wald wirft Schatten, hast du vermutlich schlechte Karten.

    Was spricht eigentlich die SD aktuell im September? Hoffentlich pumperlgsund?


    * N und PE zusätzlich im WR bzw. AC-Schaltschrank brücken?

    Bitte nicht.


    https://www.zvei.org/fileadmin…ender_Stro__me_Einzel.pdf



    Gruß


    schlossschenke

  • Hallo,


    Bei deinem Aufbau würde ich den Wechselrichter und Generator eine gute Erde verpassen < 3Ohm und im Wohnhaus auch nochmals eine Erde <3Ohm so kann dann in der UV der RCD(Fi) richtig arbeiten.

    Ich habe dazu mal meine Bucher aus der Lehrzeit als Elektriker mal angeschaut und leite das daher so ab.

    So kann zwischen Haus und Generator ein ein TN-C Netz verlegt werden und nachher in der UV zu einem TN-C-S Netz aufgetrennt werden. Hier würde ich nochmals die VDE 0100-200 zu rate ziehen meine Bücher darüber sind über 25 Jahre alt.


    Gruß Markus

    Auf Gartengrundstück 335W Solarmodul SmartSolar 100/20, 235W Solarmodul SmartSolar 100/20, BMV 700 und Wechselrichter Phoenix 375VA 735Ah @ 12V
    Daten Log mit dem Raspberry Pi Venus Software über 5km 5GHZ Richtfunkstecke mit Ubiquiti LiteBeam ins Internet
    https://vrm.victronenergy.com/…tion/20617/share/3cdacaea

  • Danke für die Zahlreichen hilfreichen Antworten! Und mehr Input in andere Richtungen als erhofft, was wieder Grundlegende Grübeleien ausgelöst hat. Aber dafür ist ein Forum ja da :)


    Wenn ich mich nicht ganz vertan habe, heißt die Brücke zwischen N und PE im Generator "viel Stahl" (also Motormasse), aber das werde ich nochmal überprüfen. Ich könnte natürlich in der Verteilung statt einer festen Brücke auch ein Erdungsrelais bauen, welches über den ohnehin vorhandenen Hilfskontakt am 4pol-LSS geschaltet wird :/


    Ich denke, den N zum Generator einfach durchzuschlaufen ist vorerst die einfachste Lösung. Hoffentlich bekomme ich bald mal einen Elektrikertermin (seit Monaten ausgebucht), dann kann endlich mal der Zustand der Erdung durch Messung und Inspektion fachmännisch ermittelt werden.


    Alles Überlegungen zum Ersetzen der "dicken Technik" (WR, Batterie) liegen erst einmal noch auf Eis. Das vorhandene Material soll soweit abgefahren werden, bis es wirklich ersetzt werden muss und für den Ausbau der "Diffuslicht-PV" setze ich so weit es geht auf möglichst günstiges Gebrauchtmaterial. Der Bleiklotz ist allerdings leider wirklich nicht in einem top-Zustand: SD "überwiegend" OK, aber 2-3 Zellen hinken ewig hinterher und zeigen deutlich größeren Wasserverbrauch. Er wird sicher noch den einen oder anderen Winter mitmachen; da wir erst einen kompletten Winter mit der Anlage verbracht haben und die neue PV erst spät in Betrieb genommen wurde, würde ich gerne mindestens noch einen zweiten abwarten, um zu sehen ob eine Investition in OPzS oder LiFePO4 wirklich schon nötig ist. Für das gleiche Geld kann ich nämlich auch das Carport-Dach ertüchtigen, neu eindecken und mit 4-5kWp belegen...


    Ich habe ja 4kWp nach Süd steil aufgeständert, die liefern auch ordentlich wenn die Sonne mal drauf kommt. Bessere Bedingungen gegenüber dem Vorjahr sind auch schon geschaffen worden und diesen Herbst kommt da noch mehr weg. Allerdings bleibt das "Hauptproblem" definitiv stehen, denn die Eiche steht schon mindestens so lange da wie das Haus selbst.

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel

  • Hallo,

    Ich denke, den N zum Generator einfach durchzuschlaufen ist vorerst die einfachste Lösung.

    nicht die beste Lösung, aber nachdem der Generator nicht so aussieht als würde er täglich Gassi gehen, wäre zumindest mal die Funktion des RCD sicher gestellt. Der N übernimmt dann allerdings eine Schutzfunktion, sollte also entsprechend gekennzeichnet werden, damit ihn niemand trennt.


    Ich könnte natürlich in der Verteilung statt einer festen Brücke auch ein Erdungsrelais bauen

    Weshalb im sicherheitsrelevanten Bereich ein weiteres mechanisches Bauteil einsetzen, wenn es sich vermeiden lässt? Würde ich stationär nicht machen. Wenn möglich, dann immer fest.


    Das vorhandene Material soll soweit abgefahren werden, bis es wirklich ersetzt werden muss

    Der Bleiklotz ist allerdings leider wirklich nicht in einem top-Zustand: SD "überwiegend" OK, aber 2-3 Zellen hinken ewig hinterher und zeigen deutlich größeren Wasserverbrauch.

    Wenn eine erst 5 jährige PzS bereits auffällig wird, wird es das wohl bald. Was hast du bisher versucht um dem entgegen zu wirken? Wie sind deine Laderegler eingestellt, was spricht der Verlauf und gibt es bereits Verbrauchsdaten?


    Ich habe ja 4kWp nach Süd steil aufgeständert. Allerdings bleibt das "Hauptproblem" definitiv stehen

    Habe ich gesehen, allerdings mit nur 300W Leistung und nem Haufen Schatten drauf. Falls das "Hauptproblem" im November immer noch so aussieht, ruinierst du damit jede Bleibatterie und brauchst auch keine neue OPzS zu kaufen. Der Generator soll die Batterie normalerweise bis zu einem bestimmten Ladestand laden, damit das Modulfeld anschließend den (ineffizienten) Rest übernehmen kann. Die 300W sind dafür aber nicht ausreichend, sie decken gerade mal die Grundlast ab. Du brauchst etwas, was zumindest bei guten Bedingungen richtig auf die Kacke haut, dann macht die PzS auch vorübergehende Schlechtwetterperioden mit. Wenn hingegen überhaupt nie was vom Himmel kommt, dann ist das weitestgehend sinnlos und reicht höchstens für Ladeerhaltung bei Nichtnutzung. Den Generator alle paar Tage für 8-10h laufen zu lassen, nur damit die Batterie mal wieder richtig durchgeladen wird, wäre Blödsinn. Sinnvoller wäre LiFePO4, weil das bei dieser Betriebsweise (Dauer-PSOC) nicht kaputt geht und mit höherer Ladestromeffizienz punktet.


    Für das gleiche Geld kann ich nämlich auch das Carport-Dach ertüchtigen, neu eindecken und mit 4-5kWp belegen...

    Wäre das dann schattenfrei? Ansonsten bleibt bei Sonnenschein nach Abzug der Grundlast wieder bloß ein Ladeströmchen übrig, also immer noch zu wenig für die PzS.



    Gruß


    schlossschenke

  • Hier eine kleine Übersicht über die "Probleme" im Garten, damit wir vom gleichen reden:


    Das "Carport"-Dach ist der nicht-begrünte Teil mit Bitumeneindeckung, das "Nebengebäude" ist der untere, begrünte Teil. Die kleine Eiche, die dort noch Schatten drauf wirft, wird Ende des Monats auch auf den Stock gesetzt und danach wird der Knick auf dem Abschnitt so gepflegt, dass das Dach sonnig bleibt. Insgesamt ist die Schattensituation mittlerweile deutlich besser als letztes Jahr.


    Letzten Winter habe ich den bzw. einen Generator wenn dann Abends angeworfen, was in der Tat eher Unsinn ist. Diesen Winter soll das dann wie angesprochen morgens passieren, eben damit die Sonne noch ein wenig nachladen kann.

    Die 300W sind dafür aber nicht ausreichend, sie decken gerade mal die Grundlast ab.

    300W Grundlast habe ich noch nicht einmal im Sommer, wenn zwei Kühlschränke laufen. Im Winter sind die, wenn das Wetter es erlaubt, aus. Mit laufender Heizungspumpe, Licht und Laptops kommen wir auf ca. 150-200W. Aufgezeichnete Verbrauchsdaten habe ich aber leider erst seit Mai.


    Einstellungen Laderegler: Absorption 28.8V/Tail Current 2A/max 6h, Float 27.6V, "adaptive" Equalization 31.8V/42.5A alle 14 Tage. Max. Ladestrom ist 175A (70+70+35), der wird aber ohnehin nie erreicht. Temperaturkompensation ist -32.4mV/K für die gesamte PzS.


    Heute scheint die Sonne, da werde ich mal manuell eine Ausgleichsladung mit anstoßen und danach hier mal SD und Zellspannungen reinstellen.

    Insel mit 12 x 335Wp Trina DE06M.08, 45° Süd an 2 x Victron MPPT 100/70 und 12 x 245Wp Hyundai HiS-S245MG (8 x 4° Ost an Vic 150/35 + 4 x 30° SW an Vic 100/20), 8 Stück noch in Planung.

    Speicher: 24kWh 8 EPzS 1000, Bj 2016 mit BMV702 und RasPi + VenusOS

    WR: Trace Engineering SW4024E, Bj 1994

    Notstrom: VEB IFA-Motorwerke Typ "4 VD 14.5/12-1 SRW", Bj 1983 und 1.9kVA Hatz BW-Moppel