Einstellung der netzseitigen Gesamtbezugsleistung beim Einsatz von zwei SMA EV CHARGER am SMA HM 2.0 möglich?

  • Ich plane in meiner SMA Anlage (20 kWP) zwei SMA EV CHARGER 22 zu installieren, da wir zwei E-Autos besitzen.

    Diese sollen auch gleichzeitig geladen werden können. Es sollen jedoch von keiner Phase vom öffentlichen Netz von beiden Chargern zusammen mehr als 32A bezogen werden.

    Ein SUNNY HOME MANAGER 2.0 ist vorhanden.

    Leider schweigt sich die SMA-Dokumentation über die Konfigurationsmöglichkeiten der Charger im Rahmen der Erstinbetriebnahme aus. Hier müsste das eigentlich konfiguriert werden. Ist das möglich?


    :danke: für Eure Hilfe!


    Harald

  • Das würde mich auch interessieren.

    29.76 kWp Ost-West Winaico WST-310M6-PERC, SMA SB5.0, SMA STP20, SMA SBS3.7 , 10.2 kWh BYD HV Speicher, Enwitec Ersatzstromversorgung, 2x OpenWB Wallboxen

  • Falls SMA das nicht kann wäre vielleicht OpenWB eine Alternative für euch. OpenWB kann das und eigentlich auch alles andere was der SMA kann (auch Phasenumschaltung) und verwendet einfach die Daten vom SHM.

  • Ich habe gerade folgendes gefunden:


    https://www.e-mobileo.de/kfw-g…ise/#sma-solar-technology


    "Eine klassische Vernetzung via Master Slave ist beim SMA EV Charger nicht möglich, im SMA-Systemaufbau aber auch nicht notwendig, da die Priorität gegenüber anderen Verbrauchern im Sunny Portal konfiguriert werden kann und die Regelung auf den Netzanschlusspunkt automatisch erfolgt."


    Das steht letztendlich auch so bei SMA.

    Man kann also beiden Charger die z.B 22kW zuweisen und unterschiedliche Prioritäten zuordnen.

    Ich weiß nur nicht, wie dann verteilt wird.

    Bekommt einer dann 22kW under andere lädt nicht oder regeln beide koordiniert runter oder nach Verteilerschlüssel?


    Das wäre eine Frage an unsere SMA zugehörigen Forumsteilnehmer.


    Die AML EMH3 Twin kann die 22kW zwischen beiden Ladepunkten verteilen, beherrscht aber keine Überschussladung oder Anbindung an SMA.


    Ich habe ja eine 30 kWp o-w Anlage und plane zukünftig 2 Elektrofahrzeuge ein. Bei unserer beiden Fahrleistung und der PV-Leistung sowie Heimanteil der Arbeit, sprich Lademöglichkeit tagsüber, geht es bei der Überschussladung um nicht unerhebliche Summen.

    Der VNB hat mir 22kW für Ladepunkte zusätzlich genehmigt.

    Die möchte ich daher auch nutzen können, sollte es man flotter gehen müssen. Im Regelbetrieb werden die Ladeleistungen geringer ausfallen.

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  • Ich hatte diesbezüglich telefonischen Kontakt mit dem Produktmanagement von SMA und es sieht so aus, dass ein Master-Slave-Betrieb mehrerer Ladestationen durchaus geplant ist. Auch die neue App unterstützt aktuell ja nur eine Ladestation, was ebenfalls erweitert werden soll.

    Der wichtige Punkt dabei ist, dass SMA das anhand der Nachfrage priorisiert. D.h. jeder, der an diesem Feature interessiert ist, sollte unbedingt auch bei SMA nachfragen!

  • Am Dienstag kommt ein Elektriker eines SMA-Partnerbetriebs vorbei.

    Danach weiß ich u.U. mehr. Sollte die Installation möglich sein, dann soll er bei SMA nach Master-Slave und App nachfragen. Guter Tipp. Danke.

    Das sollte angesichts der Fähigkeiten des Chargers und des SHM2 eine reine Softwarefrage sein.

    Sollte es klappen, werden die Teile direkt per LAN am selben switch wie der Rest der Anlage hängen.

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  • Das steht letztendlich auch so bei SMA.

    Man kann also beiden Charger die z.B 22kW zuweisen und unterschiedliche Prioritäten zuordnen.

    Ich weiß nur nicht, wie dann verteilt wird.

    Bekommt einer dann 22kW under andere lädt nicht oder regeln beide koordiniert runter oder nach Verteilerschlüssel?

    So, wie ich es verstanden habe, gibt es bei den Chargers zwei Einstellungen, die in Summe die Ladeleistung bestimmen:


    1. Die maximale Ladeleistung des Chargers selbst, das sind in Deinem Fall die 22kW, mit denen der Charger dann maximal lädt.

    2. Den Maximalen Bezugsstrom pro Phase am Netzanschlusspunkt, gemessen vom Home Manager. SMA nennt das auch Blackout-Schutz.


    Das Problem an der Stelle ist jedoch, dass in den Blackout-Schutz natürlich auch der restliche Bedarf Deines Hauses einfließt. D.h., dass Du hier nicht 32A einstellen kannst, um die Ladeleistung beider Charger auf in Summe 22kW zu begrenzen. Solch eine Begrenzung ist in der aktuellen Version der Charger einfach nicht möglich. Es ist aber sichergestellt, dass auch bei Nutzung mehrerer Charger, der Hausanschluss nie überlastet wird, wenn Du den Blackout-Schutz richtig einstellst. Welcher der beiden Charger dann im Zweifelsfall herunterregelt bleibt aber wohl dem Zufall überlassen.


    Fazit: Aktuell ist die Nutzung von zwei SMA-Chargern möglich und eine Überlastung des Hausanschlusses kann sicher ausgeschlossen werden. Für eine optimale Lösung braucht es noch ein Update von SMA.

  • Es wäre nur gut, wenn SMA dies dann auch tatsächlich realisiert. Am Anfang würden beide ja eh erst einmal auf je 11kW begrenzt.

    Damit gibt es keine Probleme.


    Ich hatte den Blackoutschutz so verstanden, dass dann die ansteuerbaren Verbraucher in der Leistung reduziert werden.

    Die beiden EV-Charger und der Batteriewechselrichter sind aber die einzigen Lasten, die der SHM unter Kontrolle hat.

    Stelle ich also 30KW blackout-Schutz ein und ich erreiche die Grenze, werden einzig die Lader reduziert und ggfs. die Batterieladung ebenfalls reduziert und die Leistung vom Dach damit den Ladern zur Verfügung gestellt werden.


    Spannend wird es nur, wenn man nach einem Jahr die kombinierte Gesamtladeleistung auf 22kW erhöhen möchte.

    Das ist ja eigentlich kein Hexenwerk bezüglich der Programmierung.


    Sollte dann irgendwann eine WäPu im Haus dazukommen, müsste halt der Rundsteuerempfänger her.

    Die Leitung gäbe es laut VNB her. Das Haus ist mit 64A abgesichert. Laut VNB steht der (Garagen)Trafo bei uns ums Eck.


    Wobei bei hypothetischen 8500kWh e-Auto Verbrauch pro Jahr dann auch irgendwann ein kleines Gas-BHKW Sinn manchen könnte.

    Im Sommer vom Dach laden, im Winter vom Überschussstrom des BHKW. Der Rest geht in den Akku oder halt letztendlich ins Netz.

    Ich habe letzten Dezember von den 513 erzeugten kWh noch 191kWh und letzten Januar von 608 kWh 240kWh eingespeist.


    Vielleicht möchte SMA ja bei mir eine Musterinstallation durchführen. Ich bin experimentierwillig.

    Fehlen einzig noch die Autos dazu.


    Ich sehe die Installation zusammen mit der Förderung als eine Investition ins Haus.

    Es wird auch zukünftig die Hemmschwelle reduzieren als nächstes ein BEV anzuschaffen, da ja alles bereit wäre.

    Oder ich miete mal eins, sollte ein Auto mal länger ein Problem haben.


    Leider fahren wir günstigen Ausgeburten von Zuverlässigkeit und wegen Corona auch nur z.Z. wenig km.

    Wir fahren Fzg. auch sehr lange. Wir haben unsere beiden Gebrauchtwagen vor 8 Jahren gekauft und sind beide bei >200000km.

    Der Tausch lohnt z.Z. nicht.

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