Was bedeutet § 61 Absatz 1 Satz DREI ?

  • Was bedeutet der Satz 3 ? Bitte Beispiele: -)


    "Der Anspruch nach § 61 Absatz 1 entfällt bei Eigenversorgungen,
    3.wenn sich der Eigenversorger selbst vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt und für den Strom aus seiner Anlage, den er nicht selbst verbraucht, keine Zahlung nach Teil 3 in Anspruch nimmt oder 4. ..."


    Offensichtlich besteht ein Netzanschluss !


    könnte ich also z.b. eine 22 kW PV Anlage aus gebrauchten und nicht mehr förderfähigen Modulen bauen, anmelden, und aus dem Netz von einem 100% ökostromanbieter Strom beziehen wenn nachts oder im Winter meine 22kW nicht ausreichen?


    und der netzanbieter ist doch laut EEG zur Abnahme meines Stroms verpflichtet. Also auch zum genehmigten Anschluss. Ich bekomme halt nichts für das was ich nicht selber verbrauche. Womit ich der Gemeinschaft ja etwas Gutes tue. Und da ich 100% Ökostrom beziehe fördere ich die energiewende auch.


    Einen anderen Sinn macht dieser Satz 3 für mich nicht.


    Das Roland

    Ideen immer zu mir :)

    Ausreden woanders hin :(

  • Welches Gesetz überhaupt?

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp

  • Eigenversorger selbst vollständig


    dem Netz von einem 100% ökostromanbieter Strom beziehen

    Siehst du so besser, warum du falsch liegst?


    Abgesehen davon ist der Ökostrom bei sehr vielen Anbietern nur mit Zertifikaten hinterlegt, die zueinem nennenswerten Teil aus Norwegen kommen.

  • Nein, Satz 2 gilt schon für alle Anlagen die auch nicht nur zeitweise Strom aus dem Netz beziehen, sondern komplett den Strom selbst erzeugen. Demzufolge muss (!!) Satz 3 und 4 für Fälle gelten in denen tatsächlich ein netzanschluss besteht und damit die Möglichkeit, Strom aus dem Netz zu beziehen. Dennoch fällt für Satz 3 und Satz 4 keine EEG-Umlage auf den selbst erzeugten Strom an.


    Satz 4 ist mir weitgehend klar, der bezieht sich auf ganz normale einspeiseanlagen bis 10 kW und der Erzeuger ist die ersten zehn megawattstunden eigenerzeugt verbrauchten Strom von der EEG-Umlage befreit.

    Nur Satz 3 macht für mich keinen Sinn.

    also bitte nicht einfach nur nein sagen und schlauer sein, sondern Beispiel geben :danke:

  • ja das Wort Eigenversorger schließt eigentlich ein Bezug von Strom aus dem Netz aus. Da bliebe mir höchstens noch der völlig blödsinnige Fall, dass ein eigenversorger den überschüssigen Strom unbedingt verschenken möchte deswegen auf seine Kosten und Bürokratie einen einspeisepunkt beantragt installiert dazu noch eine technische Möglichkeit einbaut die es unmöglich macht selber Strom aus dem Netz zu beziehen, (was ich für ziemlich unmöglich halte) - ja aber dann wäre er ja auch wieder komplett vom Netzbezug getrennt und Satz 2 würde ihn schon von der EEG Umlage befreien :-/

    es muss also für den Satz 3 die Möglichkeit geben Strom aus dem Netz zu beziehen.

  • Man könnte den Satz 3 so lesen: "NUR DANN wenn sich der Eigenversorger .."


    Dann bräuchte es aber einen speziellen stromzähler, der nur dann die selbst erzeugten

    kilowattstunden zählt, wenn zusätzlich wenigstens ein Watt auch aus dem Netz benötigt wird um z.b. die herdplatte zu betreiben weil gerade mal eine Wolke über die Module gezogen sind.


    Gibt es überhaupt solch einen Zähler ?

  • Ich dachte dass das im Board "PV-Anlage ohne EEG" klar ist.

    Ich hatte schon das EEG aufgerufen - aber im EEG 2017 ist der Text völlig anders....

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp