Minimaler Ladestand durch Wallbox

  • Ich habe mal eine grundlegende Frage zu Wallboxen.

    Kann das Auto der Wallbox seinen Ladestand mitteilen? Und kann die Wallbox dann auf z.B. ein definiertes Minimum aufladen?


    Ich habe den Sunny Home Manager 2.0 und jetzt einen Opel Ampera-e.

    Von meinem Installateur wurde mir der SMA EV Charger empfohlen.


    Am interessantesten ist für mich das Überschussladen.

    Wichtig ist aber, das im Alltag z.b. immer minimal ca. 15kW bzw. 20% in der Batterie verfügbar sind. Das aber ohne, dass ich mich manuell drum kümmern muss.

    Mit dem prognosebasierten Laden wäre es ja möglich, dass jeden Tag mindestens 7kW (etwa der tägliche Verbrauch) geladen werden.

    Doof wäre es aber wenn er durch viel Überschuss der vorhergehenden Tage fast voll ist, dann bei Schlechtwetter trotzdem das Minimum aus Netzstrom geladen wird.

    Deswegen meine Frage ob Wallbox und Auto das zusammen aushandeln können.

    Und wenn das prinzipiell geht, kann die SMA EV Charger das?

  • Da taucht es wieder auf "Überschussladen" ... a) was soll das überhaupt sein und b) was erhofft man sich davon?

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Kann das Auto der Wallbox seinen Ladestand mitteilen? Und kann die Wallbox dann auf z.B. ein definiertes Minimum aufladen?

    Ja einige Autos und Wallboxen können das. Entweder über Internet API oder ISO Protokoll bei neueren Fahrzeugen

    Ich habe den Sunny Home Manager 2.0 und jetzt einen Opel Ampera-e.

    Von meinem Installateur wurde mir der SMA EV Charger empfohlen.

    Nein, beim SMA EV Charger wurde das Auslesen oder EIngabe des SoC vergessen. Siehe Thread dazu. Du kannst per App nur sagen wie viel km er bei einem theoretischen Verbrauch nachladen soll.

    Wenn du diese Funktion möchtest empfehle ich dir openWB, der kann die von dir gewünschte Funktionen bereitstellen. Ob dein Fahrzeug das auslesen des SoC unterstützt weiß ich aber nicht.

  • Da taucht es wieder auf "Überschussladen" ... a) was soll das überhaupt sein und b) was erhofft man sich davon?

    seppelpeter Überschuss ist das, was du nicht selbst verbrauchst bzw. nicht mehr in deine Hausbatterie geladen werden kann (weil z.B. voll) und so ins Netz eingespeist wird.

    Für das einspeisen bekommst du nur 10 Cent/kWh.

    Hängst du einfach nur dein E-Auto dran, dann saugt es Abends oder bei Schlechtwetter zu hohen Kosten aus dem Netz.

    Blöd wenn du das Auto aber grad gar nicht voll brauchst. Also hängst du es natürlich nur dann dran wenn du es wirklich laden willst und am besten wenn die Sonne scheint.

    Nun aber kochst du gerade etwas und die Waschmaschine läuft auch. Deine PV kann nicht so viel leisten. Also kaufst du Strom zu. Zwei Stunden später, du hast gegessen und die Wäsche ist fertig. Jetzt hast du wieder zuviel Eigenstrom und speist ein.


    Also ist es Sinnvoll damit z.B. das E-Auto aufzuladen bis es platzt. Dann kannst du die nächsten Regentage überbrücken.

    Wir haben noch einen Warmwasser-Wärmepumpenboiler. Der wärmt Standardmässig auf 55 Grad. Bei PV-Überschuss schaltet er um und erwärmt auf 65 Grad. Damit hält das WW natürlich länger und auch die Legionellen werden wieder abgetötet.


    Danke für die Infos Maverick78

  • Mmh, also die Heidelberg Home Eco mit 11KW lädt dann, wenn man den Stecker in die Dose steckt.+

    Das ist auch eine Form der Steuerung...

    Was kosten denn die Lösung mit der Überschusssteuerung?
    Die Heidelberg gibt es für 400,- netto … bei rund 10 Cent Differenz zwischen Bezug und DV, kann man da ggfs. für das beim Kauf gesparte Geld sehr lange laden und selbst stumpf gestartet kann man es ja gar nicht vermeiden tagsüber mit PV Strom zu laden.


    KISS, keep it simple stupid.


    Das sind zwei diametral unterschiedliche Lösungsansätze. ;)

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

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    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Was kosten denn die Lösung mit der Überschusssteuerung?

    Meine hat 499€ für die steuere Wallbox + Raspberry Pi und Kleinteilen gekostet (ca 100€). Der Rest ist Hirnschmalz, den gab es umsonst. Die Technik ist jetzt 5 Jahre alt, also weniger als ein 120€/a oder 10€ im Monat. Sprich, nach 2 Autoladungen pro Monat über die PV Überschußsteuerung habe ich das Geld wieder raus, während du ggf Strom + Wallbox zukaufen musst.

  • seppelpeter Die SMA EV Charger mit 22 KW ist da mit dem 3fachen deutlich teurer.

    Ich werde mich wohl für die kleinere, etwa 300€ günstigere Variante entscheiden.

    Mein Augenmerk liegt hier aber nicht unbedingt auf der Ökonomie sondern mehr auf der ökologischen Seite also dem Beitrag zur Energiewende, dem Direktverbrauch und möglichst wenig Netzstrombezug und weiter beim technischen Interesse.


    Maverick78 verstehe ich das richtig?

    Deine Eigenkonstruktion/Wallbox kann also den Ladestand deines Autos abfragen und hält es dann auf einem frei definierbaren Mindestladestand - wenn es sein muss auch mit Netzstrom - und pumpt ihn ansonsten mit Überschussstrom voll?

  • Das geht notfalls auch ohne Wallbox. Ich kann meinen Tesla P85 oder den M3 meiner Frau an den UMC (16A an CEE16) anschließen. Ich kann dann den Zähler von Discovergy über das Portal auslesen und bei bestimmten Überschussleistung das laden im Fahrzeug starten. Leider nur mit der voreingestellten Ladeleistung. Über die Tesla-API kann ich den SoC des Fahrzeug auslesen und sehen was noch an elektrischer Arbeit geladen werden muss. Notfalls auch in der Nacht wenn lt. aWATTar die Strompreise an der Börse günstig sind. Dafür braucht es nur einen Raspberry Pi ZeroW für insgesamt €30.

    Die Software ist da und als openSource verfügbar.

    Tesla P85+ seit 8/13 >511.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD, wurde am 2.3.22 durch ein Model Y ersetzt. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos und E3DC Hauskraftwerk gesteuert per E3DC-Control zum Börsenpreis von aWATTar geladen. Weitere 25kWp geplant, für die WP von Wolf CHA 10

  • Mmh, also die Heidelberg Home Eco mit 11KW lädt dann, wenn man den Stecker in die Dose steckt.

    Die unterstuetzt auch "einfache Ueberschussladung" (ein/aus). Einige WR haben einen potenzialfeien Schaltkontakt. Dann gibt man einen Schwellwert an und laedt halt nur, wenn man darueber ist (oder es per Handschalter ueberschreibt).


    Das ist immer noch KISS und guenstig ;)


    Mein Augenmerk liegt hier aber nicht unbedingt auf der Ökonomie sondern mehr auf der ökologischen Seite

    Aber einen Oekostromvertrag hast du schon auch?


    Dann ist das doch ziemlich egal.



    Die funktionalitaet mit dem Mindestladestand und bevorzugten Ladezeiten hat VW z.B. integriert. Auch damit bringt man mit einer billigen Wallbox eine brauchbare, simple Loesung hin. Einfach Mindestladung auf gewuenschten Wert und "Nachtstrom" (so heisst das da halt :D ) auf 9-17 Uhr oder so einstellen. Schau mal im Handbuch des Autos nach.

  • Maverick78 verstehe ich das richtig?

    Deine Eigenkonstruktion/Wallbox kann also den Ladestand deines Autos abfragen und hält es dann auf einem frei definierbaren Mindestladestand - wenn es sein muss auch mit Netzstrom - und pumpt ihn ansonsten mit Überschussstrom voll?

    Jup und ansonsten kann ich eine Zielzeit definieren und einen Zielladestand und die Technik schaut wann es am günstigsten ist zu laden.