PV auf Nebengebäude: Welche Kabeldimensionierung, Datenleitung nötig?

  • Hallo zusammen,


    ich plane eine PV zu installieren und möchte dabei ein Nebengebäude des Wohnhauses nutzen. Das Nebengebäude ist fast perfekt Ost/West ausgerichtet mit 37,5 Grad Dachneigung. Mein Hausanschluss ist im Wohnhaus und geht per Erdkabel zum Nebengebäude. Vor einigen Jahren wurde diese Leitung zerstört und mit einer Muffe geflickt. Das Kabel hat nun 10mm2 (statt ursprünglich 16mm2) und ist ca. 50m lang. Dabei entfallen 25m auf die 16mm2 und die anderen 25mm2 auf die 10mm2.

    Für welche Leistung würde das reichen?


    Ein paar Solarteure sagen mir, dass ich unbedingt noch ein Datenkabel brauche und ohnehin aufreißen müsste (andere nicht). Ist das wahr?


    Würde der zusätzliche Zähler ins Nebengebäude kommen oder ins Hauptgebäude? Bzw. welche Komponenten müssten zwingend mit einem BUS-Kabel verbunden werden? Ich habe bereits eine einfache Verbindung über PowerLAN realisiert.


    Käme irgendwann ein Energiemanager hinzu (Sunny Home Manager), wo müsste der dann hin? Und wohin müsste eine Batterie?


    Des Szenario wär dann dies:

    Nebengebäude: Module, Wechselrichter und ???

    Wohngebäude: Verbrauchszähler und ???


    Welche Verbindungen bräuchte ich zwingend?


    Vielen Dank!

  • Hat das Hauptgebaeude denn bereits PV?


    Zusaetzlicher Zaehler muss eigentlich nicht zwingend her. Der alte wird gegen ein 2-Richtungszaehler getauscht (falls noch nicht vorhanden) und je nach Anlagengroesse muss ein Erzeugungszaehler her.


    Energy meter "irgendwann" macht wenig Sinn. Entweder gleich oder gar nicht. Der kommt an den Netzverknuepfungspunkt, misst im Prinzip das selbe wie der 2RZ.


    Der WR muss nicht zwingend ins Nebengebaeude. Du koenntest auch Gleichstromleitungen zurueckfuehren und den WR ins Haupthaus nehmen. Ob das bestehende Erdkabel dafuer taugt, kann ich nicht sagen.


    Datenkabel brauchst du halt, wenn du dynamische Wirkleistungssteuerung willst, dann braucht der WR die Daten des smart meters. Oder wenn du den WR (Ertragsdaten usw.) auslesen willst, ohne hin zu laufen.

  • Nein, kein PV bisher vorhanden.


    Das bestehende Erdkabel ist ein Drehstromkabel und die einzige Verbindung zwischen Haupt- und Nebengebäude, daher muss der WR wohl auch ins Nebengebäude und man führt den erzeugten Strom über dieses Kabel zurück.


    Ok, dann muss das Energy Meter auch gleich mit rein. Wohin mit dem Ding?

  • Das Nebengebäude ist fast perfekt Ost/West ausgerichtet mit 37,5 Grad Dachneigung.


    Ein paar Solarteure sagen mir, dass ich unbedingt noch ein Datenkabel brauche und ohnehin aufreißen müsste (andere nicht). Ist das wahr?

    Nein, das ist NICHT wahr.

    Bei der Dachneigung und Ausrichtung ist bei Ost/West 70% hart am WR gesetzt, ohne dass Du deswegen Verluste haben wirst.

    Und dann brauchst Du auch kein Datenkabel für eine dynamische 70% Lösung.

  • Datenkabel kannst du mit RJ485 to Ethernet Adapter lösen -> angeschlossen am PowerLAN. Da gibt es hier im Forum bereits einige positive Erfahrungsberichte.

  • WR Nebengebäude da DC zum Hauptgebäude bringen riesen Aufwand wäre.

    Powerlan ist aus Funkersicht ranzig, aber wenn's funktioniert kann SHM bzw. SMA EM im Zählerschrank darüber mit dem WR sprechen.

    EZ (EM) dezentral zum WR in Zählergehäuse.


    Warum frickelt man ein umfassendes n Kabel dran.. selbstverständlich begrenzt das dünne den Strom.

  • Für die dynamische 70% Lösung bräuchte ich doch auch kein Datenkabel, wenn der Rundsteuerempfänger ins Nebengebäude kommt, oder?

  • Wie viel kWp passen aufs Dach?

  • Für die dynamische 70% Lösung bräuchte ich doch auch kein Datenkabel, wenn der Rundsteuerempfänger ins Nebengebäude kommt, oder?

    Doch, der Stromsensor im Zählerschrank muss ja mit dem Datenlogger oder WR kommunizieren.

    Imho ist das nur drahtgebunden zulässig.

    Kann aber sein, dass es inzwischen schon drahtlose Lösungen gibt die zulässig sind, bin da nicht zu 100% auf dem neusten Stand.