4 kW PV + 6 kWh LiIon + 63A Wechselschalter = erlaubt ?

  • könnte 4 kW kristalline PV für unter 200 Euro bekommen und einen 6 kWh LiIon Akku für unter 1000 Euro bauen.

    Hauptsächlich soll damit ein CityEl (36 Volt) oder Renault Twizy (48 Volt) betrieben werden.


    Aber natürlich sollte mindestens ein EPever IP2000 Watt Sinus Wechselrichter dran

    https://www.ebay.de/itm/EPEVER…chselrichter/153294252637


    der über 63A Wechselschalter die 3 Phasen vom Haus auf die eine Phase legt.

    Die Drehstrompumpe und den Drehstrom-Holzspalter kann man ja vor dem Wechselschalter am Netz lassen.

    Da finde ich aber nur für bezahlbare 41 Euro einen solchen Schalter aus Großbritannien und bin mir drum nicht sicher, ob der hier zulässig wäre:


    https://www.ebay.de/itm/Motor-…the-car-lift/331117252512


    Kennt Ihr deutsche Produkte ?


    Und wäre so eine Holzhammermethode gernerell erlaubt ?

    Soweit ich weiß muss keine PV-Anlage registriert werden die keine Verbindung zum Netz hat.

    Und die EEG-Umlage wird auch nicht fällig wenn keine Verbindung zum Netz besteht.


    Dann gibt es natürlich noch so Hybrid-Wechselrichter günstig aus China, über deren Zulassung zweifel ich aber stark.

    Obwohl ich der Marke EPever durchaus vertraue!


    Für 423 Euro bekommt man aus GB aber nur die Version mit 780 Watt PV-Input:

    https://www.ebay.de/itm/EPEVER…arger-12-24V/133377162082


    Das Gerät könnte damit aber schon fast und eine legale 500 Watt Balkonanlage fallen ?

    Und meine verbleibenden 3500 Watt könnte ich direkt über DCDC Solarregler in die 48 Volt Batterie speisen.

    Die Energie der 3500 Watt könnten zwar nicht über den EPever ins Netz gelangen, aber irgendwie würde rechtlich wohl schon eine Verbindung zwsichen den 3500 Watt PV und dem Netz bestehen ?


    Für 554 Euro plus Import würden man den UP5000-M8342 mit 4000 Watt PV aus China geliefert bekommen:

    https://german.alibaba.com/pro…inverter-60791888594.html


    Bin aber ja skeptisch, dass die Dinger legal sind. Drum favorisiere ich derzeit den Holzhammer.


    das Roland,

    Ideen immer zu mir :)

    Ausreden woanders hin :(

  • prinzipiell spricht nichts dagegen, ein ganzes haus 1-phasig auf einer (halb-)insel zu betreiben.

    zur komfortsteigerung evtl. eine dauerhaft netzverbundene nachlademoeglichkeit fuer die akkus einplanen.


    von so halbseidenen chinaprodukten wuerd ich aber aus vielen gruenden die finger lassen, nicht zuletzt betriebssicherheit und brandschutz.


    brauchst du tatsaechlich 63A? einen "normale" hausinstallation hat ja nur 16A, da wuerd z.b. der passen:

    https://www.amazon.de/Heschen-…32-Position/dp/B07LD5VG44

    mit so einem mini-WR schleppst du auch niemals mehr...

  • Danke danke für die gut gemeinte Antwort, freu :)

    bei eBay gibt es ja diese hybridwechselrichter von No Name China Herstellern schon ab 300 €. Mit sagenhaften leistungswerten. Da würde ich wirklich die Finger von lassen. Bei EPever bin ich halt schon ziemlich zuversichtlich, dass die solide Dinge bauen.

    die 63 Ampere brauche ich wohl, weil ich ja direkt hinter dem netzübergabepunkt auch die kompletten Leistung aus dem Netz ins Haus umschalten können muss. Und diese hauptsicherung hat glaube ich meistens 63 Ampere.


    ja gute Idee, an den separaten drehstromanschluss für den Holzspalter unter dem Carport auch gleich noch ein Ladegerät für die Batterie dranzuhängen. dann stelle ich mir aber wieder die Frage, ob über die Batterie und das Ladegerät nicht rechtlich doch wieder eine Verbindung zwischen meinen gebrauchten PV-Modulen und dem Netz besteht.

    denn der verlinkte hybridwechselrichter von EPever ist ja im Prinzip genau das.

  • Und wäre so eine Holzhammermethode gernerell erlaubt ?

    Soweit ich weiß muss keine PV-Anlage registriert werden die keine Verbindung zum Netz hat.

    Und die EEG-Umlage wird auch nicht fällig wenn keine Verbindung zum Netz besteht.

    Die Anlage hat aber eine Verbindung zum Netz, nämlich eine sogenannte "mittelbare" Verbindung.

    Darum wirst Du das Ziel, legal nicht anmelden zu müssen so nicht erreichen.

  • > Anlage hat aber eine Verbindung zum Netz, nämlich eine sogenannte "mittelbare" Verbindung.


    Bitte gib dann doch gleich einen Link zur rechtlichen Definition mit an, dann kann man konstruktiv weiterdenken.

  • Oh, statt einen selten und teuren wechselschalter könnte man auch einfach zwei FI-Schalter nehmen. Da ja von meinem einphasen wechselrichter auf alle drei Phasen verteilt wird würde ein kurzschluss entstehen wenn die drei Netz Phasen gleichzeitig aktiv sind damit wäre technisch sichergestellt dass keinesfalls beide FI Schalter eingeschaltet sein können :)

  • Bitte gib dann doch gleich einen Link zur rechtlichen Definition mit an, dann kann man konstruktiv weiterdenken.

    Das ist hier doch schon gefühlt 100.000x thematisiert worden.


    Rechtliche Grundlage ist § 61a Nr. 2 EEG 2017 und die rechtsgültigen Auslegungen und Entscheidungen dazu.

    Die Clearingstelle EEG hat dazu auch eine Grundsatzempfehlung veröffentlicht:

    https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/votv/2019/38


    Der Drops ist schon lange gelutscht.

  • Danke, also hab ich grundsätzlich schon Mal Recht.

    Und klar, wer meine Posts kennt erinnert sich dass ich den Paragraphen 61 natürlich kenne. Hab mich ja oben schon drauf bezogen.

    Hier wurde aber behauptet, ein Wechselschalter würde eine mittelbare Verbindung darstellen, und dazu benötige ich die rechtliche Grundlage.


    übrigens könnte ich mir auch die FI-Schalter sparen, denn wenn ich den einphasen wechselrichter auf alle drei Phasen dazu schalte ohne das Netz vorher getrennt zu haben, dann würde eh die hauptsicherung vom übergabepunkt rausfliegen.

    Meine Inselanlage wäre für die Netzstabilität also genau so sicher/unsicher wie ein durchgebrannte Motor !

  • ich weiß zwar immer noch nicht was "mittelbar" bedeuten soll, aber ein anderes Problem könnte sein, wenn wir über den wechselschalter auch die Nachbar-Mietwohnung mit versorgen würden. Denn dann würden wir zu einem energielieferanten werden!

    ebenso könnte problematisch werden das geplante elektroauto den Nachbarn kostenlos zur Verfügung zu stellen. Weil wir dann auch wieder eine Art energielieferant werden würden.


    Aus https://www.inetz.de/fileadmin…nlagen_28112018-final.pdf

    geht aber doch klar hervor dass es grundsätzlich darum geht ob irgendwie Energie von der Insel ins Netz fliessen kann. Und das wäre mit dem Wechselschalter physikalisch ausgeschlossen :)

    Bei dem billigen Trick mit den zwei Schaltern hingegen wäre bei fehlerhafter Bedienung die Insel für den Bruchteil der Sekunde, welche die Hauptsicherung braucht, mit dem Netz verbunden :-/


    Ich dachte auch, dass das Thema schon lange durchgekaut ist. Wundere mich drum daß es immer noch Neinsager gibt.

  • Hier wurde aber behauptet, ein Wechselschalter würde eine mittelbare Verbindung darstellen, und dazu benötige ich die rechtliche Grundlage.

    Vielleicht ist "mittelbar verbunden" der falsche Ausdruck. Vielleicht aber auch nicht.

    Im Ergebnis läuft's aber auf's Gleiche hinaus, nämlich das die verminderte oder volle EEG-Umlage fällig wird.


    Jedenfalls hat die Clearingstelle in dem von mir verlinkten Schreiben so entschieden.

    Die Begründung dazu steht auf Seite 6 (lfd. Nr. 16).

    So wie ich das verstehe wird in diesem Fall die Trennung vom Netz durch einen Umschalter NICHT als Trennung vom Netz anerkannt.

    Auf Seite 7 (lfd. Nr. 18) fällt dann in diesem Zusammenhang auch die von mir genannte Begrifflichkeit "mittelbar".


    Im Folgenden wird dann im Detail und ausführlich begründet, warum die Anlage trotz Umschalter und physikalischer Trennung vom Netz während des Betriebs trotzdem als "mittelbar verbunden" und damit EEG-pflichtig gesehen wird.


    Mir gefällt das zwar auch nicht, aber ich befürchte das ist ziemlich eindeutig, oder?