Mal wieder Zählerfragen

  • Hallo,
    endlich es es bei mir auch so weit, meine PV Anlage wird in den nächsten Tagen installiert.
    Damit kommt auch das leidige Thema Zählertausch. Im Moment hab ich noch einen Eintarif Zähler für den Allgemeinstrom und einen Zweitarif Zähler inkl. RSE für die Wärmepumpe. Beide Zähler sind Ferraris Zähler.
    Auch bei mir kam die Info, dass erst der Monteur vom VNB die PV Anlage einschalten wird (Elektriker vorher nur zum Test). Leider bequemt sich die NetzeBW erst die Zähler zu tauschen, wenn der Elektriker eine Fertigmeldung der Installation gemacht hat.
    Aber ich werd die PV sozusagen in den "Dauertest" nehmen.
    Zur Berechnung des Bezuges / Einspeisung hab ich mich schonmal hier orientiert. Jetzt ist es aber so, dass ich wegen 70% weich noch einen Solrlog habe. Ist der dann nicht die bessere Datenquelle für Einspeisung und Eigenverbrauch?

    Der zweite Punkt, ist der Zählertausch. Ich habe diesen ja über den Elektriker veranlasst. Der Eintarifzähler soll gegen den Zweirichtungszähler getauscht werden. Der Zweitarifzähler für die WP wurde bereits durch den Elektriker ausgebaut um Platz für den Erzeugungszähler zu machen und die WP läuft seit heute auf dem Allgemeinstrom.

    Aufgrund einer 20 kWp Anlage falle ich wohl unter die iMsys Pflicht - mit dem Allgemeinstrom inkl. WP könnte es knapp werden mit der 6.000 kWh Grenze.

    Durch das Thema bin ich auf die Abrechnung durch die NetzeBW aufmerksam geworden.
    In meiner Konstellation fallen da wohl mehrere Punkte an. Ausbau WP Zähler und RSE werd ich wohl zahlen müssen. Wobei den Ausbau des Zählers hat der Elektriker schon erledigt. Dürfte also nur eine Abholung anfallen :/
    Wie sieht es aber mit dem Tausch auf den Zweirichtungszähler aus, so wie ich es aus dem anderen Thema entnommen hab, dürfen die da nix einmaliges in Rechnung stellen. Durch das MsbG bin ich noch nicht ganz durchgestiegen. Bei den Preisobergrenzen hab ich zumindest mal keine Einmalkosten gefunden.
    Dann kommt ja noch ein Erzeugungszähler, wie wird dieser bewertet?

  • Meiner bescheidenen Meinung nach sind beide, 2RZ und EZ, fuer den ordentlichen Messstellenbetrieb erforderlich. Der Einbau ist damit vom gMSB vorzunehmen sobald er vom Elektriker ueber die Notwendigkeit informiert wurde.


    Die Preisobergrenzen gelten fuer Betrieb und Einbau. mMn. koennte er schon eine einmalige Zahlung verlangen, wenn das nicht dazu fuehrt, die jaehrliche Obergrenze zu ueberschreiten. Da man sich aber idR. aber durch den Betrieb schon am Limit bewegt ist da nichts mehr drin.


    Was du nicht machen darfst, ist einen Auftrag zum Zaehlerwechsel zu unterschreiben. Dann koennen sie behaupten, der sei "auf Kundenwunsch" geschehen und schreiben eine Rechnung entsprechend der Preisliste.

  • Das Problem ist, ohne den Auftrag für Zählerwechsel wäre nix passiert da die Unterlagen für das NAB nicht vollständig gewesen wären. Somit war da nun ein Auftrag für Zählerwechsel mit ca. 100 EUR dabei.

    Da werd ich wohl mal abwarten, was da für ne Rechnung kommt und dann ggf. mit Verweis auf die Obergrenze mit der Netze BW sprechen. Eine Preisposition für den Ausbau eines Zählers gab es nicht, nur den für den Ausbau eines RSE.

  • NAB hat damit mal gar nichts zu tun.


    Aber ich weiß, von welchem Formular du sprichst. Ich hätte dort jetzt die entsprechenden Felder nicht ausgefüllt und darauf verwiesen, das der gMSB seiner gesetzlichen Pflicht nachkommen soll.


    Das ist auch ganz bescheuert formuliert i.S.v. „der Anschlussnutzer gibt Erlaubnis...“ Wie als bräuchte es die und als könnte man verhindern, dass der gMSB Zähler einbaut.


    Ich weiß, ich habe jetzt leicht reden, denn ich bin schon durch, damals selbst in die Falle getappt und habe aus Unwissenheit gezahlt. Aber heute würde ich es anders machen. Jemand Nuss mal damit anfangen, damit der Irrsinn stoppt.

  • Alles durchstreichen was nicht in Ordnung ist.

    TE: NAB ist dir noch nicht klar. Schau in den FAQ.

  • Es ist eben so, man vertraut dem Installateur da erstmal und unterschreibt den berg an Formularen erstmal. Klingt ja auch erstmal schlüssig, dass da Kosten entstehen, wenn man was ändern lässt.


    Als wir damals das Haus gebaut haben, kam auch ne Rechnung für die Zählersetzung und den Hausanschluss. daher nicht weiter drüber nachgedacht und erst durch den oben verlinkten Thread darauf aufmerksam geworden. Man liest sich ja nicht jedes Gesetz vorher durch.


    Jetzt, mit dem neu gewonnenen Wissen, würde ich das auf jeden Fall nochmal hinterfragen.
    Im Formular "inbetriebsetzung Kundenanlage" wird ohnehin angegeben was gemacht werden soll, (Wechsel, Ausbau,...) allerdings ohne Kosteninformation.


    Daher warte ich jetzt mal ab, bis die ne Rechnung stellen. Das Formular war zum Zeitpunkt der Unterschrift ohnehin nicht das aktuelle, hab ich gestern noch festgestellt.

  • Alles durchstreichen was nicht in Ordnung ist.

    TE: NAB ist dir noch nicht klar. Schau in den FAQ.

    Durchstreichen ist nicht mehr, Unterlagen sind seit Ende Juni raus.

    NAB ist mir schon klar, Zusage zum Netzverknüpfungspunkt liegt auch schon vor.
    Der Installateur hat mir die Formulare nur in einem Aufwasch zugeschickt.
    Aber ich hab gesehen, dass der Kundenauftrag wohl noch nicht zum VNB weitergeleitet wurde.

  • Es ist eben so, man vertraut dem Installateur da erstmal und unterschreibt den berg an Formularen erstmal. Klingt ja auch erstmal schlüssig, dass da Kosten entstehen, wenn man was ändern lässt.

    Wie gesagt, mir ging es ja selbst auch so.


    Deshalb finde ich es um so wichtiger, dass die Betreiber eben nicht mit so irrefuehrenden Infos und Dokumenten durch kommen. Auch wenn bei mir der Zug laengst abgefahren ist habe ich diesbezueglich Kontakt zu Netze-BW und der BNA gesucht.


    Du koenntest aber immer noch einfach nicht bezahlen wenn die Rechnung dann kommt. Mit Verweis auf MsbG usw.

  • Ich warte mal, was irgendwann kommt ggf. mal nachfragen, wie das mit §3 MsbG zusammenpasst.
    Aber erstmal muss überhaupt jemand mit den Zählern vorbeikommen und die scheinen sich momentan eher Zeit zu lassen.

    Was die Einmalkosten betrifft, hier auf der Seite wird ja auch ComMetering erwähnt. Schaut man auf deren Website erheben die auch Einrichtungspauschalen. Die würden sich ja dann auch nicht ans MsbG halten oder werden die anders behandelt da kein grundzuständiger Messstellenbetreiber?

  • Rechne mal mit 8 Wochen Wartezeit. Das verstehen Gericht unter "unverzüglich" und fast genauso lange hat es bei mir gedauert. Inbetriebnahme und Antrag Zählertausch 23.4. -> Zählertausch physisch 4.6.


    Kosten: 0,00€ bei mir.