Hin und her gerissen, mit EEG oder ohne? Oder Batteriespeicher?

  • Noch eine Frage zum Schluss.

    Ich habe neben dem Haus noch eine freistehende Garage. Wenn ich da auch Module drauf stelle, kann ich die mit in EINE Anlage mit einbinden oder wäre es sinnvoller da was extra zu machen?

  • Kann in eines. Zeichne Module auf die Flächen, dann sieht man weiter.

  • 300W/h (0,3kW) habe, dann komme ich mit 4KW

    Also da stellt es einem doch die Haare auf, seit zig Beiträgen immer wieder diese komplett planlosen Berechnungen mit irgendwelchen unsinnigen Einheiten.


    W = Watt = Einheit der Leistung

    kW = 1000 W

    kWh = Einheit der ENERGIE; 1 kW für 1 Stunde sind 1 kWh; 250 W für 4 Stunden sind AUCH 1 kWh...


    Nochmal:


    Wenn du in der Nacht 300W Leistung verbraucht, dann sind das auf 8 Stunden dann 0,3 kW * 8 h = 2,4 kWh Energie, und nicht kW oder sonstwas.

    Das wäre fast das, was du aus so einem Pylontech-Block ziehen kannst (der hat nutzbar nur 2,1kWh). Das passiert genau einmal pro Nacht.

    Was spart das, wenn du nicht gegen Vergütung einspeisen willst: 2,4 kWh * 0,3 € = 0,72 €. Fällt noch Einspeisevergütung weg, sind es noch 0,54€.


    !!!Sind bei 250 Zyklen im Jahr 180€ bzw. 135€!!!


    Und wenn du jetzt noch einmal diese Schwachsinnsrechnung mit Amortisierung in 133 Tage oder so Quatsch hinschreibst...

  • Hallo Haxley,


    das Deine Berechnungen falsch sind wurde ja bereits bewiesen.

    Das Speicher in vielen Fällen nicht besonders wirtschaftlich sind oder sogar unwirtschaftlich ist bekannt.

    In Deinem Fall würde ich den Speicher trotzdem nicht gleich verwerfen.


    Gründe: Deine Server laufen vermutlich rund um die Uhr.

    Du willst die Anlage scheinbar selbst aufbauen.

    Du hast die nötige USV gleich dabei. (Eine extra USV kostet ja auch Einiges u. braucht relativ oft neue Akkus)

    Im Sommer wird eine Poolpumpe betrieben.


    Als erstes sollte Dein Speicher so groß sein, daß der Strom für die Nacht reicht.

    Dann muß natürlich die PV in der Lage sein den Speicher am Tag zu laden.

    Die Module (wenigstens ein Teil) sollten daher für die Wintersonne ausgerichtet sein.

    Die erwähnte Garage mit belegen, falls möglich auch an der Wand wegen Wintersonne.

    Jedes kwp mehr ist gut.

    Eine Inselanlage kannst Du vollständig selbst aufbauen u. sparst die Kosten für den Solarteur u. evtl. Zählerwechsel.

    Die Netzanlage muß zwingend von einem zertifizierten Solateur abgenommen werden.

    Wenn es hauptsächlich um die Server geht würde ich die Anlage mit 24Volt aufbauen = geringere Verluste, evtl. auch günstigere Batt.Kosten. Eine Poolpumpe im Sommer zu betreiben ist problemlos möglich.

    Zumindest im Sommer kann man auch noch Strom für den Haushalt abzweigen.


    Je nach Ausrichtung u. Anzahl der Module brauchst Du natürlich mehrere Laderegler.

    1 Wechselrichter genügt. Als Kombigerät wäre der PIP i.O.+ zusätzliche Laderegler.

    Durch Deine Gegebenheiten u. Verbraucher ist die Wirtschaftlichkeit einer Inselanlage jedenfalls besser als sonst üblich.

    Die Überschußeinspeisung bei der Netzanlage fällt wegen Gegebenheiten gering aus. Trotzdem entgeht Dir Geld.

    Wie man das aufwiegt gegen die Bürokratie muß man selbst entscheiden.


    Die Meinungen wann eine Inselanlage als nicht Meldepflichtig gilt gehen hier im Forum sehr auseinander.

    Einige sagen es darf keinerlei Netzverbindung bestehen. Auch keine zum Umschalten per Hand.

    Andere, die Umschaltung von PV auf Netz die vom Wechselrichter automatisch erfolgt ist akzeptiert.

    Ich habe übrigen letzteres. Das wurde vom EVU anfangs bemängelt, seit 6 Jahre aber akzeptiert.


    Falls der Strom in einer langen Winternacht nicht reicht, wäre Umschaltung daher möglich.

    Akkuladen aus dem Netz ist aber verboten, sonst gibt's Probleme mit EEG-Umlage, auch bei perfekter Insel.

    ;)


    Überschlage Deine Kosten nochmal (incl. Einsparung für USV u. Solarteur).


    Gruss Schraubermeistro

    13 kwp gesamt, ost, süd, west, nord, auch süd senkrecht, Akkus 24V ca. 1000Ah. Solarthermie mit 20m³ Speicher + WW WP. Kleine LW WP. Steuerung mit UVR16x2.

  • Als erstes sollte Dein Speicher so groß sein, daß der Strom für die Nacht reicht

    Nein, wenn das Ding auch als USV arbeiten soll, muss der Speicher den Nachtbedarf decken UND dann noch Energie für seine USV-Tätigkeit haben, da diese Energie NICHT für den normalen Hausgebrauch verwendet werden darf.

  • auch bei hohem Verbrauch wird die aus dem Speicher entnommene kWh mehr kosten als eine aus dem Netz bezogene.

    Mögliche Eigenleistung wird wahrscheinlich auch eher bei der PV Anlage anfallen, und nicht beim Speicher.


    Somit beides Argumente die nicht für den Speicher sprechen, bzw. die für Wirtschaftlichkeit des Speichers nicht bewirken können.

  • Hallo jodl

    Mögliche Eigenleistung wird wahrscheinlich auch eher bei der PV Anlage anfallen, und nicht beim Speicher.

    Wenn ich von meinem Eigenbau ausgehe, dann gilt das für beides.


    Bei der Einspeiseanlage brauche ich immer einen vom EVU zugelassenen Elektriker u. der kostet nun mal was.

    Je nach vorhandenem Zähler, evtl. nötigem Tausch u. dem Zustand des Zählerschranks können noch weitere Kosten dazu kommen.


    Bei einer Inselanlage kann ich Alles im Eigenbau realisieren.

    Haxley hat dann ja auch noch die USV eingespart. (Anschaffung, Akkuerneuerung, Stromkosten)


    Allein deshalb ist seine Kostenrechnung nicht mit anderen Insulanern vergleichbar.



    Hallo Passra

    Nein, wenn das Ding auch als USV arbeiten soll, muss der Speicher den Nachtbedarf decken UND dann noch Energie für seine USV-Tätigkeit haben, da diese Energie NICHT für den normalen Hausgebrauch verwendet werden darf.

    Gehe mal von meiner Anlage aus, habe aber Bleiakkus.

    Wenn da die Nacht rum ist, haben die Akkus nie unter 24,2Volt, auch im Winter nicht.

    Da wäre noch genug Reserve für ein paar Stunden Stromausfall. Da ist aber die Sonne schon da!


    Die Stromausfälle, die ich aus der Arbeit kenne lagen meist bei nur wenigen Sekunden.

    Ohne USV, bzw. ohne Inselanlage Absturz der Server.

    Aber, der "Stromausfall" ist für eine Inselanlage täglich nächtlich Brot.

    Haxley gibt einen Nachtverbrauch von 300W an. Da ununterbrochen, also 0,3kwh.

    Soweit ich ihn verstanden habe kommt da nichts mehr dazu für normalen Hausgebrauch.

    Wenn doch braucht er eben einen entsprechend grösseren Akku.


    Mein Satz: "Als erstes sollte Dein Speicher so groß sein, daß der Strom für die Nacht reicht." ist daher richtig.


    Wenn der Stromausfall am Tag kommt interessiert ihn das sowieso nicht, weil Inselanlage u. PV.

    Im Extremfall muß der Hausgebrauch zu Gunsten der USV-Tätigkeit beendet werden. Auch kein Problem das zu machen.


    Gruss Schraubermeistro

    13 kwp gesamt, ost, süd, west, nord, auch süd senkrecht, Akkus 24V ca. 1000Ah. Solarthermie mit 20m³ Speicher + WW WP. Kleine LW WP. Steuerung mit UVR16x2.

  • Hallo Haxley,

    lasse Dich bloß nicht von einigen Nerds hier im Block ins Boxhorn jagen und bleibe bitte dabei, Deinen gesunden Menschenverstand zu gebrauchen!

    Dein Ansatz ist absolut richtig, wenn auch im Detail wohl noch ein wenig holprig.

    Ganz sicher ist jede von Dir selbst erzeugte und auch selbst verbrauchte Kilowattstunde genau so viel wert, wie eine zum Bruttopreis vom Energieversorger bezogene. Und das sind rund 30Cent/kWh, Tendenz jährlich steigend und das um deutlich mehr, als nur die allgemeine Inflationsrate, wie hier jemand behauptet hat. Das ist eine ganz andere Größenordnung als die Dir als "Segnung" des EEG zugebilligte Einspeisevergütung oder ein ominöser "Marktpreis" oder gar "Börsenpreis" oder eben auch überhaupt nichts.

    Deine Lösung ist, soweit ich das von hier einschätzen kann, die nicht netzgebundene Inselanlage als Freifeldanlage mit einer am Verbrauchsverhalten ausgerichteten, nicht zu groß bemessenen, Speicherkapazität.

    Das passt hier aber einigen nicht, weil Du ja dann Deine benötigten 7.000 kWh nicht mehr vom EVU beziehst, sondern nur noch einen mehr oder weniger großen Rest, es sei denn, Du machst Dich in einem weiteren Schritt völlig autark. Um Dich nun wieder auf Linie zu bringen, wirst Du zunächst noch sehr wohlwollend missioniert, weil das nicht hilft, für dumm und unwissend erklärt mit dem Hinweis, wo Du Dich fortbilden sollst und schließlich ganz übel beschimpft. Das ist immer das gleiche Spiel und es sind auch fast immer die gleichen Akteure.

    Einige sehr wertvolle Hinweise hat hier Schraubermeistro gegeben. Über den von ihm genannten technischen Aufbau könnte man sicherlich noch diskutieren. Hierzu nur mal eine Anregung: Warum nimmst Du als DC/AC- Wandler nicht gleich eine geeignete USV, die Du für Deine Server ja ohnehin gerne hättest, und verzichtest ganz auf einen konventionellen Solarwechselrichter?

    Die USV hätte auch den Vorteil, dass sie im Zusammenwirken mit den Servern von Hause aus bereits die erforderliche Versorgungssicherheit bereitstellt, dafür ist sie ja gemacht und, ganz wichtig, sie trennt die Photovoltaikanlage absolut zuverlässig vom Netz. Diese Netztrennung dürfte auch Voraussetzung dafür sein, dass Du niemandem etwas zu melden hast und von niemandem irgendwelche Erlaubnissen für den Betrieb Deiner Anlage benötigst. Letzteres ist seit Jahren umstritten, Schraubermeistro hat es aber wohl erfolgreich praktiziert.


    Die USV bestimmt dann aber auch die Auslegung des Batteriepufferspeichers und der Batterielader. Zu den Batterien noch eine Anmerkung: Eine 12V Starterbatterie mit einer Kapazität von beispielweise 100Ah, entsprechend 1,2kWh kostet im Onlinehandel beispielsweise 86,00€. Das sind rund 72,00€/kWh. Das mag ein besonders günstiger Preis sein, vielleicht nicht repräsentativ. Aber bitte mal mit den "Freudenhauspreisen" so mancher Anbieter vergleichen!. Die Batterie ist top in Ordnung. Ich habe neuerdings mehrere davon im Einsatz.

    Also Haxley, nicht weiter hin und her reißen lassen, sondern loslegen!

    Die Devise heißt ganz klar: Weg mit der Solaranlage vom Netz und die "Segnungen" des EEG nicht in Anspruch nehmen. Und auf Fördermittel und den ganzen anderen bürokratischen Quatsch kannst Du gut und gerne verzichten.

    Gruß Keck

  • Ich hab die letzen beiden Post nur überflogen. Aufgefallen ist mir dabei:


    - Bei mir gibt es auch ganze Tage ohne Sonne. Im Winter auch schon mal zwei Wochen lang. Und die Nächte sind da auch entsprechend kürzer. Den Speicher möchte ich mal sehen. Vor allem die Kosten.

    - Meine PV-Anlage hat Geld gekostet. Richtig wäre also: 0,30ct/kWh ./. Gestellungskosten der PV und Batterie und Eigenleistung


    Aber ihr könnt gern so weiter machen.