Schwieriges Flachdach? (Österreich)

  • Liebe Community,


    wir überlegen, ob eine Solar/PV/Hybrid Anlage für uns in Frage kommt (im Sinne von realistisch und irgendwann amortisierend) und würden uns über euer Feedback/Expertise freuen! Ich hab mich schon ein bisschen eingelesen, aber bin noch nicht sicher wie sinnvoll es überhaupt wäre:


    Eckpunkte:

    • Doppelhaus im Hof eines Mehrparteienhauses in Wien

    • Baujahr 2017, Stromverbrauch ~1.300kWh/a, Gas ~8.200kWh/a, aktuell zu zweit, viell. bald drei

    • Brennwertgerät mit Speicher (CGS 20/160), Fußbodenheizung

    • Flachdach Gemeinschaftseigentum, Problem? Dachmiete oder Eigentümerbeschluss (wie z.B. bei Klimagerät schon vorbeugend passiert)?

    • Nutzbare Flachdachfläche ca. 4,5*4m und 4,5*3m da Flachdach durch Dachfenster, Notkamin und Blitzableiter unterbrochen. Ggf. Notkamin entfernen, da in Wien eigentlich AFAIK nicht mehr verpflichtend? Mit Doppelhausnachbar natürlich doppelt so viel, aber dann die Umstände einer Gemeinschaftsanlage?

    • immerhin keine Verschattung und südseitig, ca. -5° Azimut

    • Ost/West vs. Südausrichtung?

    Kein Technikraum, kein direkter Keller (ggf. Gemeinschaftsgarage, aber leicht öffentlich zugänglich): Wohin mit dem Wechselrichter? Lautstärke von einem z.B. SolarEdge 3680H (aus einem Angebot, s.u.) wäre nur < 25dB, im Wohnraum?

    • Tarifförderung (20207.67c für über 5kWp) wird es 2021 viell. nicht mehr geben und >5kWp sich viell. ohnehin nicht ausgehen aber bei angenommenem 30% Eigenverbrauchsanteil und dann nur 4c Einspeisetarif wird's mit der Amortisation langwierig (20J?)

    • Hybridmodule (Solar + PV in einem) scheinen mir zu komplex und teuer und bräuchte wie Solar auch ein neues Brennwertgerät mit extra Wasserspeicher...

    • ein PV 0815 Sorglos-Angebot mit Allem inkl. Fördereinreichung etc., ohne noch die individuellen Gegebenheiten zu kennen lag bei EUR 8650,- für 5.1kWp mit 15x340Wp Trinasolar SolarEdge (Förderung von 250€/kWp schon abgezogen!) Ziemlich teuer oder? Und SE bringts aber auf unserer Dachseite nicht denke ich, da keine Verschattung.

    • ggf. Verrohrung für nicht benötigtes Klimagerät nutzbar?

    • leider besitze ich kein elektrotechnisches Vorwissen, d.h. könnte außer grobes wohl nichts in Eigenleistung machen...


    Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir zumindest bei ein paar Punkten weiterhelfen könntet! :)

    Danke!

    LG

  • Servus,


    Vorweg benötigst du die Hausverwaltung, welche dieses Thema bei einer Sitzung bespricht bzw. das Projekt vorstellt, dann eine einfache Mehrheit und den Eigentümerbeschluss.

    Vermutlich wird die Hausverwaltung dieses Projekt über eine Firma ihres vertrauen abwickeln, meistens üblich, oder sie schreiben es aus und holen mehrere Angebote ein und entscheiden sich für den Bestbieter, eher selten;)

    Erfahrungsgemäß hat man als einzelne Partei keinen bis wenig Einfluss bei solchen Vorhaben.


    Beste Grüße,

    Bergsonne

  • Würde eine Hausverwaltung das übernehmen, obwohl die Anlage nur für eine Wohnung wäre? (Gemeinschaftsanlage ist zu bürokratisch und technisch zu umständlich denke ich.)

  • Servus,

    Das Dach ist gemeinschaftliches Eigentum, wenn du für dich eine Anlage betreiben willst, dann benötigst du trotzdem einen Eigentümerbeschluss, welcher dir bestätigt, dass du für dich eine PV-Anlage errichten und betreiben darfst.


    Du musst mit der Hausverwaltung kontakt aufnehmen und das Vorgehen besprechen.


    Das Ganze ist aber hier Off Topic, kläre mal die Grundlagen und Voraussetzungen und wenn du Alles beisammen hast, dann frage hier nochmal nach.


    Beste Grüße,

    Bergsonne

  • Ja, Eigentümerbeschluss ist klar, es sind sehr wenige Eigentümer (4 weitere), daher erwarte ich da kein Problem.
    Umgekehrt möchte ich aber nicht extra eine Eigentümerversammlung mit Hausverwaltung einberufen (lassen), wenn die Rahmenbedingungen (siehe andere Punkte oben) ohnehin unrealistisch wären.
    Oder siehst du die anderen Punkte als lösbar?
    Danke!

  • Servus,


    Wenn ihr nur zu fünft seid, dann ist das natürlich ein wesentlicher Vorteil.


    Du benötigst immer die Hausverwaltung für das gemeinsame Eigentum und deren Vorgaben. Ihr fünf und die Hausverwaltung müsst dieses Projekt gemeinsam besprechen. Danach ist man immer gescheiter, vielleicht gibt des aufgrund des Bebauungsplans oder diverser Einreichpläne sogar Einschränkungen bzgl. Photovoltaik oder ähnliches.


    Beste Grüße,

    Bergsonne

  • Ja, das sorglos ist zu teuer. Das nimmt dir nur die Sorge Platz auf dem Konto machen zu müssen damit der Gewinn noch draufpasst.