Inselanlage bei 22MW Stromverbrauch/Jahr

  • ...puh, das ist ne Menge Wärme, die ihr da braucht in der Hütte.

    Deine Werte aus dem Sommer zeigen eigentlich, da ja die WP das WW macht, das Ihr einen "Grundbedarf" von 610-650kWh pro Monat habt.

    Der Rest ist fürs heizen. ;(


    Wenn Du nicht in Wärmedämmung investieren willst und die Heizung elektrisch und nicht über Wäremtauscher im Fussboden läuft, kommt eine zweite WP nicht in Frage.


    Du brauchst also nicht 8,8kWp, sondern eher 88kWp, damit sich das im Winter lohnt.

    Statt Wärmedämmung in eine Freifeldanlage investieren...dann kann es wenigstens kommerziell zu einem Ausgleich der "Ströme" kommen. :roll:

  • ...puh, das ist ne Menge Wärme, die ihr da braucht in der Hütte.

    Deine Werte aus dem Sommer zeigen eigentlich, da ja die WP das WW macht, das Ihr einen "Grundbedarf" von 610-650kWh pro Monat habt.

    Der Rest ist fürs heizen. ;(

    Ja das sehe ich genauso. Nach meinem Energiemeter benötigt die Wärmepumpe für das Warmbrauchwasser 3,2kWh am Tag, macht im Monat 96kWh.


    1. Findest du es viel die knapp restlichen 500kWh für einen 6 Personenhaushalt? (2 davon Renter)

    2. Wäre es sinnvoll die Kosten für einen neuen Stromzählerkasten zu investieren damit ich einspeisen kann?


    Ich kann das aktuell überhaupt nicht greifen

  • ...ich finde das jetzt nicht zu viel. Wir haben aktuell etwa das Gleiche im EFH mit 4 Personen.

    Allerding, denke ich, liegt das bei uns an Corona und Homeoffice/Schooling...Werte vor Corona habe ich keine, die PV mit dem EVU-Kit wurde erst im April gebaut ;), aber ich vermute, basierend auf dem Grundstrom "Nachts" von ca, 240W, dass "normal" etwa die Hälfte für uns wären.

    Wir haben ein paar Gizmos fürs I-Net, Heimnetz usw...da kommen leicht 160W dauerhaft zustande (sagt die USV).


    Kannst Du denn die 8.8kWp Anlage ohne Netzintegration überhaupt errichten und betreiben?

    Den Zähler bekommst Du sowieso und ist kein Platz im vorhandenen Kasten, muss der erweitert/getauscht werden.


    Wie gesagt, ich finde für Deinen Fall die 8.8kWp unterdimensioniert. Du brauchst den Strom im Winter...da muss der Faktor 10 her damit das Spass macht. My 2 cents. Aber natürlich kannst Du auch 8.8kWp bauen, nur Deine Gesamtbilanz wird nur geringfügig entlastet.

  • Oh ja, wir haben einen Verbrauch von etwa 9 MWh pro Jahr und dabei einen 30 kWp Anlage auf dem Dach.

    Ost/West und etwas Süd.

    Aber im Kernwinter reicht das nicht. Obwohl wir die Wärme in erste Linie mit dem Ölbrenner machen.

  • Ich würde nicht bei popligen 8,8kwp rumeiern. Schon gar nicht bei dem Verbrauch. Wenn mehr Module verbaust, sinkt der Preis pro kwp, da WR, Kabels, Überspannungsschutz usw. da quasi Fixkosten sind.

    Warmwasser könnte ein größerer Schichtspeicher sinnvoll sein, jener nur Tagsüber per WP über PV Strom geladen wird. 300L (Gesamtvolumen?) sind nicht gerade viel für 6 Personen. So entfallen im Sommer schon mal die >100kwh.

    Würde da auch keine Insel machen, sondern große PV Netzparallel und Rest einspeisen, was die PV und einen Teil des Verbrauchs deckt.


    Hier kriegst z.B. Ja Solar 345W Module aktuell für 104€ Brutto das Stück.

    https://www.new-energy-light-s…le_kommissioniert_B2C.pdf

    Davon pro Dachseite zumindest 1 String a 21 Stück, ergibt schon mal 14,5kwp und da ist bestimmt noch mehr Platz.


    Stromzählerkasten wird quasi von der PV mit bezahlt und man hat dann endlich eine aktuelle Installation. Irgendwann sollte jene sowie erneuert werden. Müsste man wissen, wie groß das Dach ist und welche Installation vorhanden ist. Dachmaße und Fotos von allem? Dann können dir die Leute mehr sagen.

  • OK dann bin ich ja wirklich beruhigt, dass mein Grundbefarf in den Sommermonaten sich kaum von der normalen Welt unterscheidet ;-).

    So zu deiner Frage, warum ich die Fußbodenheizungen nicht an die Wärmetauscher anschließe... Das Haus hat nur Wasserleitungen für die Waschbecken, Dusche... Die ganze Heizung geht seit Jahrzehnten über die 2,5mm² Kupferkabel in der Wand, da wurde dann unter Fliesen die elektrische Fußbodenheizung gelegt. Deswegen gibt es auch keinen Gasanschluss, Öl... ALLES MIT STROM ;-) Einerseits finde ich es gut, da nie irgendwelche Wartungskosten kommen. Die Elektroheizungen werden mich wahrscheinlich noch überleben. Aber ich muss eben die elektrische Energie bereitstellen. Und da hilft mir eben nur PV bevor ich das ganze Haus zerlege um in jedes Zimmer Wasserleitungen zu legen.


    So zu deiner anderen Frage, die 8,8kWp habe ich mal angenommen. Klar könnte ich mehr PV auf das Dach machen. Ich schätze so knapp 14kWp würden drauf passen. Aber: Dann verpufft im Sommer so viel Energie, und im Winter ist es immer noch viel zu wenig und ich puffer mir den Sommer voll, Frühjahr und Herbst bisschen weg.


    Von daher muss ich mir noch die Frage stellen:

    1. Einspeisen und teilweise selbst nutzen? wollte ich eigentlich nicht - Stromkasten MUSS neu gemacht werden + abgenommen werden. PV wird viel teurer und ich muss mir einen Speicher teuer kaufen

    2. Die Insel-PV so groß machen, dass ich im Winter besser Energie nutzen kann und den Sommer "gratis" durch komme

    3. Die Insel-PV so 9kWp groß machen, ist immer Sommer schon zu viel Energie was verpufft, im Winter reicht es trotzdem nicht, egal wie klein oder groß der Speicher ist.


    Mit dem WR den ich ausgesucht habe, kann ich die Insel komplett betreiben und sollte PV oder Batterie überlastet sein, schaltet der WR einfach Netzstrom durch.

    Somit reduziere ich einfach nur den Verbrauch, ich behalte meinen Tarif und verlagere im Winter die Fußbodenheizung auf PV Strom.

  • Ich würde nicht bei popligen 8,8kwp rumeiern.

    Warmwasser könnte ein größerer Schichtspeicher sinnvoll sein, jener nur Tagsüber per WP über PV Strom geladen wird. 300L (Gesamtvolumen?) sind nicht gerade viel für 6 Personen. So entfallen im Sommer schon mal die >100kwh.

    Würde da auch keine Insel machen, sondern große PV Netzparallel und Rest einspeisen, was die PV und einen Teil des Verbrauchs deckt.


    Stromzählerkasten wird quasi von der PV mit bezahlt und man hat dann endlich eine aktuelle Installation. Irgendwann sollte jene sowie erneuert werden. Müsste man wissen, wie groß das Dach ist und welche Installation vorhanden ist. Dachmaße und Fotos von allem? Dann können dir die Leute mehr sagen.

    Servus J0hn,


    Danke der Info. Deswegen bin ich ja momentan so hin und hergerissen. Mehr als 8,8kWp aufm Dach OK, kann ich machen, aber dann nur wenn ich einspeise was du ja schon schreibst. Der Stromkasten ist knapp 40 Jahre alt, die Kosten kommen dann auf mich zu.

    Der 300 L Boiler ist von der Menge her ausreichend und ja, das ist geplant die Wärmepumpe direkt über PV anzusteuern (also nicht die Heizpatrone)


    Hier Bilder von den Dächern:

    Alles geplant mit 370W Modulen:

    Ost:

    52° Dach:

    Oben rechts: 3

    Oben mitte: 3

    Oben links: 3

    47° Dach:

    3-6 Module (untere Reihe öfter verschattet, gerade im Winter)


    Süd:

    38° Quergiebel

    Hinterer: 2 (besser wäre 1 da wenn Sonne tief steht verschattet wird)

    Mittlerer: 2 (besser wäre 1 da wenn Sonne tief steht verschattet wird)

    Südlich: 3


    West:

    52° Dach:

    Oben links: 6

    Oben mitte: vielleicht 3 (wird oft verschattet wenn nicht Hochsommer ist)

    Oben rechts: 3-6 (wobei 3 ständig in der Sonne wären bis 18°, 3 durch Nebenhaus verschattet wären

    14° Dach:

    3 Module


    Wären also maximal: 40 Module möglich. Wild und kreuz und quer verteilt.

    So nun hoffe ich noch auf ein paar Ratschläge bevor ich einen Kauf starte ;-)

    Ist das ausreichend soweit um dies besser bewerten zu können?



  • OMG! Das Dach ist der Satan!

    Dachmaße währen sehr von Vorteil, dann kann man puzzeln.


    Den link von mir hast dir angeschaut? Da gibts die Module in günstig anstatt 150€ das Stück. Bzw. ich würde preiswertere nehmen und dafür mehr.

    Je nach Dachmaßen lässt sich da dann mehr Leistung fürs Geld unterbringen. Auf dem Ostdach scheint 1m überm Fenster Platz zu sein. Direkt oben z.B. eine 6er Reihe 2m Module quer + links gute 3 da Süden mitte 1 bis 2 und rechts ebenso 1 bis 2. usw.


    Und wie gesagt Netzparallel und die PV soviel decken lassen wie nur geht. Möglichst lange Strings, damit das Schattenmanagement gut greifen kann.

  • OMG! Das Dach ist der Satan!

    da sagst du was. Ist mir bewusst. Von den Anschauungen hast Recht. Ist 1,1m über den beiden Quergiebeln.


    Da geht die Linie durch.

    Abmessungen kann ich geben, ich hab alles genau ausgemessen und schon heftig gepuzzelt.

    Deswegen habe ich bei meiner aktuellen oder WR bis 145Voc nur 3er Strings vorgesehen.


    So momentan sieht es ja doch eher dann nach Einspeisung aus. Da habe ich gehört der Staat wird weiter Riegel davor schieben um die Eigennutzung zu verringern (jedenfalls bei Firmen jetzt so die extra E Autos gekauft haben und nun teuer zukaufen müssen Anlagen>100kWp)


    Und da will ich eben nicht dazugehören bei dem Chaos.

    Wegen Statik benötige ich ja sowieso einen Experten, wegen neuem Stromzähler auch, also 2 Richtung Zähler. Bei der Menge wo du empfiehlst bin ich dann locker bei 15000€ schätze ich?

    Und mit selber machen wird das dann auch nichts. Ich wollte auch nicht mehr als 200VDC auf dem Dach -selbst anschließen. Das ist selbst mir zu heiß.

  • So momentan sieht es ja doch eher dann nach Einspeisung aus. Da habe ich gehört der Staat wird weiter Riegel davor schieben um die Eigennutzung zu verringern (jedenfalls bei Firmen jetzt so die extra E Autos gekauft haben und nun teuer zukaufen müssen Anlagen>100kWp)


    Und da will ich eben nicht dazugehören bei dem Chaos.


    das wird sich auch mit der Zeit verschärfen, heute ist die Grenze bei 100kWp morgen bei 50 und übermorgen bei 10.


    Die werden alles dafür tun die Menschen weiter abzuzocken


    Dein Dach ist ungünstig, das wird aufwendig.