MPP Tracker vs Leistungsoptimierer

  • Hallo Werte Gemeinde,


    wir sind gerade dabei eine Photovoltaik-Anlage zu planen - und vollkommene Anfänger.

    Vielleicht erstmal ein paar Voraussetzungen der Anlage:

    1) Hausdach hat West-Ost Ausrichtung

    2) Garagendach mit Südausrichtung

    3) Wir besitzen eine Wärmepumpe für Heizung und Brauchwasser mit eigenem HT/NT Stromzähler. Die WP ist nicht Smart-Grid-fähig.

    4) Stromverbrauch Haushalt ist ca 4000kWh pa. Stromverbrauch WP ist ca 2800kWh pa.

    5) Ein Solateuer hat mir ausgerechnet, dass ich bei vollständiger Belegung von Haus und Garage bei ca 28kWp landen würde (ist leider nicht im Budget drinnen). Ich denke wir werden uns auf die EEG-konformen 9,9x kWp einschränken zusammen mit einem Batteriespeicher bis zu 10kWh.


    Mittlerweile hatten wir schon mehrere Solateure zu Besuch bzw sind im Austausch mit diesen. Ein Punkt der mir dabei nicht ganz klar ist wollte ich hier klären

    1) Wir haben 2 Angebote die Senec Hybrid Duo V3 anbieten. Wenn ich wg Verschattung frage, kommt folgende Aussage: der Wechselrichter von Senec bietet (Zitat aus dem Senec Prospekt): "Darüber hinaus ist er dank drei unabhängiger MPP-Tracker besonders wirtschaftlich bei einer Ost-West-Ausrichtung der PV-Anlage oder bei einer teilweisen Verschattung der Solarmodule."

    2) 2 andere Angebote beinhalten von Anfang an sog. Leistungsoptimierer (je Modul einen) - diese beide Angeboten beinhalteten beide Wechselrichter von SolarEdge.


    Zu meinen Fragen

    1) Was ein Leistungsoptimierere je Modul macht habe ich grob verstanden. Es wird die Leistung je Modul optmimiert, so dass jedes Modul sein aktuelles Maximum (Schatten, Dreck auf dem Glas, Alterung, Unterschiede aus der Produktion) liefert und damit die Anlage Ihr Maximum liefert. Liege ich da richtig?

    2) Was macht ein MPP Tracker - selbst wenn er auf "Verschattung" optimiert wäre- bei Schatten oder Dreck? Ich habe die Vermutung der MPP Tracker kann nur einen kompletten String steuern? Kann ein MPP Tracker ähnlich gute Ergebnisse erwirtschaften, wenn klar ist, dass einzelne Module im String immer wieder mal im Schatten liegen können?

    3) Oder behandeln MPP Tracker und Leistungsoptimierer komplett unterschiedliche Probleme?


    Danke für Eure Hilfe

    Markus

  • Kommt selten vor, aber höre auf deinen Anbieter, der Dir zu 28KWp rät.

    Den Speicher natürlich weg lassen, er spart nix!


    Es gilt IMMER, auch bei Dir, erst Dach voll machen und wenn dann noch Geld für Hobby da ist, dann kann man damit sauteure Speicher bezahlen, in Urlaub fahren oder 4-stellig an Greenpeace spenden.


    Dein Plan ist großer Mist.


    Gerade mit WP drin und auch grundsätzlich hilft nur Masse, also groß bauen.

    Jedes Modul erzeugt Strom und bezahlt sich damit selbst.

    Ein Speicher produziert nix, hat Verluste, ist teuer und auf 20 Jahre ein reines Draufzahlgeschäft für dich.


    Bitte dringend die FAQ lesen.


    Und übrigens … es gibt keine EEG konformen 9,99KWp.

    Das ist Blödsinn, um es noch freundlich auszudrücken.


    Zu den Fragen, erst mal Dach voll planen und dann wird WR gesucht.

    Stand jetzt brauchst Du kein SE, welches ebenfalls Geld kostet und kaputt gehen kann.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Da war "seppelpeter" schneller!

    Volle Zustimmung, lass den teuren, verlustbehafteten und bei Ladefehlern schnell defekt gehenden Speicher weg. Du sparst dir viel Ärger und Geld! Für den "Speicher" und das "Drumherum" machst du besser etliche Module mehr auf´s Dach!


    Zum MPPT-Tracker: Wenn der WR das schon hat sollte es genügen.

    Zum Leistungsoptimierer: Dreck ist immer recht gleichmäßig auf den Modulen verteilt, Pollen (Rapsblüte) auch. Da ist "mal putzen" oder auf den nächsten Regen warten einfacher.

    Persönlich halte ich nichts von überflüssiger Elektronik, die im Falle von "defekt" eher das Gegenteil bewirkt und wochen ..... monatelang unbememerkt die Ausbeute schmälert.

    Claus

  • die EEG-konformen 9,9x kWp

    Was soll denn das sein? 28 kWp sind genauso EEG-konform. Da kommt endlich mal ein vernünftiger Solarteur, dann dann macht der Kunde den Fehler, den sonst die S machen...


    Ihr wärt schön blöd, wenn ihr euer Kapital in einen Energie und Geld vernichtenden Speicher stecken würdet, statt in soviel Module wie möglich. Eure WP braucht das.


    Zur Technik: Ich gehe davon aus, dass alle drei Flächen groß genug für einen eigenen Strang sind, also brauchst du keine Optimierer und SE. Bei 28 kWp geht es Richtung Huawei KTL 33, der hat vier Tracker. Alles kein Problem. Stell mal dein Dach genauer mit Maßen und Bildern vor.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • 5) Ein Solateuer hat mir ausgerechnet, dass ich bei vollständiger Belegung von Haus und Garage bei ca 28kWp landen würde (ist leider nicht im Budget drinnen). Ich denke wir werden uns auf die EEG-konformen 9,9x kWp einschränken zusammen mit einem Batteriespeicher bis zu 10kWh.

    Hi Markus,


    anstatt 28 kWp zu bauen nur 9,9 und eine Speicher ist der beste Weg zur sinnlosen Geldvernichtung.

    Lass' Dich nicht von den Speicherverkäufern einwickeln . . .


    SolarEdge brauchst Du nur in besonderen Situationen, normalerweise spielen die ihren geringen Vorteil der Optimierung auf Modulebene nicht wieder ein, denn SE kostet einen satten Aufpreis.

  • Um mal noch auf die konkrete Frage einzugehen:

    Der MPP Tracker sucht den optimalen Arbeitspunkt des angeschlossenen Strings. Die in Reihe geschalteten Module haben eine Spannungs/Strom Kennlinie - bei Spannung U fliesst Strom I. Die ist nicht konstant, sondern je nach Einstrahlung, Temperatur, Verschattung, ... unterschiedlich. Der MPP Tracker sucht jeweils den optimalen Arbeitspunkt des Strings, sodass das Produkt aus Spannung und Stromstaerke (Leistung) am groessen ist.


    "Optimierer" sind DC-DC Wandler, die jedes Modul einzeln im optimalen Arbeitspunkt betreiben. Der WR bekommt konstante Spannung und muss kein MPPT mehr durchfuehren.


    Aber es kostet halt auch was - neben Geld technische Komplexitaet und damit Fehleranfaelligkeit.


    Obwohl es oft "Optimierer" genannt wird, finde ich die DC-DC Wandler vor allem dann sinnvoll, wenn man viele unterschiedliche Flaechen/Ausrichtungen hat, sodass Teile der Anlage zu kurz fuer einen eigenen String waeren.


    Mismatches durch Unterschiede in der Fertigung halte ich fuer vernachlaessigbar. Auch Flaechen mit geringen Abweichungen in der Neigung gemeinsam in einem String zu verschalten ist nicht wirklich problematisch.


    Was Schatten betrifft hat jeder ordentliche WR heute Schattenmanagement. Das erweitert den MPPT einfach nur auf den gesamten Arbeitsbereich und sucht nach dem globalen Maximum statt nur nach dem lokalen. Die Angst, ein verschattetes Modul ziehe den ganzen String hinunter, ist lange obsolet.



    Zu der Frage der Belegung stimme ich meinen Vorrednern natuerlich zu. Lass den Quatsch mit dem Speicher und mach das Dach voll.

  • Die Angst, ein verschattetes Modul ziehe den ganzen String hinunter, ist lange obsolet.

    Besser ist Schatten vermeiden!

    Meine "alte" Insel mit 800 und 1000Wp, letztere hat (sonnenstands- und jahreszeitabhängig Schatten auf einem bis 3 von 10 Moduln) einen deutlichen Leistungsverlust! Der Laderegler hat kein Schatten-Management. Das ist echt "spürbar"!

    Den Schattenspender säge ich in Bälde ab, ist eine Konifere, die ich schon mal "gestutzt" habe, welche jedoch zu meiner Verärgerung ihre Äste nach oben und nun statt einem Haupttrieb 4 neue Triebe in die Höhe reckt!

    Nein, ganz fällen kommt nicht in Frage, der Schallschutz ist nicht zu verachten!

    Claus

  • Moderne String WR haben alle ein funktionierendes Schattenmanagement.

    Wegen etwas Schatten setzt man heute weder Moduloptimierer (SE) ein und noch weniger sollte man Module weg lassen, die meistens die Sonne sehen.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.