Neuanlage auf EFH, Süddach, Planung ab Beginn

  • Hallo zusammen,


    ich habe mich seit kurzem auch mit dem Thema PV beschäftigt, und bin hier auf dieses Forum gestoßen / habe mich etwas eingelesen.

    Bisher hatte ich noch keinen Kontakt zu Solarteuren, werde mich im Laufe der Woche aber mal mit einem Nachbarn unterhalten, der Anfang des Jahres seine Anlage aufs Dach bekommen hat.


    Grundsätzliche Erkenntnisse, die ich laut dem Lesen hier gewonnen habe sind:

    - möglichst viel aufs Dach, kein Speicher

    - möglichst leistungsstarke Module / was hat die optimale Preis/Leistung hier aktuell?

    - Bei Planungsbeginn jetzt: möglichst schnelle Umsetzung und dann IBN im Januar 2021 (je nach Möglichkeit der Anbieter natürlich)?


    Offene Grundsatzfrage:

    - Die Einspeisevergütung sinkt ja gerade von Monat zu Monat rapide oder? Werden wir bald an irgendeinen Punkt kommen, an dem sich die Einspeisung nicht mehr so sehr rentiert, da die Installationskosten nicht in gleichem Maße sinken?


    Zu meinem Haus:

    - EFH mit Einliegerwohnung im Keller, Dachboden noch unausgebaut, aber vollgedämmt

    - Obergeschoss seit diesem Jahr Klimatisiert mit 4 Innengeräten > Eigennutzung der PV in den Sommermonaten entsprechend attraktiv

    - Aktueller Stromverbrauch ca. 6500kWh

    - Heizung/Warmwasser über Gas-Brennwerttherme, wird aber wahrscheinlich in nächster Zeit auch mal fällig.


    Zum belegbaren Dach:

    - Krüppelwalmdach mit fast perfekter Südausrichtung (etwa 0,4° nach West laut Google Earth)

    - Dachneigung habe ich noch nicht genau gemessen, aber vermutlich zwischen 35 und 40°

    - Absolut keine Verschattung des Daches durch die Umgebung, höchstens durchs Abgasrohr minimal

    - Störkonturen: Abgas der Brennwerttherme, ein Dachfenster, eine Fallrohrbelüftung (evtl. kürzbar?)


    Infos von PVGIS (nach Anleitung benutzt, Neigung 35 oder 40° macht kaum Unterschied):


    Provided inputs:
    Location [Lat/Lon]: 52.502, 10.717
    Horizon: Calculated
    Database used: PVGIS-SARAH
    PV technology: Crystalline silicon
    PV installed [kWp]: 1
    System loss [%]: 10


    Simulation outputs:
    Slope angle [°]: 40
    Azimuth angle [°]: 0
    Yearly PV energy production [kWh]: 997.07
    Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]: 1225.86
    Year-to-year variability [kWh]: 45.41
    Changes in output due to:
    Angle of incidence [%]: -3.04
    Spectral effects [%]: 1.81
    Temperature and low irradiance [%]: -8.44
    Total loss [%]: -18.66



    Ich habe bereits hier erfahren, dass ich evtl. mit dem Programm PVSOL arbeiten sollte, um die Module aufs Dach zu planen.

    Hier werde ich mich mal als nächstes einarbeiten.

    Oder gibt es einfachere Lösungen, da eine Verschattung bei mir keine Rolle spielt?


    Anbei schonmal Fotos des Daches, sowie auch vom Zählerkasten im Keller.

    Das Ziegelrastermaß beträgt Quer 223mm und hoch 395mm.

    Ermittelte Dachmaße sind dementsprechend:

    Unten quer, 70 Ziegel: 15610mm

    Oben quer, letzte volle Ziegelreihe, 50 Ziegel: 11150mm

    Volle Höhe 20 Ziegel: 7900mm

    Höhe Außen am Krüppelwalm, 11 Ziegel: 4345mm


    Das Abgasrohr steht auf Ziegel 4/4 aus der Ecke am First, direkt daneben wird also wahrscheinlich kein Modul mehr passen


    Ansonsten bin ich für jegliche Hinweise und Hilfestellungen eurerseits außerordentlich dankbar.

  • Moin,


    Der Kontakt mit dem Nachbarn ist gut um schnell ein Gefühl für Preis und Qualität zu bekommen.


    Groß bauen, kein Speicher … Du scheinst viele Dächer zu haben.

    Das Norddach vom Haus scheidet wohl aus bei DN35 oder steiler.


    Die Garage sieht noch interessant aus und unten rechts das kleine Satteldach kann man auch mit nutzen und die Module von dort mit in die Strings vom Dach hängen.


    Module bei 60-Zeller/120-halfcut-Zeller mit rund 340Wp annehmen.

    Das ist aktuell guter und bezahlbarer Standard.


    Jetzt bauen und IBN Januar 2021 klingt ebenfalls nach einem guten Plan, aber EEG 2021 im Blick haben:!:


    Den Zeitpunkt, an dem sich Einspeisung nicht mehr lohnt sehe ich noch lange nicht.

    Wo willst Du denn sonst hin mit den Überschüssen?


    Schöne Voraussetzungen für rund 20KWp.


    Süddach dürften um die 4 drauf gehen.

    Noch 3-4 auf das Dach rechts m Bild legen und mit in einen String vom Dach hängen.

    Ein SMA STP15000 sollte hier passen.


    Flachdach würde ich Ost/West und flach bauen und einen separaten kleinen 1-phasigen WR wie z.B. SMA SB3.6 oder SB5.0 dafür nehmen.


    SMA SunnyHomeManager2.0 macht 70-weich über beide WR und zeigt den Hausverbrauch im Logging.


    https://www.photovoltaik-web.d…g-und-einspeisemanagement

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo,


    An Garage und Gartenhaus habe ich auch schon gedacht, aber hier liegen keine Leerrohre, sondern nur normale Erdkabel bis zum Zählerkasten im Keller. (In die Garage leider nur 5x1,5mm², in das Gartenhaus habe ich vor einem Jahr schon 5x6mm² gelegt.)

    Netzwerk liegt an beiden Standorten.


    Nochmal aufbuddeln und mit großen Querschnitten ins Haus gehen ist aktuell keine Option für mich, wenn das anders irgendwie funktioniert über die bestehenden Leitungen könnte man darüber reden.

    Zwischen Garage und Gartenhaus liegt auch noch ein 5x1,5mm² separat, das eigentlich überflüssig ist.

    Evtl. will ich aber auch mal das Dach der Garage irgendwann zu einem Walmdach umbauen, das weiß ich noch nicht.

    Vielleicht ist es wirklich ganz sinnvoll erstmal nur das große Süddach zu erledigen. (Oder doch für die Erhöhung der 70% Grenze noch ein paar Module woanders?)


    Der Rechner bei ibc auf der Homepage gibt mir nur für das Süddach nun zunächst einmal prognostizierte 48 Module bei gut 16kWp aus. Damit wäre ich soweit zufrieden, auch die Investitionssumme ist dann ganz gut zu stemmen denke ich.


    Wo gibt es weitere Infos zum EEG 2021? Sollte ich doch lieber auf November/Dezember peilen? Wird natürlich dann recht hektisch nun.


    Viele Grüße

    Markus

  • ZS laut FAQ ergänzen. 3. raus, dafür Einsatz mit 2 BKE rein für 2 Zähler. Evtl. passt aber u re ein BKE-A drauf.

    Nebengebäude mitnehmen wenn die Sonne haben! Du ärgerst dich sonst. separater WR kann dort dezentral angeschlossen werden. Schlimmstenfalls ist dort ein Verbrauchszähler nötig. EM würde dann im virtuellen Zählpunkt erfolgen. Keine Raketenwissenschaft. Erstmal Module auf alle geeigneten Flächen skizzieren, das geht auch mit Notizpapier.

  • Zum generellen Aufbau hast Du ja die Idden gesehen und dem ist nur noch die große Gaube auf dem Norddach hinzuzufügen. Das ist dann die Kirsche auf der Sahnehaube.


    Hast Du mal an temp. Freileitung zum Gartenhaus und zur Garage nachgedacht? Kabel lang genug lassen, mit Wellrohr schützen und an einem Stahlseil befestigen. Wenn dann mal Zeit und/oder ein Bagger verfügbar wäre das Kabel im Leerrohr dann in die Erde bringen.


    Versuchen würde ich auf alle Fälle, das so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. Wie das nächste EEG aussieht, weiß kein Mensch. Besser wie bisher wirds wohl für uns nicht werden... Ob der Solarteur das aber auch im November/Dezember noch reinbringt? Der wird wohl voll sein...

  • ZS laut FAQ ergänzen. 3. raus, dafür Einsatz mit 2 BKE rein für 2 Zähler. Evtl. passt aber u re ein BKE-A drauf.

    Nebengebäude mitnehmen wenn die Sonne haben! Du ärgerst dich sonst. separater WR kann dort dezentral angeschlossen werden. Schlimmstenfalls ist dort ein Verbrauchszähler nötig. EM würde dann im virtuellen Zählpunkt erfolgen. Keine Raketenwissenschaft. Erstmal Module auf alle geeigneten Flächen skizzieren, das geht auch mit Notizpapier.


    Also der notwendige Zählerumbau ist bisher für mich noch überhaupt nicht verständlich, auch wenn ich ansonsten nicht unbedingt zwei linke Hände bei der Stromverteilung und der Errichtung von zusätzlichen Unterverteilungen habe.

    Dezentraler WR heißt also im Prinzip würde dieser in die Zuleitung zu Garage und/oder Gartenhaus einspeisen, keine zusätzliche Leitung notwendig? Ich denke mal nur bei der Garage mit dem 5x1,5er Kabel wird das viel zu eng oder?

    Kann man sich diesbezüglich auf die Beratung der Solateure verlassen?


    Ich muss nochmal in mich gehen ob das sinnvoll ist, mehr als das Dach zu bauen. Die Flächen liegen auch mind. 1 Geschoss niedriger als das Haus, sind also zumindest gefährdeter für Verschattungen bei tiefstehender Sonne und morgens/abends.


    Auch die Ost/West-Gaube....lohnt sich das bei 1-2 Modulen die da je Seite drauf passen? Macht die Verstringung dann schwierig oder? Ich denke hier höchstens an den 70% Deckel, der ja beim Südseitendach ohne weitere Flächen doch recht knapp ist, oder?

  • Bitte keine unnötigen Vollzitate.

    Ich denke mal nur bei der Garage mit dem 5x1,5er Kabel wird das viel zu eng oder?

    REchnen statt denken. 3*16 A sind ne ganze Menge Strom, ca. 11 kVA. Der Kollege empfahl

    einen separaten kleinen 1-phasigen WR wie z.B. SMA SB3.6 oder SB5.0 dafür nehmen.

    Zumindest der 3,6 kann angeschlossen werden; aber bitte 4polige Sicherung zwecks Verhinderung Neutralleiter-Überlastung.


    Netz

    2RZ

    Anlage mit mehreren teils dezentralen WR

    Verbrauchszähler an jedem Verbrauchszweig (bei dir sind das Haus und Garage).


    Wenn man die Leitungen allpolig sichert könnte man gar über Teilung der Leitung nachdenken, dann wäre halt bei voller Erzeugung so gut wie kein Verbrauch in der Garage möglich - wenn man damit leben kann würde das einen Zähler sparen.

    Nicht legal aber technisch möglich wäre auch das bisschen Verbrauch in der Garage einfach stattfinden zu lasssen. Was ist dort angeschlossen, was wird dort gebraucht?

    Kann man sich diesbezüglich auf die Beratung der Solateure verlassen?

    Sind alle Ärzte gut?

    Verschattungen bei tiefstehender Sonne und morgens/abends.

    marginal => interessiert nicht


    Mehr Ausrichtungen machen mehr Freude, das kann ich dir aus Erfahrung bestätigen.

  • In der Garage habe ich sporadisch schon einen recht hohen Verbrauch. Prinzipiell bin ich daher auch mit der 5x1,5er Leitung nicht ganz glücklich, bisher hat es aber ausgereicht.

    Wird eigentlich eher als Werkstatt genutzt statt als Garage (Schweißgerät 1ph, Bohren, Fräsen, Sägen, Schleifen mit Handgeräten, CEE Steckdose für Kärcher 3ph etc.)


    Kann ich die überflüssige Verbindung Garage > Gartenhaus mit 5x1,5 sinnvoll nutzen um von dort dann in den Keller über die 5x6 zu gehen?

    Dann würde Verbrauch Garage über das bestehende 5x1,5 vom Keller aus direkt versorgt werden, Einspeisung aber separat über das Gartenhaus gehen.

  • (je 5x)

    Haus -> Garage 1,5

    Garage -> Gartenhaus 1,5

    Haus -> Gartenhaus -> 6 ?


    Ja, wenn du im Gartenhaus KEINEN Verbrauch hast wäre es einfach den/die Zusatz-WR übers Gartenhaus zum EZ/EM zu bringen, parallel zum Haus. Bezug Garage läuft über Direktleitung zum Haus.

    Falls Verbrauch im Gartenhaus: Rein technisch kann man die LED unter den Tisch fallen lassen; rechtlich bräuchte es dann einen Verbrauchszähler dort.

  • Leitungen sind so richtig beschrieben, ja.


    Verbrauchszähler wäre dann im Gartenhaus wohl nötig, hier ist auch ab und zu beträchliche Stromabnahme geplant.

    Ich habe aber auch überhaupt noch keinen Durchblick was wie wo gezählt und ermittelt wird, bzw. wie ich dann den Eigenverbrauch der Anlage ausweisen muss. (Wie gesagt stehe noch am Anfang der Informationskette)


    Also wären dann zwei zusätzliche WR fällig? in der Garage wohl etwas größer und im Gartenhaus ganz klein? (Dort sind es nur etwa 4x2m Dachfläche). Oder schicke ich die DC Leistung von der Garage über das 1,5er zum Gartenhaus?