neues 24V Speichersystem für 1,1kwp Anlage mit PIP 3KW MPPT 60A

  • Hallo Forum,

    ich betreibe eine kleine Hobby Anlage, die wie folgt aufgebaut ist:

    4 Module a 275W 30V, welche als 2x2 Verbund, 60V geschaltet sind. Aufständerung Garten, nach Süden ausgerichtet.

    1 Pip 24V 3kw Wechselrichter mit MPPT und Netzumschaltung (Baugleich Effekta, MPP Solar usw.)

    2 x 180Ah C100 AGM HR-Energy (vermutlich nach 1,5 Jahren schon defekt)


    Ladeinstellungen:

    Max 20A

    Bulk 28,8V (seit kurzem 29.2, mehr geht nicht)

    Float 27,2V

    Abschalt 23,5V (im Moment 24V)


    Ich betreibe damit die meisten Stromkreise in meinem Haus, außer denen mit Verbrauchern über 1 kW. Der ständige, geringste Verbrauch liegt bei ca. 45W, der höchste bei unter 2kW. Am Tag benötige ich im Schnitt 3-4 kW. Vor ca. einem Jahr bin ich bei gutem Wetter im Juni/Juli teilweise eine Woche oder länger völlig Autark gewesen, jetzt ist zwischen 20 und 23 Uhr Feierabend.


    Die 2 AGM sind seit ca 1,5 Jahren in Betrieb und scheinen nun kaum noch Kapazität zu haben. Bei ca. 10A Last sinkt die Spannung nach ca. 30 Ah Entnahme schnell auf unter 24V, nach Abschaltung liegt Sie dann bei 24,7V. Am nächsten Tag sind sie dann relativ schnell auf Bulk und Float und nehmen nur noch geringen Strom auf. Evtl. Sulfatierung?

    Mir ist mittlerweile bewußt, dass der Pip mit 29,2V max. Ladespannung und nicht vorhandener Temperaturkompensation nicht gerade Ideal für Bleiakkus ist.


    Mein Plan war, dass diese Akkus 5 Jahre halten sollen, weil ich darauf spekuliert habe, das Lifepo4 im Preis fallen und ich dann umsteige.


    Ich habe Anfang letzten Jahres 450 Euro für die 2 AGM 180Ah bezahlt und mit 90Ah bzw. ca. 2kWh nutzbarer Kapazität gerechnet.

    Ein Händer im Internet bietet für 850 Euro + Versand 8x CATL 120AH an. Mit nem BMS 100A, passives Balancing ab 3,5V/Zelle bin ich bei ca. 1000 Euro.

    Für 1200 Euro bekommt man schon fertige 25,6V 100Ah Systeme.


    Wenn man jetzt die Zyklen und Lebenszeit der Akkus berücksichtigt, dann wäre bei einem Neukauf doch Lifepo4 die besser Wahl, oder?


    Was wäre eurer Meinung nach ein guter Speicher mit einem angemessenen Preis/Leistungsverhältnis? Min. 2kWh nutzbare Kapazität sollten es schon sein.


    Gruß

    Schroedinger

    Anlage1: 1.1kWp - 4 x 275W 2x2 an 24V Offgrid mit Netzumschaltung - 3kWp, 60A MPPT

    Anlage2: 595Wp - 18V module verschiedener Größen an PWM laderegler.

    120Ah 25,6V Lifepo4 an Anlage 1

    180Ah 12,8V Lifepo4 an Anlage 2 über Step-up - 27V max 10A Out- mit Anlage 1 verbunden.

  • Ich favorisiere immer noch PzS (2V Einzelzellen). Wenn es einem egal ist ob Wasser nachgefüllt werden muss, die meiner

    Meinung nach günstigste Möglichkeit. Hohe Ladespannung fährst ja mit dem 24V-System ja eh.


    Das zweitgünstigste sind die Traktionsblöcke ala Trojan bzw. Q-Batteries von denen ich die 8DC-170 versuchsweise

    seit 2.5 Jahren (ca. 700 50% Zyklen drauf) betreibe. Da kann auch Wasser nachgefüllt werden.

    Aktuell sind die 6V/225Ah und die 6V/360Ah recht günstig zu bekommen.


    LiFePO4 sind halt rel. teuer - sollten so 10-15 Jahre durchhalten, wenn nichts außergewöhnliches passiert.

    In so einer langen Zeit kann natürlich viel "außergewöhnliches" passieren.


    Deine AGM fühlen sich mit 29.2 V bestimmt nicht wohl. Die trocknen dann aus.

    Bei niedrigerer Ladespannung werden sie bei 50% nutzbar nicht voll und fangen rel. schnell das "driften" an.

    Dadurch gehen die schnell kaputt. Ich würde nicht mehr als 30% nutzbar verwenden.

    Mit AGM bzw. GEL ist es besser mit 27.6V zu laden. Dafür halt 2Tage mind. D.h. ideal für Wochenendbetrieb.

    Unter der Woche wird dann geladen. So wie bei meiner "Mini"-Insel. Dann halten die auch gut wenn es

    die zyklenfähigen 10-Jahrestypen sind.

    Die 5jährigen USV-Typen sind natürlich nicht sehr haltbar.


    Bei den obengenannten Blei-flüssig-Akkus sieht man das dann über die SD sehr gut, ob die driften oder nicht.

    Wenn PzS am besten welche mit EUW, dann ist die Schichtung kein Thema und die Ladespannungen brauchen nicht

    so hoch bzw. so lang gehalten werden.


    vg Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 6 J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >3J alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe

  • Nur so als Anmerkung

    C100

    Ich denke du hast dich nicht ausreichend damit beschäftigt, was das bedeutet.

    Blei braucht halt mehr Aufmerksamkeit als Li... und AGM sowieso. Wenn du ein neues Hobby suchst, bist du da genau richtig.

  • Hallo Dietmar,

    danke erstmal für deine Antwort.


    PzS 2V Einzelzellen mit EUW habe ich bislang noch nicht zu einem guten Preis gefunden.

    4 Q-Batteries 6V/225Ah + Versand würden mich ca. 600 Euro kosten, das wäre preislich im Rahmen, Dann bleibt noch das Problem mit der Säureschichtung und es muss Wasser nachgefüllt werden.


    Ich wollte bei mir im Keller eigentlich nichts haben was gasen kann, deswegen fiel meine Wahl auch auf AGM, wegen dem Gasen und der Säureschichtung.


    Die Q-Batteries sind mit 1250 Zyklen bei 50% angegeben, das wäre ja auch in etwa der Bereich den ich nutzen würde. Bei ca. 200 Zyklen im Jahr wären das min. 6 Jahre für die 600 Euro.


    Die Lifepo4 120Ah sind mit 3000 Zyklen bei 80% Entladetiefe angegeben, wenn ich die für ca. 1000 Euro incl BMS bekomme und die 10-15 Jahre halten, dann wäre das preislich ok und ich hätte kein Problem mit Säureschichtung oder Gasen.

    Zitat

    Deine AGM fühlen sich mit 29.2 V bestimmt nicht wohl. Die trocknen dann aus.

    Bei niedrigerer Ladespannung werden sie bei 50% nutzbar nicht voll und fangen rel. schnell das "driften" an.

    Dadurch gehen die schnell kaputt. Ich würde nicht mehr als 30% nutzbar verwenden.

    Mit AGM bzw. GEL ist es besser mit 27.6V zu laden. Dafür halt 2Tage mind. D.h. ideal für Wochenendbetrieb.

    Ich lade ich sie erst seit ca. 2 Wochen mit 29,2V, in der Hoffnung die Zellen zu desulfatieren, vorher war das System auf 28,8V eingestellt. Die 29,2 bzw. 28,8 werden auch nur relativ kurz gehalten, danach schaltet das System auf float. So wie ich das hier lese ist AGM für meine Anwendung dann wohl nicht die beste Wahl, entweder werden sie nicht voll, driften oder trocknen aus.



    Also bleiben am Ende ja nur die Traktionsblöcke oder Lifepo4.


    Die Trojan sind im übrigens im Datenblatt für 24V-Systeme wie folgt angegeben:

    Grundladung 29,6V, Absorbtion 28,2 – 29,4V, Abschluss/Ausgleich 32,4V und Erhaltung 27V.

    Ich kann nur bis 29,2 einstellen. Dann habe ich ja wieder das Problem, dass ich sie evtl. nicht voll bekomme.


    Für meine Fall wäre dann lifepo4 die besser Wahl wenn ich mir die Daten so ansehe, oder übersehe ich was?


    Gruß

    Schroedinger

    Anlage1: 1.1kWp - 4 x 275W 2x2 an 24V Offgrid mit Netzumschaltung - 3kWp, 60A MPPT

    Anlage2: 595Wp - 18V module verschiedener Größen an PWM laderegler.

    120Ah 25,6V Lifepo4 an Anlage 1

    180Ah 12,8V Lifepo4 an Anlage 2 über Step-up - 27V max 10A Out- mit Anlage 1 verbunden.

  • PzS mit EUW halten mind. 2400 Zyklen bei 50% Entladetiefe. In meinem Senec ist eine PzS mit 49V/280Ah. Die ist jetzt

    6 Jahre alt. In dieser Zeit wurden fast 12000kwh entnommen. Die Kapazität liegt aktuell bei 7.1kwh und ca. 45%

    nutzbar bei max. Entladeleistung (2.5kw). Im Vergleich mit den Q-Batteries ist die PzS eine ganz andere Welt.

    Die EUW verlegt man nach draußen. Damit gibt es im Keller auch keine Probleme mit dem Gasen.


    Klar ist eine LiFePO4 Klasse. Der Preis liegt aber auch mind. das doppelte über den PzS bei gleicher nutzbaren

    Kapazität. Und wie gesagt mit EUW ist das ganze easy. Es braucht kein "Nachladen". Die 29.2V langen bei

    einer PzS mit EUW auch für den Ausgleich.


    vg Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 6 J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >3J alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe

  • Nur so als Anmerkung

    C100

    Ich denke du hast dich nicht ausreichend damit beschäftigt, was das bedeutet.

    Blei braucht halt mehr Aufmerksamkeit als Li... und AGM sowieso. Wenn du ein neues Hobby suchst, bist du da genau richtig.

    MIr ist schon bewußt, dass ich gemäß des Peukert effektes keine wirklichen 180Ah in meiner Anwendung habe. PV ist seit 10 Jahren mein Hobby ;)

    Anlage1: 1.1kWp - 4 x 275W 2x2 an 24V Offgrid mit Netzumschaltung - 3kWp, 60A MPPT

    Anlage2: 595Wp - 18V module verschiedener Größen an PWM laderegler.

    120Ah 25,6V Lifepo4 an Anlage 1

    180Ah 12,8V Lifepo4 an Anlage 2 über Step-up - 27V max 10A Out- mit Anlage 1 verbunden.

  • Ok, das klingt interessant.


    Sagen wir die LiFePo4 25,6V 120 Ah kostet mich ca 1000-1200 Euro.

    Wenn ich jetzt eine PzS 24V ca. 200Ah mit EUW für 500 - 600 Euro bekommen würde, dann wäre das schon gut.


    Ich habe im netz bloß noch nichts gefunden. Wenn ich nach PzS suche, dann bin ich bei neuen Batterien locker bei über 1000 Euro. Alles unter 1000 Euro ist 8-10 Jahre alt.


    Hast du evtl. ein Tip für mich, oder einen Link wo ich suchen kann?


    Gruß

    Schroedinger

    Anlage1: 1.1kWp - 4 x 275W 2x2 an 24V Offgrid mit Netzumschaltung - 3kWp, 60A MPPT

    Anlage2: 595Wp - 18V module verschiedener Größen an PWM laderegler.

    120Ah 25,6V Lifepo4 an Anlage 1

    180Ah 12,8V Lifepo4 an Anlage 2 über Step-up - 27V max 10A Out- mit Anlage 1 verbunden.

  • Hi.


    Wen du bis 50% Entlädst sind solche Akkus nichts.

    Für Wochenende Entleren und unter der Woche Laden sind die eher was.


    PZS oder OPZS.


    Bei PZS nach Staplerbatterie suchen.

    Insel mit Schütz Netzumschaltung über BMV702
    3,24kWp O/S, 1,44kW W/N, 0,54Wp S/W an MPPT

    ~1-2kWp Restleistung O 14x250W Hagelschadenmodule an PWM, 1,4kWp W/N Dünnschicht an MPPT

    10-12kWp die noch warten verbaut zu werden....
    PZS 48V 420Ah ~10jahre alt ~360Ah Restkapazität SD 1,21-1,25, 1400kWh runter

    ECTIVE SI 4kW Sinus Wechselrichter.

    6000kWh Jahresverbrauch, Boiler im Sommer.

  • Falls ich eine PzS brauche gehe ich zum Staplerbatteriecenter bei mir um die Ecke.

    Bei einer PzS wird im übrigen der C5-Wert angegeben. Der C20-Wert ist um einiges höher.


    Bei deinen AGM und den 180Ah C100 entspricht das einem C5-Wert von 85AH. Die kleinste

    PzS hat 100Ah C5.


    Hier ein Anbieter:

    http://www.atn-batterien.de/batterien.htm


    vg Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 6 J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >3J alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe

  • So,

    erstmal danke für eure Antworten.

    Ich habe die letzten Tage viel gelesen, meine Log-Dateien der Anlage ausgewertet und Preise verglichen und wollte mich nochmal melden.

    Nehmen wir mal das Beispiel OPzS:

    Q-Batteries 6V 3 OPzS Block (150Ah) 324,02 € x 4 + Versand 89 Euro =1385,08 €

    Q-Batteries 6V 6 OPzS Block (300Ah) 474,03 €, x 4 + 125 Euro Versand (bis 300kG) = 2021,12 €

    Die PzS Gabelstaplerbatterien neu mit Zubehör, MTZ, MwSt. ohne Rücknahme der Altbatterie, Versand usw. hätte auch in etwa das gekostet, was die OPzS kosten.

    Die doppelte Kapazität kostet bei (O)PsZ allerdings nicht das doppelte, im Gegensatz zu LiFePo4. Je größer der Speicher, desto größer der preisliche Unterschied zwischen Blei und LiFePo4


    Letztendlich bin jetzt doch bei LiFePo4 gelandet. Ich habe ein 8 Zellen a 120Ah + BMS 100A für rund 990 Euro inkl. Versand bestellt. Damit habe ich min. 90 nutzbare Ah, was bei 25,6V in etwa 2,3 kW sind.

    Für 600 Euro hätte ich zwar die 4 Q-Batteries 6DC-225 bekommen, aber bei max. 29,2 V Ladespannung hätte ich da wohl nicht lange was von gehabt, außerdem haben die weniger Zyklen. Für meine 12V Anlage behalte ich die aber mal im Hinterkopf.


    Selbst wenn man mal den Preis außer acht lässt, dann ist LiFePo4 für mich auch leichter zu handhaben, gerade von Nov. bis Feb. brauch ich mir dann keine Gedanken machen, weil der Akku nicht voll wird.



    Ich war auch am Überlegen, ob ich nicht noch bis zur nächsten Saison warte, allerdings habe ich festgestellt, dass ein AGM beim laden über 15V hatte und der andere unter 14V, beim Entladen war es dann 12,3V und unter 12V. Vielleicht kann ich die Akkus ja noch für meine kleine 12V Anlage verwenden, da werden die nicht so beansprucht.

    Meint ihr mit Dauerladen oder etwas anderem kann man da noch was machen?


    Gruß

    Schroedinger

    Anlage1: 1.1kWp - 4 x 275W 2x2 an 24V Offgrid mit Netzumschaltung - 3kWp, 60A MPPT

    Anlage2: 595Wp - 18V module verschiedener Größen an PWM laderegler.

    120Ah 25,6V Lifepo4 an Anlage 1

    180Ah 12,8V Lifepo4 an Anlage 2 über Step-up - 27V max 10A Out- mit Anlage 1 verbunden.