Erweiterung pv anlage

  • Hallo zusammen!

    Ich lese schon seit geraumer Zeit sehr interessiert hier im forum zu verschiedenen Themen mit.


    So ist auch letztlich mein Entschluss gefallen mir selbst eine pv anlage zuzulegen.

    Ich hab mich für Trina Solar Module mit je 325 KW sowie einen WR kostal plenticore 10 entschieden. Insgesamt hab ich nun 30 Module mit einer entsprechenden gesamtleistung von 9,75 kwp verbaut.

    Das funktioniert soweit auch ganz gut.

    Insofern kam bei mir die Frage auf, ob ich jetzt nicht noch die verbleibende dachfläche ebenfalls mit den Modulen bestücken kann.

    Ich hätte Platz für noch 8 weitere Module. Mein solateur meinte das macht kein Sinn wegen eeg Umlage oder so?! Ich bin wie gesagt neu auf dem Gebiet und hab hieraufhin auch schon ein bisschen hier im forum recherchiert, weiß allerdings nicht ob ich alles so richtig verstanden hab.

    Grundsätzlich glaube ich mittlerweile, daß es möglich sein müsste in einem Jahr eine weitere Anlage anzumelden und dadurch keine eeg Umlage zahlen zu müssen. Stimmt das so?

    Organisatorisch würde sich die Frage stellen ob ich die Module (wegen Gerüst) jetzt noch auf dem Dach installieren kann und die Anmeldung in einem Jahr nachschieben könnte?!


    Bislang hängen je 15 Module an den 2 strings (je + und -)

    Könnte ich da einfach noch je 4 Module dazuschalten? Technisch und rechtlich gesehen meine ich.


    Aus rechtlicher Sicht ist es ja so dass ohnehin dynamisch auf 70proz der aktuell angemeldeten Leistung von 9,75 kwp abgeriegelt wird. In einem Jahr würde ich dann nur die abriegelung erhöhen lassen . Geht das so?


    Und vor allem die Frage ob das auch mein WR technisch mitmacht??

    Möchte mir schließlich keine Probleme verursachen :)


    Viele fragen. Ich hoffe ihr als Experten habt ein paar Antworten für mich :)

    Danke schonmal


    Achja. Seht es mir bitte nach falls es schon ähnliche Fragen gab und ich sie nicht gefunden hab.

    Grüße

    Timo:)

  • wenn du die Module jetzt "dazuschaltest", dann sind nd die auch in Betrieb genommen und die Umlage fällt an.

    Das ist die rechtliche Sicht dazu.

  • Hmm. Das ist natürlich nicht so schön.

    Und das obwohk meine Einspeisung trotzdem auf 9,75kwp x 70% = 6.825 gedrosselt wäre??


    Auch wenn es jetzt Unrecht klingen mag... Kann der netzbetreiber das überhaupt mitbekommen?

    Ich Speise ja auch nicht mehr ein wie ich darf oder...


    Wie siehts technisch denn aus, ist das überhaupt möglich?

    Habe 6mm2 strings. Länge der strings sind ca 15 m

  • Du kannst die Module jetzt bereits montieren und in einem Jahr elektrisch anschließen, das ist absolut legal. Oder du teilst die Module jetzt gleich in drei Strings auf (12,13,13) und legst die Leitungen in den Keller, dann brauchst du in einem Jahr nicht mehr aufs Dach, wenn du den dritten String in den WR einstöpselst. Dann sind allerdings die Strings recht kurz für einen Plenticore. Dein WR kann die 8 zusätzlichen Module gut vertragen und ertragen.


    Alles vorbehaltlich, da die Unbekannte noch das EEG in einem Jahr ist.


    Einfachste Option: Alles jetzt anschließen und EEG-Umlage zahlen

  • Hmm. Ok. Vielen Dank schonmal für eure Meinungen. Also macht es dann uU doch keinen Sinn die Module nachzurüsten?

    Haben hier im Haus auch ein Luftwasser-Wp. Das Hauptaugenmerk der Anlage sollte also auf dem EV liegen.

    Gibt es noch andere Ideen?


    Ein bekannter von mir meinte das geht dann nur mit zusätzlichem WR.

    Vor allem da der dritte Anschluss des kostals für die spätere Nachrüstung einer Batterie ggfs frei bleiben sollte.....


    Und nochmal :wie bekommt es der netzbetreiber mit, da ja doch die Drosselung ohnehin greift. Es bestehen keine Absichten die Drosselung hochzufahren :/

  • wie bekommt es der netzbetreiber mit, da ja doch die Drosselung ohnehin greift

    Gedrosselt wird die Leistung, nicht die Energie. Merken können die das z.B. an einer Einspeisung, die einfach höher liegt als erwartet unter den gegebenen Randbedingungen. Oder wenn sie bei der Inbetriebnahme vorbeikommen und einfach mal auf dem Dach Module zählen. Ich hoffe nicht, dass du hier einen Forums-Segen für deine betrügerischen Ideen erwartest.


    Jetzt rechne einfach mal selbst: 8 zusätzliche Module bringen insgesamt mindstens 2500 kWh oder 220 € mehr Jahresertrag, 4400 € in 20 Jahren, zusätzliche Kosten 2000 €, bleiben 2400 € zusätzlicher Gewinn, 120 € pro Jahr.

    Geschätzte 2000 kWh Eigenverbrauch kosten dich etwa 50 € EEG-Umlage im Jahr.


    Nicht berücksichtigt in diesem einfachen Überschlag: EEG-Umlage wird sicher sinken und wahrscheinlich irgendwann abgeschafft. Weiterhin der zunehmende Direktverbrauch. Und der zusätzliche Wert nach 20 Jahren. Alles zu deinen Gunsten.

  • Alles jetzt anschließen und EEG-Umlage zahlen

    Ist bei 12,5 kWp die beste Wahl. Ich ahne nicht so viel Gutes fürs neue EEG und die Vergütung sinkt auch.

  • Ok.. Vielen lieben Dank für eure Einschätzungen. Ich wollte /will ja garnicht betrügerisch handeln und dachte durch die deckelung auf 70proz kann ich nicht mehr einspeisen bzw. Komme nicht mehr vergütet wie angemeldet und erlaubt. Der Sinn, warum ein Jahr zwischen den Inbetriebnahmen liegen muss und dann keine eeg umlage gezahlt wird erschließt sich mir insofern ebenfalls nicht. Aber so ist es nun leider manchmal mit Gesetzen. Falls noch andere technische Ideen bestehen, bin ich für jeden Rat dankbar... Gerne auch Hilfe per PN.



    Liebe Grüße an euch Experten :thumbup:

  • Warum per PN???

    70 Prozent von 12,5 sind mehr als von 10.