Erneuererbaren Ausbau Gesetz (EAG) 2021

  • MFunited

    Das dann Österreich weiterleitet ist ein guter Hinweis, soweit hab ich gar nicht gedacht...


    Warum die Braunkohle_Kernkraft erst bei einem gewissen Preis runterfahren ist mir bewusst und aus deren Sicht logisch. Wenn aber gleichzeitig Erneuerbare abgeregelt werden ist das eigentlich dann nicht der tatsächliche Preis. Die abgeregelten v.a. Windräder werden dafür entschädigt. Das ist dann aber nicht am Börsenpreis ersichtlich sondern nur in den Umlagen. Das wird dann immer den Erneuerbaren angelastet, die verursachen das aber nicht. Dann muss man vorher die fossilen zum runterdrosseln zwingen. Können tun sie es, auch wenn es vor Jahren noch als unmöglich galt.


    Aus österreichischer Sicht billig in Deutschland einzukaufen ist natürlich sinnvoll. Ökologisch aber zweifelhaft statt Gas auf Kohlestrom zu setzen. Wie wird eigentlich das CO2 Konto bei Import/Export berechnet. Was bleibt da in D und was in Ö? Ich weiß es nicht.


    GOETSCHHOFER

    Wenn das der Fall ist steht das letzte Kernkraftwerk im Süden Deutschlands dann können wir den Spieß umdrehen und ihr liefert zu uns, das tät Sinn machen. Man sollte in der EU wohl nicht so stark in Grenzen denken...

  • Unter welchen Bedingungen Windkraftwerke abgeregelt werden weiß ich nicht. Ich würde vermuten dass das dann eher eine Erfordernis der Netzstabilität ist. Aus diesem Grund werden zum Beispiel auch immer wieder Gaskraftwerke aktiviert.


    Es stimmt. Man könnte sicher Kohlekraftwerke stilllegen und stattdessen Strom aus Gas produzieren. Würde für den CO2 Ausstoß viel bringen. Auch in Deutschland sind die Gaskraftwerke bei weitem nicht ausgelastet.

    Aus meiner Sicht ist das eine rein politische. Aus Sicht von Deutschland: Braunkohle hat man selber. Die gesamte Wertschöpfung bleibt im Land und es hängen tausende Jobs dran. Bei Gas macht man sich von Russland abhängig.


    Bei der CO2 Bilanz wird der Strom meines Wissens als "Graustrom" klassifiziert und mit dem europäischen Strommix und dessen CO2 Fußabdruck gerechnet.

  • Dem Link von ATHarti sieht man bei Kohle null, Kernkraft null. Von daher wahrscheinlich nicht wirklich sondern eher als Graustrom. Das ist nicht fair und verfälscht damit Diskussionsgrundlagen. Energie ist immer politisch deshalb passt das Argument "Wirtschaftlichkeit" einer Energieart eigentlich nie.


    Windkraft wird natürlcih wegen NEtzstabilität abgeregelt. Wenn ich davor aber die fossilen schon runterdrehe bevor sie es freiwillig wegen dem Preis machen wär das denk ich weniger oft nötig. Ist vielleicht laienhaft aber ich beobachte das mittlerweile schon lange was wann wie gemacht wird. Das z.b. der Börsenstrompreis negativ wird weiß ich am Vortag vom Wetterbericht...


    Naja Braunkohle ist der Ausstieg auch beschlossen.....was aber ncihts heißen mag...

  • Ich hab mich grad etwas in Excel gespielt und versucht herauszufinden welchen saisonalen Speicherbedarf wir in Österreich hätten.

    Meine Annahme: Bis 2030 eine Verdreifachung der Winderzeugung, eine Verzehnfachung der PV Erzeugung. Biomasse und Laufwasserkraft habe ich gleich belassen.

    Weitere Annahme: Über den kurzen Zeitraum können wir durch Demand-Side Management und Speicher, Erzeugung und Bedarf ausgleichen. Es geht nur um die Langzeitspeicherung.

    Ich hab die Erzeugung auf Tagesbasis von Wind von 2020 also einfach mal drei und die PV Erzeugung mal 10 gerechnet und den Verbrauch von der Summe an EE abgezogen.

    Diese Differenz hab ich dann akkumuliert und in einem Diagramm dargestellt.



    Zwischen Februar und Oktober würden wir zirka 5,5TWh zu viel erzeugen, die wir dann in den anderen 4 Monaten wieder verbrauchen. 5,5TWh ist also der saisonale Speicherbedarf.

    Die Speicherkraftwerke in Österreich haben aktuell eine Kapazität von zirka 3TWh. Theoretisch würden also 2,5TWh an saisonalem Speicherbedarf bleiben. Das könnte man über P2G lösen oder im Winter Gaskraftwerke nutzen (was wegen Fernwärmebedarf teilweise sowieso notwendig ist)