Welche Versicherungen braucht man (FAQ ?)

  • Bist du Geschädigter oder Versicherungsmathematiker?


    Weder noch. Ich habe bloß mathematische und juristische Grundkenntnisse, ein paar Versicherungsmathematiker im Bekanntenkreis, und einige ziemliche aufschlussreiche Statements von Juristen mitbekommen. Und dann gab es in den letzten Jahren hier im Umkreis zwei große Schadensfälle an Häusern und eine Bekannte hatte einen Wohnungsbrand. In allen drei Fällen waren die Betroffenen von der Art, wie da seitens der Versicherungen plötzlich agiert/argumentiert wurde, unangenehm überrascht.


    Die Denke der Versicherungen war juristisch gesehen wohl nicht zu beanstanden. Im Prinzip gehen die so vor, dass sie den Versicherten entschädigen und sich das Geld nach Möglichkeit beim Schuldigen wiederholen. Und da sind die nicht zimperlich.

  • Dies kostet 57 Euro im Jahr und wird bei unserem Anbieter extra auf der Jahresrechnung ausgewiesen. Insofern ist die steuerliche Ansetzung kein Problem.

    Das du das steuerlich absetzen kannst hilft dir nur was wenn dein Gewinn aus selbständiger Tätigkeit über 410€ liegt und erst über 820€ würde dein individueller Steuersatz darauf angewendet.

    Das ist bei PV auf Eigenheim selten der Fall. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Mein Versicherungsonkel hat nach Rücksprache und Infos von oben nun herausgefunden:

    1. Dass das Haftungsrisiko in meiner Privathaftpflichtpolice beitragsfrei mit abgedeckt ist.

    2. Meine Wohngebäudeversicherung wohl pauschal nach Wohnfläche tarifiert wurde und somit nur angemeldet werden muss, dass eine PV mit auf dem Dach ist.


    Bzgl. des Betreibers ist vielleicht ganz interessant, dass es kein Gewerbe gibt. Jedenfalls hat mein Amt mir die Gewerbeanmeldung verweigert mit Verweis auf den Erlass aus dem jahr 2010, dass PV-Anlagen auf eigenbewohnten Häusern keine Gewerbeanmeldung benötigen.... :/

  • Hallo Didimausi,

    es ging ja um die Frage, ob eine Ansetzung der Kosten der PV-Versicherung möglich ist, wenn diese Bestandteil einer Wohngebäudeversicherung ist. Dies ist definitiv möglich, der Betrag kann extra ausgewiesen werden. Unsere Anlage ging im Herbst letzten Jahres ans Netz und da Westnetz erst im März 2020 mit den Zahlungen angefangen hat, liegen wir dieses Jahr ein gutes Stück über den 410 Euro. Insofern "helfen" jetzt die Kosten der PV-Versicherung, um zumindest näher an die 410 Euro zu kommen.

  • FlorianR,

    es ging um die Frage welche Versicherungen man braucht. ;)


    Du hast Recht das man die Versicherungen absetzen kann. Ich habe weiter oben nur darauf hingewiesen, das es in vielen Fällen keinen steuerlichen Vorteil wie man sich das häufig vorstellt.


    Hast du für 2019 eine Nachzahlung für 2019 erhalten?


    Hier mal eine Musterrechnung die evtl. bei dir zutreffen könnte:

    - Einnahmen 1500€ - Ausgaben/Abschreibung 1000€ = 500€ Gewinn. Du müsstest dann 140€ versteuern. Bei 40% Steuersatz macht das 56€.


    - Bei Berücksichtigung der Versicherung mit 57€, bleibt ein Gewinn von 443€. Du müsstest dann 66€ versteuern. Bei 40% Steuersatz mach das 26€ Steuern.


    Du holst dir also ca. 30€ über die Steuer zurück von den 57€ der Versicherungskosten. Bleibt ein Minus von 27€ das du ohne diese Versicherung nicht hättest. ;)


    Du scheinst einer der wenigen zu sein der über die 410er Grenze kommt. Gerne kannst du es mit deinen Daten hier nochmals durchrechnen. :)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Mich wundern hier die Preise extrem, warum sind die Versicherungen so teuer, lohnt sich das wirklich?

    Bei mir kostet die PV ohne Ertragsausfall 8 p.a.

    mit Ertragsausfall 21 p.a.

    Und selbst da habe ich schon überlegt, ob ich das überhaupt machen soll...

  • Bei Ertragsausfallabsicherung sollte man den Wert des Ausfalls im Auge haben.


    Sind für 13€ im Jahr an zusätzliche Gebühren 10€, 100€ oder 1000€ an Einnahmen abgesichert? ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

  • Bei Ertragsausfallabsicherung sollte man den Wert des Ausfalls im Auge haben.


    Sind für 13€ im Jahr an zusätzliche Gebühren 10€, 100€ oder 1000€ an Einnahmen abgesichert? ;)

    Bei einem versicherten Sachschaden erhalten Sie für die Dauer der Instandsetzung (maximal für 6 Monate) eine Entschädigung für den Nutzungsausfall Ihrer Anlage. Bei einem versicherten Sachschadendurch Brand, Blitzschlag, Explosion
    sowie durch Sturm oder Hagel sogar bis zu 12 Monaten. Die Entschädigung beträgt pro Tag bis zu 2,50 EUR je kWp installierter bzw. ausgefallener Leistung.


    Bei mir sind es die 2,50 EUR.


    Passt oder schlecht :)?

  • Wieviel EEG-Vergütung hast Du denn max. am Tag?

    Dan rechne es Dir doch eindfach aus, was Dich einen Monat Vertragsausfall kosten würde.


    Bei mir: ca. 3,50€ EEG je Tag (maximal!) x 30 Tage = 105€ (wenn die Anlage bei schönstem Sonnenschein einen Monat lang nicht liefern würde. 2x Essen gehen. Das verbuche ICH unter Lebensrisiko...

  • Das reicht locker 2,50 EUR pro kwp pro tag. Anlage ist erst dieses Jahr installiert worden, dann sind es was um die 9 cent.

    Interessant wäre eher wie der Eigenverbrauch berechnet werden würde, aber das lass ich dann auf mich zukommen.