24xxx,Neuanlage auf EFH mit ca. 6,5 kWp

  • Hallo,


    mein Name ist Torben. Ich hoffe Ihr könnt mir etwas weiterhelfen und mir den ein oder anderen Denkanstoß geben:)


    Ich möchte mir gerne eine PV-Anlage aufs Dach setzen.


    Nun bin ich an dem Punkt angelangt, wo ich mir die Frage stelle ob ich diese Arbeit selber, bzw. mit Handwerkern vor Ort in Angriff nehmen kann/soll oder ob ich mich lieber zurücklehne und es als Komplettangebot machen lasse. Das ist natürlich alles eine Geldfrage.


    Ich bin handwerklich nicht unbegabt und mache zu Hause alles selbst, vom nachgerüsteten Schornstein bis zur normalen Haushaltselektrik.

    Ich möchte mir natürlich nicht anmassen mit einem Profihandwerker mithalten zu können, aber ich scheue die Arbeit eben auch nicht.

    Das die Elektrik (insb. Wechselrichter und Überspannungsschutz) von einer Fachfirma gemacht werden müssen ist klar.


    Ich hatte bereits mehrere Firmen, teils Regional und teils Überregional bei mir vor Ort die mir Komplettangebote gemacht haben.


    Deshalb möchte ich mich zumindest in die Materie einarbeiten um eine vernünftige Entscheidung zu fällen.


    Mir schwebt eine Anlage mit 20-21 Modulen vor. Diese sollte ich auf meinem Dach gut positionieren können.


    Leider fehlt mir wirklich der Input, welche von den Unzähligen Herstellern man nun wirklich empfehlen kann, oder welche eher Ausschuss sind.

    Hier hoffe ich auf euren Rat um Einzuschätzen, ob die Materialangebote was taugen.


    Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, das Modul gleich Modul ist und Wechselrichter gleich Wechselrichter. Natürlich mit gewissen Vorzügen und Nachteile. Inzwischen scheint es mir aber so, dass es hier wirklich Unterscheide gibt und einige Wechselrichter für bestimmte PV-Anlagenparameter ungeeignet sind?


    Mir wurde folgendes Angeboten:


    - 20 Module Heckert NeMo 60 M325Wp

    alternativ 20 Module Trina HoneyM TSM-335DE06M.08(II)335Wp

    mit einem Wechselrichter von Kostal Plenticore plus 5.5 max. PV-Leistung 8,25 kWp.


    Alternativangebot eines anderen Lieferanten:


    - 20 Module JA Solar JAM60S-09-325-PRWp

    mit einem Fronius Symo GEN24 6,0 Plus


    Ich habe mit dem ersten Lieferanten telefoniert und dieser hat mir die Fa. Heckert und Konsal wärmstens ans Herz gelegt. Nun habe ich hier einen kritischen Beitrag zu einem verwendeten Konsal Wechselrichter gelesen, weil dieser Wechselrichter genau für die Anlage eine Fehlentscheidung war.


    Deshalb wäre meine Frage, ob ich hier grundsätzlich schon die falsche Richtung einschlage? Gern bin ich für Vorschläge und Empfehlungen offen. Beide Angebote liegen bei ca. 5000 Euro Brutto.


    Damit ihr euch grob ein Bild machen könnt, hänge ich ein Bild meines Daches an.




    Hier werdet ihr feststellen, dass es durch den Schornstein zu Verschattungen kommen kann, weswegen ich den bereich hier ausgespart habe. Ich bin mir hier auch unsicher ob es notwendig ist Leistungsoptimierern einzusetzen.


    Der eine Anbieter hält es für unnötig, der andere sagte das man das natürlich machen muss, auch wenn der Schatten nur 20 cm auf das Modul fallen würde.


    Wie ist euer Meinung dazu? Das die Verschattung den String aufgrund der Reihenschaltung herunterzieht ist klar, nun stellt sich die Frage ob das bei minimaler Verschattung so zum tragen kommt?


    Ich danke euch für die Mühen!!!


    Gruß


    Torben


    P.S. Vielleicht hat ja der ein oder andere hier auch schon mal vor der gleichen Entscheidung gestanden (machen oder machen lassen) und kann mir kurz sagen für welche Richtung er sich entscheiden hat?

  • 21-22 Module, siehe in Stringlänge FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm dorthin wo der wenigste Schatten ist. Keine Optimierer, Schattenmanagement aber an. SMA kann das gut, Fronius auch.

    Kann das Monster gekürzt werden oder weg oder schlanker?

  • Moin Moin!


    Ich kann Dir nur raten, eine sinnvolle Planung deines Hausdaches durchzusprechen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es hier kompetente Leute gibt, die Dir dabei ordentlich unter die Arme greifen.


    Von Dir liegt das bisher eingeplante Dach in Südwest-Richtung, ich denke die Belegung der anderen Seite könnte ebenfalls Sinn machen. Bei mir ist sogar die Nordseite belegt, weil meine Dachneigung dies zulässt und dort im Sommer den ganzen Tag Sonne drauf steht (ich komme selber auch aus dem 24XXX - PLZ-Bereich).


    Von daher, erst einmal anständig planen, dann schauen, welcher Solateur Dir das überhaupt bauen würde um eine Preisübersicht zu haben. einen Solarteur zu finden, der einem baut was man selber haben möchte, ist gar nicht so einfach ...


    Gruß


    GG

  • Erstmal Vielen Dank für die schnellen Reaktionen!


    Der Schornstein ist leider nicht ab änderbar, kleiner geht nicht... Ansage vom Schornsteinfeger.


    Was die Ausrichtung angeht, bin ich mit der einen Dachseite schon zufrieden. Auf der andern Seite haben wir auch leider viele Bäume vom Nachbarn :(


    Du hast es richtig erkannt, es ist die Südwest Ausrichtung, ca 220 Grad und eigentlich steht die Sonne von morgens 10 bis Abends Sonnenuntergang gut auf dem Dach.


    Dann bin ich auf den ersten Blick mit einem Konsal Wechselrichter nicht gut bedient, korrekt?


    Gruß

    Torben

  • Was die Ausrichtung angeht, bin ich mit der einen Dachseite schon zufrieden. Auf der andern Seite haben wir auch leider viele Bäume vom Nachbarn :(

    Ich wollte zuerst auch nur die Südseite belegen ... und die Solarteure wollten mir einreden, dass es dort auch nur Sinn macht.


    Ich kann mich nur wiederholen: Lege dein Dach hier auf den "Tisch" und lass Dich anständig beraten und plane erst dann mögliche Module, Wechselrichter, etc.

  • Das die Verschattung den String aufgrund der Reihenschaltung herunterzieht ist klar

    nein, ist es nicht. Die Module haben drei Bypassdioden, durch die Schattenzellen umgangen werden können, wenn der WR das unterstützt. Leg das 22te Modul auch noch, alles in einen String, Schattenmanagement an und gut ist es. Theoretisch kann das auch der Kostal, sicher funktioniert es bei Fronius. Beim Kostal habe ich noch keine sichere Information erhalten, dass der tatsächlich 21 oder 22 Module im String kann, die drei Tracker des Kostal brauchst du ja auch nicht, also spricht eigentlich nichts für diesen. Ich würde stärkere Module als 325'er haben wollen, ab 340 Wp ist aktuell.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Moin,


    vielen Dank für den Input bis hier!!


    Bis hier nehmen ich schon mal raus, das Ihr mir bei der Verschattung eher zu einem

    Wechselrichter von SMA oder Fronius raten würdet. Der Fronius der mir Angeboten wurde kostet aber auch knapp 1000 Euro mehr als der Kostal....


    Verstehe ich es richtig, dass das Schattenmanagement der WR am besten greift, wenn diese in einem String laufen?


    Mein Gedanke ist, das bei so vielen Modulen in einem String die Leistung die auf der Leitung und dem WR liegt evtl. zu hoch ist.... Falscher Ansatz?


    Das sind genau die Ideen und Inputs die ich mir erhofft habe:)


    Und um Guidos Vorschlag nachzukommen werfe ich mal Bilder meines Daches auf den Tisch zum begutachten....


    Anmerken sollte ich aber gleich das auf der Nordseite die Sonne weitgehend hinter den Bäumen bleibt und erst im Verlauf des Vormittags ca. 1 Stunde das Dach bescheint, bevor sie auf die Südseite wandert....


    Euch einen schönen Tag!!




    Gruß


    Torben

  • Hallo Torben,


    ein Selbstbau ist absolut möglich, siehe hier(ist meine eigene Anlage die hier im Forum geplant wurde und dann in Eigenleistung gebaut wurde - ich will da keine Werbung für Eigenbau machen aber es geht und man ist mächtig stolz drauf).


    Was ich machen würde um präzisere Informationen zu bekommen:


    1.) PVSol 3D Premium von Valentin-Software als 30tägige kostenlose Testversion herunterladen und dein Dach mal zeichnen und mit üblichen Modulen (JA Solar, Jinko, Trina was auch immer) und belegen (Wp je Modul 340+ Watt).


    2.) Modulbelegung und Schattenanalyse (insb. wegen dem Schornstein) hier vorstellen


    3.) Auf Rückmeldungen warten


    Mit den aktuell 21 Modulen sieht das ja im ersten Schritt gar nicht so schlecht aus, mit PVSol könntest du auch mit Bäumen mal die andere Dachseite und die Garage (deine?) simulieren.


    Hinweis: Ich habe bei mir auch ein NW-Dach belegt obwohl es nur knapp 600kWh / kWp laut PVGis bringen soll - egal (oder wie sagt der Wendler noch?). Wenn Die Sonne ab Nachmittag rum kommt bringt der String mit seinen 22 Modulen noch gut Leistung, das finde ich gerade abends super da zu der Zeit ja häufig noch einige große Verbraucher "an" sind. Zudem hilft es bei mir um die 70% Regelung auszuhebeln.


    In meinen Augen solltest du erst ganz am Ende den Wechselrichter planen da ja erstmal klar sein muss, was auf das Dach geht, wie viele Ausrichtungen usw. usf.

    Haus: SO 14,3 kWp + NW 7,15 kWp | Carport: flach 4,08 kWp | Gartenhaus: flach 3,40 kWp in Planung

    Haus 68 x 325 Wp | Carport 12x 340 Wp | Gartenhaus 10x 30Wp = 28,93kWp im Vollausbau (da geht noch was)

    Huawei SUN2000 KTL33A ausgelesen über Solaranzeige.de, Weiterverarbeitung mit ioBroker & MQTT

    2x Go-E Charger Home 22 kW, Steuerung über openWB (Überschussladen)

    Hyundai Ioniq Elektro und super zufrieden


    Eigenbauer aus Überzeugung, siehe hier (Bilder: Seite 55 & 73)

    Zusammenfassung zum Eigenbau siehe hier, Sammelthread Eigenbau hier.

  • Verstehe ich es richtig, dass das Schattenmanagement der WR am besten greift, wenn diese in einem String laufen?

    Ja


    Mein Gedanke ist, das bei so vielen Modulen in einem String die Leistung die auf der Leitung und dem WR liegt evtl. zu hoch ist.

    Nein. Es steigt ja nur die Spannung, nicht der Strom. Und mit einem langen String auf dem etwas Schatten liegt, wirst du ziemlich genau auf der Bemessungsspannung des WR landen, für die er konstruiert wurde und bei der er den besten Wirkungsgrad hat.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"