Anlagenplanung Flachdach mit Beschattung 6 kWp

  • Hallo,


    ich bräuchte eure Unterstützung, da ich mich neu mit dem Thema beschäftige. Ich plane eine Photovoltaikanlage für ein Flachdach und mir liegt bereits ein Angebot einer Fachfirmen vor. Es handelt sich um eine DHH mit Südausrichtung (10grad Abweichung in Ost-Richtung). Im Anhang finden sich eine Dachflächenskizze und ein Foto des Flachdaches.


    Dachflächenskizze:

    - Die Maße zeigen die Innenmaße der Dachfläche (Ohne Attika)

    - Süden ist Oben

    - Der eckige Kamin steht auf Nachbarsdoppelhaushälfte


    Foto:

    - Die Satschüssel wird versetzt werden, vermutlich an die Grenze zum Nachbarn im Norden

    - Foto ist von der DHH des Nachbarn aufgenommen (In West-Richtung fotografiert).


    Aufgrund der Beschattungsthematik durch die beiden Kamine hat der Solateur Solaredge vorgeschlagen:

    - 18 Module in Ost-West-Ausrichtung auf Gestell mit 10°Neigung von IBC MonoSol HC - 340Wp = 6,1kWP

    - SolarEdge SE7K (7kW)

    - 18 Leistungsoptimierer P370


    Ein weiterer Nachbar mit vergleichbarer Dachfläche ist der Solaredge-Lösung gegenüber eher abgeneigt und hat daher alternativ Kostal angeboten bekommen. Des Weiteren soll hier die Option bestehen einen Speicher später nachrüsten zu können:

    - Kostal Plenticore plus 5.5. Anscheinend reichen hier 5,5 kW?

    - Kostal Smart Energy Meter

    - 9x Tigo TS4-A-O Optimierer

    - Module sind identisch


    Preislich liegen beide Systeme ähnlich (ca. 8000€). Ich bin jetzt etwas hin und hergerissen, welche Lösung die bessere ist.


    Bezüglich Ratschlägen und Entscheidungshilfen wäre ich sehr dankbar.


    VG

  • Vor allem sollten da mehr als 18 Module draufpassen. Du brauchst hier keine Optimierer. Selbst wenn es 24 Module werden, kann man das 2*12 verstringen. Die Ausrichtung ist bei einem Flach(!)dach egal.


    Kannst du mal den Belegungsplan einstellen?

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Ich würde das Nord/Süd ständern.


    Ich denke das sollten 4 Doppelzeile a 3 Module Nord und Süd drauf passen =

    24 Module , kann man 2*12 verstringen

    schöne kräftige >340Wp und ein SMA STP8 oder Fronius 8,2 wurden gut gehen.


    Wenn du aus taktischen Gründen unter 7kWp bleiben wolltest würde ich 21*330Wp und einen Fronius 7 oder STP6 nehmen. Kritisch ist dass es dabei einen 12er und einen (zu)kurzen 9er String gibt. Man könnte daher hier auch auf einen Solaredge SE7k kommen.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Hallo,

    vielen Dank schon mal für die Antworten. Ich habe im Anhäng jetzt den selbsterstellten Belegungsplan angehängt. Von der Firma liegt mir bisher noch kein genauer Modulplan vor. Die 18 Module ergeben sich, da die Dachrinne im Norden zugänglich bleiben sollte und die Flachdachdurchführungen bzw. die SAT-Schüssel im Weg sind. Ich sehe hier aktuell keine Möglichkeit mehr Module unterzubringen oder seht ihr das anders? Die 2,20 für zwei Module auf dem Flachdachständer wurden mir vom Solateur mitgeteilt.


    Da auf der einen Seite der Kamin und auf der anderen Seite die Attika kommt stellt sich für mich auch die Frage ob man an der Grenze zum Nachbarn mit Ost- oder West-Ausrichtung beginnt. Die Ost-West-Ausrichtung hätte ich aufgrund der Stromausbeute über den kompletten Tag verteilt einer Nord-Süd Ausrichtung gefühlt bevorzugt.


    Von euren Antworten nehme ich schon mal mit, dass keine Optimierer notwendig sein sollten, d.h. bei einem Kostal auch keine Tigo Optimierer? Mich wundert nur, dass der Solateur die Solar Edge Variante so stark bevorzugt.


    Generell würde ich leistungstechnisch auch gerne das Maximum rausholen. Sind Module >340Wp schon Standard oder ist aufgrund der größeren Leistungsdichte hier mit einem überproportionalen Aufpreis zu rechnen. Ich tippe mal, dass der Solateur diese 340Wp Module im Standard aktuell führt und daher größere entsprechend teurer werden. Mein Nachbar hat sogar noch 300Wp angeboten bekommen.


    Bezüglich passendem Wechselrichter hat der Solateur noch als Argument für Solar Edge angefügt, dass hier 12 Jahre Garantie bereits im Preis enthalten sind und bei Kostal bzw. SMA ist dies teuer zu erwerben. Die Möglichkeit einen Speicher bei Kostal ergänzen zu können hört sich allerdings verlockend an oder ist das ebenfalls nicht realistisch, weil der Wechselrichter sowieso veraltet sein wird in ein paar Jahren.

  • Bei einem Flachdach spielt es keine Rolle ob Nord/Süd oder Ost/West aufgeständert wird. Die Fläche wird in beiden Varianten ja gleich beschienen. Ich würde die Entscheidung davon abhängig machen, wie die Module besser und mehr drauf passen.

  • 340Wp ist okay aber quasi Standart.

    Bis zu 370Wp sind möglich (Longi) und teilweise auch nicht zu teuer. Auf Grund der geringen Stückzahl kannst du nicht damit rechnen einen Sonderpreis für nicht lagernde Module zu bekommen.

    Achtung Schattentheoretiker!