Anlagenplanung Ost/West Dach 89***

  • Hallo liebes Forum,

    nachdem der Brenner meiner Gas Heizung Anfang des Jahres kaputt gegangen ist, falle ich nun in Baden-Württemberg unter das EEWärmeG und bin damit verpflichtet 15% des Energiebedarfs über erneuerbaren Energien zu decken. Die aktuellen Optionen sind das Dach zu dämmen, oder eine Photovoltaikanlage zu installieren. Ich tendiere zu letzterem und bin deswegen hier im Forum gelandet.


    Ohne großes Vorwissen habe ich daraufhin einfach mal den hiesigen Anlagebauer kontaktiert, der sich die Lage vor Ort angeschaut hat und daraufhin ein Angebot abgegeben hat. Er bietet mir folgendes an:


    Photovoltaikanlage mit 7.8 kWp

    - 24 Heckert Solar Photovoltaikmodule, monokristallin 325kWp (NEMO 2.0 60M)

    - KOST Wechselrichter PLENTICORE-PLUS8.5

    - KOST Energy Meter

    - Montage, Anmeldung, Dokumentation

    - Belegung zur Hälfte Ost zur Hälfte West

    --> 11650€ (netto)


    Stromspeicher BYD mit 5,1 kWh

    - BYD B-Box HVS 5.1

    --> 4550€ (netto)


    Neuer Zählerplatz

    --> 2470€ (netto)



    Was haltet ihr von dem Angebot?


    Für die Anlage wären das 11650€/7.8kWh = 1493€/kWh. Ist das im Rahmen, oder geht da noch was nach unten?



    Um den Zählertausch komme ich wahrscheinlich nicht herum. Meinen aktuellen Zähler seht ihr in den Anhängen.

    Könntet ihr mir das bestätigen?




    In der Zwischenzeit habe ich mir im Forum etwas belesen können (insbesondere die Wirtschaftlichkeitsrechnung der Verbraucherzentral NRW), und tendiere dazu den Stromspeicher zu streichen und ggf. mehr Module installieren zu lassen. Die Aussage der Studie ist ja, dass es bzgl. der Wirtschaftlichkeit Peaks bei 7 und 10 kWp gibt, grundsätzlich aber die Devise gilt: Dach voll machen!


    Ich habe selbst auch verschiedene Wirtschaftlichkeitsrechnungen für das Projekt durchgeführt und komme dabei immer auf eine Amortisationszeit von 17-20 Jahren. Ich hätte zwar weniger erwartet, aber ich denke das ist für ein Ost/West Dach normal. Könnte man den Preis der Anlage aber drücken, dann sähe das natürlich etwas anders aus.


    Was ist hierzu Eure Meinung?


    Ich habe bisher die Steuerthematik noch etwas ausgeklammert.

    Rechnet man (überschlagsweise) mit Nettobeträgen, weil man die Umsatzsteuer als Gewerbetreibender wieder zurück erstatten lassen kann?

    Wie hoch ist der Aufwand für die Steuererklärung? Ich habe schon gehört, dass man monatlich eine Erklärung abgeben muss. Ist das korrekt?


    So, nun noch ein paar Fakten zum Haus:

    - Satteldach

    - Dachausrichtung: 107 W und -73 O

    - Dachneigung: 31°

    - würde man das Dach voll machen, wären mind. 17 kWp möglich (kurzer Versuch via Sunny Design Konfigurator)

    - Bilder findet ihr im Anhang.

    - 3 Personenhaushalt, 2 Berufstätige, 1 Rentner

    - Jahresverbauch ca. 3800kWh


    Würde mich freuen etwas Feedback von Euch Experten zu bekommen. Falls ich noch etwas vergessen habe oder noch nicht betrachtet habe, freue ich mich auf Hinweise von Euch! :)

  • Hallo und willkommen im Forum!


    Habe auch OSO und WNW.


    Mit 29,9 kWp vollgepackt.


    Kein Speicher.


    850 €/kWp, zu 100 % von der Sparkasse für 1,58% finanziert.


    Wird sich nach knapp 11 Jahren amortisiert haben.


    Mach’s mit, mach’s nach, mach’s besser!

  • Bei Anlagen bis 10 kWp sollte der Preis 1400 E/kWp nicht übersteigen.

    Für größere Anlagen ensprechend günstiger.

    20 kWp sollten für rund 1000 E /kWp machbar sein.

    Gilt allerdings nur, wenn du kein kompliziertes Dach oder sonstige Erschwernisse wie bspw. einen komplett neuten Zählerschrank o.ä. brauchst.

    Dies sind nur grobe Richtwerte.

    Günstiger gern.

    Speicher weglassen. Kostet nur Geld, bringt aber außer hohen Kosten nichts.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Zur Planung PVSol Premium oder PVScout Premium benutzen. Gibt's jeweils 30 Tage kostenlos. Die Heckert Module habe ich auch. Gibt's jetzt auch schon mit 330 Wp. Wenn die Belegung klar ist, passenden WR wählen. Ich habe einen von SMA. Da gibt es Sunny Design Web. Da kannst Du den passenden WR auswählen lassen. Dann mit der fertigen Planung Angebote einholen.

  • zuerst: du hast hoffentlich nicht die Gastherme erneuert sondern nimmst die 35% BAFA Förderung und baust eine Wärmepumpe ein?!


    Photovoltaikanlage mit 7.8 kWp

    - 24 Heckert Solar Photovoltaikmodule

    knapp über 7kWp kann ungünstig ausgehen wenn die iMS Pflicht dir einen 100€/Jahr teuren Smartmeter beschert.


    24 Module sind eine ungünstige Auslegung weil nur 22 in Reihe geschaltet werden können entstünden bei dir 2 (zu) kurze ineffiziente Stränge.


    PV Plant man vom Dach und nicht vom Verbrauch. Deine Planung ist ein guter Anfang - mindestens das würde ich bauen! Optimieren können wir mit genauen Maßen.

    Die Garage im Süden würde ich auf jedenfall mitnehmen.


    Zählerkasten am besten einmal neu machen und mit PV abschreiben.

    Platz für 4 Zähler wäre kein Fehler - die PV braucht einen und einen ggf für den NT Zähler für die WP.


    Ich habe selbst auch verschiedene Wirtschaftlichkeitsrechnungen für das Projekt durchgeführt und komme dabei immer auf eine Amortisationszeit von 17-20 Jahren.

    Amortisation von 17Jahren ist unter Umständen realistisch aber steuerlich optimal.

    Der (ab dem 6. Jahr steuerfreie) Vorteil der PV besteht im Eigenverbrauch - ohne WP kannst du 1500-2000kWh Eigenverbrauch erwarten - mit PV etwa das doppelte.


    Steuerthema ist nicht mein Steckenpferd aber machbar. Dazu gibt's n subforum.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Guten Morgen liebes Forum,

    und herzlichen Dank schon einmal für Euer Feedback!


    Ich werde mir auf jeden Fall nochmal ein Angebot einholen, ohne Speicher und mit vollem Dach. Wenn bei 20kWp ca. 1000€/kWp realistisch ist, würde das Angebot sich ja im gleichen Bereich bewegen und dann gefällt mir wahrscheinlich auch die Wirtschaftlichkeitsrechnung besser :)


    Auch eure Anmerkungen bzgl. Zählerschrank, WR und String-Schaltung sind sehr willkommen. Bisher habe ich mich mit dem Thema noch gar nicht auseinander gesetzt. Dazu werde ich bei Zeiten das Forum durchstöbern.



    Green_Pirate

    Mit Wärmepumpe habe ich mich bislang nicht beschäftigt. Als die Heizung ausgefallen war, hatten wir Minusgrade... da musste schnell ein Ersatz her. Der Heizungsbauer aus dem Bekanntenkreis hat versucht zu reparieren und dann Ersatz beschafft. Daher wurde nur der zentrale Brenner ausgetauscht. Keine Ahnung, ob es sinnvoller gewesen wäre auf eine Wärmepumpe umzusteigen.


    Das im Süden ist nur ein Gewächshaus :)


    Die Garage steht im Westen, ist durch unser Haus vormittags, und das Haus des Nachbarns Abends aber im Schatten. Rein gefühlt würde ich behaupten, dass sich das nicht lohnt.


    Allen einen schönen Sonntag,

    mathso

  • Diese Fläche (Anhang) meinte ich.

    Wenn die Gastherme läuft ist doch OK.

    Du kannst zuerst eine PV bauen oder Wärmepumpe - der CO2 Effekt der WP dürfte größer sein - Förderung gibt's auch noch...


    Jetzt PV und WP später geht natürlich ebenso.

    Auf keinen Fall versuchen die Auflagen durch Solarthermie zu erfüllen!!!

  • Ah, das ist ein kleiner Anbau, wo ehemals die Balkone am Haus waren. Tatsächlich könnte man die Fläche noch mitnehmen, da hast du recht.


    Tatsächlich wäre eine WP auch eine Option das Gesetz zu erfüllen. Bei der Energieberatung ist darauf allerdings überhaupt nicht eingegangen worden. Keine Ahnung warum... vielleicht sind die WPs recht teuer?

  • Tatsächlich könnte man die Fläche noch mitnehmen, da hast du recht

    Gleiche Dachneigung wie das Hauptdach? Da im Süden gibt's dort auch bei Höhenunterschied zum Hausdach wohl kaum Schatten.

    vielleicht sind die WPs recht teuer?

    Ab ~3000€ für 5kW und rund 15.000kWh/a.

    Das Ist nur die WP dazu kommt neben der (einfachen) Installation noch der hydraulische Abgleich (den du selbst durchführen solltest) sowie ein neuer Warmwasserspeicher und Kleinteile.


    Eine Wolf CHA-07 oder die 10kW Variante wären auch für ein sonst nicht weiter modifiziertes Bestandsgebäude eine gute Option. Mit Neuem Hocheffizienzspeicher und kommt man da aber in den 5 Stellingen Bereich. Das richtige Forum für diese Fragen ist der Haustechnikdialog.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Bitte Dachfoto und Dachmaße damit erstmal die Belegung vernünftig wird.

    FAQ im Wissen gelesen und dort auch den Steuerlink?