Bauen ist einfach betreiben ist schwer!? Suche hilfe bei Finanzamtfragen.

  • Moin zusammen,

    ich habe eine PV mit 9,96 kwp für etwa 6500€ (inkl. MwSt.) selbst gebaut. Die Anlage läuft hervorragend und geht auch in den kommenden Tagen offiziell ans Netz.

    Jetzt kommt für mich (ja, etwas spät) der Papierkram mit dem Finanzamt und hier bin ich völlig überfordert!

    Kann mir bitte jemand weiter helfen was ich jetzt wie und bei wem machen muss?

    Ich habe mir das Tool von pv-steuer runtergeladen. Aber auch hiermit erschließt sich mir das alles nicht.

    Die Bedeutungen der Abkürzungen bring ich nach 2 Minuten nachlesen wieder durcheinander.


    Nur eines hab ich schon raus gefunden. KUR scheint mir die richtige Wahl da ich eh recht wenig MwSt. habe und der Aufwand, auch wenn nicht viel, schon mal weniger ist.


    Wie mache ich also nun weiter?


    Danke und Gruß,

    Christian

  • Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen, absenden

    • Der Jammer bei den Weltverbesserern ist, daß sie nicht bei sich selber anfangen.
    • Im Leben kann man immer neu anfangen, aber nie von vorne.
  • Hallo Christian,

    Glückwunsch zur Eigenmontage! War bei dem Wetter in den vergangenen Monaten bestimmt eine Herausforderung.


    Was fehlt denn noch zur IBN?

    Auch an die Anmeldung im Marktstammdatenregister denken!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Moin und danke für die Infos.

    Ich hab das Formular gefunden. Hab auch noch ein Elster Zugang. Mal sehen ob ich den noch reaktiviert bekomme.


    Guenni18

    Die Anlage habe ich mehr aus Interesse gebaut (ich wollte das einfach machen) als aus Gewinnoptimierung. Habe natürlich trotzdem sehr auf dem Preis geachtet. Sollte schon möglich günstig sein wegen der Eigenfinanzierung. Leider wohl so sehr das mir das Finanzamt eine Liebhaberei nicht abkaufen wird. Kann man das trotzdem versuchen? Wie geht das?


    Bento

    Ja, das war eine herausvorderung. Ich weiß auch nicht ob ich das bei einer Dachneigung von über 50° nochmal machen würde. Meine Kniee tun heute noch weh und nen Fetten Sonnenbrand gabs auch. :) Aber ist ja nun fertig!

    Zur IBN fehlt noch mein Elektriker der einfach nicht ausm knick kommt. Der hat derzeit einfach massig zutun. Dafür macht er es zum selbstkostenpreis. :) Mastr. bin ich schon angemeldet. Hab aber noch keine Anlage angegeben.

  • Leider wohl so sehr das mir das Finanzamt eine Liebhaberei nicht abkaufen wird. Kann man das trotzdem versuchen? Wie geht das?

    Das wird wohl nichts, da Du ja günstig gebaut hast und die Anlage nach Deinen Angaben super läuft. Das wird nichts, wenn Du nicht dauerhaft Verluste machst. Wenn Du das dem FA glaubhaft versichern kannst, dann kannst Du es ja probieren.

    Gruß

    Gunther

  • dem FA glaubhaft versichern

    Chritz ,bei der Liebhaberei erwartet das FA eine Prognose das über 20 Jahre weniger als 1 € Gewinn übrig bleibt.


    Grobe Musterrechnug:


    Wenn deine Anlage im Jahr 10.000 kWh produziert werden das 20.000 kWh in 20 Jahren.

    Bekommst du vom VNB 9ct/kWh gibt das 18.000€ Einnahmen.

    Bezahlt hast du 6.500€ (Brutto).


    Gewinn = 18.000€ - 6.500€ = 11.500€

    Wie Guenni schon schreibt bist du meilenweit vom Liebhaberei entfernt selbst wenn du noch kratzt und Versicherung etc. und einen WR-Tausch abziehst. ;)


    Hättest du für deine Anlage Anlage 17.000€ bezahlt + WR-Tausch (1000€ ?) dann läuft das auf Liebhaberei raus, aber wie du siehst ist Liebhaberei Augenwischerei wenn man einen finanziellen Vorteil haben möchte. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

  • KUR scheint mir die richtige Wahl da ich eh recht wenig MwSt. habe und der Aufwand, auch wenn nicht viel, schon mal weniger ist.

    Bei direktem Start mit KUR entfällt die mtl. VA über vermutlich 18 Monate.

    Ohne KUR gibst du jedem Monat an was du an Summe für Rechnungen hattest und was du vom mtl. vom VNB erhältst und grob was dein EV-Wert war. Hast du in entsprechender Rubrik nichts gibst du eine 0 ein. Sind also nur einige Zahlen und oft meist nur abschreiben.


    Jahres-USt-Erklärung ist trotzdem zu machen auch bei KUR. Damit weist du dem FA nach das dir KUR zusteht auch wenn du keine USt abführen musst.


    Bei der Regelbesteuerung bekommst du die 19% USt aus dem Kaufpreis erstattet, und musst dann für je ca. 1.000 kWh EV ca. 50€ USt pro Jahr zahlen. Ist dein EV jährlich 2.000 kWh müsstest du 100€ abführen und das mindestens 5 Jahre also 500€.

    Wenn du die Erstattung aus der Kaufrechnungen abziehst bleiben dir ca. 500€. Nach 5 Jahren wechselt man in die KUR weil man dann die Erstattung komplett behalten darf.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp

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