Erweiterung eines Strings, Erfahrungen?

  • Hallo, hätte gerne mal eure Meinung oder Erfahrung gehört und ja ich weiß das ist nicht optimal.


    Ich habe eine kleine Anlage mit 8 Paneelen nach SW an einem Sunny Boy 2,5 als String. Aus einem früheren Versuch gibt es noch 2 Paneele nach NO mit vergleichbaren Daten. Diese 2 Paneele arbeiten mit je einem Microwechselrichter.
    Wie sinnvoll ist es diese beiden Paneele mit in den String einzubinden? Die Paneele haben ja alle Dioden, im Prinzip ist ja jedes Modul sowieso aus 3 Modulen verschaltet.

    Warum? Ich möchte den Ertrag gerne in die Reglung/Statistik des Sunnyboy integrieren.


    Wie wirkt sich das aus? Die NO Module fangen ja deutlich früher mit der Produktion an und laufen so kurz nach dem Mittag praktisch aus. Die SW beginnen erst verhalten mit der Leistung. Die Sonne beleuchtet die ja erst so Paneel für Paneel nacheinander. Wie ist es im Teillastbereich wenn z.B. nur wenig Licht auf die NO Panele fällt, überbrücken dann die Dioden das und die Leistung ist futsch?

  • SW und NO im gleichen String macht keinen Sinn.

    Es würde nur gehen, wenn die parrallel und je gleichviele sind.

    Aber dafür hätte der SB ja den zweiten MPP, nur sind da 2 Module zu wenig.

    Also lass dass. Ab 4 Module müsste das am zweiten Mpp halbwegs laufen, besser 5 oder 6.

  • SW und NO im gleichen String macht keinen Sinn.

    Es würde nur gehen, wenn die parrallel und je gleichviele sind.

    Aber dafür hätte der SB ja den zweiten MPP, nur sind da 2 Module zu wenig.

    Also lass dass. Ab 4 Module müsste das am zweiten Mpp halbwegs laufen, besser 5 oder 6.

    Das ist ja richtig aber was passiert? Der Strom fließt doch an den Modulen NO am Nachmittag vorbei. Klar kann man die Leistung nicht mit 10* 310W rechnen. Morgens bekommen ja auch erst wenige Module von den 8 nach SW Sonne und die Leistung fährt langsam hoch. Da werden die anderen ohne Sonne im String ja auch umgangen.

  • Sind denn das überhaupt dieselben Zellen in den Modulen? Sonst haben die ja unterschiedliche Kennlinien, dann geht das ssowieso nicht.


    Die Dioden nutzen dir in dem Fall nichts, weil die zwei Module auf NO den String nicht alleine treiben können. Und am Nachmittag stören sie im besten Falle nicht oder wenig. Auch Bypassdioden senken die Stringspannung leicht, und ich glaube auch nicht, dass sie auf diese Art von Dauerbetrieb ausgelegt sind. Wenn du die zwei Module nutzen willst, dann prüfe, ob sie auf SW noch in den String können. Dazu müssten sie ähnlichen MPP-Strom haben.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Die Zellen sind doch Stromquellen mit u.A. von der Sonne abhängigen Parametern. Auch bei den 8 Modulen mit je 70 Zellen scheint die Sonne nie gleichmäßig drauf, gibt es unterschiedliche Verschmutzungen usw.. Damit ist jede Zelle letztlich anders. Der WR sucht sich einen Arbeitspunkt abhängig von diesem Missmasch.
    Ich könnte auch über die NO Paneele noch eine Diode legen und die eingebauten entlasten.

    Gibt es praktische Erfahrungen mit unterschiedlichen Ausrichtungen in einem String?

  • Alles an einem Strang sollte darauf ausgelegt sein, diesen "Missmasch" so gleichmäßig wie möglich zu halten. Leichte Unterschiede von um die 20 Grad vor allem in der Neigung kann man tolerieren, im Azimuth wirds schon schwieriger (weil in dieser Richtung der Sonnenstand viel stärker variiert), gänzlich unterschiedliche Dachseiten, nein.


    Aber probiers gerne aus und stell die Ergebnisse hier ein, wäre interessant, wirkliche Messwerte zu sehen.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Alles an einem Strang sollte darauf ausgelegt sein, diesen "Missmasch" so gleichmäßig wie möglich zu halten. Leichte Unterschiede von um die 20 Grad vor allem in der Neigung kann man tolerieren, im Azimuth wirds schon schwieriger (weil in dieser Richtung der Sonnenstand viel stärker variiert), gänzlich unterschiedliche Dachseiten, nein.


    Aber probiers gerne aus und stell die Ergebnisse hier ein, wäre interessant, wirkliche Messwerte zu sehen.

    Ja, werde ich machen. Aber Ergebnisse bei dem schwankenden Sonnending am Himmel werden schwierig :) gerade jetzt wo die Tage ja auch spürbar ihre Länge variieren. Werde mir wohl was zum schalten und messen bauen müssen. Die 8 Paneele liegen auch sehr flach auf dem Dach.

  • So, habe das jetzt mal probeweise anders verschaltet und die beiden Module 90° östlicher mit eingebunden. Der Effekt ist am Morgen gut zu merken. Der WR erreicht früher seine Startspannung und der Ertrag ist in den Morgenstunden höher.
    Am Abend, bringen die Ost Module dann nichts mehr, der Nachteil gegenüber den Modul WR ist dann schon zu erkennen. Allerdings ist das auch mit Modul WR wenig und die fallen jetzt ja auch weg und die Kostenbilanz ist eine andere.


    Ich habe die beiden Module technisch mit einer Modulanschlussbox und zusätzlichen Dioden eingebunden. Es liegen jetzt also über jedes Modul zwei parallele String Dioden. Die Dioden in den Anschlussboxen der Module werden also am Abend nicht belastet. Außerdem ist dann im String nur ein Spannungsabfall von 0,2V je Modul und nicht 0,6V.


    Die Leistung in der Summe scheint auch höher zu sein. Allerdings, "schwankt" die Sonne jetzt ja schon so stark, dass das nicht fundiert zu messen ist.
    Im Frühjahr gibt es wieder richtig klare Tage, dann werde ich mal versuchen das messtechnisch zu erfassen. Ich brauche ja wenigstens eine gleichmäßige Beleuchtung über die Zeit der Messung, Brücken rein und raus und Werte erfassen usw..