PV Anlage auf Flachdach im Raum Heinsberg 525xx / Bisher einige Absagen wegen Flachdach + Kies

  • Hallo zusammen,


    ich bin Oli und neu hier im Forum, habe mich allerdings schon mit Freunden ausgiebig über "meine" PV Anlage ausgetauscht.


    Ich bin auf der Suche nach einem Installateur für den Raum Heinsberg und habe für meine bisherigen Angebotsanfragen einiges an Informationen und Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt.


    Aber die Tatsache, dass wir über ein Flachdach reden, scheint für viele Installateure ein Problem zu sein. Ich hatte bereits zwei Absagen, weil man mit "Stahlbeton + WDVS + Bitumen + Kies" scheinbar nicht zurechtkommt ("Kies" wirkt offenbar besonders abschreckend).


    Wir haben bereits eine ~5 m² Solarthermieanlage auf dem Dach, die ganz normal mit einer 10° Alu-Aufständerung und Ballastierung installiert wurde. Deswegen will ich nicht so ganz verstehen, warum das bei PV nicht auch funktionieren sollte. Aus meiner Sicht sollte es ja reichen, den Kies an den Auflageflächen des Montagesystems zu entfernen.


    Ansonsten sind das hier meine Rahmendaten:

    • Standort:
      • 51° N, 6° O
    • Dach:
      • Flachdach (Stahlbeton + WDVS + Bitumen + Kies)
      • Dachfläche: 119 m² (abzgl. vorhandene Solarthermie [ca 5m²] + Dachüberstand)
      • Effektiv ca. 70 m² nutzbar
      • Ausrichtung Längsachse 345 °
    • Haushalt:
      • 3 Personen, viel IT + Technik
      • 4.500 kWh p.a.
      • Perspektivisch: E-Auto
    • Sonstiges:
      • Sicherung der Anlage durch Ballast: Windlastzone 2, Geländekategorie I/II


    Meine "Wunschanlage" sähe nach einigem Planen und Rechnen z.B. so aus:

    • Module: 30x "Heckert Solar NeMo ® 2.0 60 M 330"
      • Ost/West 10°
      • Aufteilung: 6/6, 6/6, 3/3 (mehr passt auch nicht)
      • 9.900 kWp
      • Ergibt laut PVGIS ~8.320 kWh/a (~ 840 kWh/kWp/a)
    • Montagesystem: K2 D-Dome V 10°
    • Wechselrichter: SMA Sunny Tripower 10.0 (auch, wenn 8.0 ausreichend wäre)

    Hat jemand gute Erfahrungen mit einem Installateur, der "PV auf Flachdach" beherrscht oder liest hier vielleicht ein Installateur mit, der sich der Sache annehmen will?


    Danke und viele Grüße

    Oli



  • ElOli

    Hat den Titel des Themas von „PV Anlage auf Flachdach im Raum Heinsber 525xx / Bisher einige Absagen wegen Flachdach + Kies“ zu „PV Anlage auf Flachdach im Raum Heinsberg 525xx / Bisher einige Absagen wegen Flachdach + Kies“ geändert.
  • Warum baust du die Anlage nicht selbst auf? Ein Elektriker/Solarteur muss den Wr dann nur noch anklemmen und die Anlage abnehmen.

    Ja, mit dem Gedanken habe ich ernsthaft gespielt.


    Andererseits bin ich da ziemlich unsicher: Zum einen kann ich nicht einschätzen, ob meine handwerklichen Fähigkeiten dazu wirklich ausreichen. Zum anderen möchte ich nicht in der Situation sein, dass ich bei einem Schadenfall wegen unsachgemäßer Montage selbst in der Haftung bin.


    Ich bin da rechtlich nicht so fit: Wäre ich in so einem Fall auf der sicheren Seite, wenn eine Abnahme der Anlage durch einen Fachbetrieb erfolgt ist?

  • ein WDVS wirst du da eher nicht unterm Kies haben

    Doch. Laut Wärmeschutznachweis 14 cm "EPS DIN EN 1363 WLG 035". Identisch zu dem, was auch an den Wänden verbaut ist.

    Nein.

    Denn auch wenn du als Dämmung das selbe EPS verbaut hast, ist das was du auf dem Dach hast trotzdem kein WDVS

  • In wie fern ist denn wvds oder nicht überhaupt relevant? Von Wortklauberei Mal abgesehen. Die letzte Schicht ist Bitumen und es darf keine Dachdurchdringung geben. Starke Punktbelastung ebenfalls nicht. Das vorgeschlagene Ständersystem bietet genau diese Features.


    ----



    DIY ist sicher eine Option, aber ich täte mich wie Oli mit der privaten Risikoübernahme schwer. Andererseits kann ich mir schwer vorstellen, das ein Handwerker per Abnahme da einfach in die Gewährleistung ginge.

  • ein Handwerker der auf dieses Dach eine PV draufstellt, übernimmt ja auch keine Gewährleistung für das Dach sondern nur für seine Leistung.

    Inwieweit WDVS oder nicht relevant ist, keine Ahnung.

    Auf jeden Fall ist es nicht förderlich, schon bei der Beschreibung in einer Angebotsanfrage falsche Angaben zu machen, die einen möglichen Bieter bestenfalls verwirren.

    Und sich dann wundern wenn keiner antwortet.

  • ein Handwerker der auf dieses Dach eine PV draufstellt, übernimmt ja auch keine Gewährleistung für das Dach sondern nur für seine Leistung.

    Inwieweit WDVS oder nicht relevant ist, keine Ahnung.

    Auf jeden Fall ist es nicht förderlich, schon bei der Beschreibung in einer Angebotsanfrage falsche Angaben zu machen, die einen möglichen Bieter bestenfalls verwirren.

    Und sich dann wundern wenn keiner antwortet.


    Der Handwerker ist aber in der Haftung, wenn sein Gewerk an Gebäude etc. durch Mängel Schäden anrichtet.

    Ein Solarteur ist sicherlich in der Lage, von Wärmedämmverbundsystem auf eine entsprechend empfindliche Dachhaut zu schliessen, wie man die i.d. initialen Information nennt, ist da unerheblich.
    Wenn ich damit mein Geld verdiene, stelle ich da Rückfragen an den Interessenten und hole mir die benötigten Informationen. Wenn meine Bücher eh voll sind und die Gegebenheiten nicht in meine 2-3 Standard-Schemata passen, dann biege ich da ab. Letzteres ist schade.

    jodl: Wie nennt man die Dämmschicht unterhalb des Bitumens denn alternativ in der Anfrage?