Auslegung PV-Anlage, ca. 17kWp, Tirol, Ost-West, 22°

  • Hallo zusammen,


    ich bin gerade dabei eine PV-Anlage auf unser Wohnhaus zu planen bzw. mich in die Thematik einzuarbeiten. Möglicherweise kommt auch eine Eigenmontage in Betracht. Ich bin Handwerker (kein Elektriker). Für die elektrische Installation habe ich jemanden.

    Jedenfalls kommen mir immer wieder Fragen unter, die ich mir schwer tue zu beantworten.


    Folgende Randbedingungen (siehe auch PDF): 2020 08 17 PV Anlage Wattenberg.pdf

    Bauliche Voraussetzungen:

    - Standort: Wattenberg, Tirol, Österreich, 1070m Höhe ü. NN

    - Satteldach West (280°) und Ost (100°) §Giebelhöhe ca. 7m über Gelände §Dachneigung 22°

    - Dacheindeckung Ziegeldach (Creaton Domino)

    - Dachstruktur Sparrendach, Sparrenabstand 80cm

    - Dachmaße 12,0m Breit x 4,65m Tief (Ortgangmaß)

    - Schneelast:

    - Schneelast: sk = 4,09 kN/m2

    - Schneelast: s = 3,27 kN/m2 § Haustechnik:

    - Heizung mittels Wärmepumpe (Erdsonde)

    Elektromobilität:

    - BMW i3, ca. 15.000km/a

    Prämissen:

    - Derzeit keine Speichereinheit geplant

    - Wirtschaftlich sinnvolle Auslegung

    - Fokus liegt auf Energieproduktion, nicht auf wirtschaftlicher Optimierung


    Ich habe bereits mit der Planung begonnen und diese zusammengestellt (siehe PDF): 2020 08 17 PV Anlage Wattenberg.pdf


    Gleichzeitig würde es mir enorm helfen, wenn jemand aus dem Forum über meine Fragen drüberschaun kann und mir die entsprechende Richtung geben könnte.

    Module:

    - Sind gängige Module für die erhöhten Anforderungen aus der Schneelast zugelassen?

    - Wenn nein: Gibt es spezielle Module die für höhere Schneelasten entwickelt wurden?

    - Gibt es besondere Empfehlungen für Module für die spezifischen Randbedingungen?  

    Montage:

    - Reichen ca. 60cm unter den Modulen um einen geeigneten Schneefangschutz zu installieren? Ist ein Rundbalken geeignet?

    Wechselrichter:

    - Ist ein 15kW Wechselrichter für die Anlage ausreichend? Wie kann ich das berechnen? Welches Tool verwenden?

    - Wie sollten idealerweise die Strings ausgelegt werden? Reicht auch ein String pro Seite?

    - Sollten wegen der Verschattung durch Schnee Leistungsoptimierer eingesetzt werden?

    - Sollte ein Überspannungsschutz installiert werden?

    Datenmanagement:

    - Was ist sinnvoll?

    - Soll ein späterer Einbau eines Energiespeicher vorgesehen werden?


    Bitte berücksichtigt, dass ich ziemlicher Laie im Bereich PV bin. Ich bedanke mich schon mal für die Unterstützung.


    Gruß, Georg.


  • zur Statik und Schneelast kann ich dir nichts Professionelles sagen, nur ein paar Gedanken: Bei zu erwartender Schneelast solltest du hochkant montieren, da rutscht der Schnee besser und drückt nur gegen die kurze Rahmenseite. Außerdem kann ein Modul dann mit drei Schienen unterlegt werden gegen Durchbiegen. Gerade was Schneelast angeht hast du also maximal ungünstig geplant.


    Die Verstringung geht so im Prinzip. Ich würde das jedoch symmerischer verstringen mit 2*14 und 2*12. Der WR ist ausreichend, in Ö wäre aber auch der 20'er kein Fehler.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Die Verstringung geht so im Prinzip. Ich würde das jedoch symmerischer verstringen mit 2*14 und 2*12. Der WR ist ausreichend, in Ö wäre aber auch der 20'er kein Fehler.

    Hallo Monsmusik,


    welchen Hintergrund hat deine Aussage, bezügleich des 20er WR? Bezieht sie sich auf die technische Anforderungen oder regulatorische?


    Danke und Gruß, Georg.

  • Ich bin davon ausgegangen, dass es in Ö keine 70% Regel gibt. In D reicht es ja aus, den WR auf 70%+Direktverbrauch+Blindleistung auszulegen. Dein Dach ist recht flach, die 70% werden also bei dir wohl überschritten werden, das war mein Gedanke.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"