Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

  • Der Messstellenbetrieb umfasst nur den Zähler, Abrechnung etc. Alles andere ist Netzbetrieb.

    Aber welcher VNB plombiert denn heute noch, wenn er nicht sowieso vor Ort ist. Vielleicht noch kleine Stadt- oder Geneindewerke, die sonst nichts zu tun haben.

    Hallo,


    ich bin selbst Messstellenbetreiber und ich plombiere ohne Rücksprache mit den NB meine Messstellen. Denn für diese bin ich zuständig und sonst kein anderer.

  • Wenn Du Dich als Elektriker beim VNB meldest, und sagst, ich habe die Plomben entfernt, um einen Überspannungsschutz einzubauen, was macht der dann?

    Die meisten VNB heften die Meldung irgendwo ab und evtl. gibt es noch ein Flag in der Kundendatenbank.

    Letztendlich ist es auch egal, solange die Verbrauchswerte nicht dramatisch von der Vergangenheit abweichen.

    …ich plombiere ohne Rücksprache mit den NB meine Messstellen.

    Zu deinen Aufgaben gehört aber nicht die Plombierung des AAR oder des HAK. Denn dieser Teil gehört nicht zur Messstelle. Wenn du es trotzdem machst, ist es eine freiwillige Leistung.

  • ... wenn der AAR nicht zur Messstelle gehört, was hiervon gehört dazu?

    - Zählerfeld

    - RfZ

    - NAR

    - APZ


    Bzw. welche dieser Räume gehört zur Messstelle, bzw. wird vom Messstellenbetreiber dort plombiert?

  • Zu deinen Aufgaben gehört aber nicht die Plombierung des AAR oder des HAK.

    Warum sollte der AAR plombiert werden? Da ist doch kein ungezählter Strom drin.


    - Zählerfeld

    - RfZ

    - NAR

    - APZ


    Bzw. welche dieser Räume gehört zur Messstelle, bzw. wird vom Messstellenbetreiber dort plombiert?

    In den vier von Dir genannten Bereichen befindet sich ungezählter Strom (und im HAK). Also müssen diese plombiert werden. In der Praxis ist der grundzuständige Messstellenbetreiber meistens identisch mit dem VNB. Ich glaube, den Mitarbeitern ist selbst oft nicht klar, für wen sie gerade arbeiten. Sie plombieren alle diese Bereiche.


    Keine Ahnung, wer da formal für was zuständig ist.

  • Darüber muss man nicht philosophieren. Es gibt eine klare Definition:

    Messstelle: die Gesamtheit aller Mess-, Steuerungs- und Kommunikationseinrichtungen zur sicheren Verarbeitung von Messdaten und Steuerungsinformationen und zur sicheren Anbindung von Erzeugungsanlagen und steuerbaren Lasten an Zählpunkten eines Anschlussnutzers,

    Da die oben genannten Einrichtungen weder im NAR noch im HAK zu finden sind, gibt es für den Betreiber einer Messstelle auch keinen Grund dort irgendetwas zu sichern oder zu plombieren, denn seine Aufgabe beschränkt sich auf

    Messstellenbetreiber: der grundzuständige Messstellenbetreiber oder ein Dritter, der die Aufgabe des Messstellenbetriebs durch Vertrag nach § 9 wahrnimmt,


    Die allgemeine „Pflicht“ zur Plombierung der Anlagenteile, in denen ungezählter Strom fließt, folgt meist aus den TAB des VNB, die wiederum auf Grundlage der NAV erstellt wurden.

    Damit schließt sich dann wieder der Kreis zur Diskussion, ob Änderungen beim Anschluss von EE Anlagen auch der NAV unterliegen, sofern es sich nicht ausschließlich um Volleinspeiser handelt.

  • Hab mir das CS-Ergebnis eben auch mal zu Gemüte geführt...


    Kernbotschaft ist, dass im Standardfall der Beauftragung eines fachkundigen Dritten für die IBN keine Kosten entstehen dürfen. Insbesondere sind auch Kostenpauschalen ohne Nennung konkreter Handlungen nicht zulässig. Darüber hinaus sind vertragliche Abweichungen davon nur zulässig, wenn sie keinen Vertragspartner unangemessen benachteiligen. So sind insbesondere auch vertragliche Abweichungen in Formularen und AGB der VNB, die für eine Vielzahl von Fällen verwendet werden sollen, unzulässig. Der Versuch vieler VNB, die Kosten durch Zustimmung in diversen Formularen zu legitimieren, dürfte eindeutig diesem Bereich der Unzulässigkeit (Verstoß gg. §7 EEG) zuzuordnen sein.


    Die wichtigsten Leitsätze sind mE Nr. 13. und 14.


    Alle, die in der Vergangenheit aus Unwissenheit die Kosten in Formularen akzeptiert und dann gezahlt hatten, sollten diese von den VNB mit Verweis auf dieses aktuelle CS-Verfahren wegen Verstoß gg. §7 EEG zurückfordern!


    Es gab hier doch mal nen Fall eines kleinen städtischen oder kommunalen VNB, wo der Vorstand selbst zu den IBN rausgefahren ist und dann abgerechnet hat... Auch der sollte mal schnellstens Rückstellungen bilden (und am besten die wirtschaftliche Notlage ausrufen), wenn er nicht tatsächlich wichtige Funktionen wie die Plombierung beim Ortstermin nachweisen kann... Auch etwaige Kosten-Zustimmungen auf Formularen dürften hier wegen Verstoß gg. §7 EEG am Sachverhalt nichts ändern... Und er hat dann künftig viel Zeit, sich um sinnvolle Dinge zu kümmern.

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  • ich bin grade auch am PV planen und hab mir mal die Anmeldung bei meinem VNB angesehen. Was haltet ihr davon? Das geht doch garnicht oder? Sollte ich den Elektriker darauf hinweisen das auf der Anmeldung das Angebot und Rechnungs Kreuz frei bleibt? Preisblatt gibt es auch

    danke schonmal für die Unterstützung

  • das ist mal wieder die typische Übertragung der üblichen Erstellung von Netzanschlüssen für Wohngebäude nach NAV. Den ganzen Quatsch braucht es für PV nach EEG nicht.

    Das Preisblatt ist witzig. Wenn der Eli den VNB für IBN oder technische Klärung vor Ort braucht - mei, dann soll er ihn halt auch bezahlen.

    Am witzigsten ist die kaufmännische Inbetriebnahme :cursing: da war mal echt jemand kreativ. <X

  • ich werde den Hinweis geben das er das nicht ankreuzen soll oder er es dann alleine übernehmen muss. Nicht das ich hinterher die Probleme habe. Vielleicht hat er auch ein eigenes Formular zum anmelden. Kann ich aber noch nicht sagen, da ich mich vorher schon informieren will