Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

  • Wie in dem von mir oben erwähnten Fall: Die Betreiber der Anlage stellten nach einer Weile fest, dass ihre PV ausgerechnet bei strahlendem Himmel immer wieder 'ausfiel', glaubten an einen Defekt und wandten sich an ihren PV-Installateur. Der klärte sie auf, dass nichts kaputt ist, sondern die Anlage ferngesteuert vom Netzbetreiber abgeregelt wird. Weil sie davon nichts gewusst hatten und das im Sinne der Energiewende nicht in Ordnung fanden, wandten sie sich an die Regionalzeitung, die über diesen Fall dann berichtete.



    Finde den Fehler.

    Dinge kaufen und sich nicht damit auseinandersetzen und dann anderen die Schuld in die Schuhe schieben.


    Deshalb werden immer wieder die selben Strolche in der Politik gewählt. Hirn ausschalten und Verantwortung abschieben ist halt bequemer. So funktioniert die Welt aber nicht.





    VG,

    SC

  • Das heißt, es besteht ein vorrangiges wirtschaftliches Interesse daran, möglichst viele, auch die Vielzahl der kleinen Anlagen, nur mit einem FRE ans Netz zu lassen.

    Der rot markierte Text ist offenbar deine freie Interpretation. Ich kenne bsher nur diesen "Heider-Fall". Und da ich selbst einige Anlagen mit RSE und einige ohne RSE betreibe, kann ich zumindest sagen, dass die unterschiedlichen VNB sich bei ihren Anforderungen immer an das EEG gehalten haben (was nicht bedeuten soll, dass das immer so ist!)

    By the way: Ich durfte bisher noch keine Abregelung erleben.


    Dir ist hoffentlich bekannt, dass die Anlagenbetreiber für das Abregeln entschädigt werden! Es ist für einen VNB einfach, einen Abregelungsbefehl in den Äther zu senden, aber ungleich aufwendiger dürfte es sein, alle betroffenen Anlagen zu ermitteln und diese für den Zeitraum zu entschädigen. Das wird kein VNB freiwillig machen wollen. Und dennoch ist es aus deren Sicht wirtschaftlicher als ein Netzausbau (was nicht bedeuten soll, dass dieser nicht auf jeden Fall erforderlich sein wird).

    Selbst mit einem gewaltigen Ausbau des Netzes werden Abregelungen nach meinem Verständnis nicht zu vermeiden sein. Wer soll den Stromüberschuss an den Sommerwochenenden abnehmen?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Was sagt das Forum eigentlich zu Leitsatz 6 der Empfehlung?

    Man nehme an, im Zuge der Installation der PV wird auch ein ÜSS nachgerüstet, dafür wird der Bereich unter dem Zähler entplombt.

    Dann müsste der VNB doch das Wiederverplomben in Rechnung stellen können, oder?


    "

    6. Notwendige Kosten des Anschlusses i. S. v. § 16 Abs. 1 EEG 2021 sind u. a. Kosten

    für

    • das Lösen von Plomben und Wiederverplomben am Sicherungs-/ bzw. Zäh-

    lerkasten,



    Sofern der Netzbetreiber vor Ort für den Netzanschluss notwendige Hand-

    lungen durchführt (vgl. Leitsatz Nr. 6), sind die damit in Zusammenhang

    stehenden Kosten (einschließlich Kosten für Anfahrt und Arbeitszeit vor

    Ort) auch gemäß § 16 Abs. 1 EEG 2021 von den Anlagenbetreiberinnen und

    -betreibern zu tragen (Rn. 76)

    "

  • Mein konzessionierter und ins Installateurverzeichnis eingetragener Eli behauptet, die Plomben nicht selber setzen zu dürfen.

    Wovon hängt das denn ab?

  • Mein konzessionierter und ins Installateurverzeichnis eingetragener Eli behauptet, die Plomben nicht selber setzen zu dürfen.

    Wovon hängt das denn ab?

    Das hängt vom VNB ab, es gibt alle Varianten. Mal dürfen Elis selbst sogar Zähler setzen, dann gibt es bestimmt Elektriker mit und ohne Plombierberechtigung, andere VNB machen alles selbst.


    Das Plombieren gehört meiner Meinung nach zum Messstellenbetrieb. Es hat nicht mit der Sicherheit zu tun, sondern damit, dass kein Strom ungezählt entnommen werden kann. Damit ist es Teil des Messstellenbetriebs. Dessen Kosten sind jedoch mit der Jahresgebühr abgegolten. In den meisten Fällen werden die Plomben beim Zählertausch ersetzt, es kommt also niemand extra raus. In Zukunft, wenn alle 2-Richtungs-Zähler haben, könnte es natürlich passieren, dass kein Zählertausch bei PV-Installation mehr notwendig ist. Aber dann fangen wir ja an, bei allen PV-Anlagen > 7 kWp inMSys zu installieren, also kommt wieder jemand raus.

  • Genau das ist die Situation bei mir, 2RZ vorhanden, aber VNB soll aus Sicht des Elis bei einer "gemeinsamen Inbetriebnahme" die Plomben setzen.

    Naja, da ich ein Komplettpaket mit allem drum und dran beauftragt habe, soll dann halt der Solateur eine evtl. Rechnung seitens VNB übernehmen. Erstmal abwarten.

    Das Argument mit dem Messstellenbetrieb finde ich schlüssig. Die Clearingstelle hat es dagegen halt als "notwendige Kosten" bezeichnet, die dem Betreiber auferlegt werden können.

  • Der Messstellenbetrieb umfasst nur den Zähler, Abrechnung etc. Alles andere ist Netzbetrieb.

    Aber welcher VNB plombiert denn heute noch, wenn er nicht sowieso vor Ort ist. Vielleicht noch kleine Stadt- oder Geneindewerke, die sonst nichts zu tun haben.

  • Das Argument mit dem Messstellenbetrieb finde ich schlüssig. Die Clearingstelle hat es dagegen halt als "notwendige Kosten" bezeichnet, die dem Betreiber auferlegt werden können.

    Leider bin ich nicht die Clearingstelle, auch wenn meine Argumentation schlüssig klang.


    Aber welcher VNB plombiert denn heute noch, wenn er nicht sowieso vor Ort ist. Vielleicht noch kleine Stadt- oder Geneindewerke, die sonst nichts zu tun haben.

    Wenn Du Dich als Elektriker beim VNB meldest, und sagst, ich habe die Plomben entfernt, um einen Überspannungsschutz einzubauen, was macht der dann? Sagt der, das sei ihm egal? Oder sagt er danke für die Info, notiert es und macht nichts?


    Auch bei mir war der HAK 15 Jahre unverplombt. Als dann der Zähler gewechselt wurde, wurde er das erste Mal verplombt. Der VNB kann dabei auch nicht wissen, ob die Plombe immer schon fehlte, oder ob der Elektriker sie entfernt hat, um die Anlage stromlos zu schalten.