Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

  • Hier muss man aber sagen, dass vor 2023 auch diese Anlagen ein Einspeisemanagement benötigt haben.

    Das ist richtig, aber mit der 70-%-Begrenzung der Anlage wäre es vorher auch gegangen und das war auch bei unserer alten PV-Anlage so. Mit dynamischer Steuerung unter Berücksichtigung des Eigenverbrauchs ist dies harmlos und kostenlos. Wer bitte entscheidet sich für eine mehrere Hundert Euro teure FRE, wenn es ohne auch geht? Da hat der Netzbetreiber Leuten, die sich nicht ausgekannt haben, diese Lösung als "Vorschrift" aufgeschwatzt und damit ein hübsches Zubrot verdient. Außerdem ist es ungewöhnlich, dass eine 7-kWp-Anlage so massiv abgeregelt wird (nämlich praktisch bei Sonnenschein stundenlang auf Null), dass die Regionalpresse darüber berichtet.

  • Da haben sich damals schon recht viele Südanlagen für RFE entschieden... zB. mein Kollege mit seinen 7kWp (ich hingegen nicht da steil O/W) ... je nachdem was der kostet ist das halt mitunter besser/billiger als 70% weich (oder gar hart, was bei mir das beste war). Nicht jeder ist mittags daheim und abgeregelt wurde der bei ihm noch nie...

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015

  • Wer bitte entscheidet sich für eine mehrere Hundert Euro teure FRE, wenn es ohne auch geht?

    Du kannst dir gerne mal ältere Beiträge zu diesem Thema durchlesen. Da findest du unzählige Beiträge von Laien, die potentielle Verluste durch die 70% Regelung völlig überschätzen. Entsprechend gibt es auch genügend Betreiber, die lieber eine Fernsteuerung umgesetzt haben.

    Außerdem ist es ungewöhnlich, dass eine 7-kWp-Anlage so massiv abgeregelt wird…

    Ich kenne keinen VNB, der die Steuerung von einzelnen (kleinen) Anlagen umgesetzt hat. Es werden immer Gruppen gesteuert und entsprechend kann es da auch „Kollateralschäden“ geben.

    Der VNB regelt aber die Anlagen nicht willkürlich ab, denn es ist a) Aufwand mit Dokumentation und Abrechnung der Ausfallentschädigung und b) muss der Ausfall vom VNB selbst bezahlt werden, kostet ihn also bares Geld.

    …dass die Regionalpresse darüber berichtet.

    Die Presse hat sich beim Thema EE und Netzausbau in der Vergangenheit nicht gerade mit Kompetenz hervor getan. Da wird lieber reißerisch über die Probleme berichtet, statt vernünftig und vor allem sachlich korrekt zu informieren. Prominentes Beispiel ist hier sicherlich das Thema „Zählertausch“.


    Wie schon gesagt: ich kann den Fall nicht beurteilen, aber es sprechen meiner Meinung nach einige Argumente gegen die Darstellung.

  • Selbst wenn der VNB dem Schlichtungsverfahren zustimmt, die Annahme der Schlichtung ist freiwillig.

    Und ein VNB, der so offensichtlich die Entscheidungen der Clearingstelle ignoriert, wird sowieso keinem Schlichtungsverfahren zustimmen. Der wird immer sagen: Das sind nur Empfehlungen, an die wir uns nicht halten, sondern wir ziehen unser Ding durch. Außerdem würde man mit dem von KKPV vorgeschlagenen Vorgehen die Clearingstelle sinnlos zumüllen.

  • Die Presse hat sich beim Thema EE und Netzausbau in der Vergangenheit nicht gerade mit Kompetenz hervor getan

    Was ich ohne Regionalpresse weiß und beweisen kann ist, dass der VNB Heider mir kostenpflichtig eine FRE für eine 16,8-kWp- Anlage als angeblich verpflichtend nach Par. 9 EEG zur Bedingung für die Inbetriebsetzung der Anlage machen will. Er muss wohl ein gesteigertes Interesse daran haben, ich jedenfalls nicht.

  • Was ich ohne Regionalpresse weiß und beweisen kann ist, dass der VNB Heider mir kostenpflichtig eine FRE für eine 16,8-kWp- Anlage als angeblich verpflichtend nach Par. 9 EEG zur Bedingung für die Inbetriebsetzung der Anlage machen will

    Das ist auch keinesfalls in Ordnung, hat allerdings keinerlei Zusammenhang mit dem von dir erwähnten Artikel. Es betrifft, wie du selbst schreibst, sogar einen anderen VNB.


    Diese beiden Dinge im gleichen Beitrag zu erwähnen und dadurch implizit einen Zusammenhang herzustellen, halte ich daher schon für fragwürdig und (er)klärungsbedürftig.

  • Der Zusammenhang ist überdeutlich zu sehen, immerhin füllt das Thema hier 373 Seiten, die hinreichend belegen, dass Heider offenbar keine Ausnahme unter den VNB ist. Langsam frage ich mich bei Ihrem Eintreten für die Netzbetreiber, ob Sie persönlich mit einem Netzbetreiber in Verbindung stehen. Und, ist es so?

  • Der Zusammenhang ist überdeutlich zu sehen…

    Ah, jetzt sehe ich es auch, wie

    • VNB möchte ungerechtfertig einen RSE einbauen und damit dein gesetzliches Wahlrecht einschränken

    und

    • VNB kommt seiner Pflicht zur Netzstabilisierung durch Steuerung von Erzeugungsanlagen nach

    zusammen hängen….


    …oder auch nicht.


    Ich trete nicht für Netzbetreiber ein, aber dumme Verschwörungstheorien helfen weder bei einer sachlichen Diskussion noch bei der Klärung der angesprochenen Probleme.