Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

  • Das ging sogar noch weiter... sie mussten explizit Wissen, dass die Anlage läuft und einspeist. Nur dann konnten sie laut CS den Strom auch vermarkten... dazu reicht E8 & MaStR also nicht aus. Im konkreten Fall bei der Clearingstelle war es ein Telefongespräch mit dem VNB wo der Umstand erstmals erwähnt wurde... erst ab da gab es dann ESV (obwohl der Zaehler nicht getauscht war).

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015

  • Das ging sogar noch weiter... sie mussten explizit Wissen, dass die Anlage läuft und einspeist. Nur dann konnten sie laut CS den Strom auch vermarkten... dazu reicht E8 & MaStR also nicht aus. Im konkreten Fall bei der Clearingstelle war es ein Telefongespräch mit dem VNB wo der Umstand erstmals erwähnt wurde... erst ab da gab es dann ESV (obwohl der Zaehler nicht getauscht war).

    Deshalb Empfehlung an alle:

    - vom ausgefülltes und unterschriebenes E.8 immer eine Kopie erhalten (dort muss ja ohnehin neben dem Installateur auch der Anlagenbetreiber unterzeichnen),

    - dieses mitsamt dem Hinweis, dass die Anlage seit ... läuft und einspeist per Mail - oder sofern Online-Portal mit Zugang für Anlagenbetreiber vorhanden - an VNB senden.


    Somit stellt man sicher, auch bei verzögerter Zählersetzung die Vergütung per Ersatzwertbildung mit guter Erfolgsaussicht einfordern zu können.

    88 x JA Solar JAM60S10-340/MR mit 45 Solaredge P730 an Solaredge SE27.6K

    2 Wallboxen DaheimLaden V2 (auf 11 kW gedrosselt)

    Nissan Leaf

  • Übrigens: "Sammelklagen" gibt es im deutschen Rechtssystem nicht.

    Gemeint ist hier wohl von den meisten, einer sammelt vorher für den Anwalt das Geld von den anderen und soll dann klagen. Wenn sich einige Hundert mit einem "Zwanni" beteiligen, könnte es ja fast so reichen. :)

    Oder Musterfeststellungsklage, das ist ja glaube ich der Fachbegriff für das, was die meisten mit einer Sammelklage verbinden...

    88 x JA Solar JAM60S10-340/MR mit 45 Solaredge P730 an Solaredge SE27.6K

    2 Wallboxen DaheimLaden V2 (auf 11 kW gedrosselt)

    Nissan Leaf

  • Oder Musterfeststellungsklage

    Kommt von der Idee der Sammelklage etwas näher, aber ist doch was ganz anderes. Und es sind nur Vereine und Verbände klageberechtigt.

    22,2kWp, 66°/-114°, DN 42°, IBN 11/21

    6,6kWp, 150°, DN 3°, IBN 2/23 (DIY)

    SMA STP20000-TL 30 / SMA STP6.0-3AV-40 / SMA SHM 2.0

    7kW Jeisha seit 7/23 (DIY)

  • Wenn Netzbetreiber ihre Monopolstellung systematisch und tausendfach missbrauchen, um PV-Anlagenbetreiber zu Gebühren zu nötigen, auf die sie kein Recht haben, wundert es mich etwas, dass noch kein klageberechtigter Verein oder Verband es mit einer Musterfeststellungsklage versucht hat. Haben Anlagenbetreiber einfach keine Lobby?

    Die Clearingstelle EEG schreibt in 'Häufige Rechtsfrage Nr. 122' - darin geht es um den Einbau von FREs, womit der Anlagenbetreiber prinzipiell jeden Fachbetrieb beauftragen kann:

    Zitat

    Wenn Sie der Auffassung sind, Ihr Netzbetreiber verstoße gegen das Verbot unlauteren Wettbewerbs (§ 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)), so können Sie sich ggf. an die in § 8 Abs. 3 UWG

    genannten Stellen - bspw. eine Verbraucher- oder Wettbewerbszentrale - wenden.

    Wenn Sie der Auffassung sind, Ihr Netzbetreiber nutze eine marktbeherrschende Stellung missbräuchlich aus, so können Sie sich ggf. an das Bundeskartellamt

    oder die für Sie zuständige Landeskartellbehörde wenden.

    Mein Netzbetreiber Heider verlangt unter Berufung auf § 9 EEG für die Inbetriebnahme, dass er einen FRE installiert und in Rechnung stellt - in meinem Fall sogar ohne jede Rechtsgrundlage für einen FRE, weil die Anlage unter 25 kWp hat und keine steuerbare Verbrauchseinheit vorhanden ist. Wenn ich den FRE nicht von ihm einbauen lasse und zahle, darf ich die Anlage nicht in Betrieb nehmen. Nach meinem laienhaften juristischen Verständnis grenzt dieses Verhalten an Betrug und mir fallen dabei noch einige andere Delikte ein. Nur: Wer geht wie dagegen vor?

  • Wenn Netzbetreiber ihre Monopolstellung systematisch und tausendfach missbrauchen, um PV-Anlagenbetreiber zu Gebühren zu nötigen, auf die sie kein Recht haben, wundert es mich etwas, dass noch kein klageberechtigter Verein oder Verband es mit einer Musterfeststellungsklage versucht hat. Haben Anlagenbetreiber einfach keine Lobby?

    Die Verbände sind üblicherweise Verbraucherverbände. In diesem Fall handelt es sich aber nicht um Verbraucher, sondern per Definition sind die Anlagenbetreiber Gewerbetreibende. Tatsächlich haben die Anlagenbetreiber keine Lobby. Es gibt zwar den Bundesverband Solarwirtschaft, aber private Anlagenbetreiber sind da üblicherweise nicht Mitglieder.

  • Wenn ich den FRE nicht von ihm einbauen lasse und zahle, darf ich die Anlage nicht in Betrieb nehmen.

    Das sind feuchte Machtphantasien, die über den Gesetzen stehen, sonst nichts. Du darfst Dich davon nicht einschüchtern lassen.

    Wer oder was hindert Dich, die Anlage nach den gültigen Gesetzen zu bauen und in Betrieb zu nehmen? im Moment nur Du selbst!

    22,2kWp, 66°/-114°, DN 42°, IBN 11/21

    6,6kWp, 150°, DN 3°, IBN 2/23 (DIY)

    SMA STP20000-TL 30 / SMA STP6.0-3AV-40 / SMA SHM 2.0

    7kW Jeisha seit 7/23 (DIY)

  • Bauen, einschalten, Bescheid geben daß eingespeist wird, Rechnungen schreiben.

    Das wäre mein Weg. Aber das Problem ist in meinem Falle, dass die PV-Installationsfirma seit fast einem Monat die Fertigstellung durch Montage der Wechselrichter verweigert, weil sie mit Dacharbeiten anderswo ausgelastet sei, und derart fehlerhaft arbeitet, dass ich befürchte, dass am Ende die technischen Vorschriften nicht eingehalten werden, so dass der VNB mir an den Kragen geht. Z. B. hat der Installateur nach Fertigstellung der Module am Dach zwei Strings einfach an den Wechselrichter der alten Anlage angeschlossen und ist dann verschwunden, obwohl ich ihm gesagt habe, dass das illegal ist, zumal die alte Anlage abgemeldet ist und der alte Wechselrichter nicht der VDE-ARN 4105 2019/11 entspricht und keinesfall mehr betrieben werden darf. Wenn ich das nicht selbst sofort ausgeschaltet hätte, würde mir aber so was von Ärger drohen. Wir haben noch dazu einen Erzeugungszähler und der Zählerstand bei Abmeldung der alten Anlage ist dem VNB bekannt. Ich weiß nicht, was sich der Monteur dabei gedacht hat.

    Inzwischen läuft die Reservierungsfrist für den Netzanschlusspunkt aus und ich fürchte, dass der VNB meinen Antrag auf Verlängerung ablehnt. Dann bin ich so weit wie Anfang August, nur ohne PV-Installateur.