Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

  • Was es kosten kann diese Pflicht zu verletzen weiß ich nicht, gehe davon aus das es teuer wird. Verträge sind (zumindest in D) einzuhalten. Vertragsverletzungen kommen dann sehr teuer. Und der angesprochene Präzedenzfall kann es nicht werden, weil

    es als vertraulich zu behandeln ist.

    Deswegen hatte ich ja rückgefragt, dass man sich dann an die Verträge zu halten hat, ist selbstverständlich.


    Somit dürftest Du eine eventulle Entscheidung nicht öffentlich kuntun. Machst Du es doch, wird es halt (wahrscheinlich) teuer.

    Und es hat dann keine Bindung mehr.

    Das ist unklar, die Verträge sind AFAIK nicht öffentlich einsehbar (habe zumindest keine verbindliche Quelle finden können.


    Das wäre dann also die Strategie, wenn die Entscheidung zu Gunsten des VNB ausfällt. Exit-Strategie. ^^

    Das ist meine Sorge. Ergebnis ist vertraulich und nicht auf andere Fälle anwendbar. Dann wäre das Verfahren nutzlos und würde im Zweifel nur Geld kosten, welches ich bei einem Mahnbescheid nicht habe.


    Eine Behauptung - die Antwort hast Du jedoch einen Beitrag später gegeben.

    Nein, nur einen Teil der Antwort. Von Vertragsstrafen / Konsequenzen war im gezeigten Ausschnitt keine Rede.

    CS hat ja die Möglichkeit, neben einer Einzelfallklärung auch eine grundsätzliche Klärung als Hinweis- oder Empfehlungsverfahren vorzunehmen. Diese werden auch veröffentlicht. Ich würde an deiner Stelle versuchen, das in die Richtung zu lenken, denn dass es ähnlich gelagerte Fälle gibt und daher ein grundsätzliches Interesse zur Klärung besteht, dürfte ja außer Frage stehen.

    Ja, so stelle ich mir das auch vor. Nur ist mir nicht klar, ob und wie ich das dahingehend "lenken" kann. Ich werde das vorschlagen / darauf bestehen, aber was am Ende in irgendwelchen (Standard-)verträgen steht, weiß ich nicht.


    Dann auch mal was positives. Bei Westnetz ging alles super unkompliziert. Nab war nach online Anfrage innerhalb von 2 Tage per Mail da und danach noch mal per Post. Vor inb war der zahlerwechsel schon gemacht undNach oben vom Elektriker kam noch mal einer von Westnetz vorbei um sich das an zu schauen. War innerhalb von 5 Minuten wieder raus mit der Mitteilung sieht alles vernünftig aus

    Einspeisevergütung kan dann per Brief nach 2 wochen oder so.

    Nie eine Rechnung oder so bekommen.


    Ich glaub da können andere Netzbetreiber noch was lernen...

    Westnetz scheint in dieser Hinsicht sehr positiv aufzufallen, war ja auch kürzlich im PV Magazine ein Thema.

  • Westnetz scheint in dieser Hinsicht sehr positiv aufzufallen, war ja auch kürzlich im PV Magazine ein Thema.

    Als Installateur macht die Zusammenarbeit richtig Spass. Viele Prozesse stark vereinfacht.


    elektro-michel

  • Als Installateur macht die Zusammenarbeit richtig Spass. Viele Prozesse stark vereinfacht.

    In meiner Region ist das leider ein Drama. Viele (kleine) Netzbetreiber, alle haben unterschiedliche Ansprechpartner, Prozesse, usw. Das geht von Web-Portalen, über formlose E-Mails bis zu Papier durch die Gegend schicken. Jeder braucht und fordert unterschiedliche Angaben, die wenigsten halten sich an die im EEG beschriebenen Prozesse. Erst heute hielt ich eine Einspeisezusage eines Netzbetreibers (im Auftrag eines Kunden) in den Händen, in denen darauf hingewiesen wird, dass die Zählermontage (Material und Zeit) in Rechnung gestellt wird :P .


    Da bin ich auch sehr schizophren unterwegs. Als Anlagenbetreiber bzw. selbst Betroffener wehre ich mich natürlich gegen unrechtmäßige Forderungen. Als Elektro-Installateur im Auftrag von Kunden sehe ich es nicht als mein Auftrag an, Rechtsstreitigkeiten anzufangen. Ich weise die Kunden darauf hin, dass diese Forderungen höchstwahrscheinlich unrechtmäßig sind (mit Verweis auf diesen Thread), überlasse es aber den Kunden das durchzustehen (oder auch nicht).


    Wobei ich den Stadtwerken Bayreuth hoch anrechne, dass Sie sich in anderen Fragestellung normal und professionell mir gegenüber verhalten. Ich hatte ja schon etwas die Befürchtung, dass mir dieser Spaß hier, irgendwo anders Probleme bereiten wird, bisher ist aber Kirche ("Anlagenbetreiber") und Staat ("eingetragener Elektro-Installateur") stets getrennt worden. Hoffentlich bleibt das so :-).

  • Da bin ich auch sehr schizophren unterwegs. Als Anlagenbetreiber bzw. selbst Betroffener wehre ich mich natürlich gegen unrechtmäßige Forderungen. Als Elektro-Installateur im Auftrag von Kunden sehe ich es nicht als mein Auftrag an, Rechtsstreitigkeiten anzufangen. Ich weise die Kunden darauf hin, dass diese Forderungen höchstwahrscheinlich unrechtmäßig sind (mit Verweis auf diesen Thread), überlasse es aber den Kunden das durchzustehen (oder auch nicht).


    Wobei ich den Stadtwerken Bayreuth hoch anrechne, dass Sie sich in anderen Fragestellung normal und professionell mir gegenüber verhalten. Ich hatte ja schon etwas die Befürchtung, dass mir dieser Spaß hier, irgendwo anders Probleme bereiten wird, bisher ist aber Kirche ("Anlagenbetreiber") und Staat ("eingetragener Elektro-Installateur") stets getrennt worden. Hoffentlich bleibt das so :-).

    Das kann man von dir als Installateur auch nicht erwarten, dass du dich anlegst und den Kampf für die Kunden ausfechtest. Wenn du den Hinweis auf die Unrechtmäßigkeit und hier auf das Forum gibst, machst du schon wesentlich mehr als die meisten anderen...


    Aber 3 andere Fragen an dich als Installateur:

    1.) Hat man dich denn von Seite der VNB auch schon versucht, zu instrumentalisieren, um den Kunden unter Druck zu setzen, wenn sich dieser z.B. gegen unberechtigte Kosten gewehrt hat (Sinngemäß: "Erklären Sir Ihrem Kunden bitte, dass es in seinem Sinne ist, das Formular mit der Kostenakzeptanz zu unterschreiben, wenn er schnell ans Netz kommen möchte...")? Gab ja schon genügend Beispiele hier, dass sie die Installateure dann benutzt haben.


    2.) Wie handhabst du das in deiner Funktion als Installateur: Wenn die Anlage fertig ist, wird eingeschaltet? Oder akzeptierst du die Verzögerungsspielchen der VNB mit, Anlage darf erst eingeschaltet werden, wenn der VNB/gMSB sich dazu herabgelassen hat, den Zähler zu wechseln. Das ist bei einigen VNB ja ein großes Ärgernis, dass reihenweise Anlagen teilweise monatelang nicht laufen, obwohl sie fertig sind. Und hier tragen leider auch einige Installateure dazu bei, weil sie von den VNB ebenfalls unter Druck gesetzt werden, da die VNB auch keinen Bock auf den Aufwand der Ersatzwertbildung haben.


    3.) Kannst du die Zähler selbst tauschen? Das ist ja bei einigen gMSB möglich und der eigentliche Königsweg, dass sie den Zähler dem Monteur zuschicken bzw. abholen lassen, so dass dieser den im Zuge des Anlagenanschlusses wechseln kann (natürlich ohne illegale Kosten für den Anlagenbetreiber) und sich das Thema Ersatzwertbildung/Verzögerung in Wohlgefallen auflöst.

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  • 1.) Hat man dich denn von Seite der VNB auch schon versucht, zu instrumentalisieren, um den Kunden unter Druck zu setzen, wenn sich dieser z.B. gegen unberechtigte Kosten gewehrt hat (Sinngemäß: "Erklären Sir Ihrem Kunden bitte, dass es in seinem Sinne ist, das Formular mit der Kostenakzeptanz zu unterschreiben, wenn er schnell ans Netz kommen möchte...")? Gab ja schon genügend Beispiele hier, dass sie die Installateure dann benutzt haben.

    Nein, bisher gab es das noch nicht. Gelesen habe ich auch davon, aber selbst erlebt habe ich das nicht. Dass es manchmal komplizierter ist als gewollt "sich ans Netz anschließen" ist normal, auch ganz ohne Erzeugungsanlagen. Erpressung / Missbrauch habe ich noch nicht mitbekommen, eher Leute die stur an Prozessen festhalten, auch wenn diese manchmal nicht so richtig praxisnah sind.


    2.) Wie handhabst du das in deiner Funktion als Installateur: Wenn die Anlage fertig ist, wird eingeschaltet? Oder akzeptierst du die Verzögerungsspielchen der VNB mit, Anlage darf erst eingeschaltet werden, wenn der VNB/gMSB sich dazu herabgelassen hat, den Zähler zu wechseln. Das ist bei einigen VNB ja ein großes Ärgernis, dass reihenweise Anlagen teilweise monatelang nicht laufen, obwohl sie fertig sind. Und hier tragen leider auch einige Installateure dazu bei, weil sie von den VNB ebenfalls unter Druck gesetzt werden, da die VNB auch keinen Bock auf den Aufwand der Ersatzwertbildung haben.

    Bisher habe ich die Kunden darauf hingewiesen, dass die Anlage nach meinem Verständnis nach laufen darf (§ 10 EEG), dass die Versorger es aber oft und gerne anders darstellen und behaupten, dass es erst nach Zählerwechsel geschehen darf. Am Ende sollen das die Kunden entscheiden, ob Sie (je nach Zähler) Lust auf Diskussionen und Streit haben mit den Versorgern. Sind halt aktuell 2-3 Wochen und mehr an zusätzlicher Wartezeit ...


    3.) Kannst du die Zähler selbst tauschen? Das ist ja bei einigen gMSB möglich und der eigentliche Königsweg, dass sie den Zähler dem Monteur zuschicken bzw. abholen lassen, so dass dieser den im Zuge des Anlagenanschlusses wechseln kann (natürlich ohne illegale Kosten für den Anlagenbetreiber) und sich das Thema Ersatzwertbildung/Verzögerung in Wohlgefallen auflöst.

    Nein, bei uns im Versorgungsgebiet sehen die Stadtwerke das als ihre hochheitliche Aufgabe. Wechsel von Zählern bzw. Abnehmen von Plomben im Zählerbereich ist ein No-Go. Hab von anderen Elektrikern zwar schon gehört, dass sie die Zähler teilweise selbst gesetzt haben, weil die Stadtwerke überfordert waren, jedoch ist das eine absolute Ausnahme und kein Standard-Prozess.


    Immerhin gab es auf Nachfrage eine Plombenzange der Stadtwerke Bayreuth. Damit darf ich aber "nur" im Vorzählerbereich arbeiten (Hausanschlusskasten, Sammelschienen, usw.). Der Zähler selbst ist tabu. So richtig Sinn ergibt das natürlich nicht, denn wenn ich Strom klauen wollte, dann fallen mir viele Möglichkeiten ein - auch ganz ohne Plombenzange und ohne die Messeinrichtung zu manipulieren ...


    Ein paar Kilometer weiter (im Umkreis) ist z.B. das Bayernwerk zuständig. Dort können/dürfen/sollen die eingetragenen Elektriker die Zähler auch selbst setzen. Das scheint aber nur für diejenigen zu gelten, die dort ihre Ersteintragung haben, nicht für "Gäste". Man kann sich aber immer nur dort eintragen, wo der Firmensitz bzw. Wohnsitz liegt. Insofern bin ich hier etwas "benachteiligt", aber wirklich ändern kann man daran nichts.

  • So, bei mir tut sich so langsam etwas in Bezug auf Clearingstelle und das Ganze nimmt etwas Fahrt auf.


    Ich hatte letzte Woche noch wie folgt geantwortet:


    Am Samstag erhielt ich dann folgende Antwort:


    Klingt also so, als hätten die Stadtwerke ein ehrliches Interesse daran das Ganze grundsätzlich zu klären.


    Mal sehen, was also noch passiert, ich werde berichten und ggf. weiterhin um Rat fragen :-).

  • Mal sehen, ob die Kollegin die falsch gestellte Rechnung annulliert.

    Nun gab es vor zwei Wochen noch einmal eine telefonische Rückfrage von den Stadtwerken Zirndorf (es ginge ja um eine Abnahme, nicht um eine Inbetriebnahme, daher die Kosten...). Ich habe dem Gesprächspartner angeboten, alle Infos per Mail an ihn zu schicken, damit er meinen Standpunkt besser verstehen könne.


    Gesagt, getan. Gerichtsurteil vom Amtsgericht Brakel plus Hinweise 2010/1 der Clearingstelle per Mail geschickt und heute gab es tatsächlich die Annullierung der Rechnung. Das einzige, was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass es aus "Kulanzgründen" war. D.h. die Abnahme-Rechnungen werden evtl. weiter an andere Betreiber ausgestellt.


    Danke auf jeden Fall für die ganzen Hinweise hier im Thread. Sie haben mir echt geholfen!

  • Glückwunsch, hat doch geklappt !

    Ich habe von keiner Firma je direkt gehört, daß sie einen Fehler gemacht hat. "Kulanz" ist dann das Mittel der Wahl, um nicht komplett dumm da zu stehen. Aber dir kann es ja egal sein :thumbup:

  • Aber dir kann es ja egal sein :thumbup:

    schön wäre, wenn er die Möglichkeit hätte, dass auch viele andere - gerade die gutgläubigen Nichtwisser oder Nichtforisten - von seinem Wissen profitierten!

    Dialog mit dem VNB suchen, mehrfach falls nötig! Kommunalpolitik involvieren, die hat oft (Eigen-)Interesse, gerade wenn sich im Vorstand des VNB Politiker tummeln. Als letztes Mittel evtl. örtliche Medien einschalten und öffentlichen Druck ausüben! Es kann nicht sein, dass so viele Menschen in betrügerischer Absicht das Gesetz verachtend von vermeintlichen Experten um ihr Geld gebracht werden! Da haben wir mMn eine Pflicht!

    Egal wie tief man die Messlatte für den menschlichen Verstand auch ansetzt: jeden Tag kommt jemand und marschiert erhobenen Hauptes drunter her!