Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

  • Gibt es bestimmte amtliche Stellen, wo die Stadtwerke anfangen zu zittern, wenn ich andeute, mich dort zu melden?

    In meinem Fall war es so:
    Zählertausch wurde nicht vorgenommen, da ich mich weigerte die Kosten dafür zu tragen.

    Ich habe mehrere Monate Rechnungen für die Einspeisung geschrieben, welche nicht bezahlt wurden.


    BNetzA - Beschwerde

    Es kam erst Schwung auf, als ich eine offizielle Beschwerde nach Vordruck der BNetzA eingereicht hatte - dann ging auf einmal alles recht schnell.

  • Wobei ich mich frage, warum die Beschwerde überhaupt funktioniert hat. Denn da steht "Als Verbraucher" und das ist er doch dann gar nicht.


    Oder sehe ich das falsch?


    Ist ja super, dass das funktioniert hat, nur verstehen tu ich es nicht.

    Mir blieb letztes Jahr nur der Weg über den Mahnbescheid und ich befürchte, den kann ich jetzt jedes Jahr gehen.

    VG

    Sascha


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  • Oh je, ein hartes Brot.


    Ich habe jetzt etwa eine halbe Stunde mit dem Kollegen der Stadtwerke diskutiert.

    Das Gespräch war sachlich und nicht unfreundlich. Er ist der festen Auffassung, daß ich das Schreiben unterschreiben müsse.

    Letztes Jahr hätten sie die ganze Thematik von einem Fachanwalt bewerten lassen und dieser hätte gesagt, die Stadtwerke dürfen solche Kosten erheben, wenn ich diese als Messstellenbetreiber wähle.


    Meine Punkte hatte ich eingebracht, aber auch er nannte Punkte und hat parallel in genannten Gesetzestexten geschaut und hinterfragt, wo jetzt dies und jenes drin stehen soll.

    Der Betriff "Inbetriebnahme einer komplexen Messung" wäre etwas ungünstig, aber in der Fachsprache hieße es so. Das sei nicht auf die Durchführung des Zählertausch bezogen, sondern auf die Abrechnungssachen. Es hieße komplexe Messung, da ich jetzt nicht nur Verbraucher bin, sondern auch Einspeiser.


    Es wäre eine gravierende Missachtung der VDE-Vorschriften, wenn ich die Anlage ohne Zweirichtungszähler in Betrieb lassen wurde. Sie werden ohne dieser "Vereinbarung" definitiv keinen Zähler einbauen. Das sei auch kein Einspeisevertrag und unabhängig von den EEG-Auszahlungen. Es ginge nur um die Kosten des Zählertauschs und die Abrechnungen fürs Finanzamt, die ich monatlich/.../jährlich haben möchte. Es sei eine reine Dienstleistung, die sie in Rechnung stellen können.


    Wenn ich nichts mache und die PV-Anlage weiterhin ohne Zählertausch in Betrieb ist, dann besteht laut VDE "grobe Gefahr" wegen fehlender Abnahme. In letzter Konsequenz würden die das Haus vom Stromnetz nehmen und das hätten sie auch schon öfter gemacht. (Laut Forumsdiskussion sind solche Fälle bisher nicht bekannt.)


    Er meinte ich kenne mich etwas aus, aber er kenne sich besser aus, da er immer wieder damit zu tun hat.

    Als ich auf bestehende Gerichtsurteile in solchen Fällen verwies, sagte er (zurecht), daß man da immer ganz genau schauen muß, worum es im Detail ging. Ich meinte um genau darum, daß keine zusätzlichen Kosten per Vertrag erzwungen werden dürfen.

    Wenn ich wolle, könne ich das auch gerichtlich klären lassen. Aufgrund der rechtlichen Beratung fühlen sich die Stadtwerke auf der sicheren Seite.


    Als ich bat, mir schriftlich seine Punkte mit VDE und so zukommen zu lassen, lehnte er das aus Zeitgründen ab.


    Da es für meinen Fall nicht ganz klar war, fragte ich nach den auf mich bezogenen Kosten: Einmalig 150 Euro plus ca. 8 Euro jährlich. Die anderen eventuellen Kosten beziehen sich auf Bestandsgebäude, wo ggf. weitere technische Änderungen notwendig sind. Es sei halt ein Standardschreiben rausgegangen.


    Ich bedankte mich für das sachliche Gespräch und den Austausch der Standpunkte.

    Gut, daß ich mich inhaltlich gut drauf vorbereitet habe mit Notizen Eurer Hinweise uns so.


    Mein Fazit ist folgende Wahl:

    • Anlage dauerhaft aus lassen (kommt nicht in Frage)
    • Eingeschaltet lassen und hoffen, daß sie mir nicht früher oder später den Strom abklemmen (das klang wirklich erst gemeint)
    • Kosten akzeptieren
    • fachkundigen Rechtsanwalt einschalten (Kosten und Zeit)
    • eine fachkundige Verbraucherzentrale / Bund der Energieverbraucher um Unterstützung bitten
  • Wenn ich wolle, könne ich das auch gerichtlich klären lassen. Aufgrund der rechtlichen Beratung fühlen sich die Stadtwerke auf der sicheren Seite.


    Mein Fazit ist folgende Wahl:

    • Anlage dauerhaft aus lassen (kommt nicht in Frage)
    • Eingeschaltet lassen und hoffen, daß sie mir nicht früher oder später den Strom abklemmen (das klang wirklich erst gemeint)

    Du diskutierst, wo es nichts zu diskutieren gibt!

    Rechnung, Mahnung, Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid oder halt Rechnung Mahnung, Mahnbescheid, Klage...

    So sollte dein Ablauf sein.

    Natürlich bleibt die Anlage dauerhaft in Betrieb.

    Wann der VNB den Strom abschalten darf, kannst du hier nachlesen:

    NAV §24


    Du kannst der Sache gelassen entgegensehen... ;)

  • Als ich bat, mir schriftlich seine Punkte mit VDE und so zukommen zu lassen, lehnte er das aus Zeitgründen ab.

    Ich bin sicher, die Mitarbeiter der Netzbetreiber sind geschult und haben gelernt, Anrufern mit nicht belegbaren (s. Zitat), aber gut formulierten "Argumenten" den Wind aus den Segeln zu nehmen. Einschüchterungs- und Abwimmlungstaktik in der Hoffnung, man knickt ein.

    Je mehr man sich auf eine Diskussion einlässt, desto angreifbarer und unsicherer wird man, weil die "Gegenargumente" sinnvoll erscheinen.

    Noch im Mittelalter hat die Kirche glaubhaft argumentiert, die Sonne dreht sich um die Erde ....

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    Stromverbrauch von 8.000 kWh (2018/2019) auf 5.700 kWh (2020/2021) jährlich reduziert | EVU: EWS Schönau

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    WP: in Planung | Ölheizung in Rente: in Planung | Elektroauto: fahre Fahrrad

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    10,695 kWp, Ausrichtung 183°, 35° DN

    Monatserträge 2022 (S/I) kWh: J 390/-- | F 603/524 |  M 1026/--

  • Im Bekanntenkreis habe ich einen Fall wo ich rechtzeitig darauf hingewiesen habe dass die Rechnung nicht rechtmäßig ist.
    Daraufhin hat der Ehemann bei der EAM angerufen und ist verwirrt worden, obwohl ich ihm die Quellen geliefert habe. Die Frau (Betreiberin) wollte einfach ihre Ruhe und hat bezahlt.

    Solche Schafe braucht der Geschäfts"partner"....

  • Im Bekanntenkreis habe ich einen Fall wo ich rechtzeitig darauf hingewiesen habe dass die Rechnung nicht rechtmäßig ist.
    Daraufhin hat der Ehemann bei der EAM angerufen und ist verwirrt worden, obwohl ich ihm die Quellen geliefert habe. Die Frau (Betreiberin) wollte einfach ihre Ruhe und hat bezahlt.

    Solche Schafe braucht der Geschäfts"partner"....

    Passiert halt immer öfter. Da es für viele, die eine Anlage im Wert von 10.000 bis 15.000 Euro bauen, halt nur Peanuts sind (die 150 Euro).


    Und wenn alles so klar ist - wieso gibt's denn nicht endlich mal ein Statement der BNetzA oder der Clearing-Stelle wie es jetzt nun zu sein hat. Und wenn die sagen, Zähler ist nicht rechtens -> das ist jetzt ein FAKT - dann ist doch gut. Nur das passiert nicht. Das passiert auch nicht nach einigen Gerichtsurteilen...es ist einfach zum Kotzen...

    PLENTICORE plus 7.0

    22x330W Soluxtec DN40° 0°S

    7,7kW BYD HVS

  • Ich käme niemals auf die Idee, dort anzurufen. Die Mitarbeiter sind speziell geschult, den Anrufer davon zu überzeugen, dass er im Unrecht ist. Schriftlich hat man alles schön dokumentiert.


    Mein VNB bzw. MSB hatte zugegeben, dass er den Zähler nicht ohne meine Unterschrift unter die Betreiberbestätigung getauscht hätte.

    Je 4,65 kWp im Norden, Süden und Westen, 4,34 kWp im Osten auf dem Dach mit 25 ° DN, 4,56 kWp aufgeständert auf 15 °

    Kostal Plenticore 8.5 und Kostal Plenticore 10.0 mit BYD HVS 10,2 kWh

    Plus-Energie-Haus mit Gas-Heizung