Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

    • Offizieller Beitrag

    Ok, mir war nicht vollständig klar, dass das EEG als Gesetz grundsätzlich über der NAV als Verordnung gestellt ist.

    Ist es nicht. Das eine ist zwar "nur" eine Rechtsverordnung, aber es ist beides Bundesrecht, also nicht wie wenn z.B. ein Bundes- ein Landesgesetz ueberschreibt.


    Die bilden einen gemeinsamen Rechtsrahmen und beide Punkte bilden keinen Widerspruch sondern das eine ist ein Grundsatz und das andere eine konkrete Ergaenzung.


    So wie (bloedes Beispiel): es gilt absolutes Fahrverbot - ausser fuer Anlieger.

  • Die Vergütungspflicht durch die Stadtwerke Dülmen GmbH besteht erst ab dem Zeitpunkt der erfolgten Meldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur. Für die erfolgte Meldung ist der Anlagenbetreiber darlegungs- und beweispflichtig.


    ist doch wohl noch schlimmer als manches davor.

    Sehe ich nicht als so problematisch an.


    Damit wird ja klar bestätigt, dass der Zeitpunkt des Zählereinbaus irrelevant ist.
    Und die Meldung bei im Marktstammdatenregister ist eine Sache von vielleicht 15 Minuten, die man problemlos nach der Inbetriebnahme erledigen kann.


    Viele VNB sind ja der Ansicht, dass die Vergütungspflicht erst mit dem Zählerwechsel beginnt.

  • Da hast du recht. Aber weniger ist mehr als nichts. Es ist nicht im Einklang mit dem EEG.

    Zitat

    (3) Der anzulegende Wert verringert sich um jeweils 20 Prozent, wobei das Ergebnis

    auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet wird,

    1. solange Anlagenbetreiber die zur Registrierung der Anlage erforderlichen Angaben

    nicht an das Register übermittelt haben, aber die Meldung nach § 71

    Nummer 1 erfolgt ist, oder

    Warum solltes du dich freiwillig schlechterstellen lassen?

  • Die bilden einen gemeinsamen Rechtsrahmen und beide Punkte bilden keinen Widerspruch sondern das eine ist ein Grundsatz und das andere eine konkrete Ergaenzung.

    OK, verstanden. Danke.


    Das EEG regelt den Zeitpunkt, ab dem Strom abgenommen und vergütet werden muss, mit §11 Absatz 1, korrekt?


    Netzbetreiber müssen vorbehaltlich des § 14 den gesamten Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Grubengas, der in einer Veräußerungsform nach § 21b Absatz 1 veräußert wird, unverzüglich vorrangig physikalisch abnehmen, übertragen und verteilen. Macht der Anlagenbetreiber den Anspruch nach § 19 in Verbindung mit § 21 geltend, umfasst die Pflicht aus Satz 1 auch die kaufmännische Abnahme. Die Pflichten nach den Sätzen 1 und 2 sowie die Pflichten nach § 3 Absatz 1 des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes sind gleichrangig.


    "Unverzüglich" heißt so viel wie sobald technisch möglich?

    "Kaufmännische" Abnahme bedeutet gegen die gewählte Vergütungsform?

    • Offizieller Beitrag

    Auch kaufmaennisch heisst dass du die Einspeiseverguetung von ihm bekommst und er den Strom nicht nur fuer einen Dirktvermarkter transportiert.


    Als "unverzueglich" gelten bis 8 Wochen, aber frag mich nicht, wo das steht.

  • Maßgeblich wäre da doch der Zeitpunkt der Inbetriebnahme nach Protokoll, ja?

    Zur für die Vergütungshöhe relevanten Inbetriebnahme muss nicht einmal der Netzanschluss vorliegen. Es reicht, wenn die Erzeugungsanlage/Generator an seiner endgültigen Position ortsfest montiert ist, der Wechselrichter an seiner endgültigen Position ortsfest montiert ist, die beiden verbunden sind und die Anlage somit erzeugungsfähig ist, sie muss nicht einspeisefähig (= Netzanschluss) sein. Hat die CS in Votum 2014/29 und 2015/9 klar bestätigt.


    Kommt im Privatbereich selten vor, weil die Anlagen in unserer Größenordnung auf privaten Wohnhäusern ja meist "in einem Rutsch" gebaut und angeschlossen werden. Wenn allerdings alles fertig ist und nur der Elektriker nicht in die Puschen kommt, krank ist oder es noch Abstimmungsschleifen (z.B. Zählerschrank) mit dem VNB gibt, kann es im Einzelfall sinnvoll sein, ein Formular für die vergütungstechnische IBN samt Fotodokumentation zu verwenden (hat eigentlich jeder VNB), um die Vergütungshöhe des Monats zu sichern, in dem die o.g. Voraussetzungen erfüllt waren. Bei Freiflächenanlagen, wo teilweise die Infrastruktur noch gelegt werden muss, kommt das sicher häufiger vor, ist aber nicht auf Freiflächenanlagen beschränkt. Sollte man daher im Hinterkopf haben, falls es zu Verzögerungen kommt, damit man dann keinen Nachteil in Bezug auf die Vergütungshöhe hat. Wichtig ist dann natürlich, auch im MaStR das Datum einzutragen, an dem die Anlage erstmals erzeugungsfähig war.

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