Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

  • Naja ich seh das nicht so. Es gibt ein NAB, damit weiß der VNB das grundsätzlich eine Anlage gebaut werden soll.

    1.) Nicht bei jedem NAB wird eine Anlage gebaut......daran mal gedacht ?

    Somit weiss der VNB eben nicht ob er tätig werden muss.

    UND !

    Das NAB kann dem besprochenen "Hinz und Kunz" gestellt werden.



    .................... Inbetriebsetzungsprotokoll meines Elis bekommen hat den Zähler tauschen, da er nach MSBG dafür sorge zu tragen hat, dass sowohl der bezogene Strom als auch der eingespeiste Strom entsprechend zu messen ist. Das ist die Pflicht des gMSB, dazu braucht es meines Erachtens nach kein zusätzliches Formular.

    Falsch...............das Inbetriebsetzungsprotokoll E8 gibt nicht die Daten welche für den Zählertausch relevant sind.

    So fehlen:

    ---Unterschrift des "eingetragenen" MIT......

    ---Ausweisnummer (VNB bzw. Gastkonzession) des eingetragenen

    Auf diesem Formular E8 ist auch NICHT ERKENNBAR ob eventuell eine Anlage zusammengelegt wird, denn auf dem Inbetriebsetzungsformular steht auch, ob ein (zweiter !) Zähler ausgebaut wird....................oftmals werden Anlagen in diesem Zusammenhang (Eltern im Haus die nun auch von der PVA profitieren sollen) zusammengelegt.

    Oder ob ein zweiter Zähler mitbeantragt wird weil Änderung im Messkonzept (Wärmepumpe)

    UND..........eine Abteilung macht EEG - ANDERE DIE MESSTECHNIK...........................oh man(n)


    Laien................. sorry ............der Laie sieht nun das dies mit der EEG Anlage zwar zu tun hat, aber eben nicht auf dem Formular E8 draufstehen kann................................ (hoffentlich)


    UND..........schonmal überlegt das jemand ein Haus mit PVA NEU-BAUT................da genügt das Inbetriebsetzungsprotokoll

    der EEG-(TEILEINSPEISENDEN) Anlage NICHT................


    Schau mal..............wenn Du etwas von mir haben willst (kriegst es umsonst) dann hätte ich gerne

    ein Formular ausgefüllt...............WO iST DAS PROBLEM ? ob dieses Deines Erachtens benötigt wird

    oder nicht, entscheidest nicht Du, sondern derjenige der nach gMSB eine geeichte Messeinrichtung

    einbauen muss..........


    elektro-michel

  • 1.) Nicht bei jedem NAB wird eine Anlage gebaut......daran mal gedacht ?

    Somit weiss der VNB eben nicht ob er tätig werden muss.

    UND !

    Das NAB kann dem besprochenen "Hinz und Kunz" gestellt werden.

    Ja das ist mir klar, deswegen habe ich geschrieben er könnte tätig werden.


    Schau mal..............wenn Du etwas von mir haben willst (kriegst es umsonst) dann hätte ich gerne

    ein Formular ausgefüllt...............WO iST DAS PROBLEM ? ob dieses Deines Erachtens benötigt wird

    oder nicht, entscheidest nicht Du, sondern derjenige der nach gMSB eine geeichte Messeinrichtung

    einbauen muss..........

    Nein da hast du recht das entscheide nicht ich. Laut EEG darf der VNB ja auch noch Unterlagen nachverlangen, dann aber bitte keine Aufträge zum Zählertausch oder ähnliches wie es derzeit Gang und Gebe ist. Ich muss niemand beauftragen, es reicht eine Info, die ja eigentlich das Messkonzept darstellt. Im übrigen habe ich noch kein Formular gesehen, aus dem hervorgehen würde, dass irgendwelche Zähler zusammengelegt werden, es geht immer nur darum, dass man einen Auftrag stellt! -> Kohle machen!

  • Weil hier gerade wieder das oft gelesene Argument kam NAV ist nicht anwendbar, weil dort in §1 geregelt ist, dass die NAV nicht für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren gilt.


    Wie lässt sich das vereinen mit §10 (3) EEG:

    Bei der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien oder Grubengas ist zugunsten des Anlagenbetreibers § 18 Absatz 2 der Niederspannungsanschlussverordnung entsprechend anzuwenden.


    Ist vielleicht nur ein Spezialfall aber so ganz getrennt sind EEG und NAV scheinbar nicht. Kann jemand lösen?

  • Ist das nicht klar? NAV sagt selbst, dass die nicht für den Anschluss von EEG-Anlagen gilt und das EEG (Gesetz höher als Verordnung) greift sich jetzt eine Regelung zur Haftung aus der NAV heraus, die genau die Haftung und nichts anderes regeln soll.

    Zum Thema: Zwischen Betreiber/Installateur und VNB bzw. Messstellenbetreiber sollte vorab das Messkonzept abgestimmt werden. Sonst kann der Installateur den Zählerschrank gar nicht passend vorbereiten. Ist bei Überschusseinspeisung nur einer Anlage allerdings trivial.

  • Ich zitiere:

    "Die Anlage kann gemäß NAV und TAB in Betrieb gesetzt werden. Soweit erforderlich, wird die Inbetriebsetzung im Namen des/der Netzanschlusskunden beantragt!"


    Das sind genau die Formulierungen die den VNB Tür und Tor für Ihre ungerechtfertigten Rechnungen öffnen. Die Anlage ist in Betrieb gesetzt worden es ist keine weitere Inbetriebsetzung erforderlich. Wobei mich hier interessieren würde, wer am Ende für die Kosten aufkommt. Wenn du das für den Netzanschlusskunden einreichst hast du von ihm vermutlich eine entsprechende Vollmacht, sonst darfst du das vermutlich selbst zahlen.


    Aber ja "Tja, Laien..."

    • Offizieller Beitrag

    1.) Nicht bei jedem NAB wird eine Anlage gebaut......daran mal gedacht ?

    Somit weiss der VNB eben nicht ob er tätig werden muss.

    Der VNB bekommt ~6 Wochen vorher mit, dass eine EEG Anlage gebaut werden soll. Taetig werden muss er in jedem Fall, denn er muss eine Netzvertraeglichkeitspruefung machen und im Zweifel sogar sein Netz ausbauen. Haette man, wie du suggerierst, mit Abbrechern die am Ende gar nicht bauen ein riesen Problem wuerde ich doch davon ausgehen, dass die VNB genug Lobbyvertretung aufbieten koennen, um eine Anpassung der Regelung in all den Aenderungen die es ueber die Jahre gab einfliessen zu lassen. Ist aber nicht der Fall, also halte ich das fuer weit hergeholt. Aber gut, gehen wir mal davon aus, dass das stimmt.


    Man kann denke ich auch davon ausgehen, dass die Mehrkosten eines 2RZ ggue. einer mME mit Ruecklaufsperre vernachlaessigbar sind - schliesslich hat man auch hier weder eine Anstrengung unternommen, den Anschlussnutzern mehr abzuknoepfen noch wuerde man sonst in Neubauten ohne PV bereits 2RZ verbauen. Es kommt also fuer jeden vernuenftig handelnden MSB ueberhaupt nur eine 2RZ in Frage, wenn schon jemand ueber ein NAB klaeren laesst, ober einspeisen darf.


    Wenn der VNB also seine Vertraeglichkeitspruefung macht kann er auch direkt pruefen lassen, ob vor Ort noch ein Ferraris Zaehler, eine mME mit Ruecklaufsperre oder bereits ein 2RZ verbaut ist.

    Fall 1: muss sowieso raus, also gleich bei naechster Gelegenheit* tauschen lassen und das Ding ist gegessen.

    Fall 2: einen Schwellwert festlegen, ab dem man sofort tauscht und ansonsten noch das Inbetriebnahmeprotokoll abwarten.

    Wenn man wie du behauptest viele Abbrecher hat, dann macht man einfach eine Entscheidungsfindung wie folgt:

    - bisherige mME darf eh max. 8 Jahre in Betrieb sein, Restlaufzeit ermitteln

    - Abbrecherquote ist bekannt

    - ermittle: Differenz zw. dem Risiko, dass abgebrochen wird mal dem "Verlust" durch "zu fruehes" Tauschen der mME und dem Risiko, dass man in Sanktionen laeuft weil man nicht ordnungsgemaess misst und zusaetzlich Mehraufwand hat weil man dann kurzfristig einen Zaehler einbauen muss.


    Klar ist: das 2. Risiko besteht nicht, weil niemand die MSB belangt, wenn er eine Zeit lang nicht rechtskonform misst. Und weil so auf der rechten Seite eine 0 steht machen sie auch nichts. So fuehre ich aber kein Unternehmen. Wenn der VNB das so machen will, ist das doch sein Problem und nicht meins.

    Ganz ehrlich, das geht auch alles per Mausklick. Und wenn der VNB die Digitalisierung verschleppt ist das genausowenig mein Problem.


    BTW: benutz noch ein paar mehr Punkte, das hilft ganz bestimmt.




    Ist vielleicht nur ein Spezialfall aber so ganz getrennt sind EEG und NAV scheinbar nicht. Kann jemand lösen?

    Die NAV ist grundsaetzlich(!) nicht auf EEG-Anlagen anzuwenden. Im EEG steht, dass ein bestimmter Absatz(!) der NAV zugunsten des Anlagenbetreibers anzuwenden ist. Was ist daran nicht klar?

  • Ok, mir war nicht vollständig klar, dass das EEG als Gesetz grundsätzlich über der NAV als Verordnung gestellt ist. Auch die Bezugnahme des EEG auf Teile der NAV führt nicht dazu, dass diese dadurch Gültigkeit für EEG-Anlagen erhält. Es geht mir nur darum, qualifizierte Argumente zu sammeln, sollte der §1 NAV streitig gemacht werden.


    Ich werde wegen meiner PV an die Stadtwerke Dülmen herantreten müssen. Auf der Internetseite gibt es für die Anmeldung der PV eine "Checkliste":


    Die Stadtwerke Dülmen GmbH sollte schon in der Planungsphase der Eigenerzeugeranlage eingeschaltet werden.

    Für die Anmeldung sind im allgemeinen folgende Unterlagen rechtzeitig bei der Stadtwerke Dülmen GmbH einzureichen:

    Checkliste

    • Anmeldung für Stromversorgung mit der Unterschrift des Antragstellers und des Grundstückseigentümers.
    • Inbetriebsetzungsantrag Strom mit der Unterschrift des Antragstellers und des konzessionierten Elektroinstallateurs einschl. Kopie seiner gültigen Konzession, sowie (vorab) Entrichtung der Inbetriebsetzungsgebühr von zurzeit 48,79 EUR inkl. MwSt
    • Lageplan mit den Grundstücksgrenzen und dem Aufstellungsort
    • Übersichtsschaltplan der gesamten elektrischen Anlage mit den Nenndaten der eingesetzten Betriebsmittel - eine einpolige Darstellung ist ausreichend
    • Beschreibung der Schutzeinrichtung mit genauen Angaben über Art, Fabrikat, Schaltung und Funktion
    • Beschreibung der Art und Betriebsweise von Antriebsmaschine, Generatur und ggf. Wechselrichter sowie der Art der Zuschaltung zum Netz
    • Angaben über Kurzschlussfestigkeit der Schaltorgane
    • Bei Wechselrichtern:

      Nachweis über die Erfüllung der in den Abschnitten 6, 7, 10 und 11 der "VDEW Technische Richtlinie Parallelbetrieb von Eigenerzeugeranlagen mit dem Niederspannungsnetz des Elektrizitätsversorgungsunternehmens" gestellten Anforderungen, z.B. durch Vorlage einer Konformitätserklärung des Herstellers
    • Bei Wechselrichtern und Frequenzumrichtern:

      Prüfprotokoll o.ä. der zu erwartenden Oberschwingungsströmer und der Zwischenharmonischen



    • Anlagen mit einer Nennscheinleistung > 5,6 kVA sind bei gleichmäßiger Phasenverteilung dreiphasig anzuschließen
    • Die Inbetriebnahme einer PV-Anlage an das Netz der Stadtwerke Dülmen GmbH wird nur von einem Mitarbeiter der Stadtwerke Dülmen GmbH durchgeführt und nur der Zählerstand dieser Inbetriebnahme hat Gültigkeit.
    • Die Vergütungspflicht durch die Stadtwerke Dülmen GmbH besteht erst ab dem Zeitpunkt der erfolgten Meldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur. Für die erfolgte Meldung ist der Anlagenbetreiber darlegungs- und beweispflichtig.

    Die aus meiner Sicht fragwürdigen Punkte habe ich rot markiert.

    Inbetriebsetzung/-nahme (?) macht mein (konzessionierter?) Eli, Protokolle etc. werden erstellt, übermittelt und damit wäre das doch erledigt. Theoretisch.


    Was haben die VNB eigentlich alle mit diesem Begriff Inbetriebsetzung? Ist das etwas anderes als Inbetriebnahme?

  • Die Vergütungspflicht durch die Stadtwerke Dülmen GmbH besteht erst ab dem Zeitpunkt der erfolgten Meldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur. Für die erfolgte Meldung ist der Anlagenbetreiber darlegungs- und beweispflichtig.


    ist doch wohl noch schlimmer als manches davor.


    Anmeldung für stromversorgung? Die hast du doch wohl schon.


    Zitat

    Was haben die VNB eigentlich alle mit diesem Begriff Inbetriebsetzung? Ist das etwas anderes als Inbetriebnahme?

    Ja und nein. Nach EEG ist die

    Zitat

    30. „Inbetriebnahme“ die erstmalige Inbetriebsetzung der Anlage ausschließlich

    mit erneuerbaren Energien oder Grubengas nach Herstellung der technischen

    Betriebsbereitschaft der Anlage;

    Sie kann also vor oder mit der von den VNB gemeinten Inbetriebsetzung (Begriffe aus NAV und TAB) erfolgen.