PV auf Pult-Blech-Dach

  • Hallo,

    ich bin hauptsächlich unsicher wegen der Befestigung/Statik und hoffe hier Ratschläge und Erfahrungen zu bekommen.

    Bürogebäude mit Pultdach von Süd auf Nord fallend ca. 7Grad. Dachgröße 12,90m x 8,60. Baujahr 2007. Uginox mit Doppelstehfalz.


    Eigennutzung ist Schwerpunkt, Hauptverbrauch zwischen 8 - 19 Uhr, plus Hybrid-Fahrzeug laden.


    Speicher ist nach einlesen hier kein Thema mehr:thumbup:. Aber zuerst steht mal an die Anlage so zu befestigen, dass auch nach einem Sturm noch alles so ist wie vorher=O


    Grüß

    Thomas

  • nun dann die UK einfach mit Stehfalzklammern befestigen!


    gibt's von Schletter oder anderen


    alternativ wenn das ganze einem nicht gefällt, Stehfalz runter, Trapezblech drauf und mit Kurzschiene die PV drauf.

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!


    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!


  • Da ich gerade vor einer ähnlichen Aufgabe stehe (Pultdach mit Stehfalz von Zambelli RIB-ROOF Speed 500), klinke ich mich dazu.


    Gibt es grundsätzlich Bedenken gegen die Befestigung der Module mit Stehfalzklemmen? Der Windsog, den das Blech ohne Module aushalten muss ist doch vergleichbar mit den Kräften nach der Bedeckung mit Modulen, oder?


    Lediglich die Einleitung der Kräfte auf das Blech geht nicht über die Fläche, sondern ist punktuell. Also höhere Punktbelastung.


    Wobei Zambelli selbst in einer Statik-Tabelle


    https://www.zambelli.de/filead…li_RIB-ROOF_Speed_500.pdf


    nicht auf jedem Falz eine Klemme fordert.

  • Das Problem an der stelle ist nicht der Stehfalz sondern das Material der Eindeckung!

    bei reinem Zink oder Kupfer wird es ekelig!

    das Material halt die Zugkräfte nicht aus,


    eine andere Frage ist die Bauordnung, auf der einen Seite wird teilweise stehfalz vorgeschrieben, andererseits sieht man das nicht mehr wenn PV drüber ist.

    warum muss dann also stehfalz erst drunter gebaut werden?

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    Gefangener des EEG mit Volleinspeisung und Netzbezug!


  • grundsätzlich ist bei Stehfalzdeckung der Nachweis der Einleitung der Kräfte in die Unterkonstruktion problematisch, weil man im Nachhinein nicht weiß, wieviele Heften wie verbaut wurden.

    Die praktische Ausführung der Montage mit Stehfalzklemmen ist dagegen eher unproblematisch.

  • Die praktische Ausführung der Montage mit Stehfalzklemmen ist dagegen eher unproblematisch.

    D.h. mit den Stehfalzklemmen hält das den Witterungsbedingungen stand, auch wenn die Einleitung der Kräfte in die Unterkonstruktion nicht " ganz klar" ist.

    Ich wollte schon mal um 2010 eine PV aufs Dach, der Dacheindecker/Spengler meinte dann das geht eben nicht. Hat sich das durch die besseren Befestigungsausführungen nun verbessert?


    Bei einer "Abdichtung" um die Module zum Dach könnte doch auch kein Wind rein? Zumindest theoretisch :/

    Dachmaterial ist Edelstahlblech

  • Ok, ich verstehe. Der Hersteller gibt zwar die Abstände der Haltebügel vor (bei Alu, Windzone1, mittlerer Belastung und Innenbereich wären das bei mir 1,7 Meter). Man weiß aber nicht, ob sich der Fachmann daran gehalten hat.

  • Nein das heisst es nicht!


    Das heißt der Schwachpunkt ist nicht die Stehfalzklammer sondern wie das Blech auf der Unterkonstruktion befestigt ist.


    im Ernstfall reist es dir eben das Blech mit vom Dach!

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  • im Ernstfall reist es dir eben das Blech mit vom Dach!

    Das meine ich eben.

    Gibt es keine Befestigungstechnik die dies unterbinden kann, z.B. U-Winkel die über den Dachvorsprung unter das Dach gehen und somit das Ganze zusätzlich "oben" halten.

    Der Spengler der das Dach gemacht hat wird mir hier aus Haftungsgründen wenig hilfreich sein, ist gerade auch im Urlaub. Wollte ihn nochmal fragen.

  • Das wird wohl nur mit dem Dachdecker zusammen schlussendlich zu klären sein.


    Entweder mit dem "alten" oder auch mit einem "neuen". Beides hat Vor- und Nachteile. Das kannst Du nur selbst beurteilen. Es wird sicher nicht ohne, zumindest teilweise Öffnung, der Dachfläche gehen. Es muss nunmal geprüft werden, wie oft und mit welchen Mitteln die Dachhaut auf dem Tragwerk befestigt wurde. Das weiß auch keiner mehr, der das damals gemacht haben sollte. Dir wird sonst niemand die PV nur auf dem Stahfalz befestigen. Dieser müsste ja die Gewährleistung und Haftung übernehmen...


    Sinnvoll ist eigentlich nur: den Dachdecker mit der Befestigung der PV-Unterkonstruktion zu beauftragen. So hast Du Sicherheit und Gewährleistung auf Beides. Alles andere wird nur Murks. Ja, das wird Geld kosten. Wahrscheinlich auch nicht wenig. Ändern kannst Du es nicht. Du kannst es ignorieren, vielleicht findest Du einen Installateur der es auch ignoriert - und beim nächsten großen Sturm liegt Deine PV mitsamt der Dacheindeckung beim Nachbarn in der Einfahrt und seine Frau unten drunter. Kann aber auch gutgehen und die Dachhaut kann seinerzeit ordentlich befestigt worden sein... Hoch aufs Dach und Nachsehen!

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    10,2kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)