Steuerung Überschussenergieverwendung für externe Verbraucher im Eigenbau

  • Verbrauchersteuerung Problem und Konzept:

    Ich möchte euch heute meine Steuerung der Verbraucher für überschüssige Energie vorstellen. Ziel war es, wenn meine Speicherbatterie voll ist, die überschüssige Energie für die Erwärmung eines großen Pufferspeichers zu verwenden, dies aber zu unterbinden, während das Elektroauto geladen wird oder meine Batterie nicht gut geladen ist.

    Lange Zeit habe ich versucht, diese Steuerung mit zwei Edimax-Funk-Steckdosen, gesteuert durch den SMA SI 6.0 zu realisieren. Leider ist es mir nie gelungen, diese Dinger dann zu schalten, wann ich wollte. Mir schien es immer, die smarten Dosen haben ein gewisses Eigenleben uns schalten nicht oder auch einmal im Dunkeln.

    Ich betreibe drei kleinere PV-Anlagen, einen Axitron 10kW Speicher, 600L Warmwasser-Puffer und wir fahren ein Elektroauto.


    Ich habe meine Steuerung folgendermaßen realisiert:

    Die zwei größeren PV-Anlagen haben einen Stromwächter von Zamel in der Leitung L vom WR zur Phase. Die Stromwächter besitzen einen potentialfreien Wechsler. Damit kann ich Relais für meine Heizstäbe im Pufferspeicher schalten, wenn eine einstellbare Strommenge fließt.

    Ein weiterer Stromwächter befindet sich in einer Phase der Zuleitung zur Wallbox. Das Potentialfreie Relais ist im Ruhezustand geschlossen, öffnet wenn die Ladestation in Betrieb geht und verhindert somit Puffererwärmung wenn das Auto geladen wird.

    Zu guter Letzt wollte ich verhindern, dass Puffererwärmung stattfindet, wenn meine Batteriespeicher einen geringen Ladezustand hat. Dazu greife ich vom Sunny-Island die Ladespannung der Batterie ab. Dafür gibt es im WR einen gesonderten Anschluss. Ein im WR platzierter Spannungsteiler 1:4 macht aus der Batteriespannung ungefährliche 14-18 Volt. Diese führe ich nach draußen. Eine Komparatorschaltung mit LN393 vergleicht nun die einstellbare Referenzspannung mit der geviertelten Batteriespannung. Ich habe die Schaltung so dimensioniert, dass ich zwischen 50 und 100% SOC regeln kann.

    Da der LN393zwei Komparatoren enthält, habe ich gleich einen zweiten Kreis mit Relais aufgebaut. Somit kann ich weitere Verbraucher, oder was auch immer bei späterem Bedarf oder bei Modifikationen steuern.

    Den Einbau der Stromwächter und der Relais für die Heizstäbe hat ein befreundeter Elektriker vorgenommen. Die Steuerung auf der Niederspannungsseite habe ich realisiert. Bei Interesse teile ich gerne meinen Schaltungsaufbau der Komparatorsteuerung.


    LG Wolfgang Bühn

    (PV ~7kWP Eigenverbrauch / 0,9kWp Anlage EEG seit 1997 / 10kW Speicher Axitron 10S / Sunny Island 6.0H / e-Golf / Mercedes-Benz Energy Geschädigter)

  • Warum denn so kompliziert? Ich würde dir eine SPS empfehlen.
    Übrigens: Mit der Batteriespannung lässt sich keine zuverlässige Kapazität feststellen. Diese Info sollte das BMS liefern.

    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Danke für den Kommentar

    Keine Ahnung, was eine SPS ist ;-) da lasse ich mich aber gerne aufklären.

    Aber kompliziert finde ich meine Lösung nicht, ich empfinde sie eher als simpel und die Bauteile kosten zusammen weniger als 200€.

    Ob die Batterie bei 52,8 Volt nun 95 oder 92 % Kapazität hat ist für den Zweck ja eher irrelevant.

    LG Wolfgang Bühn

    (PV ~7kWP Eigenverbrauch / 0,9kWp Anlage EEG seit 1997 / 10kW Speicher Axitron 10S / Sunny Island 6.0H / e-Golf / Mercedes-Benz Energy Geschädigter)