PV ohne Einspeisung

  • Hallo,


    ich fürchte, dass ich eine schnelle Antwort erhalte. Ich versuche es trotzdem:


    Ist es in D möglich, eine PV-Anlage an einen Netzanschluss zu hängen, die nur Eigenverbrauch macht (Rücklaufsperre/ Zero-Anlage) - und dass man hierzu im Gegenzug um Steuer, etc. herumkommt?

    Ausführung: Wir bauen in WEGs Ladesysteme für die Elektromobilität ein. Sehr sinnvoll, sowohl ökologisch als auch vermutlich ökonomisch, wäre es hier natürlich, den Strombezug durch PV zu ersetzen. Mit Mieterstrom, Betreiberfragen, Steuer etc. schießt sich das ganze technisch so sinnvolle Konstrukt aber komplett raus. Ich befürchte, dass ist so gewollt, oder hat jemand für mich einen Tipp, wie man sowas auf einfache Weise umsetzen kann?


    Danke

    Ilchi

    Die Elektromobilität darf nicht an der Installation von Steckdosen scheitern - auch nicht im WEG-Umfeld: https://www.yourcharge.eu

  • Vielen Dank für die Antwort. Ich verstehe aber nicht ganz: Ich finde es durchaus sinnvoll, Strombezug durch PV-Strom zu ersetzen. Allerdings ist dies im WEG-Umfeld bei Großgaragen rechtlich meines Wissens mehr als schwierig umsetzbar. Oder täusche ich mich da?


    Technisch würde ich gerne den PV-Strom in den Strang der Elektromobilität einspeisen und dort bevorzugt zum Netzstrom nutzen. Soweit, so klar. Und dass das ganze ökonomisch sinnvoll ist, bin ich mir sehr sicher. Ich denke hier gerade an eine TG mit 100 Stellplätzen. Diese verbraucht minimal 10 kW tags. Da kann ich gut eine 10 kWp-Anlage als Eigenverbrauchsanlage nutzen.


    Das "gewollt" war also darauf bezogen, dass es meines Erachtens wie so vieles im EEG nicht gewollt ist, technisch so einfache Lösungen für jeden umsetzbar zu machen und rechtliche Hürden zu schaffen. Oder liege ich da falsch?

    Die Elektromobilität darf nicht an der Installation von Steckdosen scheitern - auch nicht im WEG-Umfeld: https://www.yourcharge.eu

  • Das EEG wurde nicht gemacht weil man etwas nicht wollte sondern weil man dem was man wollte einen gesetzlichen Rahmen gegeben hat.

    Bei deiner Annahme vermisse ich etwas die Gleichzeitigkeit. Wann willst du denn den PV Strom zum laden verwenden ? Tags über ? Wann fällt Erzeugung und Bezug an ? Willst du das ohne Speicher machen ? Fragen über Fragen....

    ab jetzt - Hyundai Kona 64 kWh - 150 kW

  • Ich kann dir aber mal ein Beispiel geben.

    In meiner Signatur siehst du, dass ich einen Kona mit 64 kWh Akku hab.

    Wenn ich den jetzt zu Hause an meine PV Anlage anstecke lädt der mit über 7 kW.

    Da müsste ja die PV so groß sein, dass sie das schafft oder einen Teil dazu beiträgt. Wenn ich den Kona rausziehe habe ich noch einen Grundverbrauch von 80 W. Da wäre jetzt mal die PV recht groß dafür....

    Also schau ich jetzt mal an, was der Kona denn so braucht. Rechnerisch hab ich 6 Module mit 365 Wp auf die Ladeeinheit gehängt. Die würden die 7 kW nie bringen - also speisen die 2,19 kWp ins Netz ein. Wenn ich lade hol ich mir den Strom aus dem Netz und anteilig den Strom aus der 2,19 kWp Anlage. Ich hab den jetzt grad mal reingesteckt - es wird aber grad dunkel.....

    Insgesamt hab ich gesehen, dass die PV sogar mehr Ertrag liefert als ich grad verfahre - also bleibt nur - mehr fahren oder die PV abschalten ? - oder halt einspeisen und den PV Strom allen zur Verfügung stellen !

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  • Ok, lassen wir mal meine Mutmaßungen raus, was wie gewollt ist. Das tut auch nichts zur Sache.


    Wir haben von all unseren Anlagen den Stromverbrauch über 24 Stunden, können also ganz gut abschätzen, bei welchen Anlagen sich PV rechnen würde. Dies sind insbesondere TGs mit Büronutzung, da hier auch vermehrt tagsüber geladen wird. Diese Seite ist mir klar.


    Das sind zudem alles Anlagen, bei denen eine Gemeinschaft, meist eine WEG, Vertragspartner für den Strombezug ist. Abnehmer sind dann die einzelnen Eigentümer, Kosten werden entsprechend der persönlichen Wallboxbezüge anteilig im Zuge der NK-Abrechnung verrechnet. Soweit, so klar.


    Unklar und hier würde ich euch um Hilfe bitten: Darf die WEG unbürokratisch (natürlich fachtechnisch richtig durch einen Elektriker installiert) eine 0-Einspeise-Anlage in das Stromnetz der Elektromobilität hängen, ohne weiteren Verwaltungsaufwand zu haben? Einziger Grund sollte sein, den Strombezug für die Elektromobilität (eigener Zähler) zu senken. Einspeisung ist nicht vorgesehen und würde auch technisch eben über eine Zero-Anlage unterbunden werden.

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  • Wie gesagt, die technische Seite ist mir klar. Wir reden hier auch von Anlagen mit 20 Wallboxen und mehr. Hier falle ich nicht auf 80 W, sondern habe sehr regelmäßig mindestens ein Auto, das lädt. Die PV muss natürlich auch darauf abgestimmt sein. Eine 10 kWp-Anlage würde bei unserer Simulation in einigen Anlagen zu 80 % ausgelastet sein - ohne Akku.


    Btw: Ich fahre auch einen 64er-Kona. An meiner Hausanlage schaffe ich es, diesen zu 85 % mit eigenem PV-Strom zu laden - trotz 35 Tkm/a. Finde ich ein super Ergebnis. Hier sind allerdings die Grundlagen anders, da ich a) im Eigenheim wohne und b) so einfach eine echte Überschusseinspeiseanlage inkl. der ganzen Bürokratie bauen konnte.

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  • Na dann lass uns das mal überlegen....


    Die Wallboxen haben einen eigenen Zähler / Anschluß ? oder hängt an jeder Büroeinheit z.B. eine Wallbox mit drauf ?


    Werden die Wallboxen einzeln gezählt und will der Betreiber für den genutzten Strom Geld kassieren oder ist das Laden frei ? (für die WEG Nutzer)

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  • Dein Problem ist dass du eines draus machen möchtest. Ganz klassische Überschusseinspeisung, meinetwegen mit voller EEG-U da Betreiber = WEG, Verbraucher aber privat. Fertig. Da braucht es weder Nulleinspeisung noch Ängste, nur einen Erzeugungsmessung und einen Übergabezähler am Netz.

  • Ist es in D möglich, eine PV-Anlage an einen Netzanschluss zu hängen, die nur Eigenverbrauch macht (Rücklaufsperre/ Zero-Anlage) - und dass man hierzu im Gegenzug um Steuer, etc. herumkommt?


    Das hier war die Frage Pflanze !

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