EFH mit WP / Speicher BYD oder E3 DC

  • Hallo,


    ich plane gerade für unser EFH Baujahr 2018 eine 10kWp Anlage.


    Es liegen auch bereits diverse Angebote vor, aber zunächst einige Fakten:


    • Walmdach 25°
    • Ausrichtung Süd
    • Mögliche Dachflächen Ost, Süd, West mit jeweils ca 40m²
    • Wärmepumpe mit EEEBus
    • Elektroauto in Planung (Schnellladen via PV Überschuss ohne Netzbezug wünschenswert)
    • aktueller Gesamtverbrauch Haus + WP ca 11000 kWh


    Nun stellen sich bei mir einige Fragen auf, die ich hoffe von euch beantwortet zu bekommen:


    Ich stehe gerade zwischen der Entscheidung, ob ein Speicher in Frage kommt oder nicht und wenn ja, welcher Speicher es werden soll.


    Zu den zwei Systemen/Angeboten:



    E3 DC

    Angetan bin ich grundsätzlich vom Konzept E3 DC Infinity da hier der zusätzliche WR entfällt und das System mit Wallbox im Ganzen gut durchdacht ist. Außerdem reden die Verkäufer immer gerne davon, dass dieser Speicher "intelligent" ist und mit der WP kommuniziert, sodass hier die optimale Ausbeute der PV Anlage gegeben ist. Die WB kann auch, jedenfalls laut Marketing E3 DC, reinen Solarstrom ins Auto bringen, was natürlich toll ist. Allerdings stellt sich hier gleich die Frage nach der Ladeleistung der WB, wenn NUR PV genutzt wird.

    Module Aleo 9,1kWp, Speicher 9,75 kWh, ohne WB, inkl. Montage

    Preis netto: 19240€

    Preis ohne Speicher: 12445€



    Kostal + BYD

    Die zweite Alternative zur E3 DC wäre der WR Kostal Piko PLENTICORE plus 7.0 in Verbindung mit dem Batteriespeicher BYD B-BOX HVS 7.7. Ob dieser Speicher die notwendige "Intelligenz" aufweist, kann mir bis dato niemand sagen. Was heißt hierbei eigentlich Intelligenz? Zu dem System könnte ich mir eine Mennekes WB vorstellen. Die WB wäre aber sicherlich auch nachträglich machbar.

    Module Solar Fabrik 9,9kWp

    Preis netto 13700€, Speicher 7,7kwh, ohne WB, inkl. Montage

    Preis ohne Speicher: 8600€




    Kann ich diese System überhaupt einfach so miteinander vergleichen? Gibt es grundlegendes, über das ich ggf. noch gar nicht nachgedacht habe?

    Von beiden Anbietern habe ich sehr zufriedene Kunden. Daher würde ich natürlich erstmal immer zur preiswerteren Variante tendieren. Wenn man nur den Speicher betrachtet liegen die Angebote ca 200€/kWh auseinander (PV-Leistung von 0,8kWp nicht betrachtet).


    Weitere Überlegungen, die Anlage ggf. nach einem Jahr zu erweitern habe ich auch bereits angestrebt, da ggf. die 10kWp nicht ausreichend sein werden um 1. den Speicher in Wintermonaten ausreichend zu laden und 2. wenn das E-Auto kommt der Verbrauch steigt (von aktuell 11000kWh/Jahr +X)



    Ich hoffe, dass ich euch hier nicht zu unstrukturiert meine Infos auf den Tisch geworfen habe. Über konstruktive Antworten wäre ich jedenfalls sehr dankbar und freue mich auf die Diskussion.


    Besten Dank schon einmal vorab


    Gruß Sloggi

  • Wieso nach einem Jahr erweitern und nicht gleich richtig bauen?

    Dann zahlst du ja wieder Gerüst, evtl nochmal einen WR etc.


    Mit E-Autos und 10 kwP wird das ein ziemliches Trauerspiel in den Wintermonaten. Da wird der teuere Speicher ziemlich einsam rumstehen.


    Ich hatte ähnliche Überlegungen. ich habe erstmal den Speicher gelassen und 25 kWp beauftragt.

    24,50 kWp incoming. (70 x Hyundai 350 Watt, Kostal Plenticore, Piko & KSEM)

    30.06. Anlage beauftragt- Nab gestellt. - Zusage.

    17.08. Baustart!

  • Der Mehrpreis für den E3DC kommt mir zu günstig vor, für das Geld bekommt man den Speicher nicht.

    Wie soll das ganze den verstringt werden bei 3 Dachflächen und jeweils nur 2 MPP, obwohl der Kostal 3 MPP hat aber dann kannste den Speicher nicht mehr anschliessen.

    Da musste ja auf einen Polystring gehen und das können die beide nicht mit allen Modulen weil oft der Strom zu hoch ist.

    21,39 kWp Canadian Solar 230W Ost/West 35°
    1x STP 10.000 + 1x STP 8.000

  • < 10kWp zwecks EEG Umlage und um die Kosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben.



    Genau so hatte ich es auch gedacht, dass der Speicher dann immer nur zu wenigen % gefüllt wird und mit nur 10 kWp nie über die Nacht kommt. Das E Auto wird 30-40 kWh an Akku haben, da wird im Winter Netzbezug notwendig werden.


    Der Mehrpreis für den E3DC kommt mir zu günstig vor, für das Geld bekommt man den Speicher nicht.

    Wie soll das ganze den verstringt werden bei 3 Dachflächen und jeweils nur 2 MPP, obwohl der Kostal 3 MPP hat aber dann kannste den Speicher nicht mehr anschliessen.

    Da musste ja auf einen Polystring gehen und das können die beide nicht mit allen Modulen weil oft der Strom zu hoch ist.



    ggf. werden auch nur 2 Strings zur Ausführung kommen, dann würde das System inkl. Speicher wieder klappen oder. Bei einer Erweiterung von 2-3 Flächen/Strings müsste dann eh noch ein zweiter WR her.


    Das "E3 DC Angebot" ohne Speicher (12445€) beinhaltet den SMA STP 10.0 WR.

    Im Angebot mit E3 DC Infinity (19240€) ist kein WR enthalten.




    Aktuell wäre meine erste Option die Ost- und Südseite mit insgesamt 9,9kWp zu belegen inkl. Kostal Piko PLENTICORE plus 7.0. Je nach dem wie sich die Verbräuche und Erträge entwickeln wäre dann eine Erweiterung auf dem Haus in Westrichtung und Garage in Südrichtung denkbar.

  • < 10kWp zwecks EEG Umlage und um die Kosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

    "Kosten in die Höhe treiben" ist genau das, was du machst, wenn du in Etappen baust. In einem Jahr gibt es das jetzige EEG gar nicht mehr und wahrscheinlich auch keine 10 kWp-Grenze und keine EEG-Umlage. Der Etappenplan ist also auf unbekannte oder nicht vorhandenen Regelungen augebaut.


    Um vernünftig zu planen brauchst du als erstes mal genaue und unverzerrte ebene Maße aller vier Dachseiten. Dann schaut man was geht, was vernünftig ist, wie man das verstringt etc. Jedes Jahr einen neuen WR zu kaufen ist sicher nicht die Methode der Wahl.


    Wenn der Preis deines zweiten Angebots richtig ist, wäre das sensationell günstig. Bist du dir sicher, dass das so stimmt?


    aktueller Gesamtverbrauch Haus + WP ca 11000 kWh

    Ich habe in diesem Forum schon viele unfassbar hohe Verbräuche gesehen, aber ich glaube du bist damit aktuell der Rekordhalter im Neubau. Kannst du mal sagen, wie sich das auf WP und Komfortstrom aufteilt? Entweder stimmt mit deiner WP irgendwas ganz und gar nicht, oder ihr betreibt eine Bauxitelektrolyse im Keller.

  • < 10kWp zwecks EEG Umlage und um ...

    ... Gewinn zu vermeiden!

    Wenn dir dein Geld was wert ist kauf davon mehr Module statt es mit Speicher zu verbrennen.

    Du bist auf dem Holzweg! Lies erstmal FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm


  • Wenn der Preis deines zweiten Angebots richtig ist, wäre das sensationell günstig. Bist du dir sicher, dass das so stimmt?

    Der Preis ist tatsächlich unschlagbar günstig.

    Angebot mit Speicher:


    Angebot ohne Speicher:



    Die Solateure haben scheinbar kein besonders großes Interesse auf genau diese Art der Beratung, wie man sie hier von euch im Forum bekommt. Da wird einem immer erzählt: "es gehen ja nur 10kWp sonst muss man zahlen.....nach einem Jahr kann man dann aber ja nochmal 4 kWp nachrüsten" usw.


    Gute Entscheidung hier zu stöbern :-)

    Kannst du mal sagen, wie sich das auf WP und Komfortstrom aufteilt? Entweder stimmt mit deiner WP irgendwas ganz und gar nicht, oder ihr betreibt eine Bauxitelektrolyse im Keller.

    das teilt sich tatsächlich ziemlich hälftig auf:


    WP 454 kWh pro Monat in 2019

    Komfortstrom 461 kWh pro Monat in 2019

  • Bemerkenswert: 4000 EUR Unterschied zwischen beiden Angeboten bezogen auf die Variante nur PV. Wie es scheint, hat der erste Anbieter einen Teil der Speicherkosten der PV zugeschlagen, um dich sanft in Richtung Speicher zu schubsen.


    Ich würde auch das Dach füllen (beim zweiten Anbieter) und mir erst dann überlegen, ob ein Dritter (!) Speicher neben Haus inkl. WP und dem Speicher auf Rädern überhaupt ansatzweise sinnvoll genutzt werden könnte.

  • Wer sich bei dem Komfortstrom, einer Wärmepumpe und kurzfristig ein/ langfristig evtl. zwei Elektroautos eine mini 10kwp Anlage und einen Speicher einbauen will, dem fehlen die Grundlagen und die Person hat definitiv zu viel Geld übrig.


    Mein Tipp: Bau die Anlage so groß wie sinnvoll möglich.

    Ja 30 oder 40kwp hören sich erstmal nach viel an, sind aber am Ende immer noch zu wenig.


    Du und viele andere gehen den Weg ins All-electric Zeitalter. Der Stromverbrauch wird dabei definitiv nicht kleiner.


    Speicher im Keller sind wie Bausparverträge. Die bringen nur den Verkäufern Geld ein.