Diagnose eines fehlerhaften PV-Strings

  • Jo, so isses - leider...


    Aber sind wir mal ehrlich... Aufgeben is nicht! - Sonst bräuchten wir uns hier auch nicht unterhalten...8o


    Die Anlage hat nenn Fehler und der wird gejagt und behoben! 8)


    (Das die Anlage dann in 1,5 Jahren Platz machen muss ist ne andere Geschichte... :/:huh:)


    Die Sunclix-Stecker sind grade per GLS gekommen. Lol, das ausgerechnet der Laden, der immer mit Prime und schnell schnell wirbt nun der / das Letzte ist... Nagut, wussten wir vorher schon 8o

    4,55 kWp Anlage seit Mitte 2001 am Netz. Damals die größte des Landkreises... ^^

    Verbaut sind In-Dach 130 "SRT 35" Module (jedes ersetzt 4 * Frankfurter Pfanne)...


    Update: Seit 3.8.2020 eine 4,515kWp mit jetzt noch 129 Modulen... :rolleyes:

  • ...und irgendwann ist sowas einfach hinüber und man braucht ein neues Dach. ;)


    ich hab schon mal gerechnet, was 2022 dann auf mich zu kommt. 1 * Frankfurter Pfanne = 4,35kg


    130 * 4 * 4,35kg = 2262kg! 8|


    Und ich weiß ja wer die da rauf bringen darf... ||

    4,55 kWp Anlage seit Mitte 2001 am Netz. Damals die größte des Landkreises... ^^

    Verbaut sind In-Dach 130 "SRT 35" Module (jedes ersetzt 4 * Frankfurter Pfanne)...


    Update: Seit 3.8.2020 eine 4,515kWp mit jetzt noch 129 Modulen... :rolleyes:

  • Weitere Infos, aber wohl off-topic:

    Bei der Begehung ist mir noch was aufgefallen, was man auf dem Photo nur leicht erahnen kann. Es wurden offensichtlich zwei verschiedene Produktions-Chargen der Module verbaut. Von den "gammelig-braunen" Modulen sind wohl 32 verbaut. (Zufall?) und die restlichen 98 schimmern eher schön "blau". (Egal aus welchem Winkel)


    Generell scheinen die "blauen" auch deutlich weniger Hagelschäden zu haben! (Spannend!)


    Sieht so aus, als hätte Regen irgendwelchen schmutz draufgepinselt. Versuchs doch mit irgend einem Putzmittel sauber zu bekommen, wenn die Anlage eh mal weg soll, kannst auch nix kaputt machen.


    Den Defekt beheben könntest auch selbst schaffen. Aufs Dach traust dich ja. Musst aber die WR Stromlos machen, sonst gibts Lichtbögen beim trennen der PV Kabel. Dann eben das defekte MOdul tauschen oder reparieren. Da steht ja auch was von einer Sicherung. Vielleicht ist nur diese bei einem Defekt.


    Fürs Monitoring kannste auch einen aktuellen SB 2.5 verbauen lassen. Dann hast permanent übers Internet eine Übersicht im Sunny Portal und kannst den neuen SB 2.5 auch bei einer zukünftigen PV verwenden.

  • ja, ich werde heute mittag noch mal aufs Dach und dann ein bisschen artig schrubben... hast schon recht, das hat die gute Anlage eigentlich verdient.


    @ Fehler: Der ist grade "verschwunden" - bzw. hat sich freigebrannt...


    Ich habe da jetzt sehr gemischte Gefühle. Zum einen ists natürlich super, weil die Anlage nun wieder mit voller Leistung (im Rahmen Ihrer Möglichkeiten) Strom produziert (und dank der Monster EEG von 2001 auch gut Geld)


    Zum anderen sind lustig schwankende Übergangswiderstände irgendwo aufm Dach nichts gutes... Feuer und so... :(



    Aber für alle interessierten die ein ähnliches Problem haben oder einfach Technik-Porno mögen anbei ein paar Photos ;)

    Das folgende hab ich benutzt: (es empfiehlt sich immer Messgeräte gegeneinander zu plausibilisieren!)


    Was habe ich gemacht um den Fehler zu "beheben"?


    Eigentlich nicht viel. Generell kann man mit der Anlage ja nur spielen, während sie nicht zu "bissig" ist. Also morgens oder abends, aber natürlich nicht währen die Sonne voll drauf steht...!!


    Vorhin war ich fast schon zu spät dran. Pro String standen schon 450W an. Aber gut, Kabel konfektionieren sich nicht von alleine und mein Leben ist mir auch ein bisschen was wert.

    Hier sieht man, dass ich erst sichergestellt habe, dass der Neutralleiter der Steckdose auf dem Dach in Ordnung ist!


    Den Schiebewidestand habe ich mit einer zusätzlichen Erdung ausgestattet (in grün).

    Passend dazu habe ich ein Kaltgerätekabel als Erdungskabel umgebaut. (Phase und Null doppelt isoliert! Kontakte abgeflext!)


    Hier der gesamte Aufbau:


    So sieht der Widerstand nach wenigen Sekunden aus: (Gleichzeitig erinnert der Geruch daran, dass man nicht zu lange messen sollte...)


    Das Ganze noch mal von weiter weg:

    (Was da glüht ist der Widerstand, die Wechselrichter und der Stuhl auf dem ich vorher gesessen hab. so ne IR-Cam ist ein tolles Spielzeug :P )


    Und hier dann mal was das Mooshimeter zeigt: (Ist ein Bluetooth-Multimeter, was gleichzeitig Storm und Spannung misst und das sogar recht genau :danke: - ja, auch mit extrem geringem Rauschen...)


    Hier noch mal als Graph: (Zuerst sieht man die Leerlaufspannung. Dann wird der String mit 330 Ohm belastet. Dann fahre ich die Last hoch bis 1,5A (reduziere also den Widerstand) und schließlich wieder runter (erhöhe den Widerstand also wieder auf 330 Ohm)


    Wenige Sekunden nachdem ich dieses Photo gemacht habe ist der Strom plötzlich einfach um 15% angestiegen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nichts angefasst... Joah und schon war die Anlage wieder heil ?! :saint:


    Gruß

    - Thorsten

    4,55 kWp Anlage seit Mitte 2001 am Netz. Damals die größte des Landkreises... ^^

    Verbaut sind In-Dach 130 "SRT 35" Module (jedes ersetzt 4 * Frankfurter Pfanne)...


    Update: Seit 3.8.2020 eine 4,515kWp mit jetzt noch 129 Modulen... :rolleyes:

  • Wenige Sekunden nachdem ich dieses Photo gemacht habe ist der Strom plötzlich einfach um 15% angestiegen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nichts angefasst... Joah und schon war die Anlage wieder heil ?! :saint:


    Den zickigen String kannste ja mit der Stromzange ausfindig machen, wenn nur dieser am WR dran hängt.

    Dann WR AC Stromlos machen, alle Strings vom WR abhängen und die ganzen Stecker mal kontrollieren.

  • ja, ich werde heute mittag noch mal aufs Dach und dann ein bisschen artig schrubben... hast schon recht, das hat die gute Anlage eigentlich verdient.

    Mit schrubben wirst du bei den braunen Modulen nichts erreichen, nur auf dem Glas den Staub runterbekommen.

    Hier handelt es sich wahrscheinlich um EVA (oder eine ähnliche Folie) Browning.

    In diese Folie sind die Zellen mit einlaminiert, da kommt man von außen nicht ran.

    Oder genauer, da kommt man garnicht ran. Einfach so lassen und lieber die Module durchmessen.

    Durch das Browning selbst sinkt die Leistung zwar um einige %-e, aber hier noch nicht dramatisch.

    Erst wenn die Folie dunkelbraun und rissig wird, geht das Modul leistungsmäßig runter.

    Wenn jetzt ein String ausgefallen ist, würde ich mir neben anderen Stellen die Anschlußdosen und die Kabel ansehen.

    Falls sich die Dose öffnen läßt, innen auf Korrosion der Anschlußbänder achten.

  • Sooo.. zurück von der Wanderung. Ist schön warm aufm Dach um 14h. Meine Schuhe habens nicht überlebt - Die Sole hat sich gelöst... hui hui hui - sorry, off topic ;)

    Die blauen Module sehen eigentlich alle gut aus, die braunen habe teilweise Delamination... (Was aber wohl kein großes Problem ist... :) )


    Aber: Der Bösewicht ist ein blaues!

    Lecker ">150°C" sagt die Cam nur lapidar... oh oh...


    Wenn ich es richtig erinnere, dann ist aber nicht die Zelle schuld, sondern der Anschluss der Zelle, ( Kalle "Die Dose", richtig?) welcher genau dort auf der Rückseite sitzt...:cursing:


    Hier noch mal einfach ein Unterschied der blauen (links) und braunen (rechts, unten 1x und rechts oben)


    Der Kamin hat viel Kupfer außen dran... offensichtlich setzt sich das schön auf den Module ab - mit entsprechenden Folgen...


    Die delaminierten Zellen scheinen erstmal aber kein "wirkliches" Problem darzustellen. Aber ein braunes Modul hab ich dann doch noch gefunden, welches wohl getauscht werden sollte: (die 4. Zelle leuchtet sonst nicht - aber mit dem bloßen Auge ist nichts zu erkennen... Spannend!)


    Danke euch für die Hinweise. Ich werd mal gucken, ob ich den Dreck des Kamins ein bisschen runter bekomme... Aber erstmal werden zwei Module getauscht.


    Gruß

    - Thorsten

    4,55 kWp Anlage seit Mitte 2001 am Netz. Damals die größte des Landkreises... ^^

    Verbaut sind In-Dach 130 "SRT 35" Module (jedes ersetzt 4 * Frankfurter Pfanne)...


    Update: Seit 3.8.2020 eine 4,515kWp mit jetzt noch 129 Modulen... :rolleyes:

  • Hallo Thorsten,


    erst mal ein Lob für dein Engagement!

    Das defekte Modul sollte ausgebaut und genau untersucht werden.

    Der Brandfleck verheißt nichts Gutes.

    Leider konnte ich kein Datenblatt deiner Module finden.

    Aber nach dem Aufschrauben der ASD (Anschlußdose) wirst du sicher einige Fotos machen und hier einstellen.

    Hier kann es sich auch um eine "verbrutzelte" Bypass Diode handeln. Zusatz: Falls welche eingebaut sind.

    Eine andere Möglichkeit wäre noch ein loses Kabel in der Dose.

    Ist alles Spekulation meinerseits, ein Blick hinein dürfte Klarheit bringen.


    Die zweite Messung ist grenzwertig. Bei Modultemperaturen um die *65°C würde ein leicht höherer Widerstand in der Zelle reichen, um die 81 °C zu erreichen. Kann ein Defekt sein, muß aber nicht.


    *Gestern bei mir direkt am Dach gemessen, Zelltemperatur 64°C, Temperatur der DZ 70°C!

  • Mit schrubben wirst du bei den braunen Modulen nichts erreichen, nur auf dem Glas den Staub runterbekommen.

    Hier handelt es sich wahrscheinlich um EVA (oder eine ähnliche Folie) Browning.

    Das Rätsel ist jetzt definitiv gelöst. Der fossile Schornstein hat die Öko PV rangenommen.

    Ich sagte ja, es sieht so aus, daß irgendwas durch Regen vom Dach auf die Module Dreck drauf wäscht.

    Post #9 sieht man vertikale Streifen.


    tassidar


    Also das Brandloch hättest jetzt aber direkt sehen müssen :-?


    Wenn die Anlage in 2 Jahren eh ersetzt wird: Eventuell auch mit Scheuermilch versuchen und anschließend mit Auto Nano Versiegelung über alle drüber, damit der Dreck dann schlechter haftet.

    Müsste man jetzt überhaupt wissen, ob da überhaupt eine Versiegelung drauf ist, ob das Glas oder Kunststoff ist usw.

    Aber immerhin es ist alles in Eigenregie machabr. :thumbup: