Neue Anlage auf Einfamilienhaus

  • Hallo zusammen,


    ich ringe schon seit einigen Monaten mit der Erstellung einer PV-Anlage. Ich habe einiges gelesen und habe auch schon zwei Angebote vorliegen, mit denen ich aber bei beiden noch nicht so richtig glücklich bin.


    Ich erhoffe mir hier Rat, wie ich weiter vorgehen soll.


    Zunächst einmal die Situation: Ich bin Eigentümer eines freistehenden Einfamilienhauses. Das Haus steht im Zentrum einer mittelgroßen Stadt nahe Düsseldorf. Es hat ein Satteldach, dessen eine Fläche nach Süden gerichtet ist (ca. 8° nach Westen gedreht). Das Dach hat eine Gaube und einen Knick. Bild siehe Anhang.


    Wir haben einen eher hohen Eigenverbrauch von ca. 6000 kWh pro Jahr. Die Anschaffung eines Elektroautos in den nächsten Jahren ist wahrscheinlich und wird den Bedarf erhöhen.


    Zunächst hatte ich letztes Jahr schon eine Solarberatung von der Verbraucherzentrale. Diese hat eine PV-Anlage als grundsätzlich wirtschaftlich bewertet Berechneter Ertrag 822 kWh/kWp. Empfohlen wurde eine Größe von 4,9 kWp.


    Ich hatte dann bereits Ende 2019 diverse Solaranlagenbauer in der Umgebung angeschrieben und/oder angerufen, aber es scheint denen offensichtlich zu gut zu gehen. Einige haben gar nicht geantwortet, einige erst auf eine zweite Nachfrage hin, andere auch direkt. Zwei wollten weitere Infos haben, die habe ich geschickt, dennoch keine Reaktion, auch auf nochmaliges nachhaken hin.


    Von zweien habe ich vor einigen Monaten ein Angebot bekommen. Der eine hat es aus der Ferne angefertigt, 7,5 kWp für 9930 € netto. 23 x Soluxtech 320W DMMFS320, KACO blueplanet 7.5 TL3. Kein Speicher, (wollte ich auch nicht).

    Es gab zwei Telefonate, wobei immer nur ein Junior am Apparat war, der einige Fragen beantworten konnte, für viele andere aber erst seinen Chef fragen musste. Immerhin hatte ich dort den Eindruck, ehrlich beraten zu werden. Etwas unsicher bin ich mir über die Qualität der angebotenen Komponenten, und dass man dieses Angebot macht, ohne sich die Situation vor Ort anzusehen (der Unternehmenssitz ist nur wenige km entfernt) und den Chef auch nicht mal persönlich zu sprechen, wirkte auf mich nicht sehr kompetent.


    Der zweite kam vorbei, nahm sich Zeit, machte Fotos mit einer Drohne und vermaß alles genau, hat uns gut und umfassend beraten. Angeboten wurden dann 38 Module von Solaredge mit 12,16 kWp, erst für 26000 € netto, nach einem Telefonat mit einigen Nachfragen und Änderungen "nur" noch 19800 € netto. Irgendwie fühle ich mich da etwas veräppelt und der erste gute Eindruck hat sich verflüchtigt.


    Nun weiß ich nicht wie ich weiter vorgehen soll. Konkrete Fragen:

    1. Welche Anlagengröße empfiehlt sich nun? Die 5 kWp, die die Verbraucherzentrale empfiehlt, die maximal offensichtlich möglichen 12 kWp, oder irgendwas dazwischen? Dass die 10-kWp-Grenze normalerweise keine Rolle spielt, habe ich schon verstanden. Aber hier habe ich ja schon ein paar mal gelesen "so groß wie möglich", aber wenn ich mit dem Wirtschaftlichkeits-Excel vom Umweltinstitut München rechne, steigt die Wirtschaftlichkeit mit einer kleinen Anlage. (Hinweis: Liquidität ist für alles ausreichend, es muss nichts finanziert werden.)
    2. Welche Komponenten sollte man nehmen? Die Behauptung von Anbieter 2 war ja, dass SolarEdge so viel mehr Ertrag liefern würde und so langlebig sei, dass sich die Mehrausgabe lohnen würde, aber ich habe da Zweifel.
    3. Brauche ich Moduloptimierer oder nicht? (Bei SolarEdge geht es ja offensichtlich nicht ohne). Die Gaube könnte durchaus einige Verschattung liefern, dazu kommt der baum vor dem Haus und in den Wintermonaten auch etwas von den Häusern auf der anderen Straßenseite (Blockbebauung, ein Stockwerk höher als meines). Ich habe die FAQ dazu gelesen, die rät von den Optimierern ja eher ab. Trifft das bei mir auch zu?
    4. Wie finde ich einen guten und günstigen Anlagenbauer? Ich bin nicht derjenige, der den letzten Euro rausquetschen will, aber ich will mich auch nicht übers Ohr hauen lassen.

    Wäre schön, wenn ihr mir helfen könnt.

  • aber wenn ich mit dem Wirtschaftlichkeits-Excel vom Umweltinstitut München rechne, steigt die Wirtschaftlichkeit mit einer kleinen Anlage.

    das gilt nur, wenn der kwp Preis konstant bleibt, der Skaleneffekt macht große Anlagen aber proportional deutlich günstiger.


    1.

    mindestens 10, wenn es viel Schatten gibt bleib dabei, sonst auch 12. Wenn mehr wie 12 geht ds in jedem Fall bauen.

    2 SE hier Unfug machte es nur teuerer

    3. überflüssig. Mach 2 Strings, die Gaube ist nicht so unterschiedlich in der Neigung, daher mach die mit Modulen vom Dach in einen String. Mach zwei schön lange Strings, dann ist der Schatten egal.

    4. schwer. IN jedem Fall einer der keine Werbung macht, denn das haben die guten nicht nötig. Überregional:



    clen-solar.de


    klar solar


    sunforfree

  • Danke für deine Antwort!

    das gilt nur, wenn der kwp Preis konstant bleibt, der Skaleneffekt macht große Anlagen aber proportional deutlich günstiger.

    Das habe ich schon berücksichtigt, sogar überproportional, weil ich nur den Mehr-/Minderpreis für die Module genommen habe und eventuelle Kostenveränderungen bei Wechselrichter, Montage, Material usw. gar nicht eingerechnet habe.

    Zitat

    mindestens 10, wenn es viel Schatten gibt bleib dabei, sonst auch 12. Wenn mehr wie 12 geht ds in jedem Fall bauen.

    Mehr als 12 geht nicht, die 38 Module aus dem einen Angebot sind schon das Maximum.

  • Mehr als 12 geht nicht, die 38 Module aus dem einen Angebot sind schon das Maximum.

    dann würde ich zwei lange Strings machen. Bei z.B. neuen Standart QCells mit gutem Pries-Leistungsverhältnis und 345W ergbit das dann 13kwp, das wäre doch prima. Wenn du auch 10 begrnezen willst nimm schwächer, das wird etwas günstiger.


    Dann brauhcst du keine Opimtierer nur einen Standart WR mit 2MPP und gut ist. GAube und DAch dann in den gleichen String. Oder die unterste Reihe am Dach mit der GAube zusammen, die ist ja auch etwas flacher, dazu dann soviele dass der String voll wird .

  • Empfohlen wurde eine Größe von 4,9 kWp.

    Pfeifen. Schick sie in die Wüste. Warum empfehlen die dir, dein Potenzial NICHT zu nutzen?

    Belegungsplan einstellen; keine O, kein SE, kein Speicher, 12 kVA WR, z.B. Huawei oder Kostal, freuen und gut. Anbau im Westen (?) kann man sich ansehen. Foto Zählerschrank?

    Die Rechner kranken an den linearen Betriebskosten. Relative Rendite oder absoluter Gewinn - womit kannst du Gemüse kaufen?

  • Die 5 kWp, die die Verbraucherzentrale empfiehlt?

    Die Verbraucherzentrale kennt offenbar ihre eigenen Publikationen nicht.


    Dein Dach ist problemlos, und du brauchst auch kein SE. Ermitttle einfach mal genaue Maße und puzzle selbst Module drauf. Wenn mehr als 12 kWp geht, dann mach das, sonst baue einfach 10 kWp, laufen lassen und freuen!

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Pfeifen. Schick sie in die Wüste. Warum empfehlen die dir, dein Potenzial NICHT zu nutzen?

    Zitat aus dem Bericht: "Wegen Verschattung werden die Flächen seitlich der Gauben nicht als mögliche Modulflächen hinzugenommen. Maximal mögliche Fläche 32 m² (entsp. ca. 5 kW)".
    Im Gespräch sagte er halt damals noch, dass mehr nicht sinnvoll sei, weil der Eigenverbrauchsanteil dann geringer wäre.

    Zitat
    Belegungsplan einstellen;

    ? Was meinst du damit?

    Zitat
    keine O, kein SE

    Was ist O? SE = SolarEdge?

    Zitat

    Die Rechner kranken an den linearen Betriebskosten. Relative Rendite oder absoluter Gewinn - womit kannst du Gemüse kaufen?

    Schon klar, aber es sank ja bei meinen ersten Überschlagsrechnungen nicht nur die relative Rendite, sondern auch die absolute ... aber ich rechne noch mal, waren erst mal nur grobe Kalkulationen.

  • Man sieht mit dem Ohren dass das ein gutes Dach ist.

    weil der Eigenverbrauchsanteil dann geringer wäre

    Nimm nur ein Modul oder drei, dann ist die Selbstverbrauchsquote noch höher. Was für Pfeifen!

    O...ptimierer. Abkürzungen siehe meine Signatur am PC.

  • Ês ist wirklich erschreckend, was für Pfeifen bei der VZ sind. Das bissche Pipifaxschatten von dieser flachen Gaube :Kopfschüttel.

    Zeichne einen Belegungsplan, wir sprechen das durch, und dann geh mit dem Plan Angebote einholen.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"