Neubau EFH: PV ja/nein? KfW40 oder 40Plus?

  • Hallo zusammen,


    vorneweg: Vielen Dank für die Möglichkeit hier mein Anliegen vorbringen zu können!


    Seit kurzem liegt uns die Baugenehmigung für unser EFH in 88xxx vor. Die Parameter der Planung lassen KfW40 zu. Nun stellt sich mir schon seit geraumer Zeit die Frage, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist den Schritt auf KfW40Plus zu machen. Über die Unwirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers bin ich mir einigermaßen im Klaren, aber es gäbe ja den schönen 6.000€-Tilgungszuschuß von der KfW. Ich habe auf diese Frage im Forum bisher noch keine Antwort gefunden.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, kann ich es mir sparen den erwarteten Energiebedarf hier aufzulisten. Falls das zur Beurteilung [Speicher ja/nein], relevant ist, kann ich das gerne nachholen.


    Folgenes ist mir im Moment am unklarsten: Ist eine PV-Anlage bei den Gegebenheiten vor Ort überhaupt wirtschaftlich zu betreiben? Wann wird sich die Investition ungefähr amortisieren? Die Investition für Haus und demnach auch PV kommt nicht vollständig aus Eigenmitteln sondern müsste finanziert werden.


    Über Sinn und Unsinn des Schornteins möchte ich bitte nicht diskutieren. Auch die Satschüssel soll auf dem Dach ihren Platz finden.

    Wenn PV, dann aus optischen Beweggründen schwarze Indachmudule. Der Architekt schlägt INDAX von BRAAS vor.


    Bei diesem Dach und dem Ouput von PVGIS: Was würdet ihr bzgl. PV mit/ohne Speicher empfehlen?


    Beste Grüße

    Stephan



    Folgend der Output von PVGIS (Indach ausgewählt) für die beiden Satteldachseiten:


    Süd-Ost-Seite:


    Provided inputs:





    Horizon:


    Calculated


    Database used:


    PVGIS-SARAH


    PV technology:


    Crystalline silicon


    PV installed [kWp]:


    1


    System loss [%]:


    10


    Simulation outputs:



    Slope angle [°]:


    36


    Azimuth angle [°]:


    74


    Yearly PV energy production [kWh]:


    943.17


    Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]:


    1204.81


    Year-to-year variability [kWh]:


    52.66


    Changes in output due to:



    Angle of incidence [%]:


    -3.38


    Spectral effects [%]:


    1.31


    Temperature and low irradiance [%]:


    -11.14


    Total loss [%]:


    -21.72


    Nord-West-Seite:

    Provided inputs:





    Horizon:


    Calculated


    Database used:


    PVGIS-SARAH


    PV technology:


    Crystalline silicon


    PV installed [kWp]:


    1


    System loss [%]:


    10


    Simulation outputs:



    Slope angle [°]:


    36


    Azimuth angle [°]:


    106


    Yearly PV energy production [kWh]:


    800.58


    Yearly in-plane irradiation [kWh/m2]:


    1029.76


    Year-to-year variability [kWh]:


    38.66


    Changes in output due to:



    Angle of incidence [%]:


    -4.24


    Spectral effects [%]:


    1.23


    Temperature and low irradiance [%]:


    -10.88


    Total loss [%]:


    -22.26


  • Bitte lies FAQ - wertvolle Informationen zu PV-Anlagengröße, Stromspeicher, Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, Optimierung, Simulation, erwartbarer Ernte, Auslegung, Wärmepumpe, rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, Netzanschlussbegehren zwecks EEG-Vergütung uvm

    Bei so guten Voraussetzungen die PV so nachrangig zu betrachten ist kurzsichtig. Satan ins Eck damit davon möglichst wenig Schatten kommt.

    Skizzier Module auf deine Flächen. Indacj ist keine gute Idee. Das macht man nur wenn es nicht anders geht.

  • Nun stellt sich mir schon seit geraumer Zeit die Frage, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist den Schritt auf KfW40Plus zu machen. Ich habe auf diese Frage im Forum bisher noch keine Antwort gefunden.

    Das steht sogar in den FAQ :) Kurzversion: ja, Speicher so klein wie erlaubt, PV-Anlage so groß wie möglich


    Wenn die Schüssel auf dem Dach bleiben muss (warum stellst du so seltsame Randbedingungen?), dann wenigstens auf das Gaubendach oder vor den Schornstein.


    Ansonsten passen auf dein Dach 2*3Reihen*11 Spalten-Hindernisse, musst du nur noch skizzieren, größere Planungsschwierigkeiten gibt es da ja keine.


    Ich will nicht über den Schornstein diskutieren, aber bitte sag, dass der zu einem Kamin gehört und nicht zu einer Gastherme =O? Geht der nicht vielleicht etwas niedriger?

  • hier werden ganz offensichtlich von Grund auf falsche Prioritäten gesetzt.

    Erstmal, kfW40 ist natürlich positiv.

    Aber das fundamentale Beharren, z. B. Sat auf dem Dach, oder der Schlot bei so einem Haus, oder "Indach" aus "optischen Gründen" macht eine sinnvolle Beratung unmöglich.

    Übrigens, so "super optisch" sieht das garnicht aus was man von den Plänen erkennen kann, eher ziemlich normal.

    Aber bitte, mach es so wie du aus "optischen Gründen" meinst, teueres und riskantes Indach auf die Nordseite, und die Satschüssel auf Süd.

    Wenn Optische Vorstellungen wichtiger sind als Fakten, ok.

    Dann aber auch nicht wundern wenn das Ergebnis nicht so gut ist wie es sein könnte.

    Und wegen kfW40plus, das musst du dir halt ausrechnen ( lassen) ob sich das lohnt.

    Optische Auswirkungen wird es nicht haben.

  • Danke für eure Rückmeldungen und den Hinweis auf die FAQ.

    Ich will nicht über den Schornstein diskutieren, aber bitte sag, dass der zu einem Kamin gehört und nicht zu einer Gastherme =O? Geht der nicht vielleicht etwas niedriger?

    Geheizt wird mit einer LWWP. Der Kamin gehört zu einem Holzofen und die Höhe ergibt sich aus den Vorschriften bzgl. Abstand zum nachbarlichen Fenster. Das Grundstück liegt am Hang.



    Der Hinweis mit Satan auf Nordseite oder das Gaubendach oder ins Eck ist gut.


    Bezüglich Indach war ich mit meiner Rechereche bei dem Punkt angekommen, dass der Wirkungsgrad von Indachmodulen etwas schlechter ist und Indach auch etwas teurer.

    Inwiefern sind Inachmodule riskanter? Ich hatte einen thread dazu gelesen aber zu einem abschließenden Fazit bin ich nicht gekommen. Die Meinungen gingen auseinander.


    Eine direktes Vergleichsangebot Indach vs. Aufdach habe ich nicht. Vielleicht wäre All-black Aufdach ja ein Kompromiss aus Optik / Funktion / Investitionskosten.


    Es ist gut den Input bekommen zu haben, dass PV ohne Speicher und PV mit Speicher in der vorliegenden Konstellation grundsätzlich beides sinnvoll ist.


    Ich werde das Thema PV angehen und konkrete Angebote einholen.

  • Plan erstmal konkrete Belegung und hole dann Angebote ein! NAB rechtzeitig mailen. Indach nicht wenn es nicht sein muss.

  • Naja, einfach Module (etwa 170*100) möglichst regelmäßig auf die freien Flächen puzzeln. Hochkant ist weniger Montageaufwand, quer geht aber auch. Wenn außen noch ein Sparren ist, kannst du bis zum Ortgang, First und Traufe brauchst du auch keinen Abstand planen. Ergebnis dann zur Diskussion stellen.

  • Das ist quasi schon fertig. Auf NW noch zwei dazu, dann hast du einen perfekten und schattentoleranten 22'er-String, auf SO auch ein prima String. Lass dir nicht einreden, dass 5.20 nicht für drei Reihen reichen, ich garantiere dir, das reicht. Bei 3.80 Platz neben der Gaube sind auch drei Spalten hochkant perfekt.


    Mit dem Plan kannst du Angebote einholen gehen.