Beratung- PV-Anlage in 213xx für EFH / SO Dach

  • Schönen guten Tag :)


    Wir sind eine "junge" Familie mit 5 jährigen Zwillingen und 2 Verbrennerfahrzeugen. Seit geraumer Zeit sind wir am überlegen eine Solaranlage uns anzuschaffen:/


    Wir hatten uns vor kurzem ein Eon Komplettangebot durchrechnen lassen, welches (auf 20 Jahre) ca. 600€ Gewinn pro Jahr einspielen soll. Da wir uns jedoch nach der Beratung nicht sehr viel schlauer fühlten und der Preis sowie Antworten ungenügend waren -> dachten wir, wir lassen uns als Verbraucher von anderen Verbrauchern beraten :saint:


    Falls sich jemand da ein wenig Zeit nehmen könnte und uns helfen könnte, wäre das wirklich super. Vorallem weil wir bei solchen Preisklassen nicht auf die Nase fliegen möchten.


    Zu uns:

    Wir haben ein EFH mit einem durchschnittlichen Verbrauch (letzten 4 Jahre) von 3000 - 3300 kwh mit ca. 800-900€/ Jahr


    Wir haben zwei 5 jährige junge Kinder, die mit der Zeit vermutlich zusätzlich Strom mit den Jahren verbrauchen werden.


    Wir möchten ein Verbrennerauto durch ein Vollelektroauto tauschen, um zu Hause durch die Solaranlage zu tanken

    -> hier habe ich großzügig 25kwh/100km gerechnet -> bei ca. 11000km/jahr -> 110*25kwh= 2.750kwh

    (da das Auto recht neu ist, wird es vermutlich ein 1zu1 tausch, sodass keine Kosten für den Fahrzeugtausch entstehen)


    Geschätzter Verbrauch im Jahr somit ca. 6.000kwh


    Dachneigung laut Plan: 40° (siehe Bild)


    Aussehen unseres Daches (siehe Bild)


    Eon hat ein Angebot mit 22 Modulen und 7,8 kwh Speicher (erweiterbar) vorgeschlagen (siehe anliegende Berechnung)


    Eine Wallbox (fürs Auto) möchten wir gleichzeitig mit installieren




    1. Das wichtigste am Anfang bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3000kwh und 900€/Jahr: Lohnt sich der Wechsel (inkl. Auto)?

    2. Ist der geschätzte Verbrauch von 6.000kwh in Ordnung?

    3. Die Haupt-Dachneigung sind 40°, kann man die kleinere Fläche von 20° zusätzlich mit einbeziehen oder ist es sinnlos?

    4. Reichen die 22 Module, den EON ausgerechnet hat, aus? Oder ist es zu viel / zu wenig?

    5. Reicht der Speicher, den EON ausgerechnet hat, aus? Oder ist es zu viel / zu wenig?

    6. Ich habe ein Google-Maps Bild vom Dach gemacht, ist die Schätzung mit Süd-Ost richtig?

    7. Ist unsere Annahme richtig, dass wir die Sprit-Ersparnis von ca. 200€/Monat auf den Gewinn mit der Solaranlage hinzurechnen können? Da wir ja die 3000kwh Mehrverbrauch ja mit einkalkulieren.

    8. Wenn man keine Ahnung letztendlich vom Zusammenbau einzelner Komponenten einer Anlage hat (wie wir), tendieren wir zu einem Komplettangebot, gibt es da 1-3 Tipps von Firmen? Auf die man sich (Qualität/Preis) verlassen kann?

    9. Stimmt es, dass man die Komplette Mwst direkt nach der Inebtriebnahme zurückbekommen kann? Oder erst mit der Steuererklärung?

    10. Tesla soll angeblich Solar-Dachpfannen bald auf den Deutschen Markt bringen, lohnt es sich zu warten? Angeblich wollen sie 1/3 unter dem durchschnittlichen Preis der Konkurrenz es anbieten?



    Wir hoffen, dass wir möglichst viele Informationen aufgeschrieben haben, damit uns jemand helfen könnte?


    :danke: vorab für eure Mühe !!!


    Lieben Gruß

    joe


    PS: Falls etwas fehlen sollte, reichen wir natürlich das möglichst Zeitnah nach



    Nachtrag:

    Wir haben etwas ganz wichtiges vergessen!

    Wir gehen davon aus, dass wir das Haus in 20-25 Jahren verkaufen möchten. Der Grund ist, wenn die Kinder (mit 20-25 jahren) aus dem Haus sind, wird das Haus uns einfach zu groß sein... zumindest ist das der Plan.


    Wenn aber der Gewinn (mit einkalkulierten Ersparnis von Sprit eines Fahrzeugs) ausreichend ist, wovon wir ausgehen/hoffen... möchten wir auf Solar umrüsten. Somit hier die letzte Frage:


    11. Ist das richtig von uns gedacht?? Bzw. lohnt sich die Anlage dennoch, wenn man das Haus in dem Zeitraum verkaufen wird?

    Uns ist klar, je länger die Anlage in unserem Besitz ist (möglichst ohne Reparaturen), umso höher natürlich der Gewinn

  • Das man sich bei eon mal schlecht beraten fühlt … gut, dass Du es erkannt hast.

    Schrumpelanlage mit Speicher bei geplantem EAuto spricht Bände.


    Einfacher Ansatz bei Dir … Ostdach und Westdach voll machen, auch die Gauben und die Gauben gehen mit in den String vom Dach. Auf 14-15KWp kannst Du sicher damit kommen.

    1. Ausbaustufe wäre dann, auch das Flachdach nördlich der "Dachterrasse" mit zu belegen.

    Dürfte in Summe dann irgendwas um 20KWp ergeben.


    Antworten zum Fragenkatalog:

    1. PV lohnt auf jeden Fall, aber besser OHNE Speicher

    2. Die 6000KWh dürfte passen … ist halt Zukunftsmusik

    3. Ja, Dach und Dachgauben auf beiden Seiten voll machen

    4. Mal in Richtung 44 Module planen … mit Flachdach 60 Module planen.

    5. Speicher unbedingt weg lassen, ist ein Verlustgeschäft, auch wenn eon Dir den sicher schön gerechnet hat.

    6. Ist eher Ost-Süd-Ost … Ost dadurch etwas schlechter, aber WNW solltest Du definitiv mitnehmen, alleine damit nach 15 Uhr überhaupt noch was produziert wird und Du brauchst mehr PV!

    7. Strom der PV ist nicht umsonst … Herstellkosten von 10 Cent die KWh ansetzen … aber es wird sicher günstiger sein, als der Verbrenner … alleine was Wartung und Steuer angeht sparst Du viel.

    8. Komplettpaket nehmen … die bauen sicher auch die Wallbox ein.


    Du solltest dich aber um Kabelwege kümmern. Die Wallbox wird 5*6mm² brauchen.

    Die Heidelberg Eco Wallbox lädt mit bis zu 11KW und ist mit rund 500,- günstig.

    Ich empfehle Dir sowohl bei PV, als auch bei Wallbox etwas Wissen anzulesen oder offen hier im Forum die Angebote zu diskutieren. Sonst droht Schiffbruch.


    9. VSt zurück … direkt ist relativ, da es ja das Finanzamt ist … rechne mit 2-3 Monaten.


    10. Vergiss es … bau mit Standard Modulen … als 60-Zeller sollten die Module mindestens 325Wp haben.


    11. Die EEG Vergütung läuft 20 Jahre. Haus nach 25 Jahren verkaufen ist also völlig OK und … oh Wunder … man kann Häuser auch MIT PV drauf verkaufen.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • lese zunächst mal die FAQS im Profil von pflanze.


    Trotzdem ein paar ANmerkungen.

    Eon ist sicher eine der teuersten VArianten.

    Nimm einen gescheiten INstallateur und plane die ANlage vorher hie rim Forum selber.

    DAfür solltest du alle DAchflächen (auch Nebengebäude) mit Maßen Neigung AUsrichtung einstellen.

    Aus dem Bild ergibt sich, dass beim Hasudach sicher SO und SW (dort die Südhälfte sicher) geeignet sind.


    Wenn es dir um eine effiziente und schnell amortisierte ANlage geht, bau maximal groß und lass den Speicher weg.

    selbst mit Förderung schafft man es nur selten, dass ein SPeicher keinen Verlust macht.

    Bau eine Steuerung ein, die dann Verbraucher ansteuert (auch Wallbox für PKW).

    Je nach präferierter Steuerung und Wallbox bist du dann evetuell auf einen Wechselrichterhesrsteller angewiesen.


    Schau mal was es gibt und was dir liegt (SMA mit SHM und WAlbox ab Herbst; Fronius mit Smartmeter etc.).

  • Für eine genauere Planung brauchen wir die unverzerrten, ebenen Maße aller Dachflächen.

    In aller Kürze ist 6 kWp natürlich lächerlich klein. Das machen die, um dir zusätzlich einen Speicher verkaufen zu können, der nichts produziert, nichts spart, der Umwelt nichts nutzt, aber denen einen hohen Gewinn beschert. PV legt man nicht nach dem Verbrauch aus, sondern nach den sinvoll zu belegenden Flächen. Der Verbrauch ergiebt sich dann ganz von alleine. Je größer die Anlage, desto mehr von deinem Verbrauch kannst du decken. Der Überschuss finanziert das Ganze. Lass dich nicht von windigen Verkäufern über den Tisch ziehen, sondern versuche, das selbst zu durchschauen. Das flachere Dach ist eines der interessantesten. Um das zu beurteilen, solltest du mal PVGIS-Prognosen für alle Flächen erstellen, dann sieht man, welche sich lohnen und welche nicht.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Krüppelwalmdach mit Gauben - nicht einfach zu belegen - aber junge Familien genießen meine besondere Unterstützung ;)

    Kannst du scharfe möglichst unverzerrte Dachflächen Fotos machen in der Draufsicht? dazu das Deckmaß der Pfannen messen (möglichst auch auf den Gauben?)


    Ich denke das könnte hier auf SE rauslaufen - in jedem Fall würde ICH versuchen eine finanzierung für das Projekt zu bekommen und das Dach VOLLSTÄNDIG belegen.

    Die Vergütung bezahlt den Kredit ab und ihr habt keine Belastung - nur den Eigennutzen.

    nach 5 Regelbesteuerung (erlaubt die Mehrwertsteuerrückerstattung zu Beginn) in die KUR wechseln und fortan steuerfreien Eigenverbrauch genießen.

    Mit Steuer und Optimierung sollte man sich etwas befassen - dann ist die PV geschenkt.

    Verbranner werden irgendwann durch E-Auto(s) ersetzt - Spareffekt könnte größer nicht sein (Kleinwagen fährt für 1,5€/100km) - Wärmepumpe wird euch euch betreffen - vermutlich (ich gehe von mir selbst aus) habt ihr nicht unbedingt die Präferenz das JETZT auch noch zu machen (vom Spareffekt und wegen BAFA Zuschuss wäre es ratsam).


    Ich bin jedenfalls da wenns an die konkrete Planung geht!

    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • VIELEN DANK VORAB für die vielen Antworten :danke:


    Ich bin tatsächlich etwas verwundert, ich dachte ein Speicher macht auf jeden Fall Sinn. Da wir das oder die Autos nachts tanken müssen, sollte die gewonnene Energie aus dem Speicher genutzt werden, anstelle es zu kaufen?

    Ich kann es mir gerade nur so erklären: Da der Speicher ca. 6000€ kostet, muss das erstmal verbraucht/vertankt werden...?


    kommt jemand vielleicht aus dem Raum Lüneburg oder Hamburg, der eine "gute" Firma empfehlen kann????


    Green_Pirate

    In Bezug auf die Dachpfannen, die Größe ist 420 x 330 mm

    scharfe möglichst unverzerrte Dachflächen Fotos machen in der Draufsicht -> falls du eine Drohne meinst, sowas habe ich leider nicht :(

  • Autos nachts tanken müssen, sollte die gewonnene Energie aus dem Speicher genutzt werden

    Es ist für die Wirtschaftlichkeitsrechnung völlig egal, was du mit dem Strom aus dem Speicher machst. Autos laden, Kaffee kochen, Aquarium betreiben, es bleibt immer das Gleiche: Er ist einfach teurer als der gekaufte.


    Dachpfannen, die Größe ist 420 x 330 mm

    Deckmaß (sichtbarer Teil) oder der ganze Ziegel? Scharfe Photos kann man auch vom Boden machen.


    Was ist denn jetzt in den letzten >3 Wochen passiert (außer, dass die Vergütung wieder um 1.4% gesunken ist)?

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • dachte ein Speicher macht auf jeden Fall Sinn. Da wir das oder die Autos nachts tanken müssen

    stimmt und in so nem durchschnittlichen Speicher stecken dann schon mal 50-100km drin!

    Mit deinen Fotos kann ich nix anfagen . Drohne ist nicht nötig es müssen nur alle Pfannen erkennbar sein.

    Dachpfannen, die Größe ist 420 x 330 mm

    Deckmaß (sichtbarer Teil) oder der ganze Ziegel? Scharfe Photos kann man auch vom Boden machen.


    Was ist denn jetzt in den letzten >3 Wochen passiert (außer, dass die Vergütung wieder um 1.4% gesunken ist)?

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Es haben ja einige gesagt, es macht Sinn ein Angebot erstmal einzuholen, um damit zu arbeiten...


    Es wurde mit 7000kw gerechnet. Momentan verbrauchen wir ja 3000 und die anderen 4000kw sollen durch ein zukünftiges E-Auto getankt werden (geschätzt 2500kw pro Jahr) + differenz was die Kinder an Mehrverbrauch in den nächsten Jahren verbrauchen, wenn Sie älter werden

  • Du verbrauchst kWh, keine kw;(. Und wenn du deine Anlage nach dem Verbrauch auslegst, hast du trotz drei Monaten PV-Forum noch gar nichts verstanden. Du hast nur 5% der gesamten Vergütung verloren in der Zeit....

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"