Neuling braucht Hilfe. Planung einer Neuanlage auf Bestandsimmobilie mit unseren Parametern sinnvoll?

  • Hallo in die Runde,


    erstmal kurz zu mir (uns). Wir haben 12.2019 unseren Neubau in Lauenbrück (Niedersachsen) bezogen. Bei dessen Planung haben wir das Thema Photovoltaik komplett außer acht gelassen (ein Fehler). Nun wollen wir dies korrigieren und uns unser Dach (nach Möglichkeit) vollpacken um unseren Strombedarf (Haus und zukünftiges E-Auto) nach Möglichkeit autark zu bedienen un den Überschuss einzuspeisen.


    Unser Dachfirst hat eine NNO-Ausrichtung mit 23,8 Grad. Dies sollte einem Azimuth von 113,8° entsprechen. Dachneigung beträgt 47°. Die Dachhälfte mit der meisten belegbaren Fläche hat WNW-Ausrichtung und eine belegbare Fläche von ca 80m² (Insgesamt 89m² abzgl. ca 9m² für Kollektoren und Dachfenster). Die Dachvorderseite hat OSO-Ausrichtung und ist von einem Herrengiebel unterborchen.


    Bisher habe ich rausgelesen, dass sich ein Speicher nicht lohnt und man so viel Fläche wie möglich belegen und den Strom einspeisen soll.

    Auf was muss noch geachtet werden? Welche Leseempfehlungen (außer FAQ, da bin ich dabei) habt ihr?

    Aktuell bin ich mit unserem Energieberater vom Bau in Kontakt um mir regionale Anbieter empfehlen zu lassen. Vorab würde ich aber gerne schon mal versuchen ungefähre Preise für eine solche Anlage zu erhalten. habt ihr dafür Empfehlungen?


    Vielen Dank,

    André

  • Google Luftbild einstellen und Dachmaße angeben.


    wenn noch nicht bei google ersichtlich dann Zeichnung hochladen oder abfotografieren!


    dann kann man eine Belegung austüfteln.


    Schon mal beim VNB ein NAB stellen und dort eine möglichst große Anlage angeben.


    als Richtwert sind 200W/ qm drin. also 100qm = 20 kwp

    Die Gedanken die uns lenken, führen uns in ein großes Nichts. Wir illusionieren das Vollkommene und vergessen die Welt in der Wir Leben!

  • Du hast also ein steiles OW-Dach... Die leicht bessere Ostseite (noch dazu mit Südgiebel) würde ich mit belegen, sonst habt ihr morgens gar nix. Und je mehr belegt wird desto billiger das kWp... Bei weniger als 9ct muss man OW schon recht günstig bauen. Bei 20kWp sind aber 1000€/kWp schon möglich.


    Poste doch mal Bilder und das genaue Dachmass, damit die Experten da was mit Anfangen können.

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • So ein steiles NNW-Dach in Norddeutschland musst du erstmal in PVGIS überprüfen, ansonsten lies die FAQ erstmal fertig und stelle dann konkretere Fragen. Jetzt schon Angebote einzuholen, bevor die Planung fertig ist, macht nicht wirklich Sinn. Die Preise sollten so ganz grob um die 1200 Euro pro kWp liegen.

  • Danke erstmal an euch alle für eure schnellen Rückmeldungen. Ich habe jetzt mal Bilder vom Grundriss und den Hausansichten beigefügt, da sollten alle erforderlichen Abmessungen gegeben sein.

    PVGIS habe ich beide Dachhälften mal durchgerechnet und wenn ich mich bzgl des Azimuth's nicht vertan habe, sollte die Rückseite mit WNW-Ausrichtung bei 15 KWp (80m² *0,2 und dann abgerundet) bei ca. 9170kwh liegen und die Vorderseite mit 10KWp gerechnet (stumpf den Giebel rausgenommen) bei ca. 8216kwh.


    Die FAQ wird natürlich weiter studiert.

  • Kann hinkommen,... wir rechnen uebrigens mit 10% Verlust und das ist IMHO schon konservativ (statt dem PVGIS-default von 14%)... ausserdem nur fuer 1kWp, da man dann nicht staendig Kopfrechnen muss. Sind dann 611kWh/kWp auf WNW,... mit 10% Verlust wohl eher 655h (man kann diese Groesse mit der verschwurbelten Einheit auch kuerzer als effektive Sonnenstunden bezeichen)... OSO waeren dann wohl 822h bzw. 860h.


    Das WNW-Dach ist schon arg knapp... da muss der Preis unter 1100Eu/kWp liegen damit sich das bei den 8,9ct ab August noch alleine ueber Einspeisung bezahlt.

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Ich werde morgen mal versuchen unser Dach in so einem Planungsprogramm mit passenden Modulen zu belegen, na sehen was dabei rauskommt.

    Welche Module könnt Preis-Leistungstechnisch empfehlen?

  • Auch wenn es so ganz gut passt, solltest du neben der Gaube senkrecht bleiben oder es zumindest probieren, vor allem auf der Schattenseite.


    Die Belegung des Nordgiebels erscheint mir absolut unattraktiv, schon deine Westseite ist ja sehr schwach. Auch der Südgiebel ist problematisch, da diese drei Module dich dann zu Solaredge zwingen (aber kann man natürlich machen).

  • Monsmusik: Wenn ich deinen Post richtig lese, sollte ich auf der Vorderseite die Module Senkrecht verlegen und die Giebelseiten selbst komplett unbelegt lassen?

    Wie sieht es mit der Rückseite aus? Hier die Module auch senkrecht setzen?


    Welche NAchteile haben waagerecht verlegte Module?